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Positive Psychotherapie bei Erschöpfungsdepression und Burn-out
Handbuch für die klinische Praxis
2. überarbeitete Auflage 2026
Thomas Russmann
Hogrefe-Verlag
EAN: 9783456864600 (ISBN: 3-456-86460-4)
216 Seiten, paperback, 16 x 23cm, 2026
EUR 30,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Kompaktes Handbuch zu Positiver Psychotherapie bei Stressfolgeerkrankungen. Mit PERMA-Konzept, Charakterstärken, Achtsamkeit und neurobiologischen Grundlagen für die Therapie von Depression und Burn-out.
„Positive Psychotherapie bei Erschöpfungsdepression und Burn-out“ zeigt, wie Menschen mit Stressfolgeerkrankungen durch den Fokus auf eigene Stärken wieder Sinn, Lebensfreude und neue Perspektiven entwickeln können. Das kompakte Handbuch verbindet Erkenntnisse aus Positiver Psychologie, Philosophie und Neurowissenschaften und macht sie für die Therapie von Depression und Burn-out nutzbar.
Im ersten Teil erläutert der Psychiater Thomas Russmann die klinischen Grundlagen von Stressfolgeerkrankungen und stellt die Grundprinzipien der Positiven Psychotherapie vor. Dabei wird deutlich, warum ein neuer Zugang zu nicht-leistungsorientierten Zielen und einer sinnerfüllten Lebensweise für die Bewältigung von Erschöpfungsdepression und Burn-out bedeutsam sein kann.
Der zweite Teil widmet sich bewährten Interventionen der Positiven Psychotherapie. Anschaulich beschreibt der Autor die fünf Komponenten des PERMA-Konzepts – Genießen, Flow, Sinn, Positive Beziehungen und Zielerreichung – und erläutert deren Bedeutung für die therapeutische Praxis. Darüber hinaus werden trainierbare Charakterstärken mit antidepressiver Wirkung wie Hoffnung, Dankbarkeit und Vergebung vorgestellt.
Auch die Bedeutung von Rhythmus und Achtsamkeit für die Burnout-Behandlung wird eingehend erklärt und in den Kontext ihrer neurobiologischen Wirksamkeit eingeordnet. Ein fundiertes Praxisbuch für Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Psycholog*innen und interessierte Leser*innen mit soliden Vorkenntnissen.
Rezension
Burn-Out ist in aller Munde - und insbesondere auch unter Lehrer/inne/n weit verbreitet. Viele auch zunächst motivierte und engagierte Lehrer/innen klagen nach Jahren der Berufstätigkeit über ein Ausgebranntsein, über Burnout, über Erschöpfungsdepression. Burnout ist ein gängiger Begriff der Arbeitspsychologie. Menschen sind desillusioniert, unzufrieden und erschöpft; ihre Arbeit strengt sie über die Maßen an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält Stress für eine der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit und Hauptstressquelle ist für viele die Arbeit. Unter Leistungs- und Zeitdruck entstehen Konkurrenzsituationen, die Mobbing begünstigen. Veränderungsdruck und Überforderung erzeugen Dauerstress. Und wer sich vom Stress auffressen lässt, "brennt aus" und hat das Gefühl, er kann nicht mehr (Burn-out). Dieses Buch behandelt Erschöpfungsdepression und Burn-out im Sinne der Positiven Psychotherapie. Sie gehört zu den humanistischen Psychodynamischen Psychotherapien. Grundlage ist das positive Menschenbild, das einem salutogenetischen, ressourcenorientierten, humanistischen und konzentrierten Vorgehen entspricht. Sie integriert Elemente und Techniken verschiedener Psychotherapiemethoden und verwendet auch Geschichten und Lebensweisheiten aus verschiedenen Kulturen zur Anregung von Vorstellungsvermögen. Die Ziele der Positiven Psychotherapie sind Erziehung, Selbsthilfe und Prävention durch Integration verschiedener therapeutischer Richtungen. Die drei Hauptprinzipien in der Positiven Psychotherapie sind das positive (Prinzip der Hoffnung), das inhaltliche (Prinzip der Balance) und das strategische Vorgehen (Prinzip der Beratung).
