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Grundlagen des Christentums im 21. Jahrhundert I: Welt, Gott und Offenbarung
Grundlagen des Christentums im 21. Jahrhundert
I: Welt, Gott und Offenbarung




Johannes Herzgsell, Cora Duttmann

Transcript
EAN: 9783837679687 (ISBN: 3-8376-7968-3)
306 Seiten, paperback, 16 x 24cm, Oktober, 2025

EUR 49,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die klassischen Themen des Christentums informierend und orientierend neu entdecken - dafür geben Johannes Herzgsell und Cora Duttmann in einem Grundlagenwerk über drei Bände philosophische, theologische, biblische, religionswissenschaftliche und spirituelle Impulse. Dabei nehmen sie nicht nur verschiedene christliche Konfessionen, sondern auch nichtchristliche Weltreligionen wie den Islam, Daoismus, Hinduismus und Buddhismus in den Blick.

Band I widmet sich den Themen »Welt« (u.a. kosmische Entwicklung, ökologische Fehlentwicklung, Verständnishorizont, Schöpfung, autonome Wirklichkeit), »Gott« (u.a. vollkommenstes Wesen, absoluter Geist, Geheimnis, Herr der Geschichte, Liebe) und »Gottes Wort und Offenbarung« (u.a. Bibel als Sprachhandlung Gottes, Offenbarung als universale Selbstmitteilung Gottes).

Johannes Herzgsell (Dr. phil.), geb. 1955, ist Jesuit und war bis zur Emeritierung 2019 Professor für Religionsphilosophie, Religionswissenschaft und Theologie an der Hochschule für Philosophie München.

Cora Duttmann (Dr. phil.), geb. 1984, forscht im Bereich Philosophie und Soziologie.
Rezension
Das drei-bändige Werk "Grundlagen des Christentums im 21. Jahrhundert" mutet auf den ersten Blick wie eine klassische christliche Dogmatik an, die ja in der Regel auch trinitarisch, also drei-bändig, aufgebaut ist: Gott Vater (Theologie) - Sohn (Christologie) - Hl. Geist / Hl. Kirche (Pneumatologie und Ekklesiologie). Diese klassischen Themen der Christlichen Glaubenslehre (Dogmatik) werden von dem Jesuiten Johannes Herzgsell und Cora Duttmann nun aber zum einen in einen weiteren Kontext philosophischer, theologischer, biblischer, religionswissenschaftlicher und spiritueller Impulse gestellt, wobei nicht nur ein (innerchristlicher) ökumenischer Bezug mit verschiedenen christlichen Konfessionen, sondern auch nichtchristliche Weltreligionen wie Islam, Daoismus, Hinduismus und Buddhismus in den Blick kommen. Typisch jesuitisch-gelehrt wird also das Christentum aus jeder Engführung befreit und im Rahmen eines globalisieerten 21. Jaahrhunderts verständlich zu machen versucht, so daß es eben nicht mehr nur theologisch sondern bewußt religionswissenschaftlich verstanden wird, - was sich dann auch in den Kontext des Bielefelder Transcript-Verlags einfügt. Ein neues Grundlagenwerk zum Christentum, das gediegene Information und klare Orientierung bietet inmitten globalisierter, multi-kultureller Welt. Das Buch behandelt nicht einfach klassische Themen des Christentums (Kirche, Vorrang der Armen, Vollendung). Es versucht den ökumenischen Reichtum des Christentums einzufangen und den Blick über die christliche Religion hinaus zu weiten, indem es auch andere große Religionen präsentiert und bewußt das Gespräch mit anderen Religionen und dem Atheismus sucht; ein Werk, das - typisch jesuitisch - auf der Vernünftigkeit des christlichen Glaubens beruht. Dazu werden neun Themen behandelt, die als wesentlich gelten dürfen: Band 1: Welt Gott Gottes Wort und Offenbarung, Band 2: Mensch Jesus Christus Dreieinigkeit Gottes, Band 3: Kirche Option für die Armen Vollendung. Zu jedem dieser Themen führen jeweils fünf methodisch wie inhaltlich verschiedene Zugänge, die aufeinander aufbauen und/oder einander ergänzen: 1. ein philosophischer, 2. ein biblischer, 3. ein theologischer, 4. ein religionswissenschaftlicher und 5. ein spiritueller.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
Religionswissenschaft, Religionssoziologie, Religionsgeschichte, Ethik, Erkenntnistheorie, Philosophie, Philosophiegeschichte, Philosophische Anthropologie

Inhaltsverzeichnis
Vorwort 9

Einleitung 11

Vorspann: das Gesetz der Entwicklung 15

A Die Entstehung und Geschichte des Universums 15
B Die Entstehung und Entwicklung der Erde 21
C Die Entstehung des Lebendigen und des Menschen 24

