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Du bist nicht zu jung für Krebs Das Buch, das ich nach meiner Diagnose gerne gehabt hätte
Du bist nicht zu jung für Krebs
Das Buch, das ich nach meiner Diagnose gerne gehabt hätte




Kristin Voeing

Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406852572 (ISBN: 3-406-85257-2)
277 Seiten, paperback, 13 x 21cm, August, 2026, Mit 10 Abbildungen, Klappenbroschur

EUR 20,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Jede achte Frau erkrankt an Brustkrebs, Tendenz steigend. Als Kristin Vöing die Wahrheit dieser Statistik am eigenen Leib erfährt, fängt sie an, Tagebuch zu führen. Vom ersten Verdachtsmoment über die Krebsdiagnose und den Therapieverlauf bis hin zur Wiedereingliederung in die Arbeitswelt schreibt sie in Echtzeit ihre Gedanken und Gefühle auf - über Hoffnung und Todesangst, über das Fremdsein im eigenen Körper und über die Gefühlsachterbahn, auf der auch die Angehörigen mitfahren. Darüber hinaus beantwortet sie allgemeinverständlich medizinische Fragen, z.B. wie Krebs eigentlich entsteht, wie eine Chemotherapie funktioniert oder welche Möglichkeiten es bei Kinderwunsch gibt.

Ehrlich, authentisch und dabei sachlich-hilfreich schreibt Kristin Vöing ein Buch, das sie selbst nach ihrer Diagnose gerne gehabt hätte: eins, das dich emotional auf die ungewisse Reise mitnimmt, auf die du dich mit dem Ziel «Heilung» begibst. Aber zugleich auch eins, das dir die sperrigen medizinischen Fakten allgemeinverständlich erklärt. Als Molekularbiologin und Brustkrebspatientin kann die Autorin beides - und legt ein ergreifendes, dabei ermutigendes Memoir und zugleich einen klar informierenden Krebsguide für Betroffene und deren Angehörige vor.

Kristin Vöing ist promovierte Molekularbiologin und lebt in Münster.
Rezension
Trotz aller Aufklärung und trotz allen erheblichen Fortschritts in der Krebsbehandlung wird die Krankheit leider immer noch vielfältig tabuisiert. Das hier anzuzeigende Buch will hier zur Abhilfe beitragen, indem es medizinische Fachinformation mit einer biographischen Betroffenenperspektive vereint; die junge Autorin ist Molekularbiologin und Brustkrebspatientin. Sie vermittelt vor allem anschaulich, was in der rein medizinisch-wissenschaftlichen Behandlung(svorbereitung) unzureichend thematisiert wird: Vom ersten Verdachtsmoment über die Krebsdiagnose und den Therapieverlauf bis hin zur Wiedereingliederung in die Arbeitswelt schreibt sie in Echtzeit ihre Gedanken und Gefühle auf - über Hoffnung und Todesangst, über das Fremdsein im eigenen Körper und über die Gefühlsachterbahn, auf der auch die Angehörigen mitfahren. Dieses Buch bietet beides: 1) die sperrigen medizinischen Fakten allgemeinverständlich zu erklären, 2) die emotionale Ungewißheit einer Krebserkrankung und Therapie verständlich vermitteln. In dieser Verbindung liegt die Stärke der Darstellung.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagwörter:
Angehörige, Angst, Brustkrebs, Chemotherapie, Erfahrungsbericht, Hoffnung, Kinderwunsch, Krankheitsbewältigung, Krankheitstagebuch, Krebsdiagnose, Krebsentstehung, Krebsmedizin, Leben mit Krebs, Medizin verständlich, Molekularbiologie, Onkologie, Patientenbericht, Psychoonkologie, Therapie, Wiedereingliederung
Inhaltsverzeichnis
Ein paar Worte vorweg 13

Was bisher geschah 16

Kurzer Abriss meines bisherigen Lebens bis zum Diagnosetag.

Der Verdacht 18

Ich ertaste einen Knubbel in meiner linken Brust und sehe meinen
Krebs zum ersten Mal im Ultraschall auf dem Untersuchungstisch
meiner Gynäkologin. Bei mir bricht mittelschwere Panik aus,
meine Ärztin gibt sich (noch) gelassen. In diesem Kapitel be-
schreibe ich die Voruntersuchungen und welche Achterbahnfahrt
ich währenddessen genommen habe.

Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs 22

Krebstumore unterscheiden sich stark voneinander – sogar Krebs
von ein- und derselben Sorte ist nicht gleich. Welche Subtypen es
bei Brustkrebs gibt und worin sich diese Subtypen voneinander
unterscheiden, erfahrt ihr hier.

Eine Woche voller Untersuchungen 35

Leider keine Woche voller Samstage, sondern eine sehr anstren-
gende Woche mit MRT, Knochenszintigraphie, CT-Scan, Blut-
abnahmen, Ultraschall und Mammographien. Wie haben sich
diese Untersuchungen angefühlt und was hätte ich im Vorhinein
lieber gewusst?

Statistik – Oder: Überlebe ich das? 40

Klinkt trocken, ist es nicht. Es geht um Überlebenswahrscheinlich-
keiten bei Brustkrebs, wie sich die einzelnen Formen in ihrer Prog-
nose unterscheiden und was sich in den letzten Jahren getan hat.

Die Diagnose 45

Ja, so lange hat es tatsächlich gedauert, bis ich meine endgültige
Diagnose hatte. Es musste nämlich erst mal bestimmt werden,
welche Form von Brustkrebs ich habe und wie weit fortgeschritten
die Erkrankung ist.

Wie Krebszellen entstehen 51

Ich mache es kurz: DNA-Schäden, genetische Veranlagung, Pech.
In der langen Version gehe ich auf die verschiedenen Gene ein, die
mit Brustkrebs assoziiert werden, und wie DNA-Schäden zu Krebs
führen können. Um wirklich alle Leserinnen abzuholen, erkläre ich
auch nochmal die DNA und wie das mit der Zellteilung im Ideal-
fall funktioniert.

Stell dir vor, du hast Krebs und keiner weiß davon 61

Bis jetzt wusste nur ich von der Krebserkrankung. Doch wann ist
ein guter Zeitpunkt, meinen Mitmenschen zu offenbaren, dass ich
vielleicht bald sterben muss? Ich halte meine Gedanken und erste
Offenbarungsversuche in diesem Kapitel fest.

FAQs – Häufige Fragen an eine Krebspatientin 68

Antworten auf Fragen, die ich während des letzten Jahres häufiger
bekommen habe. Zum Beispiel wie es sich anfühlt, wenn man
Krebs hat.

Brusterhaltende OP – Tumor raus, kein Implantat rein 73

Mein Tumor wird in einer Operation unter Vollnarkose entfernt.
Wurde er vollständig erwischt? Wie viel Brust verliert man dabei?
Muss immer gleich die ganze Brust abgenommen werden, oder
wovon hängt das ab?

pT2 N0 (0/1) (sn) M0 L1 V0 Pn0 R0 G3 – Buchstabensalat in der Diagnose 83

Das ist die offizielle, medizinische Einordnung meines Tumors, die
man erst nach der OP bekommt. Der Tumor wird nämlich noch
genauer untersucht, nachdem er entfernt wurde. Ich erkläre die
einzelnen Buchstaben für alle Betroffenen, die mit diesem Buch-
stabensalat kämpfen und nicht wissen, was er bedeutet.

Onkotype – Entscheidungshilfe für oder gegen die Chemotherapie 86

Das Untersuchungswerkzeug «Onkotype» bietet die Möglichkeit,
einen Tumor auf seine aktiven Gene zu untersuchen und damit
sein Verhalten zu beurteilen. Wenn ein Tumor als aggressiv einge-
stuft wird, macht man eher eine Chemotherapie. Dieser Test ist
also eine Entscheidungshilfe.

Die Zellbiologie von Krebszellen und was sie so gefährlich macht 90

Warum sind Krebszellen eigentlich so gefährlich? Wieso sterben
600 000 Frauen jährlich an Brustkrebs, wenn man inzwischen doch
so gute Behandlungsoptionen hat? Ich erkläre, wie Krebszellen das
Immunsystem austricksen und sich an ihre Umgebung raffiniert
anpassen können.

Die Port-OP – letzte Vorbereitungen für die Chemotherapie 108

Vor der Chemotherapie bekomme ich einen sogenannten Port
eingesetzt. Das ist eine Kammer mit einem Schlauch, der in meine
Herzvene eingeführt wird und bis kurz vor meinem Herzen liegt.
Wie sich das anfühlt und warum man das macht, lest ihr hier.

Die Chemotherapie 112

Wie eine Chemotherapie abläuft und wie es sich anfühlt, eine zu bekommen.

