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Wissenstransfer in der Praxis
Wie Sie bei Personalwechsel Wissenstransferprozesse moderieren, begleiten und in der Organisation implementieren
Amelie Funcke, Jenny Stumper, Ingo Sell
managerSeminare Verlags GmbH
EAN: 9783949611353 (ISBN: 3-949611-35-5)
312 Seiten, kartoniert, 17 x 24cm, 2025
EUR 49,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Wie Sie bei Personalwechsel Wissenstransferprozesse begleiten
Ist Wissen erst einmal verloren gegangen, lässt es sich nur schwer und mit hohem Aufwand wiedererlangen. Nicht nur der demografische Wandel, sondern auch der zunehmende Fachkräftemangel in Organisationen machen es dringend notwendig, sich dem Thema zuzuwenden. Raschere Arbeitsplatzwechsel und weniger Zeit für Einarbeitungen wirken noch verschärfend. Es ist also dringend geboten, vorhandenes (Erfahrungs-)Wissen im Unternehmen zu halten und es wirksam auf neue Mitarbeitende zu übertragen.
Dieser Prozess bedarf einer strukturierten Vorgehensweise und einer klaren
'Kommunikation.
Wer es versteht ihn zu begleiten, hat wertvolles zusätzliches Werkzeug im eigenen Moderatorenkoffer erworben. Arbeitgeber, die ein systematisches Onboarding mit strukturiertem und begleiteten Wissenstransfer vorweisen, gelten als attraktiv und entwickeln dadurch echte Wettbewerbsvorteile.
Dieses Buch wird Sie motivieren und befähigen, an die verantwortungsvolle Aufgabe einer professionellen Wissenstransferbegleitung heranzugehen.
Als Trainerin, Moderator, Coach oder (angehende) Wissenstransferbegleiterin erhalten Sie geballtes Praxiswissen. Das Werk enthält ein bewährtes Konzept, die Methodik und das Handwerkszeug, das Sie brauchen, um den Wissenstransferprozess wirksam zu moderieren und zu begleiten.
Sind Sie Personalerin oder Wissensmanager, kennen Sie nach der Lektüre den Ablauf eines Wissenstransferprozesses und können den Aufwand, die unterschiedlichen Rollen der Beteiligten und die für den Prozess maßgeblichen Aufgaben gut einschätzen.
Sind Sie Personalerin oder Wissensmanager, kennen Sie nach der Lektüre den Ablauf eines Wissenstransferprozesses und können den Aufwand, die unterschiedlichen Rollen der Beteiligten und die für den Prozess maßgeblichen Aufgaben gut einschätze
Der Wissenstransfer ist eine Führungsaufgabe. Der Erfolg steht und fällt damit, ob wie Sie ihn „tragen". So ist dieses Werk für Sie als Führungskraft sowohl ein Appel auch eine ergiebige Informationsquelle.
Die Inhalte des Buchs werden durch eine passende Auswahl an Tools und Ressourcen ergänzt, die Sie als Leserin oder Leser jederzeit online abrufen und einsetzen können
Rezension
Amelie Funckes Fachbuch "Wissenstransfer in der Praxis" bietet eine praxisnahe Anleitung für den Wissenstransfer bei Personalwechseln – ein unverzichtbares Thema angesichts demografischen Wandels und Fachkräftemangels. Das Werk überzeugt durch seinen systematischen Ansatz und die unmittelbare Anwendbarkeit. Der erweiterte Methodenkoffer enthält konkrete Interventionen und Frageformulierungen für verschiedene Szenarien, sei es in Teams, zwischen Mitarbeitenden oder bei Führungskräften, analog wie digital. Moderatorinnen und Trainer erhalten einen strukturierten Leitfaden von der Auftragsklärung bis zur Evaluation. Personalverantwortliche profitieren von der realistischen Darstellung des Prozesses und hilfreichen Tipps zur Umsetzung. Führungskräften wird ihre entscheidende Rolle für den Erfolg verdeutlicht. Die zahlreichen Praxisbeispiele und Materialien machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter für alle, die Wissenstransfer professionell gestalten wollen – ein praktisches Werkzeug zur Bewältigung der Herausforderungen des Generationenwechsels in Unternehmen.
Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Moderatorinnen, Wissenstransferbegleiter und Personalerinnen erhalten mit diesem Praxiswerk eine umfassende Anleitung für den Wissenstransfer bei Personalwechsel - als Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels, des Generationenwechsels und des Fachkräftemangels in Unternehmen. Das Autorenteam stellt hierfür eine systematische Herangehensweise vor. Das Werk ergänzt den Methodenkoffer der Moderation um ausgewählte Methoden, Interventionen und konkrete Fragenformulierungen für den Wissenstransfer. Beispiele aus dem Alltag der Profis und Materialien zu allen Prozessschritten runden das Thema ab. Die Inhalte befähigen zur Moderation des Wissenstransfers innerhalb ganzer Teams, zwischen Mitarbeitenden oder Highlevel-Führungskräften, analog oder digital.
Nutzen des Werks für die folgenden Lesergruppen:
Für Moderatorinnen, Trainer und Coachs: Das Buch bietet dieser Zielgruppe ein Konzept, Methoden und Werkzeuge zur Moderation eines Wissenstransferprozesses. Es liefert Anleitungen von der Auftragsklärung bis zur Evaluation, beschreibt die Prozessschritte und gibt praktische Hinweise zur Erhebung und Dokumentation von Wissen. Zudem werden bewährte Fragen und die Bedeutung der Kommunikation erläutert, ergänzt durch praxisnahe Erfahrungsberichte.
Für Personalerinnen und Wissensmanager: Das Buch ist ein wertvolles Werkzeug für diese Leserschaft, da Wissenstransfer ein essenzieller Bestandteil des Wissensmanagements ist. Es vermittelt den Ablauf eines Wissenstransferprozesses und gibt einen Überblick über den Aufwand, die Rollen und Aufgaben. Tipps und Hinweise zur Initiierung, Planung und Umsetzung sowie Argumente zur Verankerung im Unternehmen sind enthalten.
Für Führungskräfte: Für Führungskräfte betont das Buch die Bedeutung ihrer Unterstützung für den Erfolg von Wissenstransferprozessen. Es verdeutlicht, dass Wissenstransfer eine Führungsaufgabe ist und der Erfolg von ihrer Haltung abhängt. Führungskräfte tragen den Prozess im Hintergrund und garantieren ihn durch aktive Befürwortung. Das Buch zeigt, wie wichtig ihr Engagement ist und bietet Anleitungen zur Unterstützung von Wissenstransferbegleitern.
Amelie Funcke
war lange im Theaterbereich engagiert, realisierte Bühnenprojekte, entwickelte theaterpädagogische Fortbildungen und hatte vier Jahre einen Lehrauftrag für Theater. Sie trat jahrelang als Clown auf. Heute begleitet sie Unternehmensprozesse als Moderatorin, Mediatorin, Beraterin und Trainerin. Trainings und Workshops gestaltet sie lebendig und kreativ.
Als Autorin von praxisorientierten Fachbüchern zur lebendigen Trainings-, Veranstaltungs- und Workshopgestaltung hat sie sich in der Szene einen Namen gemacht. So verfasste sie u.a. den Know-how-Guide „Training mit Theater“ (mit M. Havermann-Feye), die Methodensammlungen „Vorstellbar“ und „Moderations-Tools“ (mit Eva Havenith), die Praxishilfe „Fragen-Kollektion für Moderation und Training“ (mit Axel Rachow) und die Methodenhandbücher „Ein Herz fürs Team“ und "Zusammen finden" (mit Gabi Braemer).
Jenny Stumper
ist Bildungswissenschaftlerin und Wissensmanagerin. Sie bringt Erfahrungen in Personalarbeit, Personalentwicklung und Mentoring mit und ist heute freiberuflich als Wissenstransferbegleiterin, Moderatorin und Trainerin tätig.
