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schlafbaum-variationen gedichte
schlafbaum-variationen
gedichte




Nico Bleutge

Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406798542 (ISBN: 3-406-79854-3)
117 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, Februar, 2023

EUR 22,00
alle Angaben ohne Gewähr

Rezension
Die Gedichte des Lyrikers Nico Bleutge ziehen den Leser mit ihrer Sprachgewalt unmittelbar in ihren Bann. Das habe ich bereits während der Lektüre der Gedichtbände 'fallstreifen' und 'klare konturen' bemerken dürfen und kann es für den vorliegenden Band 'schlafbaum-variationen' erneut bestätigen. Alle Texte stellen kleine Gedankenuniversen für sich dar, bei deren Erkundung zahlreiche Naturphänomene, Alltagsbeobachtungen oder Sinneswahrnehmungen in wunderbar ausgearbeiteten Versen zum Vorschein kommen.
Die titelgebenden schlafbaum-variationen sind dabei nur einer von mehreren Zyklen, die Bleutge in diesem Band versammelt hat.
Im Deutschunterricht lassen sich die teils ausgefallen gestalteten Texte als Grundlage für Interpretationsübungen oder Rezitationen hervorragend verwenden. Wertvoll für den Unterricht sind außerdem die in den Anmerkungen genannten Anregungen zu den Gedichten. So könnten die Schülerinnen und Schüler in Bleutges Texten gezielt auf die Spurensuche nach den Vorbildern des Dichters gehen.
Erneut ein eindrucksvoller Gedichtband von Nico Bleutge!
JG, www.lbib.de
Verlagsinfo
Anfangen, wieder. Ein Kind wird geboren. Richtet die Wahrnehmung neu aus. Euphorie wechselt sich ab mit Erschöpfung. Zugleich ist da der Schmerz des Verlustes. Ein geliebter Mensch ist kurz zuvor gestorben. Der Schock hallt nach, schneidet ein in den Körper und in die Laute. Wie lassen sich Gefühle und Gedanken ineinander übersetzen? Wie hängen Wörter und Ich zusammen? Erfüllende Momente und Leid? Nico Bleutge holt diese Fragen in das Sprechen und gewinnt aus ihnen seinen ganz eigenen Rhythmus. Darin reflektiert er die elementaren Widersprüche und Veränderungen unserer Gegenwart, wie sie der flimmernde Titelzyklus spürbar macht. Wir folgen Falken und Staren an den Tiber, sehen Risse in den Bildern, die den Rissen in der Landschaft ähneln. Und die Erinnerung speist scheinbar Nebensächliches ein. Verse über das Beginnen, über Sprache vor der Sprache und über das Verhältnis von Erinnerung und Präsenz. Die Zeit dehnt sich oder schießt im Spiel der Laute zusammen: «dies nagen, ineinanderdrehen / von wolken, beginn: nicht eine / silbe zum stehen, stauchen / alles drin».

Mit großem sprachlichen Gespür geht Nico Bleutge den Lücken in der Wahrnehmung nach und zeigt uns die Kraft der Wörter, klangstark, lustvoll, ebenso konkret wie imaginär.
Inhaltsverzeichnis
I.
anfangen, wieder

schneebeere

funken

II.
besuche im klinikum

hufe zählen

was ein wunsch wäre

pelzentbehrt

III.
schlafbaum-variationen

Anmerkungen