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Allgemeine Psychologie
Eine Einführung
Dirk Wendt
Kohlhammer
EAN: 9783170102743 (ISBN: 3-17-010274-5)
277 Seiten, kartoniert, 16 x 23cm, 1989, 87 Abb.
EUR 28,50 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Dieses Buch erschließt in verständlicher Sprache das Gebiet der Allgemeinen Psychologie. Es geht von den Anforderungen des Grundstudiums aus und eignet sich als Einführung und als Begleitlektüre zur Lehrveranstaltungen, richtet sich aber auch an vorgebildete Leser, die sich über neue Erkenntnisse informieren wollen. Ein Glossar erleichtert das Verständnis der Fachbegriffe.
Ausgehend von der Erkenntnis, daß das Verhalten des Menschen, also der eigentliche Gegenstand der Psychologie, letztendlich durch die Aktivität des Zentralnervensystems gesteuert wird, behandelt er Autor ausführlich die physiologischen Grundlagen. Es folgen sorgfältig erarbeitete Kapitel zu den zentralen Themen Motivation, Emotion, Wahrnehmung, Lernen und Denken.
Prof. Dr. Dirk Wendt lehrt am Institut für Psychologie der Christian-Albrechts-Universität Kiel.
Rezension
Das Verhalten des Menschen ist der Gegenstand der Psychologie. Die Allgemeine Psychologie beschäftigt sich mit den wesentlichen Verhaltensweisen des Menschen, die in dieser Einführung die zentralen Kapitel bilden: Motivation, Emotion, Wahrnehmung, Lernen und Denken. Vorangestellt werden die dazu notwendigen physiologisch-biologischen Grundlagen. - Insbesondere Motivation und Lernen und Denken sind dabei auch pädagogisch und in der Schule von besonderer Bedeutung. Diese Einführung stellt die dazu notwendigen Theorien der Psychologie verständlich dar. Die in der Psychologie unabdingbaren Fachtermini werden gesondert im Glossar erklärt. Ein umfangreiches Sach- und Personenregister sind ebenso hilfreich wie zahlrecieh Abbildungen und Tabellen.
Thomas Bernhard für lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 13
1. Einleitung 15
1.1 Was Psychologie ist (und was sie nicht ist) 15
1.2 Die Beziehungen zwischen psychischen und physiologischen Vorgängen . .16
1.3 T eilgebiete der Psychologie 18
1.4 Inhaltsübersicht über die weiteren Teile des Buches 19
2. Physiologische Grundlagen des Verhaltens 20
2.1 Einleitung und Überblick 20
2.2 Die Entwicklung des Zentralnervensystems (ZNS) 20
2.3 Die Nervenzelle 21
2.3.1 Entwicklung und Wachstum der Nervenzelle 21
2.3.2 Aufbau und Funktion einer einzelnen Nervenzelle 22
2.3.3 Die Erregungsleitung in der Nervenzelle 24
2.3.4 Der Synapsenspalt. 28
2.4 Transmittersubstanzen und Geisteskrankheiten 33
2.5 Analogien zwischen Nervenzellen und elektronischen Schaltelementen ..35
2.6 Das Zusammenwirken von Nervenzellen 38
2.6.1 Hemmungsmechanismen 38
2.6.2 Der Reflexbogen, angeborene und erworbene Reflexe. 39
2.6.3 Das Reafferenz-Prinzip 41
2.6.4 Komplexere Verschaltungen von Nervenzellen und Speicherung von
Inhalten 41
2.6.5 Veränderungen der Neurone durch ihre Aktivität: Gedächtnistheorien . .43
2.6.6 Neurokybernetische Gedächtnismodelle 44
2.7 Eine grobe Anatomie des Gehirns 49
2.8 Erkenntnisquellen zur Lokation von Hirnfunktionen 52
2.8.1 Erkenntnisse von Einzelfällen 52
2.8.2 Neurophysiologische Forschungsmethoden 52
2.9 Einteilung und Funktionen des Neocortex. 56
2.9.1 Die Großhirnlappen 56
2.9.2 Äquipotentialität und Massenaktion 58
2.9.3 Funktionen einzelner Gehirnteile 58
2.9.3.1 Die Funktion der Stirnlappen 58
2.9.4 Die Brodmann-Felder 60
2.9.4.1 Sprachfunktionen 61
2.9.4.2 »Split-Brain-Patienten« 63
2.9.5 »Bewußtsein« 64
2.10 Das Limbische System und seine Funktion 65