Schon früh hat sie sich für den Wissenstransfer in Organisationen interessiert, begeistert und stark gemacht. Branchenübergreifend hat sie viele Prozesse begleitet, dabei mit verschiedenen Möglichkeiten experimentiert und das Vorgehen nach und nach optimiert. Heute arbeitet sie mit Freude und Herzblut nach dem im Buch beschriebenen, auf implizites Wissen ausgerichteten Verfahren.
Darüber hinaus moderiert sie Veranstaltungen und Workshops und gestaltet Train-the-Trainer-Inhouse-Programme, auch speziell für Wissenstransferbegleiter. Ihre Überzeugung: Arbeit darf Spaß machen!
Ingo Sell
war von 1997 bis 2022 der Personalentwickler der Vattenfall AG und der Stromnetz Berlin GmbH und führte das Thema Wissenstransfer in die Organisation ein. Sein technischer Background der Elektrotechnik/Informatik und die langjährige Führungserfahrung bildeten die Basis seiner persönlichen Entwicklung. Ebenso seit fast 25 Jahren widmet er sich dem Thema Wissenstransfer und hat sich neben unzähligen Wissenstransferprozessen der Ausbildung von Wissenstransferprozessbegleiterinnen und -begleiter verschrieben.
Als Geschäftsführer der Sell Consulting & Training unterstützt er seit 2016 mit aktuell 6 Niederlassungen Unternehmen und Organisationen in ganz Deutschland, neben Wissenstransfer auch mit Produkten wie Wissensmanagement, Change, Teamentwicklung und Trainings. Vor allem steht bei ihm der Mensch im Mittelpunkt!
Seminar: Ausbildung zur Wissenstransferprozessbegleiterin/-managerin
Inhaltsverzeichnis
Erste Worte
Wer wir sind
Warum dieses Buch?
Für wen schreiben wir?
Leseinfos & Aufbau
Teil I – Wissenstransfer und seine Akteure
– Themenaufriss Wissen
Wissenstransfer: ein Überblick
Was ist Wissenstransfer und was kann der Prozess?
Was kann Wissenstransfer nicht?
Um welches Wissen geht es?
– Die Akteure und ihre Rollen im Prozess
Wissensgeberin
Wissensnehmerin
Prozessbegleiterin oder Moderatorin für Wissenstransfer
Führungskraft
Wissenstransfermanagerin
Team
Betriebsrat, Personalrat, Mitarbeitervertretung
– In welchen Schritten läuft ein Wissenstransferprozess ab?
Ein Blick aufs große Ganze
Auftragsklärungsgespräch mit der Führungskraft
Auftakt
Aufnahme der Wissenslandkarte
Selbsteinschätzung I des Wissensstandes der Wissensnehmerin
Feinabstimmung mit der Führungskraft
Transfergespräche
Zwischengespräche
Selbsteinschätzung II des Wissensstandes der Wissensnehmerin
Abschlussgespräch
Nach dem Prozess
Gedankenexperiment: Was passiert, wenn wir Prozessschritte weglassen?
Teil II – Das Handwerkszeug
– Moderations-, Arbeits- und Visualisierungstechniken
Orientierungs-Charts
Zurufsammlung auf Karten, anschließend Clustern
Mindmap (Wissenslandkarte)
Priorisieren
Bearbeitungsszenarien
Quadrantendiagramme zur Analyse
Digitalisierung & Dokumentation
– Welche Gesprächstechniken unterstützen den Prozess?
Aktiv Zuhören
Paraphrasieren
Bestätigen und Verstärken
Fragen, Nachfragen
Zusammenfassen
Zurückführen
Spiegeln
Weiterführender Denkanstoß
Ebene wechseln, Prozess unterbrechen
Visualisieren
Rapport herstellen
– Vertiefung: Unsere besten Fragen und ihre Wirkung
„Von wem ging die Initiative für den Wissenstransferprozess aus?“
„Wen müssen wir noch in den Prozess involvieren?”
„Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?”
„Worüber müssen wir sprechen?”
„An welchen Runden, Jour Fixes, Gremien … nehmen Sie teil?”
„Welche sind Ihre formellen und informellen Funktionen und Rollen (im Team)?”
Welche Aufgaben stehen nur zu gewissen Zeiten im Jahr an?
„Welche Erfahrungen haben Sie mit … gemacht?”
„Was war Ihr Highlight? Was hat Sie am meisten enttäuscht?”
„Was wäre noch gut gewesen?”
„Was sind Ihre drei wichtigsten Empfehlungen?”
„Was ist hier eigentlich los?”
„Was waren Ihre drei größten Fehler und Erfolge?”
„Was war Ihre folgenreichste Entscheidung?”
„Wie schätzen Sie Ihren Wissensstand zu diesem Thema ein?”
„Welche Weiterbildungen/Schulungen/Wissensquellen können Sie Ihrer Nachfolgerin empfehlen?”
„Welche drei großartigen Geschichten haben Sie in Ihrem Job erlebt?”
„Was sind die Herausforderungen in der Führung Ihres Teams?”
„Warum machen Sie das so und nicht anders?”
„Was sehen Sie in Zukunft kommen?”
„Wenn Sie heute nochmal anfangen könnten, was würden Sie anders machen?”
„Zu welchen Themen sprechen Sie mit Ihrer Führungskraft?”
Teil III – Praxis, Know-how & Tipps
– Spielarten des klassischen Prozesses
Keine Überlappung: der Wissensparkplatz
Turbo-Transfer
„Auf Kante“: Kurze Überlappung
Wissenslandkarte To Go
Teamtransfer: Das Team mischt mit
Besonderheiten beim Transfer von Führungsaufgaben
Wissenstransfer digital
Zeitweiser Rollentausch
Anlagentransfer
Mehrere Wissensgeber, mehrere Wissensnehmer
– Umgang mit Widerständen und schwierigen Situationen
Alles nur Gedöns
Schweigegebot
Unterschiedliche Vorstellungen von Rollen und Aufgaben
Die Führungskraft im Off
Die Wissenslandkarte ist zu dünn
Keine Zeit, zu viel Arbeit
Laberbacken: Nettes Beisammensein versus effizientes Gespräch
Mundfaule Wissensgeberin
Frust überlagert guten Willen
Überforderung der Wissensnehmerin
– Erlebte Geschichten aus der Praxis
Dicke Luft beim Auftakttreffen
Wissensgeberin fühlt sich kontrolliert
Der Wissensgeber lässt Frust an der Wissenstransferbegleiterin ab
Die Generationen prallen aufeinander: Wie unterstütze ich den Aufbau gegenseitigen Respekts?
„Mit Ihnen spreche ich nicht mehr”
Unterforderung der Wissensnehmerin oder Unterschiede im Fremd- und Selbstbild
Die wird in Jahren nicht in der Lage sein, mich zu ersetzen
„Ich möchte diesen Job nicht machen”
– Wissenstransfer im Unternehmens- und Behördenkontext
Sieben Argumente für Leute, die den strukturierten, begleiteten Wissenstransfer einführen wollen
Einführung von Wissenstransfer in Ihre internen Prozesse
„Einkaufen oder Selbermachen?”: Überlegungen zur externen oder internen Begleitung von Wissenstransferprozessen
Vom einzelnen Wissenstransfer zum organisationsweiten Wissensmanagement
– Zukunftsmusik: Der Blick in die Kristallkugel
Ein Boom aus Verzweiflung
Kodifizierte Prozesse: demnächst mehr …?
KI im Wissenstransfer – Möglichkeiten und Grenzen
Die letzte Weisheit und Schluss
Empfehlenswerte Literatur
Download-Übersicht
Stichwortverzeichnis
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