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Pressestimmen:
„Dieses Buch eines erfahrenen Klinikers und Psychotherapeuten liefert fundierte und originelle Antworten, die den Betroffenen selbst und den Behandelnden eine wesentliche Orientierung ermöglichen."
Prof. Dr. med. Heinz Böker, Zürich
„Das Buch bietet eine hervorragende Einführung in die Positive Psychologie und Psychotherapie, das sowohl für fachkundige wie auch für fachfremde Leserinnen und Leser eine faszinierende Lektüre bietet."
Prof. Dr. Willibald Ruch, Zürich
„A wonderfully engaging, instructive and uplifting book that weaves together the tenets of positive psychology, ancient philosophical wisdom and neurobiological and clinical data. With its succinct and well-documented chapters and gentle, persuasive and hope-inspiring tone it not only teaches us how to tackle personal languishing and crippling stagnation, it also offers actionable insights that prepare the way for genuine human growth and contentedness. A true therapeutic masterpiece." „Ein wunderbar fesselndes, lehrreiches und aufmunterndes Buch, das die Lehren aus Positiver Psychologie, altüberlieferter philosophischer Weisheit und neurobiologischer Forschung zusammenwebt. Mit seinen prägnanten und gut belegten Kapiteln und seinem behutsamen, überzeugenden und Hoffnung weckenden Ton vermittelt es nicht nur, wie eigenes Ermatten und lähmende Blockaden bewältigt werden; es bietet auch umsetzbare Einsichten, die den Weg bereiten für menschliches Wachstum und Zufriedenheit. Ein echtes therapeutisches Meisterwerk."
Dr. phil. Julia Weckend, Universität Oxford
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort 10
Vorwort 12
Danksagung 14
Erster Teil
Grundlagen: Konzepte, Zusammenhänge und Überlegungen 15
1 Arbeit 17
1.1 Die Welt ist im Wandel 17
1.2 Das Glück bei handwerklicher und kreativer Arbeit 20
Literatur 21
2 Erschöpfungsdepression und Burn-out 23
2.1 Ursachen und Symptome 23
2.1.1 Phänomenologie 28
2.1.2 Der magische Kreisverkehr 29
2.1.3 Digitales Burn-out 31
2.1.4 Die Phasen des Burn-outs 32
2.2 Neurobiologie 35
2.2.1 Asymmetrie der Emotionsverarbeitung 35
2.2.2 Limbisch-kortikales Netzwerkmodell der Depression 37
2.2.3 Neuromodulatoren 39
Literatur 41
3 Stress und die Entstehung von Depression 45
3.1 Das Stresshormon Kortisol 46
3.2 Veränderungen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse 47
3.3 Amygdala, Hippocampus, cingulärer und insulärer Kortex 47
3.4 Nucleus accumbens und präfrontaler Kortex 48
3.5 Stress und Angstkonditionierung 49
3.6 Psychoneuroimmunologie 49
Literatur 50
4 Die Empfehlungen des Schweizer Expertennetzwerks Burn-out 51
Literatur 52
5 Psychotherapie bei Erschöpfungsdepression und Burn-out 53
5.1 Kognitive Verhaltenstherapie 53
5.2 Wohlbefinden 55
5.3 Die Klassifikation der Charakterstärken und Tugenden 57
5.3.1 Die Nikomachische Ethik des Aristoteles 57
5.4 Positive Psychotherapie 59
5.4.1 Neurobiologie der Positiven Psychotherapie 62
5.5 Well-Being-Therapie 64
5.5.1 Balance von Grundbedürfnissen 65
5.6 Grundbedürfnisse-basierte Psychotherapie 66
5.7 Depression und Dysregulation von Stärken 69
5.7.1 Stärkenorientierte Psychotherapie 71
5.8 Das Vier-Ebenen-Modell der Persönlichkeit 73