3. Motivation und Emotion 69
3.1 Zusammenhänge zwischen Motivation und Emotion 69
3.2 Motivation, Bedürfnisse und Triebe 69
3.2.1 Zum Begriff der Motivation 69
3.2.2 Homöostase und Triebreduktion 70
3.2.3 Bedürfnisse und Triebe 70
3.2.3.1 »Lustzentrum« 72
3.2.3.2 Primäre und sekundäre Motive 73
3.2.3.3 Andere Einteilungen von Trieben und Motiven 73
3.2.3.4 »Kognitive« Motive 73
3.2.4 Die einzelnen Triebe 75
3.2.4.1 Durst 75
3.2.4.2 Hunger. 75
3.2.4.3 Sexualität 77
3.2.4.4 Brutpflegetrieb 78
3.2.4.5 Stimulationsbedürfnis 78
3.2.4.6 Neugierde, Explorationstrieb 78
3.2.4.7 Affektives Bedürfnis und Anschlußmotiv 79
3.2.4.8 Furcht und Angst, Ängstlichkeit und Angstneigung 79
3.2.4.9 Aggression, Frustration und Streß 82
3.2.4.10 Leistungsmotivation 86
- Attribution 87
- Geschlechtsspezifische Attributionen 89
- Zeigarnik- und Ovsiankina-Effekt 90
3.2.4.11 Machtmotivation 91
3.2.4.12 Kulturabhängigkeit von Motivationen 92
3.2.4.13 Soziales Verhalten, soziale Normen, soziale Werte und Motive 92
3.2.4.14 Rogers'Selbstaktualisierungs-Trieb 93
3.2.4.15 Maslows Hierarchie der Motive 93
3.2.4.16 Konflikte 94
3.3 Emotion 96
3.3.1 Autonomes Nervensystem 96
3.3.1.1 Erfassung der Reaktion des vegetativen Nervensystems 98
3.3.1.2 Reaktionsweisen des autonomen Nervensystems 99
3.3.2 Theorien der Emotion 100
3.3.2.1 Klassische Gefühlstheorien 100
3.3.2.2 Aktivierungstheorien 102
3.3.2.3 Lernen von Gefühlen 102
3.3.2.4 Kognitive Gefühlstheorien 103
3.3.2.5 Attribution 108
3.3.3 Zusammenfassung zum Stand der Emotionstheorien 110
4. Wahrnehmung und Psychophysik 112
4.1 Rezeptor und adäquater Reiz 113
4.2 Psychophysik 114
4.2.1 Absolute Schwelle und Unterschiedsschwelle. 114
4.2.1.1 Unterschiedsschwelle und Standardreiz 116
4.2.1.2 jnd-Skala,Fullerton-Cattell-Prinzip 116
4.2.2 Weber und Fechner 117
4.2.2.1 Weber-Konstante 117
4.2.2.2 Fechners Gesetz 118
4.2.3 Stevens' Gesetz 118
4.2.4 Stevens oder Fechner? 120
4.2.5 Die Theorie der Entdeckbarkeit von Signalen 123
4.2.6 Anwendungen und Verfahren der Psychophysik bei anderen Fragestel
lungen 128
4.2.7 Unspezifische Reizung, Reiz-Entzug und Adaption 128
4.3 Adaptionsniveau 129
4.3.1 Helsons Modell 129
4.4 Visuelle Wahrnehmung 130
4.4.1 Der adäquate Reiz 130
4.4.2 Der Aufbau des Auges 133
4.4.3 Neuronale Verarbeitung visueller Information 136
4.4.3.1 Rezeptive Felder 138
4.4.3.2 On-und Off-Zentren 138
4.4.3.3 Einfache, komplexe, hyperkomplexe Zellen 138
4.4.3.4 Gitterdetektoren und räumlicheFourier-Analysen 142
4.4.4 Interpretation visueller Information. 142
4.4.4.1 Erkennen von Gegenständen, Buch Stäben und Symbolen 142
4.4.4.2 »Pandämonium« 143
4.4.4.3 Blickbewegungen beim Lesen 145
4.4.5 Farbwahrnehmung 146
4.4.5.1 Theorien der Farbwahrnehmung 146
4.4.5.2 DerMcCollough-Effekt 148
4.4.6 Konstanzphänomene: Färb-und Helligkeitskonstanz 149
4.4.7 Wahrnehmung als Interpretation 150
4.4.7.1 Hypothesen-Erwartungs-Theorie 150
4.4.7.2 Figur und Grund 151
4.4.7.3 Umspringsbilder 151
4.4.8 Tiefensehen 152
4.4.9 Optische Täuschungen 154
4.4.10 Gestalt-Psychologen 158
4.4.11. Bewegungssehen 160
4.4.11.1 Flimmerverschmelzung 160
4.4.11.2 Tau-undKappa-Effekt 161
4.5 Gehör 161
4.5.1 DerSchallreiz 161
4.5.1.1 Töne und Klänge 162
4.5.1.2 Lautstärke 163
4.5.2 Der Aufbau des Ohres 165
4.5.3 Hörtheorien 168
4.5.3.1 Bauhins Resonanz-Theorie 168
4.5.3.2 Helmholtz'Resonanz-Theorie 169
4.5.3.3 Rutherfords und Ewalds Schallbild-Theorie 169
4.5.3.4 Wever & Brays Telefontheorie 169
4.5.3.5 v. Bekesys &• Rankes Wellen-Theorie (Dispersions-Theorie) . 170
