lehrerbibliothek.deDatenschutzerklärung
Grundlagen des Christentums im 21. Jahrhundert Band II:  Mensch, Jesus Christus und Dreieinigkeit Gottes
Grundlagen des Christentums im 21. Jahrhundert
Band II: Mensch, Jesus Christus und Dreieinigkeit Gottes




Johannes Herzgsell, Cora Duttmann

Transcript
EAN: 9783837679694 (ISBN: 3-8376-7969-1)
434 Seiten, paperback, 16 x 24cm, Oktober, 2025

EUR 49,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die klassischen Themen des Christentums informierend und orientierend neu entdecken - dafür geben Johannes Herzgsell und Cora Duttmann in einem Grundlagenwerk über drei Bände philosophische, theologische, biblische, religionswissenschaftliche und spirituelle Impulse. Dabei nehmen sie nicht nur verschiedene christliche Konfessionen, sondern auch nichtchristliche Weltreligionen wie dem Islam, Daoismus, Hinduismus und Buddhismus in den Blick.

Band II widmet sich den Themen »Mensch« (u.a. Leib-Seele-Geist, Freiheit, Ich-Du, Wachsen durch Leid, Sünder und Begnadeter, neuer Mensch), »Jesus Christus« (u.a. Menschwerdung Gottes, historischer Jesus, neutestamentliche Christologien, Mittler der Liebe Gottes) und »Dreieinigkeit Gottes« (u.a. Drei Reiche, Vater-Sohn-Geist, inner- und zwischenpersonale Modelle).

Johannes Herzgsell (Dr. phil.), geb. 1955, ist Jesuit und war bis zur Emeritierung 2019 Professor für Religionsphilosophie, Religionswissenschaft und Theologie an der Hochschule für Philosophie München.

Cora Duttmann (Dr. phil.), geb. 1984, forscht im Bereich Philosophie und Soziologie.
Rezension
Das drei-bändige Werk "Grundlagen des Christentums im 21. Jahrhundert" mutet auf den ersten Blick wie eine klassische christliche Dogmatik an, die ja in der Regel auch trinitarisch, also drei-bändig, aufgebaut ist: Gott Vater (Theologie) - Sohn (Christologie) - Hl. Geist / Hl. Kirche (Pneumatologie und Ekklesiologie). Diese klassischen Themen der Christlichen Glaubenslehre (Dogmatik) werden von dem Jesuiten Johannes Herzgsell und Cora Duttmann nun aber zum einen in einen weiteren Kontext philosophischer, theologischer, biblischer, religionswissenschaftlicher und spiritueller Impulse gestellt, wobei nicht nur ein (innerchristlicher) ökumenischer Bezug mit verschiedenen christlichen Konfessionen, sondern auch nichtchristliche Weltreligionen wie Islam, Daoismus, Hinduismus und Buddhismus in den Blick kommen. Typisch jesuitisch-gelehrt wird also das Christentum aus jeder Engführung befreit und im Rahmen eines globalisieerten 21. Jaahrhunderts verständlich zu machen versucht, so daß es eben nicht mehr nur theologisch sondern bewußt religionswissenschaftlich verstanden wird, - was sich dann auch in den Kontext des Bielefelder Transcript-Verlags einfügt. Ein neues Grundlagenwerk zum Christentum, das gediegene Information und klare Orientierung bietet inmitten globalisierter, multi-kultureller Welt. Das Buch behandelt nicht einfach klassische Themen des Christentums (Kirche, Vorrang der Armen, Vollendung). Es versucht den ökumenischen Reichtum des Christentums einzufangen und den Blick über die christliche Religion hinaus zu weiten, indem es auch andere große Religionen präsentiert und bewußt das Gespräch mit anderen Religionen und dem Atheismus sucht; ein Werk, das - typisch jesuitisch - auf der Vernünftigkeit des christlichen Glaubens beruht. Dazu werden neun Themen behandelt, die als wesentlich gelten dürfen: Band 1: Welt Gott Gottes Wort und Offenbarung, Band 2: Mensch Jesus Christus Dreieinigkeit Gottes, Band 3: Kirche Option für die Armen Vollendung. Zu jedem dieser Themen führen jeweils fünf methodisch wie inhaltlich verschiedene Zugänge, die aufeinander aufbauen und/oder einander ergänzen: 1. ein philosophischer, 2. ein biblischer, 3. ein theologischer, 4. ein religionswissenschaftlicher und 5. ein spiritueller.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
Religionswissenschaft, Religionssoziologie, Religionsgeschichte, Ethik, Erkenntnistheorie, Philosophie, Philosophiegeschichte, Philosophische Anthropologie

Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7

Einleitung 9

1. Der Mensch 13

1.1 Der Mensch als sich entwickelndes Wesen 13
1.1.1 Die physische und psychische Entwicklung des Menschen 13
1.1.2 Der Mensch als leiblich-seelisch-geistige Einheit 16
1.1.3 Der Mensch als freies Wesen 23
1.1.4 Der Mensch als soziales und kulturelles Wesen 45
1.1.5 Der Mensch als Person 48
1.2 Der Mensch als Kind Gottes 72
1.2.1 Der Mensch der ersten Schöpfung 72
1.2.2 Der Mensch der neuen Schöpfung 82
1.3 Der Mensch als Sünder und von Gott Begnadeter 90
1.3.1 Der Mensch als sündhaftes Wesen 91
1.3.2 Der Mensch als erbsündhaftes Wesen 112
1.3.3 Der Mensch als liebendes und begnadetes Wesen 151
1.4 Die Auffassung vom Menschen in den anderen Weltreligionen 173
1.4.1 Das islamische Ideal der Hingabe an Gott 174
1.4.2 Das daoistische Ideal des Gleichgewichts von Yin und Yang 177
1.4.3 Die hinduistische Lehre vom Menschen 178
1.4.4 Die buddhistische Lehre von Anatman (Nicht-Selbst) 183
1.4.5 Das wahre Selbst als das gemeinsame geistliche Ideal der Weltreligionen 186
1.5 Der neue Mensch 188

2. Jesus Christus 191

2.1 Die Möglichkeit der Menschwerdung Gottes 191
2.2 Jesus Christus: Messias, Menschensohn und Gottessohn 195
2.2.1 Messianische Erwartungen im Alten Testament 196
2.2.2 Der historische Jesus 199
2.2.3 Die Auferweckung und Erhöhung Jesu 235
2.2.4 Christologische Hoheitstitel 242
2.2.5 Neutestamentliche Christologien 245
2.3 Jesus Christus als geschichtliche Selbstoffenbarung Gottes 259
2.3.1 Die Person Jesu Christi 259
2.3.2 Die Bedeutung Jesu 270
2.4 Erlösung, Befreiung und Verwandlung in nichtchristlichen Weltreligionen 283
2.4.1 Erlösung im Islam 283
2.4.2 Das daoistische Verständnis von Erlösung 298
2.4.3 Das hinduistische Verständnis von Erlösung 300
2.4.4 Das buddhistische Verständnis von Erlösung 310
2.5 Die Exerzitien des Ignatius von Loyola 324
2.5.1 Geistliche Übungen 325
2.5.2 Exerzitienteile 327
3. Die Dreieinigkeit Gottes 333
3.1 Hegels Lehre von den drei Reichen Gottes 333
3.1.1 Die „Phänomenologie des Geistes“ 334
3.1.2 Die „Enzyklopädie“ 336
3.1.3 Das Reich des Vaters 338
3.1.4 Das Reich des Sohnes 341
3.1.5 Das Reich des Geistes 345
3.2 Vater, Sohn und Geist 349
3.2.1 Spuren der Trinität im Alten Testament: das Wort, die Weisheit und der Geist Gottes 349
3.2.2 Die Trinitätsoffenbarung im Neuen Testament 352
3.3 Die Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Geist 357
3.3.1 Die altkirchliche Entwicklung der Trinitätslehre 358
3.3.2 Die „psychologische“ Trinitätslehre des Augustinus 366
3.3.3 Die Dreieinigkeit als Beziehungsgeschehen bei Thomas von Aquin 375
3.3.4 Die zwischenpersonale Trinitätslehre des Richard von St. Viktor 379
3.3.5 Die Gegensätzlichkeit west- und ostkirchlichen trinitarischen Denkens: das inner- und das zwischenpersonale Modell 385
3.3.6 Ein Lösungsvorschlag für das Filioque-Problem (Matthias Haudel) 389
3.3.7 Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert 391
3.3.8 Gott als dreieinige Liebe 402
3.4 Triadische Strukturen in nichtchristlichen Religionen 409
3.4.1 Die Dreieinheit der „Trimurti“ und verschiedener Aspekte des „Brahman“ im Hinduismus 410
3.4.2 Die „Trikaya“-Lehre im Buddhismus 411
3.5 Mystik 414
3.5.1 Die Innere Burg von Teresa von Avila 414
3.5.2 Theologie der Mystik 429