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Ästhetik - Die Frage nach dem Schönen
Ästhetik - Die Frage nach dem Schönen




Harald Seubert

Verlag Karl Alber
EAN: 9783495487211 (ISBN: 3-495-48721-2)
510 Seiten, hardcover, 14 x 22cm, 2015

EUR 39,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
In diesem Buch wird zunächst eine Topik ästhetischer Begriffe entwickelt, die dann an wesentlichen Knotenpunkten der Geschichte von Ästhetik und Kunstphilosophie von Platon bis in die Gegenwart erprobt und auf sie angewandt wird. Systematische und geschichtlich konturierte Überlegungen ergänzen einander. Von besonderem Interesse ist dabei die Reflexion von Kunsterfahrung und Kunstwerken durch philosophisches Denken. Auf diese Weise zeigt sich das fruchtbare Spannungsverhältnis zwischen Theorieformen und der Vielfalt ästhetischer Erscheinungsformen. Dem Verhältnis tradierter Ästhetik und der nicht-schönen Künste der Moderne gilt ein besonderer Fokus. Das Augenmerk der Studie begrenzt sich freilich nicht auf hohe und autonome Kunst; vielmehr richtet es sich besonders auch auf die Architektur und Gebrauchskunst. Auch der Ästhetik des Performativen und ihrer Rolle in der Kunst der Moderne gelten eingehende Analysen.

Harald Seubert, geboren 1967, ist seit 2012 Professor für Philosophie und Religionswissenschaften an der STH Basel und lehrt seit 2010 auch an der Hochschule für Politik in München. Zahlreiche Buch- und Aufsatzveröffentlichungen.
Rezension
Die Frage nach dem Schönen hat nicht nur in den Kunstwissenschaften ihren Ort sondern auch in der philosophischen Disziplin der Ästhetik. Der Autor verbindet in diesem Band in religionsphilosophischer Perspektive die Linien zwischen Kunst, Religion und einer Theorie des Absoluten und damit den Fragen nach der Sagbarkeit des Unsagbaren, Bild und Bilderverbot und der Medialität von Transzendenz. Das Buch soll die wichtigsten Denkformen und -versuche der Frage nach dem Schönen und der Ästhetik nachzeichnen. Dabei sollen Verbindungen von Philosophie und Kunst in exemplarischer Weise hervortreten. Von besonderem Interesse ist die Reflexion von Kunsterfahrung und Kunstwerken durch philosophisches Denken. Dem Verhältnis tradierter Ästhetik und der nicht-schönen Künste der Moderne sowie gilt ein weiterer besonderer Fokus.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 11

Präliminiarien: Der Ausgangspunkt 17

Einleitung 25

Erster Teil: Fixpunkte

Erstes Kapitel: Begriffe, Positionen – oder: ›Aesthetica in nuce‹ 35

Zweiter Teil: In der Spannung von Kunst und Theorie

Zweites Kapitel: Über das Schöne und das Göttliche – Platons erscheinende Idee 57

Drittes Kapitel: Die Kraft der Poiesis. Antike Philosophenschulen und die poietische Wissenschaft des Aristoteles 97

Viertes Kapitel: ›Pulchritudo‹ – vom göttlichen Sein
Augustinus, Duns Scotus Eriugena und die gotische Kathedrale 110

Fünftes Kapitel: Vom absoluten Blick. Cusanus’ Koinzidenzvision 122

Exkurs I: Ăśber den Manierismus 133
Exkurs II: Shakespeare und die formbildende Macht der Geschichte 138

Sechstes Kapitel: Geschmack und der spielende Homo humanus. Ăśber die Dimensionen der
›Kritik der Urteilskraft‹ 145

Exkurs: Zwischen Natur und Kunst – Landschaftsarchitektur 184

Siebtes Kapitel: Naturlandschaften des Schönen.
Herders ›Aesthetica‹ und Winckelmanns Vermessungen ›edler Einfalt‹ 198

Achtes Kapitel: Morgenland des Schönen und Schädelstätten der Geschichte – Ästhetische Diskurse um 1800 aus dem Herzen der Kunst 212

Neuntes Kapitel: Kunst im System – Hegel, Schelling, Schleiermacher und Hölderlins Poetologie der ›gegenstrebigen Fügung‹ 239

Zehntes Kapitel: Horizonte der Moderne 281

Elftes Kapitel: Das Gebrochene und das nicht zu brechende Glücksversprechen – Adorno und die ästhetische Negativität 309

Zwölftes Kapitel: Unvoreingenommene Noesen – Phänomenologen betrachten Kunstwerke 325

Dreizehntes Kapitel: Welterzeugung und Wiederverzauberung – aus den Skizzenbüchern neuerer analytischer Kunstphilosophie 340

Vierzehntes Kapitel: Zwischen Kristallisationen – die Postmodernedebatte der achtziger Jahre des
20. Jahrhunderts 347

Dritter Teil: Lebensästhetiken des Gebrauchs und der Performanz

Fünfzehntes Kapitel: Lebenskünste oder: Die andere Ästhetik – über die Schönheit des Dienlichen 363

Sechzehntes Kapitel: Verwandelnde Wiederkehr des Kultus – Ästhetik der Performanz 462

Epilog – Was bleibt und was folgt. Schlusspunkte 475

I. Kunst und Religion 475
II. Interkulturelle Dimensionen 481
III. Unbeantwortete Fragen: Kunst als Erscheinung 483
Coda ins Offene 493

Literatur 495
Personenverzeichnis 501
Sachverzeichnis 507