4.5.3.6 Luftleitung, Knochenleitung und Schwerhörigkeit 171
4.5.4 Auditive Raumorientierung und Stereophonie 171
4.6 Gleichgewichtssinn 172
4.6.1 Das Labyrinthorgan 172
4.6.2 Zentralnervöse Verbindungen des Gleichgewichtsorgans 172
4.7 Hautsinnesorgane (Tastsinn) und Körperempfindungen 173
4.8 Chemische Sinne: Geruch und Geschmack 175
4.8.1 Geruch 175
4.8.2 Geschmack 178
5. Lernen und Gedächtnis 180
5.1 Allgemeine Prinzipien 180
5.1.1 Zum Begriff »Lernen« 180
5.1.2 Grundprinzip und Arten des Lernens 180
5.1.3 Zum Lernvorgang 182
5.1.4 Ähnlichkeit, Generalisierung, Transfer 183
5.1.5 Konsolidierung und Langzeitgedächtnis 183
5.1.6 Intra- und interzelluläre Gedächtnistheorien 183
5.1.7 Deklaratives und prozeduales Gedächtnis 184
5.1.8 Bekräftigung und Motivation 185
5.1.8.1 Partielle oder intermittierende Bekräftigung 186
5.1.9 Hemmung, Diskriminierung, Extinktion 186
5.1.10 Reminiszenzphänomen 187
5.1.11 »Warning-up-Effekt« 187
5.1.12 Lernübertragung (Transfer) 187
5.2 Einzelne Lernarten 188
5.2.1 Prägung 188
5.2.2 Habituation 189
5.2.3 Klassische Konditionierung 190
5.2.3.1 »Signallernen« 191
5.2.3.2 Konditionierung vegetativer und zentralnervöser Prozesse 192
5.2.3.3 Extinktion 192
5.2.3.4 Spontanerholung 192
5.2.3.5 Pseudokonditionierung 192
5.2.3.6 Generalisierung und Differenzierung oder Reizdiskriminierung 193
5.2.3.7 Psychophysik bei Tieren durch Differenzierung 193
5.2.3.8 Experimentelle Neurosen 193
5.2.3.9 Sekundäre Konditionierung 194
5.2.3.10 Konditionierung höherer Ordnung 194
5.2.3.11 Sensorische Vorkonditionierung oder assoziative Konditionierung 194
5.2.3.12 Gegenkonditionierung 194
5.2.3.13 Konditionierung des Immunsystems: Psycboneuroimmunologie 195
5.2.4 Operante Konditionierung 195
5.2.4.1 Verzögerte und intermittierende Bekräftigung, Bekräftigungspläne ....197
5.2.4.2 Verhaltensformung und-Verkettung 198
5.2.4.3 Beziehungen zwischen operantemKonditionieren und Phylogenie . 198
5.2.4.4 Bekräftigung und Motivation 199
5.2.5 Kombination klassischer und instrumenteller Konditionierung. 200
5.2.5.1 Sekundäre Bekräftigung 200-
5.2.5.2 Premack-Prinzip 201
5.2.5.3 Verbale Konditionierung 202
5.2.5.4 Bestrafung und negative Bekräftigung 202
5.2.5.5 »Erworbene Hilflosigkeit« 202
5.2.5.6 Bereitschaft zur Konditionierung (preparedness, belongingness) . ..203
5.2.5.7 Angeborene Bereitschaft zum Spracherwerb 203
5.2.5.8 Giftvermeidung und Nahrungswahl bei Mangelerscheinungen 204
5.2.6 Verbales und motorisches Lernen 204
5.2.6.1 Zur Methodik des verbalen Lernens: »Sinnlose Silben« 205
5.2.6.2 Methoden zur Datenerhebung beim verbalen Lernen 206
5.2.6.3 Einige Ergebnisse der Forschung zum verbalen Lernen 207
5.2.7 Imitations-, Beobachtungs- oder Modellernen 218
5.2.8 Lernen durch Einsicht 219
5.2.9 Lernen von Begriffen 220
5.2.9.1 Begriffsbildungsexperimente 221
5.2.9.2 Unbewußte Begriffe 222
5.3 Integration der Lernarten 222
6. Denken 223
6.1 Denken und Problemlösen 223
6.1.1 Bestimmungstücke einer Problemlösesituation 223
6.1.2 Offene und geschlossene Probleme 224
6.1.3 »Kreativität« 224
6.2 Methodenprobleme bei der Erforschung des Problemlosem 225
6.3 Einige »lehrbuchhafte« Denkprobleme und Strategien zu ihrer Lösung .. 227
6.3.1 Verfügbarkeit von Operatoren 227
6.4 Logik und Denken 232
6.5 Heuristiken und Denkfallen 233
6.6 Problemlösen als »inneres Probehandeln« 234
6.7 Vorstellungen als Elemente des Denkens 234
6.7.1 Sprache und Denken 237
Literatur 239
Glossar: Begriffe und Abkürzungen 254
Personenregister 259
Sachwortregister 265
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