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'"Veronika!" "Veronika!" "Veronika!" rufen die drei Stanisläuse
Vera Ferra-Mikura
jungbrunnen-verlag
EAN: 9783702656744 (ISBN: 3-7026-5674-X)
48 Seiten, hardcover, 20 x 26cm, 1995
EUR 13,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Die drei Stanisläuse machen einen Ausflug nach „Irgendwo“, während zu Hause, bei der alten, der jungen und der kleinen Veronika, ein geheimnisvolles Päckchen für einigen Wirbel sorgt.
Rezension
Eines Morgens scheint bei den drei Stanisläusen und den drei Veronikas der Tag ungewöhnlich zu beginnen. Denn bevor die drei Veronikas aufstehen, sind die drei Stanisläuse schon aus den Betten gesprungen, um das Frühstück zu machen. Aber als die drei Veronikas zum Frühstück kommen wollen, merken sie, dass alles so ist wie immer: Der Ofen ist noch kalt und der Tisch ist nicht gedeckt. Die drei Veronikas machen sich gleich an die Arbeit, während die drei Stanisläuse Pläne schmieden, was sie heute wohl wieder unternehmen wollen. Und kaum haben sie recht nachgedacht, sind sie schon unterwegs nach „Irgendwo“. Unterwegs finden die drei Stanisläuse drei Sonnenschirme, die ihnen gleich darauf wieder von Räubern gestohlen werden.
Bald darauf kommen die drei Stanisläuse bei drei Feen vorbei, die ihnen den Auftrag geben ihr Feenhaus gründlich zu putzen und anschließend leckere Kekse zu backen. Und dann müssen die drei Stanisläuse das machen, was sie sonst nicht machen, weil sie sonst oft unterwegs sind: Sie räumen auf und backen.
Unterdessen ist bei den Veronikas ein Paket für Veronika angekommen. Die kleine Veronika bemerkt sofort, dass das Paket immer größer wird. Die anderen Veronikas glauben das zunächst nicht, bis das Päckchen platzt und ein Karussell zum Vorschein kommt, das immer größer wird. Als das Karussell groß genug ist fahren die drei Veronikas solange damit, bis sie keine Lust mehr haben.
Die drei Stanisläuse erfahren in der Zwischenzeit, dass die Feen das Karussell an die Veronikas geschickt haben, und jetzt zufrieden sind, da die Stanisläuse ihre Faulheit vom Morgen durch fleißiges Aufräumen und Backen abgearbeitet haben. Und weil die drei Stanisläuse schreckliches Heimweh haben, lassen die Feen die drei mit bunten Luftballons nach Hause fliegen.
Auch in dem sechsten und letzten Band von den drei Stanisläusen und ihren drei Veronikas gibt es wieder allerhand spannende und phantastische Abenteuer bei denen die Leser und Zuhörer gespannt mit der sechsköpfigen Stanislaus-Familie mitfiebern können.
Zur Familie der Stanisläuse gehören der alte Stanislaus (Opa), der junge Stanislaus (Vater) und der kleine Stanislaus (Sohn). Außerdem gehören noch die drei Veronikas (Oma, Muter und Schwester vom kleinen Stanislaus) dazu.
Wie die ersten fünf Bände wird auch diese Geschichte mit soviel kindlichem Charme und liebenswerter Naivität erzählt, dass man gar nicht anders kann, als die Stanisläuse und ihre Veronikas zu mögen.
Die Bilder in diesem Buch sind- im Gegensatz zu den vorhergehenden Bänden- allesamt farbig. Sie sind wie die Geschichten charmant und umwerfend komisch.
Ein sehr gelungenes Bilderbuch mit einer ausführlich erzählten Geschichte zum Vorlesen für Kinder ab ca. vier Jahren und zum Selberlesen für Kinder im Grundschulalter.
Fehr, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Inhalt
Auf der Suche nach den Frühstückseiern entdecken der alte und der kleine Stanislaus am Gartenzaun ein Päckchen, das an "Veronika, die in dem netten kleinen Haus wohnt" adressiert ist. Die kleine Veronika ist überzeugt, dass das Päckchen nur für sie gedacht sein kann, obwohl auch die Großmutter und die Mutter Veronika heißen. Weil aber zuerst gefrühstückt wird und die drei Stanisläuse danach eilig zu einem Ausflug aufbrechen, bleibt das Päckchen erst einmal auf dem Küchenschrank liegen. Nur die kleine Veronika beobachtet es genau und bemerkt, dass es größer und größer wird. Während bei den drei Veronikas seltsame Dinge geschehen, erleben auch die drei Stanisläuse auf ihrem Weg nach "Irgendwo" allerhand Abenteuerliches. Drei fliegende Sonnenschirme sind dabei noch das Harmloseste...
Leseprobe
"Der Großvater ruft mich", sagte der kleine Stanislaus zu seiner Schwester. "Schlaf ruhig weiter, bis das Frühstück fertig ist." Er schlich auf Zehenspitzen aus dem Zimmer und tappte die Treppe hinunter.
"Guten Morgen", begrüßte er den Großvater. "Hast du denn schon überall gesucht?"
"Überall ist mir zu weit weg", sagte der alte Stanislaus.
"Aha", sagte der kleine. "Bevor ich die Eier in Afrika suche, werde ich in der Wohnung der Hühner nachschauen."
"Da stimmt etwas nicht", meinte der alte Stanislaus, als der kleine einen Korb mit sieben Eiern vor ihn hinstellte. "Sechs Hühner können nicht sieben Eier legen, also gehört das siebente nicht uns. Am besten, du trägst das siebente dorthin zurück, wo du es gefunden hast."
Der kleine Stanislaus berührte die Eier der Reihe nach mit dem Zeigefinger. "Welches soll das siebente sein? Sie sehen alle gleich aus".
"Das ist wahr!" Der alte Stanislaus kratzte sich hinter dem Ohr. "Man kann wirklich nicht erkennen, welches das echte siebente ist. Darüber muss ich gründlich nachdenken."
quot;Und ich zähle die Hühner", sagte der kleine Stanislaus. "Vielleicht sind es heute sieben."
"Unmöglich!", sagte der alte.
"Ein Huhn aus dem Dorf kann bei unseren Hühnern auf Besuch sein", sagte der kleine Stanislaus und hopste zum Zaun hinüber. |
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