So funktioniert eine Chemotherapie 124

Wie wirken die verschiedenen Chemotherapeutika eigentlich und
warum kommt es zu den typischen Nebenwirkungen wie Haarausfall?

Kinderwunsch 131

Passend zu den unerwünschten Nebenwirkungen einer Chemo-
therapie kläre ich über den Konflikt bei Kinderwunsch und Chemo
auf und welche Möglichkeiten es gibt, um doch noch eine eigene
Familie zu haben.

Haarausfall und Selbstbild 135

Es geht um Schönheit, Selbstbild und Außenwahrnehmung, aber
auch um Möglichkeiten, seine Haare zu retten oder zumindest sei-
nen Frieden damit zu schließen.

Es lebe die Bürokratie 142

Vollzeitjob: Krebspatientin. Wie man sich zwischen den Chemo-
sitzungen durch Formulare und Anträge von Renten- und Kran-
kenkassen kämpfen muss.

Perspektivwechsel 150

Schlimmer geht immer. Mir begegnen im Laufe des Jahres verblüf-
fende Menschen, die trotz großer Leiden ihren Optimismus und
ihre Lebensfreude nicht verloren haben.

Die Bestrahlung 153

Wie läuft so eine Bestrahlung ab? Wie oft wird man bestrahlt, in
welchen Abständen, und wie fühlt sich das eigentlich an?

So funktioniert die Bestrahlung 155

Jeder weiß, dass Strahlung Krebs erzeugen kann. Warum setzt man
dann eine Bestrahlung gegen Tumore ein? Wir schauen uns an, wie
eine Bestrahlung eigentlich funktioniert.

Ersttherapie beendet – und jetzt? 158

Viele denken, dass alles nach OP, Chemotherapie und Bestrahlung
vorbei ist. Dass man wieder gesund ist und einfach sein Leben wei-
terleben kann. Das ist nicht so. Meistens schließt sich noch eine
jahrelange medikamentöse Behandlung an, oft mit gravierenden
Nebenwirkungen. Ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen und
Betroffenen erklären, was sie da überhaupt einnehmen und warum
diese Präparate ihr Leben retten können.

Was kann ich selbst tun, um mein Rückfallrisiko zu verringern? 174

Gemüse ist gesund, das weiß inzwischen jeder. Aber warum eigent-
lich? Was macht einen gesunden Lebensstil gesund und warum
senkt er das Krebsrisiko?

Scharlatane in der Krebstherapie 200

Mir wurden zahlreiche dubiose Angebote in den Feed gespült,
die dafür werben, Krebs mithilfe von irgendwelchen schrägen und
meist sehr teuren alternativen Behandlungsstrategien zu heilen. Ein
paar dieser Angebote fühle ich auf den Zahn und kläre auf, warum
solche Versprechungen mit Vorsicht zu genießen sind und einen
nicht davon abhalten sollten, eine adäquate medizinische Behand-
lung vorzunehmen.

Wie man’s macht ist’s falsch – ein Guide für Außenstehende 206

Enthält Aussagen, die mir überhaupt nicht gepasst haben. Es soll
Angehörigen helfen, nicht in die gleichen Fettnäpfchen zu treten,
und erzählt, was ich in meiner Situation viel lieber gehört hätte.

Albträume und der Traum von den Alpen 213

Ein Kapitel über Ängste und Träume und wie sie sich mit der
Diagnose verändert haben.

Reha oder Anschlussheilbehandlung? 216

Tipps und Tricks für die Reha, vor allem wenn man unter 35 ist.

Arbeiten während der Krebstherapie 220

Kann man während einer Krebstherapie arbeiten? Wie lange fällt
man aus, wenn man eine Chemotherapie macht?

Deadline 225

Ob meine Krebserkrankung zurückkommt, ist ungewiss. In diesem
Kapitel geht es um diese Ungewissheit, um die Angst vor einem
Fernrezidiv und wie sie mein Leben nun bestimmt.

Die Zukunft der Brustkrebstherapie 236

Mein Hoffnungskapitel. Ich beschreibe neue Therapieoptionen in
der Pipeline und warum sie mich hoffnungsvoll in die Zukunft
blicken lassen.

Das Leben «danach» 243

Der Krebs ist mein ständiger Begleiter. Ich erzähle von meinen
Schwierigkeiten, mich wieder in ein normales Leben einzufügen
und mit welchen Herausforderungen ich bis heute kämpfe.

Das Ende (?) 251
Mein Krebs-Steckbrief 253
Dank 254
Literatur 256