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Geschichte der Frühen Neuzeit (1500–1800) studieren
3., überarbeitete und aktualisierte Auflage 2026
(1. Auflage 2006)
Birgit Emich
Narr
, UTB, UVK
EAN: 9783825266677 (ISBN: 3-8252-6667-2)
354 Seiten, paperback, 15 x 22cm, September, 2026, 8 Abb., 3 Tab., 7 farb. Abb.
EUR 32,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Birgit Emich führt verständlich in das Studium der Geschichtswissenschaft und die Besonderheiten der Frühen Neuzeit ein. Sie erklärt, welche Rolle die Epochen im Geschichtsstudium spielen und was den Reiz der Frühen Neuzeit ausmacht. Daneben geht sie darauf ein, wie historische Forschung grundsätzlich funktioniert und wie Quellen ausgewertet werden.
Das Buch schließt mit einem praxisnahen Überblick zu den wichtigsten Arbeitstechniken. Für die 3. Auflage wurde das Buch überarbeitet und um Informationen zur Verwendung von Künstlicher Intelligenz ergänzt.
Birgit Emich ist Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Rezension
Es handelt sich bei diesem Buch nicht um eine Geschichte der Neuzeit, sondern der Inhalt wird durch das Wort "studieren" deutlich: "Geschichte der Frühen Neuzeit (1500–1800) STUDIEREN". Mithin werden Praktisches (Kap. 1), Theoretisches (Kap. 2), Methodisches (Kap. 3) und Technisches (Kap. 4) verhandelt (vgl. Inhaltsverzeichnis), also Literatur, Hausarbeiten, Examen, Quellen, die Epoche als Wissenschaft und Frühe Neuzeit als Schwerpunkt im Geschichtsstudium. Frühe Neuzeit meint die Zeit zwischen ca. 1500 und 1800, von Renaissance, Reformation und Entdeckung Amerikas bis zur Französischen Revolution und dem Beginn der Industrialisierung, - eine Epoche, die nicht nur für Historiker von elementarer Bedeutung für Entstehung und Verstehen der Moderne ist, sondern auch für viele andere Wissenschaften, z.B. Kunstwissenschaft, Theologie, Philosophie oder Politikwissenschaft; denn es geht um nicht weniger als um u.a. Renaissance, Humanismus, Reformation und Aufklärung, Revolution und Gewaltenteilung. Das Ideal eines einheitlichen christlichen Abendlands macht Platz für eine allmählich als legitim anerkannte Vielfalt von Staaten, religiösen Bekenntnissen und Formen des Wirtschaftens. Der moderne Staat entsteht - verbunden mit unzähligen kulturellen Neuerungen, die bis heute Auswirkungen zeigen.
Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zur 3. Auflage 9
Vorwort zur 2. Auflage 11
Vorwort zur 1. Auflage 13
1 Praktisches: Frühe Neuzeit im Studium 15
1.1 Geschichte studieren: Aber wo - und was genau? 15
1.2 Frühe Neuzeit im Studium 17
1.3 Die Frühe Neuzeit als Schwerpunkt im Studium 20
2 Theoretisches: Frühe Neuzeit als Wissenschaft 23
2.1 Geschichte, Geschichtsschreibung, Geschichtswissenschaft 23
2.1.1 Geschichte 24
2.1.2 Geschichtsschreibung 26
2.1.3 Geschichtswissenschaft 30
2.2 Quellen und Quellenkritik 34
2.2.1 Die Quellen: Definition und Kategorien 34
2.2.2 Die historisch-kritische Methode 38
2.2.3 Kritische Quelleneditionen 42
2.3 Kann Geschichte objektiv sein? 46
2.3.1 „Zeigen, wie es eigentlich gewesen": das Postulat der Unparteilichkeit 46
2.3.2 „Sehepunkte": die Standortgebundenheit historischer Erkenntnis 48
2.3.3 Alles nur Fiktion? Der Linguistic Turn und die Folgen 52
2.4 Zugänge zur Geschichte: Verstehen und Erklären 56
2.4.1 Verstehen 58
2.4.2 Erklären 63
2.4.3 Verstehen und Erklären 66
2.5 Theorie und Empirie 70
2.5.1 Begriffe 71
2.5.2 Typen 74
2.5.3 Theorien mittlerer Reichweite 78
2.6 Periodisierung 83
2.6.1 Probleme der Periodisierung 84
2.6.2 Die Entdeckung der Neuzeit 89
2.6.3 Die Frühe Neuzeit als Epoche 92
2.7 Perspektiven der Frühneuzeitforschung 96
2.7.1 Historismus 97
2.7.2 Struktur- und Gesellschaftsgeschichte 99
2.7.3 Neue Kulturgeschichte 105
2.7.4 Turn, Turn, Turn: Aktuelle Ansätze und Herausforderungen 116
3 Methodisches: Quellen und Verfahren der Forschung 131
3.1 Quelle, Frage, Quellenlage 132
3.1.1 Quellenwert und Fragestellung 132
3.1.2 Die Quellenlage zur Geschichte der Frühen Neuzeit 134
3.1.3 Das Beispiel: der Westfälische Frieden 137
3.2 Textquellen 144
3.2.1 Urkunden und Akten 145
Idealtypischer Aufbau einer Königsurkunde 160
3.2.2 Publizistik 172
3.2.3 Selbstzeugnisse 194
3.3 Nichtschriftliche Quellen 203
3.3.1 Serielle Quellen und Daten 204
3.3.2 Sachquellen 213
3.3.3 Bilder als Quellen 226
4 Technisches: Vom Proseminar zum Examen 241
4.1 Erste Informationen beschaffen 243
4.1.1 Handbücher 245
4.1.2 Handwörterbücher 252
4.1.3 Frühe Neuzeit im Internet 257
4.2 Quellen und Literatur finden 263
4.2.1 Formen der Veröffentlichungen 264
4.2.2 Suche nach dem „Schneeballsystem" 267
4.2.3 Systematisches Bibliographieren 270
4.2.4 Titel aufnehmen und verwalten 274
4.2.5 Quellen finden 276
4.3 Fachliteratur einschätzen und auswerten 284
4.3.1 Was ist gute Literatur? 284
4.3.2 Das richtige Lesen von Literatur 285
4.3.3 Exzerpieren 287
4.3.4 Die Literaturverwaltung: Elektronische Karteikarte oder Datenbank? 288
4.4 Semina rsitzungen gestalten 290
4.4.1 Das Referat 291
4.4.2 PowerPoint-Präsentation und Quellenpapier 293
4.4.3 Andere Präsentationsformen 295
4.5 Die wissenschaftliche Hausarbeit 297
4.5.1 Praktisches 298
4.5.2 Thema und Fragestellung 299
4.5.3 Quellen- und Literaturauswahl 300
4.5.4 Aufbau und allgemeine Formalien 301
4.5.5 Inhaltsverzeichnis 303
4.5.6 Einleitung 304
4.5.7 Hauptteil 307
4.5.8 Schluss 308
4.5.9 Fußnoten und Zitate 308
4.6 Kleinere schriftliche Arbeiten 311
4.6.1 Das Sitzungsprotokoll 312
4.6.2 Die Rezension 313
4.6.3 Der Essay 314
4.7 Das Examen 314
4.7.1 Die Abschlussarbeit 315
4.7.2 Die mündliche Prüfung 316
4.7.3 Die Klausur 317
Literaturempfehlungen 319
Wichtige Abkürzungen 323
Glossar 327
Bildnachweise 335
Personenregister 337
Ortsregister 339
Sachregister 341
Abbildungsverzeichnis 347
Tabellenverzeichnis 349
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