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AGIL – Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf Das persönliche Arbeitsbuch
AGIL – Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf
Das persönliche Arbeitsbuch




Andreas Hillert, Dirk Lehr, Stefan Koch, Maren Bracht, Stefan Ueing, Nadia Sosnowsky-Waschek, Kristina Luedtke

Klett-Cotta , Schattauer
EAN: 9783608400069 (ISBN: 3-608-40006-0)
213 Seiten, paperback, 17 x 24cm, 2019

EUR 24,99
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Gesundheit und Lehrerberuf ist kein Widerspruch

• Wirksamkeit nachgewiesen: Vom Bayerischen Kultusministerium als Standard im Bereich Lehrergesundheit empfohlen

• Ansprechende Navigation: Besuchen Sie die Inseln namens Achtsamkeit, Denkbarkeit, Möglichkeiten und Erholung

• Außerdem erhältlich: AGIL für Kursleiter als Manual und DVD

Viele Lehrerinnen und Lehrer erleben ihre Arbeit als extrem belastend. Sie fühlen sich dauerhaft angespannt, erschöpft und ausgebrannt. Die Freude am Beruf droht verloren zu gehen, gesundheitliche Probleme sind keine Seltenheit. In diesem Buch erfahren Lehrkräfte, wie sie dem vorbeugen und entgegenwirken können.

AGIL, „Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf“, ist ein auf die spezifische Situation von Lehrerinnen und Lehrern ausgerichtetes Präventions- und Behandlungsprogramm. Das persönliche Arbeitsbuch soll Ihnen dabei helfen, Ihren Schulalltag mit weniger Belastung und mehr Freude erleben und gestalten zu können. Für Lehrerinnen und Lehrer, die an einem AGIL-Kurs teilnehmen, ist es ein nützlicher Begleiter. Im Rahmen von AGIL geht es darum, individuelle Strategien im Umgang mit beruflichen Belastungen zu reflektieren: Welche Verhaltensmuster fördern möglicherweise den „Stress“ und wie können sie verändert werden? Im Arbeitsbuch finden Sie zudem:

- Informationen zu Belastungen des Lehrerberufs und zu FrĂĽhwarnzeichen

- Praktische Anleitungen und Übungen zur Förderung individueller Stressbewältigungsstrategien

- Anregungen für Problemlösestrategien im Schulalltag

- Antworten auf die Frage, wie Regeneration gelingen kann

Wissenschaftliche Studien belegen: Durch das Programm verbessert sich die Lebensqualität stark belasteter Lehrkräfte deutlich – kommen auch Sie AGIL durch den Schulalltag!

Dieses Buch richtet sich an

- Lehrkräfte aller Schulformen

- Lehramtsstudenten, Referendare zur Vorbereitung auf den Beruf

- Berater, Trainer und Entscheider im Bereich Lehrergesundheit

Prof. Dr. phil. Dr. med. Andreas Hillert, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie. Chefarzt an der medizinisch-psychosomatischen Klinik Roseneck, Schön Kliniken, Prien am Chiemsee.

Prof. Dr. Dirk Lehr, Psychologischer Psychotherapeut, ist Professor für Gesundheitspsychologe und Angewandte Biologische Psychologie an der Leuphana Universität Lüneburg.

Stefan Koch, Dr. rer. nat. Diplom-Psychologe und approbierter Psychologischer Psychotherapeut (Verhaltenstherapie), Leitender Psychologe und Supervisor an der Schön Klinik Roseneck, Prien am Chiemsee.

Dipl.-Psych. Maren Maria Bracht ist Psychologische Psychotherapeutin und Supervisorin an der Schön Klinik Roseneck sowie in eigener Praxis im Chiemgau.

Dr. Stefan Ueing, Diplom-Gesundheitslehrer, Facharzt fĂĽr Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Oberarzt an der Klinik Medical Park Chiemseeblick.

Nadia Sosnowsky-Waschek, Prof. Dr. rer. nat. Professorin fĂĽr Klinische und Gesundheitspsychologie und Studiendekanin an der SRH Hochschule Heidelberg, Business Coach.

