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Kulturen verstehen, kompetent handeln
Grundlagen der Interkulturalität
2., überarbeitete und ergänzte Neuauflage 2026
Jürgen Straub, Viktoria Niebel
UTB
, Psychosozial
EAN: 9783825266240 (ISBN: 3-8252-6624-9)
220 Seiten, paperback, 15 x 22cm, April, 2026
EUR 22,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Jürgen Straub und Viktoria Niebel erörtern Grundfragen interkultureller Kommunikation, Kooperation und Koexistenz, klären wesentliche theoretische Begriffe und Modelle und geben zahlreiche Praxisbeispiele. Anhand vieler Reflexionsaufgaben können Studierende das Gelernte auf sich selbst beziehen und auf eigene Handlungsfelder übertragen. Diese elementare, gut verständliche Einführung zielt darauf ab, Aversionen und Abneigungen abzubauen und den emotionalen Abstand zwischen Menschen in kulturell differenzierten Gesellschaften und interkulturellen Überschneidungssituationen zu verringern.
Jürgen Straub, Prof. Dr. phil., ist Inhaber des Lehrstuhls für Sozialtheorie und Sozialpsychologie an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum sowie Co-Direktor des Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrums für sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie (Internationale Psychoanalytische Universität Berlin; Technische Universität Dortmund).
Viktoria Niebel, M. A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Science Support Center der Universität Duisburg-Essen und Doktorandin am Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum. Sie berät Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen und Forschungsverbünde im Gender- und Diversitätsconsulting. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Interkulturalität, Diskurse der Achtsamkeit sowie Diversität und Geschlecht im Wissenschaftssystem.
Rezension
Fragen und Positionen zu Migration und Interkulturalität spalten unsere Gesellschaft in erheblicher Weise und stellen ein kulturelles Problemfeld dar, das in besonderer Weise auch Schule(n) trifft; denn Migration, Interkulturalität und Heterogenität beeinflussen auch Bildungsprozesse deutlich. Interkulturelle Kommunikation hat durch die zunehmende Globalisierung und Multikulturalität eine wachsende Bedeutung, - das gilt insbesondere auch für die Schulen. Zum Verstehen des kulturell Anderen sind Überwindungen von Ethnozentrismus notwendig. Interkulturelle Kommunikation bezeichnet in den Gesellschaftswissenschaften eine soziale Interaktion von Akteuren aus unterschiedlichen Kulturen, so dass z.B. Missverständnisse abgebaut werden können. Insofern ist Interkulturelle Kommunikation mit interkulturellem Lernen verwandt; es geht um bewussten und kritischen Umgang mit Stereotypen, Aufbau von Akzeptanz für andere Kulturen, Überwindung von Ethnozentrismus, Verständnis der eigenen Kulturverhaftung und Enkulturation sowie Fremdverstehen. Diese gut verständliche Einführung in die Interkulturalität zielt darauf ab, Aversionen und Abneigungen abzubauen und den emotionalen Abstand zwischen Menschen in kulturell differenzierten Gesellschaften und interkulturellen Überschneidungssituationen zu verringern.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorspann: Themen, Stil und Ziel des Buches 9
Hinweise zur Markierung von Merkkästen 17
1 Kultur und kulturelle Unterschiede in der globalisierten Welt 19
1.1 Globalisierung: Knappe Begriffsbestimmung 23
1.2 Zusammenfassung 31
2 Kulturelle Besonderheiten menschlichen Handelns: Was meint »Kultur«? 33
2.1 Kultur: Exemplarische Definitionen 43
2.2 Inter- und Transkulturalität 45
Exkurs: Diversität 52
2.3 Potenziale und Grenzen kulturvergleichender Ansätze 55
Kulturstandards 56
Kulturdimensionen 59
Edward T. Hall: content vs. context 60
Geert Hofstede: Das 4D-Modell 62
Erweiterung des 4D-Modells: Das 5D- und 6D-Modell 66
Kritik am Dimensionen-Modell 68
2.4 Zusammenfassung 71
3 Der theoretische Begriff der Identität in kulturell komplexen Gesellschaften und Gemeinschaften 73
3.1 Ausgrenzende Identitätspolitik als kollektive Gewalt 74
Exkurs: Rassismus 80
3.2 »Wurzeln« und »Verwurzelung«: Die Metaphorik kultureller Identitäten 81
3.3 Formen und Strukturen personaler Identität in heterogenen Gesellschaften 87
Die Identitätsfrage 89
Geschichtlicher, kultureller, gesellschaftlicher Kontext von Identität 93
Eriksons Theorie: Ein Meilenstein identitätstheoretischen Denkens 94
Identität und Kontingenz in modernen Gesellschaften 100
Identitätstheorie: Elementare Unterscheidungen 102
3.4 Diskussionslinien und kontroverse Standpunkte im identitätstheoretischen Diskurs: Postkoloniale Ansätze 118
bell hooks: »Talking back!« 121
Edward W. Said: Kritik des »Orientalismus« 124
Homi K. Bhabha: Hybridität und dritter Raum 126
Stuart Hall: Gegen Identität als starre Festlegung und geschlossene Figur 128
3.5 Stereotype, Vorurteile, Abjekte 129
Stereotype 130
Vorurteile 132
Weshalb gibt es Vorurteile und Stereotype? 132
Abjekte und Abjektionen 135
3.6 Zusammenfassung 142
4 Interkulturelle Kompetenz und interkulturelles Lernen 145
4.1 Interkulturelle Kompetenz 145
Kompetenz 145
Dimensionen und Komponenten 149
Effektivität, Angemessenheit, normative Aspekte 157
4.2 Interkulturelles Lernen 162
Bestimmung des Lernbegriffs 162
Zwei theoretische Modelle 164
Modell 1: Developmental Model of Intercultural Sensitivity (DMIS) 165
Modell 2: Interkulturelles und transformationales Lernen 173
Expansives Lernen nach Holzkamp: Eine attraktive Anregung auch im Feld interkulturellen Lernens? 179
4.3 Zusammenfassung 187
5 Instruiertes Lernen in der Fort- und Weiterbildung 189
5.1 Interkulturelles Training 192
5.2 Interkulturelles Coaching 196
5.3 Interkulturelle Mediation 202
5.4 E-Learning 206
Netzbasiertes kooperatives, kollaboratives und interkulturelles Lernen 208
5.5 Zusammenfassung 212
6 Schlussbetrachtung 215
Literatur 217
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