|
|
|
|
Endlich mal anfangen
Was Kinder und Schulen wirklich brauchen, um Bildung zu sichern
Ties Rabe
Rowohlt
EAN: 9783737102520 (ISBN: 3-7371-0252-X)
256 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, 2026
EUR 24,00 alle Angaben ohne Gewähr
|
|
Umschlagtext
Der Leistungsabfall unserer Schulkinder ist dramatisch, selbst an Gymnasien. Wir müssen als Gesellschaft handeln, doch seit Jahren scheint sich kaum etwas zu bewegen. Wie ist das möglich?
Ties Rabe, ehemaliger Hamburger Bildungssenator und Lehrer, stellt fest: Wir gehen die «Bildungskrise» bislang falsch an. Rabe erklärt die Ursachen für die Lernprobleme und entwickelt konkrete und vor allem machbare Vorschläge für Kitas und Schulen.
«Andere Bundesländer schauen bewundernd Richtung Elbe ...
Die großen Reformen sind Ties Rabe zuzuschreiben.»
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
«Früher sind die Kultusminister auf der Suche nach Inspiration nach Finnland und Kanada gepilgert.
Heute hilft eine Reise an die Elbe.»
DIE ZEIT ÜBER DIE ÄRA RABE
Rezension
Ties Rabe richtet den Blick auf eine Bildungspolitik, die sich gern in Reformbegriffen verliert, während Kinder noch immer an den Grundlagen scheitern: Lesen, Schreiben und Rechnen. Als ehemaliger Hamburger Bildungssenator und Lehrer setzt er auf konkrete Maßnahmen wie mehr Unterricht, frühe Sprachförderung, verbindliche Unterstützung und regelmäßige Lernkontrollen. Das wirkt angenehm klar. Rabe erinnert daran, dass Schule nicht jede gesellschaftliche Aufgabe gleichzeitig lösen kann und pädagogische Arbeit auch Übung und Ausdauer verlangt. Sein Plädoyer für „langweilige“ Reformen hat dabei fast etwas Unzeitgemäßes: Leseband, Nachhilfe und kollegiale Hospitation klingen weniger aufregend als die nächste große Schulutopie, könnten aber näher am Alltag liegen. Allerdings droht sein Blick auf messbare Leistungen und Steuerung soziale Ursachen, unterschiedliche Lernwege und die Belastungsgrenzen von Lehrkräften zu knapp zu behandeln. Gerade deshalb dürfte das Buch Widerspruch auslösen. Und vielleicht auch eine festgefahrene Debatte beleben. Für Leserinnen und Leser, die konkrete Bildungspolitik statt pädagogischer Wohlfühlformeln suchen, verspricht Rabes Buch eine klare und streitbare Lektüre. Ob seine Lösungen überall tragen, bleibt offen. Dass er vom Reden ins Handeln kommen will, ist jedoch ein sinnvoller Anfang. Denn schlaue Rezepte und realitätsferne Bildungskonzepte hatten wir in den letzten Jahrzehnten viele. Wirklich gezündet haben nur wenige.
Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Die Zahlen sind alarmierend: Jedes fünfte Schulkind in Deutschland kann so schlecht lesen und rechnen, dass es eigentlich keinen Schulabschluss schaffen kann. Und bei der PISA-Studie 2022 war Deutschland so schwach wie nie zuvor. Damit steht nicht weniger als die Zukunft unseres Landes auf dem Spiel.
Ties Rabe kennt die deutsche Schulwelt genau, als Lehrer wie auch als Bildungspolitiker, der sich mit seinen messbaren Erfolgen in Hamburg bundesweit einen Namen gemacht hat. Er zeigt auf: Ob Schulform, Noten, Frontal- oder Gruppenunterricht – all das, was heiß debattiert wird, verändert kaum den Lernerfolg. Stattdessen, so Rabe, müssen wir viel stärker den Erwerb von Schlüsselkompetenzen fördern: mehr Unterricht, zusätzliche Förderstunden, schon in den Kitas mit dem Lernen beginnen und die Unterrichtsqualität intensiv kontrollieren. Mit bestechender Klarheit geht er der Lage kritisch auf den Grund und schlägt anhand konkreter Beispiele Lösungen vor, um die Bildung der nächsten Generation zu sichern.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG | ENDLICH MAL ANFANGEN
Warum wir die «Bildungskrise» bislang falsch angehen 7
I. WIE KLUG SIND DEUTSCHLANDS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER?
Was wir aus den letzten Jahren lernen müssen 19
PISA und Co - endlich Fakten statt Anekdoten 19
Schlüsselkompetenzen und warum sie so wichtig sind 25
Vorwärts, seitwärts, rückwärts: Die Entwicklung der Schülerleistungen in Deutschland 36
II DIE ANATOMIE DER KRISE
Ursachen für die aktuellen Lernprobleme 50
Schulschließungen während der Coronakrise 50
Erhebliche Veränderungen in Erziehung und Familie 62
III WIE KINDER BESSER LERNEN
Populäre und unpopuläre Fakten 74
Die Forschung zeigt: Es liegt an den Lehrkräften Wer hätte das gedacht? Kinder lernen am besten im Unterricht 86
Einstellungssache: Warum die Haltung zur Bildung entscheidend ist 92
IV KONZENTRATION AUF DAS WESENTLICHE
Acht Reformen, die wirklich etwas bringen 97
Unterrichtszeit darf nicht vertrödelt werden 102
Das Stunden-Plus: Warum ein Mehr an Schule hilft 114
Kostenlose Nachhilfe in allen Schulen 123
Üben, Tests, klare Ziele und andere Erfolgsrezepte 136
Reden wir über den Unterricht! 148 Genauer hingucken: Mit regelmäßigen Lernstandstests und Schulinspektionen 163
Frühförderung: Bildung beginnt in der Kita 180
Ungleiche Schulen ungleich fördern 191
V BELIEBTE FEHLSCHLÜSSE
Drei Reformen, über die sich streiten lässt 196 Mehr Geld: Vollbringt keine Wunder (aber ein bisschen braucht man schon) 196 Änderungen der Schulstruktur: Viel Aufwand für geringe Effekte 204
Zuständigkeiten: Lernen Kinder besser, wenn der Bund die Schulen steuert? 223
SCHLUSS | DER WEG NACH VORN
Was jetzt passieren muss 235
Literatur 248
Dank 254
|
|
|