Dipl.-Psych. Kristina Lüdtke, Psychologische Psychotherapeutin an der Schön Klinik Roseneck, Prien am Chiemsee; niedergelassen in eigener Praxis im Chiemgau.
Rezension
Die Belastungsfaktoren von Lehrkräften sind vielfältig und die Anforderungen im Berufsalltag können schnell zu Frustration und psychischen Erkrankungen führen. Burnout ist die Folge und manche engagierte Lehrkraft kann den Beruf nicht mehr ausüben; mehr als 60% der Lehrer/innen scheiden wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig aus dem Dienst aus. Viele Lehrer/innen erleben ihre Arbeit als extrem belastend. Sie fühlen sich dauerhaft angespannt, erschöpft und ausgebrannt. Die Freude am Beruf droht verloren zu gehen, gesundheitliche Probleme sind keine Seltenheit. In diesem Buch erfahren Lehrkräfte, wie sie dem vorbeugen und entgegenwirken können. AGIL als Abkürzung für „Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf“ bezeichnet ein Präventions- und Behandlungs-Manual, das als Gruppenprogramm speziell auf die Situation von Lehrerinnen und Lehrern ausgerichtet ist. Es will die Gesundheit und Lebensqualität durch systematische Reflexion von Risikofaktoren fördern. Nicht kurzfristige Erholung sondern längerfristige Stabilisierung, psychosomatische Gesundheit und Berufszufriedenheit sind die Ziele. Das persönliche Arbeitsbuch soll dabei helfen, den Schulalltag mit weniger Belastung und mehr Freude erleben und gestalten zu können. Für Lehrer/innen, die an einem AGIL-Kurs teilnehmen, ist es ein nützlicher Begleiter: Im Rahmen von AGIL geht es darum, individuelle Strategien im Umgang mit beruflichen Belastungen zu reflektieren: Welche Verhaltensmuster fördern möglicherweise den „Stress" und wie können sie verändert werden?

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1

2 Am Anfang war der Stress 5

2.1 Stress und Stressbewältigung: Theoretische Überlegungen und Ihr höchstpersönlicher Einstieg 5
2.2 Stressoren und Stressebenen 9
2.3 Stresserleben und Stressreaktionen 17
2.4 Stressoren und Stressreaktionen interagieren 20
2.5 Vom akuten zum chronischen Stress: Hintergründe des Stress-Phänomens 24
2.6 Burnout: Was ist das? 29
2.6.1 »Burnout« lässt sich erleben, aber nicht diagnostizieren! 31
2.6.2 Burnout-Biografien beginnen selten »hochengagiert« 32
2.6.3 Exkurs: Was messen Burnout-Fragebögen? 33
2.6.4 Sollte hohes Engagement im Lehrerberuf verboten werden? 34
2.7 Depressionen und andere psychische Erkrankungen 37
2.7.1 Was sind psychische Erkrankungen? Von theoretischen Konzepten zu praktischen Diagnosekriterien 37
2.7.2 Wie hängen Depression und Burnout zusammen? 41

3 Die vier AGIL-Module: Das infernalische Quartett 44

3.1 Das infernalische Quartett 47
3.2 Entlastungswege 48
3.3 Ressourcensammlung 51

4 Modul Achtsamkeit 58

4.1 Eigene Stresssymptome erkennen: Wie geht das bzw. was hindert uns daran? 59
4.2 Achtsamkeits-EinstiegsĂĽbung 60
4.3 StressMerkMale: Wie andere – und Sie? – sie erleben 61
4.4 Achtsamkeit: Ăśbungen und Experimente 64
4.5 Ăśberlegungen fĂĽr Fortgeschrittene: Achtsamkeits-Meisterklasse I 67
4.6 Vom Laborexperiment in die freie Wildbahn bzw. die Schule: Systematische Selbstbeobachtung 68
4.7 »Achtsamkeit«: Viel mehr als nur die Wahrnehmung von Stress 70
4.8 Zwei unendlich einfache, unendlich schwere GrundĂĽbungen 72
4.9 Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR): Ein neuer Trend und/oder eine uralte Idee? 73

