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Discours de la méthode Im Anhang: Brief an Picot; Adrien Baillet: Olympica Französisch-deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Christian Wohlers.
Discours de la méthode
Im Anhang: Brief an Picot; Adrien Baillet: Olympica


Französisch-deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Christian Wohlers.

René Descartes

Meiner Hamburg
EAN: 9783787321483 (ISBN: 3-7873-2148-9)
218 Seiten, paperback, 12 x 19cm, 2011

EUR 19,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Der 'Discours de la méthode', 1637 anonym publiziert, gilt als das erste und wirkmächtigste Manifest des neuzeitlichen Rationalismus und wissenschaftlichen Methodenbewußtseins.

Beachtenswerter noch als die von Descartes angeführten vier Regeln selbst, die er als die Grundregeln für die methodische Erlangung wahrer Erkenntnis heraushebt, erscheint aus heutiger Sicht die autobiographische Perspektive, aus der heraus der Autor das breite Publikum dafür gewinnen will, ihm auf seinem Wege zu folgen, der ihn zu der Entdeckung einer universalen wissenschaftlichen Methode und von lediglich auf die autonome Vernunft gegründeten metaphysischen Prinzipien aller Wissenschaften geführt habe.

Die Neuausgabe bietet neben dem französischen Text und einer völlig neu erstellten deutschen Übersetzung die erstmals ins Deutsche übersetzte frühe Traumerzählung 'Olympica' sowie den späten 'Brief an Picot', der 1647 der französischen Ausgabe der 'Principia philosophiae' vorangestellt war - beide geben wichtige Zeugnisse der Selbsterläuterung Descartes' ab. Mit der Einbeziehung dieser Supplemente spannt der Band einen Bogen von Descartes' frühesten Texten von 1619 über den 'Discours' von 1637 bis zu den 'Principes' von 1647 und dokumentiert so die Stadien der Entwicklung seines Denkens.

Die Einleitung des Herausgebers zielt auf den Nachvollzug und die Aufhellung, wie der programmatische Ansatz Descartes' "von außen" einzuschätzen ist, was die Entwicklung dieses Denkens "von innen" bestimmte - und was uns Descartes verschwieg.
Rezension
Die "Philosophische Bibliothek" des Felix Meiner Verlags aus Hamburg bietet Primärtexte für das Studium - und so werden bedeutende Werke der Philosophie in Neuausgaben und Reprints zu erschwinglichem Preis verlegt. Dazu zählt unbedingt das hier anzuzeigende Werk "Discours de la méthode" von René Descartes aus dem Jahre 1637. Am Übergang in das Zeitalter von Aufklärung und Moderne betont René Descartes (1596-1650) als einzig gesicherte Basis der Philosophie die Existenz des Menschen, - als des Zweifelnden und des Zweifels: "Ich denke, also bin ich" - das ist zugleich die einzig sichere Aussage und das Ende aller metaphysischer Spekulation. Und es bedeutet letztlich auch das Ende des Mittelalters und den Beginn der Neuzeit; fortan geraten das Subjekt und seine individuellen Rechte in den Mittelpunkt des Denkens. Zentral verbunden mit dem neuzeitlichen Rationalismus ist das wissenschaftliche Methodenbewußtsein, wie es Descartes in "Discours de la méthode" grundlegend entwickelt.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Einleitung von Christian Wohlers vii
1. Descartes von außen x
2. Descartes von innen xxxviii
3. Transzendentaler Dualismus als Methode lxii
4. Zu dieser Ausgabe lxxvii
Bibliographie lxxix

RENÉ DESCARTES
DISCOURS DE LA MÉTHODE

Erster Abschnitt 1
Zweiter Abschnitt 21
Dritter Abschnitt 41
Vierter Abschnitt 57
Fünfter Abschnitt 73
Sechster Abschnitt 105

ANHANG

Brief des Autoren 139
Adrien Baillet: Olympica 173
Anmerkungen des Herausgebers 189
Index Französisch – Deutsch 201
Index zum Brief an Picot 215