1. Die Welt 31

1.1 Eine Welt in Entwicklung 32
1.1.1 Der physikalische Materiebegriff 32
1.1.2 Die Substanzontologie des Aristoteles 34
1.1.3 Materie und Geist 39
1.1.4 Mit der evolutiven Weltanschauung unvereinbare Weltbilder 46
1.1.5 Mit der evolutiven Weltanschauung vereinbare moderne Weltauffassungen 50
1.1.6 Grund und Sinn der Welt 63
1.2 Die Welt als Schöpfung 68
1.2.1 Die Erschaffung der Welt im Alten Testament 68
1.2.2 Die Schöpfungsmittlerschaft Jesu Christi im Neuen Testament 72
1.3 Schöpfungstheologie 74
1.3.1 Die Schöpfung als relativ autonome Wirklichkeit 75
1.3.2 Die Schöpfungslehre in der katholischen lehramtlichen Tradition 76
1.3.3 Die Schöpfungslehre in der reformatorischen Tradition 78
1.3.4 Das Verhältnis von Philosophie und Theologie 82
1.3.5 Die seinsmäßige Ähnlichkeit von Gott und Welt (Analogie) 85
1.3.6 Die Enzyklika „Laudato Si’“ 87
1.4 Das Weltverständnis anderer Weltreligionen 100
1.4.1 Die Welt als Schöpfung Gottes im Islam 101
1.4.2 Die Polarität der Welt im Daoismus 103
1.4.3 Weltzyklus und Samsara im Hinduismus 105
1.4.4 Abhängiges Entstehen und Samsara im Buddhismus 108
1.4.5 Einige Abweichungen und Übereinstimmungen zwischen fernöstlicher und christlicher Auffassung von Welt 111
1.5 Die rechte Haltung gegenüber Gott und Welt 114
1.5.1 Die Dankbarkeit 115
1.5.2 Der Lobpreis 117
1.5.3 Die Ehrfurcht und das Dienen 118

2. Gott 121

2.1 Gott als das vollkommenste Wesen 121
2.1.1 Das absolut Gute, Schöne und Eine (Platon und Plotin) 122
2.1.2 Das, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann (Anselm von Canterbury) 126
2.1.3 Das Sein selbst (Thomas von Aquin) 128
2.1.4 Das absolute Maximum und Minimum, das Nicht-Andere und das Können selbst
(Nikolaus von Kues) 131
2.1.5 Der absolute Geist (Georg Wilhelm Friedrich Hegel) 135
2.1.6 Das heilige Geheimnis (Karl Rahner) 137
2.2 Gott als Herr der Geschichte 140
2.2.1 Der Gott des Bundes mit Israel 140
2.2.2 Der Vater Jesu Christi 148
2.2.3 Das Gottesverständnis im Alten und im Neuen Testament 150
2.3 Gott als Liebe 156
2.3.1 Die Gotteslehre in der katholischen lehramtlichen Tradition 156
2.3.2 Die Gotteslehre der Reformatoren 158
2.3.3 Die Weiblichkeit Gottes in der feministischen Theologie 159
2.3.4 Der zugleich verborgene und offenbare, liebende Gott 165
2.4 Die Auffassung von der höchsten Wirklichkeit in den anderen Weltreligionen 171
2.4.1 Allah 171
2.4.2 Dao 173
2.4.3 Brahman 176
2.4.4 Leere, Nirvana und Buddha-Natur 178
2.4.5 Christliches und fernöstliches Verständnis des Absoluten 181
2.5 Vertrautheit mit Gott 182
2.5.1 Das christliche Grundgebet des „Vaterunser“ 182
2.5.2 Verschiedene Gebetsweisen 184
2.5.3 Der Reinigungs-, Erleuchtungs- und Vereinigungsweg 186

3. Gottes Wort und Offenbarung 189

3.1 Sprache und Verständnis 189
3.1.1 Die Bedeutung sprachlicher Zeichen 190
3.1.2 Die Bibel als Sprachhandlung Gottes und als Teil christlicher Lebensform 193
3.1.3 Die Hermeneutik als Kunst des Verstehens 195
3.1.4 Die Bibel als Mittel der Kommunikation zwischen Gott und Mensch (ihr objektiver Sinn und ihr subjektives Verständnis) 198
3.2 Die Bibel 199
3.2.1 Die Bücher des Alten Testaments 200
3.2.2 Die Schriften des Neuen Testaments 208
3.2.3 Offenbarung Gottes in der Bibel 220
3.2.4 Die Wahrheit der Bibel 231
3.2.5 Entmythologisierung und existentiale Interpretation des Neuen Testaments (Rudolf Bultmann) 235
3.3 Offenbarung als Selbstmitteilung Gottes 241
3.3.1 Lehramtliches Offenbarungsverständnis 241
3.3.2 Evangelisches Verständnis des Wortes Gottes 242
3.3.3 Offenbarung als universale Selbstmitteilung Gottes 261
3.4 Heilige Schriften und Offenbarung in nichtchristlichen Weltreligionen 278
3.4.1 Der Koran 279
3.4.2 Daodejing, Zhuangzi und Daozang 284
3.4.3 Veden, Upanishaden und Bhagavad-Gita 287
3.4.4 Tripitaka 290
3.5 Die Kunst des Unterscheidens als Voraussetzung rechten Entscheidens 293
3.5.1 Die Erfahrung von Trost und Trostlosigkeit 293
3.5.2 Die Unterscheidung der Geister 296
3.5.3 Rechtes Entscheiden 299