Literatur 75
6 Körperpsychotherapie 79
6.1 Antidepressive und stressabbauende Wirkung 79
6.2 Interozeption und Gefühlswahrnehmung 80
6.3 Ein unbewusster Zugangsweg 81
Literatur 82
7 Öko-Psychosomatik 83
7.1 Grundbedürfnis Natur 84
7.2 Stresslindernde Wirkung der Natur 86
Literatur 87
Zweiter Teil
Das sinnbestimmte Leben: Perspektiven, Methoden und Interventionen 89
8 Hoffnung 91
8.1 Der Glaube an sich selbst 91
8.2 Einen Menschen finden, der an einen glaubt 93
Literatur 95
9 Dankbarkeit 97
9.1 Das Geschenk des Lebens 98
9.2 Reflektieren über die Vorteile und Wohltaten des eigenen Lebens 99
9.3 Drei gute Dinge und der Dankbarkeitsbrief 100
Literatur 100
10 Vergebung 103
10.1 Vergebung reduziert Stress 103
10.2 Verbitterung 105
10.3 Was Vergebung nicht meint 106
10.4 Drei klinische Fälle 108
10.5 Die psychopathische Störung 109
10.6 Die emotional instabile Störung 110
Literatur 111
11 Biorhythmen 113
11.1 Tag-Nacht-Rhythmus 114
11.2 Schlaf und Kognition 115
11.3 Wochenrhythmus 116
11.4 Rhythmus der Jahreszeiten 116
11.5 Geschichten und kognitive Entwicklung 117
11.6 Der phänologische Kalender 118
11.7 Verweigerung 119
11.8 Tagträumen 120
Literatur 121
12 Achtsamkeit 123
12.1 Die Kunst, präsent zu sein 124
12.2 Achtsamkeit im Alltag 125
12.3 Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie 127
12.3.1 Kognitives Training 128
12.3.2 Meditation 129
12.3.3 Neurobiologie der Meditation 129
Literatur 131
13 Genießen 133
13.1 Bewusstes Genießen und Entschleunigung 133
13.2 Sinn für Schönheit 134
Literatur 136
14 Flow 137
14.1 Aufgehen in einer Tätigkeit 137
14.2 Achtsamkeit im Tun 138
14.3 Die autotelische Persönlichkeit 139
14.4 Aufmerksamkeitsräuber 139
14.5 Arbeitszufriedenheit 140
14.6 Signaturstärken für Flow einsetzen 141
Literatur 142
15 Sinn 145
15.1 Evolutionäre Psychologie 146
15.2 Die buddhistische Weltsicht 147
15.3 Spiritualität 149
15.4 Die Frage nach dem individuellen Sinn 150
15.5 William James Durant 151
15.6 Selbstvermehrende Ziele 153
15.7 Verstehen der eigenen Identität 154
15.8 Der Heldenmythos 156
15.9 Signaturstärken für Sinn einsetzen 157
Literatur 158
16 Positive Beziehungen 161
16.1 Fürsorge erhalten und geben 161
16.1.1 Eine Quelle für Lebenssinn 163
16.2 Neurobiologie der Empathie 163
16.3 Theory of Mind 165
16.4 Der Mitgefühl-Schaltkreis 166
16.4.1 Burn-out verhindert Mitgefühl 168
16.5 Resilienz durch charismatische Erwachsene 169
16.6 Verbundenheit 171
16.7 Romantische Liebe 172
16.7.1 Das Liebes-Gehirnnetzwerk (Love Brain Network LBN) 173
16.8 Sichere und unsichere Bindungsmuster 175
Literatur 176
17 Zielerreichung 179
17.1 Eigenwertstreben 180
17.2 Unternehmungslust 180
17.3 Hartnäckigkeit 181
17.4 Ziele entsprechend den eigenen Fähigkeiten 181
17.5 Die stressresistente Mentalität 185
17.5.1 Das Abenteuer des Lebens 187
17.5.2 Interne Kontrolle durch einen gesunden Lebensstil 187
17.5.3 Aus Zitronen Limonade machen 188
Literatur 189
Schlussfolgerungen 191
Nachwort 193
Anhang 195
Klassifikation der Charakterstärken – Values in Action 197
Die „Drei gute Dinge“-Übung 201
Über den Autor 203
Stimmen zur ersten Auflage 205
Sachwortverzeichnis 207
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