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Mythos Ă–dipus Texte von Homer bis Pasolini
Mythos Ă–dipus
Texte von Homer bis Pasolini




Nikola RoÃźbach (Hrsg.)

Reclam Leipzig
EAN: 9783379201155 (ISBN: 3-379-20115-4)
178 Seiten, kartoniert, 12 x 19cm, Dezember, 2005

EUR 12,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Ödipus erfüllt das Orakel, indem er unwissentlich seinen Vater tötet und seine Mutter ehelicht. Der Mythos von Vatermord und Mutterinzest, vom Widerspruch zwischen ursprünglichem Begehren und gesellschaftlicher Norm ist unvermindert aktuell.



Die hier versammelten Interpretationen dieses Mythos reichen von Homer und Sophokles über Dante, Voltaire und Hölderlin bis zu Nietzsche, Freud und Pasolini.



»Eine mit Sorgfalt edierte, ambitionierte Anthologien-Reihe über Mythen.« Frankfurter Rundschau



»Spannende Traditionslinien von der Antike bis zur Gegenwart präsentieren mit vielen Textbeispielen und höchst informativen Erläuterungen die schönen Bände der Mythos-Reihe des Reclam Verlages Leipzig.« Buchjournal
Rezension
Der griechische Mythos von Ödipus, dem König von Theben, dem Sohn des Laios und der Iokaste, ist insbesondere über S. Freuds „Ödipuskomplex“ prägend in unseren Sprachschatz eingegangen. Ein Orakel prophezeit Ödipus: er wird seinen Vater töten und seine Mutter heiraten. Deshalb wird er als Kind ausgesetzt, - aber gerettet. Er tötet tatsächlich, ohne es zu ahnen, im Streit seinen Vater Laios, befreit Theben und erhält als Lohn den Thron und die Hand der Königin, seiner Mutter Iokaste. Iokaste nimmt sich das Leben, Ödipus sticht sich beide Augen aus und irrt in der Fremde umher. – Dieser mythologische Stoff ist vielfältig immer wieder bearbeitet worden, wie dieser Band aufschlußreich dokumentiert. Wieder ein hilfreicher Band aus der Mythos-Reihe des Leipziger Reclams-Verlags!

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Der antike Mythos von Vatermord und Inzest

Der Mythos um Ödipus, der das Orakel erfüllt, indem er unwissend seinen Vater tötet und seine Mutter ehelicht, geht bis auf das 2. Jahrtausend v. Chr. zurück.
Im 17. Band der Mythos-Reihe wird die breite europäische Rezeption der Frage um Schuld oder Unschuld repräsentativ dargestellt. So wird die fundamentale Wirkung, die der Mythos in seiner Bedeutungsvielfalt auf unsere Kultur hat, erkennbar.
Die ausgewählten Texte reichen von Homer und Sophokles über Dante Aligheri, Voltaire, Goethe und Nietzsche zu Freud, Pasolini und Hélène Cixous.