5 Modul Denkbarkeit 75

5.1 Hintergrund und Ziele 79
5.2 Stressbeschleuniger werden identifiziert 81
5.3 Entschärfung von Stressbeschleunigern: Wie funktioniert das? 93
5.3.1 Und nun von der Theorie in die Praxis 95
5.3.2 Verhaltensexperimente 96
5.4 Grübelkreisläufe erkennen 99
5.4.1 GrĂĽbeln: Was ist das? 100
5.4.2 GrĂĽbeln: Psychologisch-formal betrachtet 101
5.4.3 Einblicke in die höchstpersönliche Grübeldynamik 103
5.4.4 Warum grĂĽbelt man ĂĽberhaupt? 105
5.4.5 Lösungsstrategien: Wie lassen sich Grübelkreisläufe unterbrechen? 108
5.5 Grübelkreisläufe unterbrechen: Grübelstopp-Techniken 110
5.5.1 Anti-GrĂĽbelrituale 110
5.5.2 GrĂĽbelbuch-Technik 112
5.5.3 Schulbusfahren 113
5.5.4 Achtsamkeit als ultimative GrĂĽbelstopp-Technik? 116
5.5.5 Postscriptum: GrĂĽbeln als kollektives Problem 117

6 Modul Möglichkeiten 120

6.1 Hintergrund und Ziele 121
6.2 Das Modell der beruflichen Gratifikationskrise: Belastung und Belohnung in Balance 122
6.2.1 Wie die Balance durch äußere Umstände beeinflusst wird 123
6.2.2 Wie die Balance durch Einflüsse von innen verändert wird 126
6.3 Ins Gleichgewicht kommen: Selbstwertschätzung und Wertschätzung durch andere 129
6.3.1 Selbstwertschätzung ausbauen 130
6.3.2 Der Wertschätzung auf der Spur 135
6.3.3 Das Wertschätzungstagebuch 141
6.3.4 Zu guter Letzt 142
6.4 Wenn die Zeit vorn und hinten nicht reicht: Persönliche Zeitgestaltung 143
6.4.1 Zeitanalyse: Erster Schritt 144
6.4.2 Ideal und Wirklichkeit: Eine aktuelle Standortbestimmung 146
6.5 Helfersyndrom: Was ist das, wozu dient es … und wie weit bin ich davon betroffen? 151
6.5.1 Auch Supermännern und Superfrauen kann die Puste ausgehen 152
6.5.2 Bin ich ein »hilfloser Helfer« bzw. wie groß ist meine diesbezügliche Gefährdung? 153
6.6 Kraft durch Werteorientierung und Sinngebung 159
6.6.1 Werte reflektieren und eigene Werte konkretisieren 159
6.6.2 Die Werte-Frage im Lehrerberuf 160
6.6.3 Berufsideale, die ein Berufsleben lang halten: Grundsätzliche Aspekte 162
6.6.4 Zu guter Letzt: Der eigene Leitsatz auf dem PrĂĽfstand 164
6.7 Von innerer Zerrissenheit zum »Inneren Team« 164
6.7.1 Das »Innere Team«: Was ist das? 165
6.7.2 Das »Innere Team« der Realschullehrerin Maria K. angesichts der Aufgabe: Wer organisiert das nächste Schulfest? 165
6.7.3 Mein persönliches »Inneres Team« 167
6.7.4 Häufige Rollen in »Inneren Teams«: Ein paar Beispiele 169
6.7.5 Arbeit mit dem bzw. am »Inneren Team« 169
6.7.6 Ihr »Inneres Team« in Heimarbeit 170
6.7.7 Die Spielregeln des »Inneren Teams« 171

7 Modul Erholung 173

7.1 Erholung braucht zuversichtliche Entschlossenheit 174
7.2 Die drei Bausteine der Erholung 176
7.3 Erholungsaktivitäten 176
7.3.1 Erholung nach der Arbeit 176
7.3.2 Erholungspausen 180
7.4 Erholungserleben 182
7.5 Wechsel zwischen Arbeits- und Erholungswelt 184
7.6 Hindernisse beim Verbleib in der Erholungswelt 187
7.7 »Gedankenfreiheit« 189
7.7.1 Nachdenken, GrĂĽbeln und Sorgen 190
7.7.2 Gemeinsames GrĂĽbeln 191
7.7.3 Alles hat seine Zeit 192
7.8 Der Erholungsladen oder »Was kostet Erholung?« 195
7.9 Guten Abend, gute Nacht! Anmerkungen und Hinweise zum Thema »Gesunder Schlaf« 205
7.9.1 Verhaltensweisen, die zu gutem Schlaf beitragen 205
7.9.2 Checkliste zu Verhaltensweisen, die zu gutem Schlaf beitragen 207

8 AGIL und kein Ende 209

9 Literatur und Empfehlungen zum Weiterlesen 212