Autoreninformation:
Die Herausgeberin Nikola Roßbach, geboren 1970, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Darmstadt. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Moderne.
Inhaltsverzeichnis
7 Homer: Ilias, 23. Gesang, V. 676-680
7 Homer: Odyssee, 11. Gesang, V. 271-280
S Hesiod: Werke und Tage, V. 156-165
9 Pindar: Olympische Oden II, V. 30-40
9 Sophokles: König Oidipus, 1., 3. Hauptszene, Schluß-Szene
15 Lucius Annaeus Seneca: König Ödipus, 3., 4., 5. Akt
13 Publius Papinius Statius: Thebais, l. Buch
26 Anonym: Der Roman von Theben, V. 399-536
29 Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie, 22. Gesang, V. 55-60
29 Giovanni Boccaccio: Ăśber berĂĽhmte Frauen
31 Torquato Tasso: König Torrismondo, 5. Akt
36 Pierre Corneille: Ă–dipus, 3. Akt, 5. Szene
41 John Dryden/Nathaniel Lee: Oedipus, 1., 5. Akt
45 Voltaire: Oedipus, 4. Akt, 1. Szene; 5. Akt, 4.-6. Szene
50 Johann Jakob Bodmer: Oedipus, 5. Aufzug, 4. Auftritt
53 Christian Graf von Stolberg: Oedipus in Theben, V. 1284-1340
55 Johann Wolfgang von Goethe/Friedrich Schiller: Die höchste Harmonie
55 Friedrich Hölderlin: Hyperion, II, 2
56 Friedrich Hölderlin: In lieblicher Bläue ...
59 Friedrich Hölderlin: Oedipus der Tyrann, 5. Akt, 2. Szene
61 Marie-Joseph Blaise de Chenier: König Ödipus, 3. Akt, 4. Szene; 5. Akt, 2. Szene, 4. Szene
65 Percy Bysshe Shelley: König Ödipus oder Schwellfuß der Tyrann, 2. Akt
68 Graf August von Platen: Der romantische Oedipus, 1., 4. Akt
74 Francisco Martinez de la Rosa: Ă–dipus, 5. Akt, 6.-8. Szene
76 Bettine von Arnim: Die GĂĽnderode, 1. Teil
80 Betty Paoli: Kein Gedicht
82 Georg Herwegh: Auch dies gehört dem König
83 Adolf von Wilbrandt: König Oedipus
87 Theophile Gautier: Die Fellah
88 Friedrich Nietzsche: Oedipus. Reden des letzten Philosophen mit sich selbst
89 Friedrich Nietzsche: Morgenröthe, 2. Buch, Nr. 128
90 Friedrich Nietzsche: Jenseits von Gut und Böse, 1. Hauptstück
91 Gertrud Prellwitz: Oedipus oder das Rätsel des Lebens, 4. Akt, I.Szene; 5. Akt, 2. Szene
94 Sigmund Freud: Die Traumdeutung
99 Hugo von Hofmannsthal: Ă–dipus und die Sphinx, 1., 3. Aufzug
103 Rudolf Pannwitz: Die Befreiung des Oidipus
106 William Butler Yeats: Aus »Ödipus auf Kolonus«
107 Jean Cocteau: König Ödipus
108 Jean Cocteau: König Ödipus, Prolog
109 Jean Cocteau: Die Höllenmaschine, Die Stimme (vor dem I.Akt); 4. Akt
113 Andre Gide: Oedipus, L, 3. Akt
116 Henri Ghöon: Ödipus oder Die Götterdämmerung, 3. Akt, 6., 7. Szene
120 Hubert Fichte: Ödipus auf Häknäss, L, XV., XXIX., XXXIV.
127 Jean-Jacques Kihm: Ödipus oder Das Schweigen der Götter, Prolog; 1. Teil, 4. Bild; Epilog
130 Franz Fühmann: König Ödipus
132 Heiner MĂĽller: Ă–dipus, Tyrann, V.
135 Pier Paolo Pasolini: König Ödipus, 30. Szene, 34. Szene
138 Ola Rotimi: Die Götter haben keine Schuld, 2. Akt, 1. Szene; 3. Akt, 4. Szene
141 Ali Salim: Ödipus, eine Komödie. Du bist es, der das Ungeheuer tötete, l. Akt; 2. Akt, 2. Szene; 3. Akt, l., 3. Szene
147 Werner Schlierf: Ă–dipus lebt, l. Akt, l. Bild
154 Helene Cixous: Der Name des Ödipus. Gesang des verbotenen Körpers
158 Klaus M. Rarisch: Ă–dipus
159 Henry Bauchau: Oedipus unterwegs, 7. Kapitel

163 Nachwort
163 Zur Geschichte des Ă–dipus-Mythos
167 Zur Textauswahl
171 WeiterfĂĽhrende Literaturhinweise
173 Quellen- und Rechtenachweis