|
|
|
|
Verhaltenstraining im Kindergarten
Ein Programm zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen
3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2025
Ute Koglin, Annika Rademacher, Franz Petermann
Hogrefe-Verlag
EAN: 9783801728267 (ISBN: 3-8017-2826-9)
220 Seiten, paperback, 16 x 24cm, Oktober, 2025
EUR 34,95 alle Angaben ohne Gewähr
|
|
Umschlagtext
Im Kindergarten und in der Vorschule sind Kinder mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Diese sind von Kindern nur dann erfolgreich zu bewältigen, wenn es ihnen gelingt, eigenes Verhalten und eigene Gefühle zu regulieren. Kindern mit spezifischen Risikofaktoren wie Impulsivität, einem auffälligen Sozialverhalten oder einer verzögerten Sprachentwicklung und Kindern aus einem schwierigen familiären Umfeld kann der Erwerb dieser Fähigkeiten schwerfallen. Das Verhaltenstraining stellt ein universelles Präventionsprogramm dar, das auf den Aufbau sozial-emotionaler Kompetenzen und selbstregulatorischer Fähigkeiten bei Kindern von drei bis sechs Jahren zielt, und so dazu beitragen kann, früh auftretenden Verhaltensauffälligkeiten entgegenzuwirken.Die Neubearbeitung des Trainings besteht aus 30 Einheiten, die sich auf drei Module, nämlich die Förderung emotionaler Kompetenzen, die Förderung der sozialen Problemlösefähigkeit sowie die Förderung der Selbstregulation, beziehen. Das Gruppentraining kann durch pädagogische Fachkräfte durchgeführt werden. Die Einheiten sind in Geschichten über die Meerkinder Sina und Benny eingebettet. Die Handpuppe Finn, ein Delfin, begleitet das Training und motiviert die Kinder. Die Kinder lernen im Spiel, die Basisemotionen Freude, Wut, Angst und Trauer bei sich und bei anderen wahrzunehmen und zu benennen und ihr Wissen über die Ursachen dieser Emotionen zu erweitern. Schrittweise lernen die Kinder, wie typische soziale Konflikte mit anderen Kindern gelöst werden können und üben anhand von Rollen- und Modellspielen angemessenes Verhalten praktisch ein. Schließlich wird mit den Kindern die Regulation der Emotionen Wut, Trauer und Angst eingeübt, damit es ihnen besser gelingt, in Konfliktsituationen gute Lösungen für sich und für anderen zu realisieren. Die Neubearbeitung des Buches berücksichtigt aktuelle Ergebnisse zur emotionalen Entwicklung von Kindern sowie zur Wirksamkeit des Trainings. Das Buch enthält ansprechende neue Illustrationen, die auch dazu einladen, sich mit dem Ökosystem "Ozean" auseinanderzusetzen. Zahlreiche Materialien, die für die Durchführung des Trainings benötigt werden, können nach erfolgter Registrierung von der Hogrefe Webseite heruntergeladen werden. Zusätzlich zum Buch ist eine Box mit Spielmaterialien erhältlich, die über www.testzentrale.de bezogen werden kann.
Prof. Dr. Ute von Düring (geb. Koglin), geb. 1972. 1992 – 1998 Studium der Psychologie in Bremen. 1999 – 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Klinische Psychologie der Universität Erlangen. 2003 Promotion. 2003 – 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) am Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen. 2011 Habilitation. 2010 – 2013 Vertretung der Professur Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie an der Universität Bremen. Seit 2013 Professorin für Psychologie am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Universität Oldenburg.
Dr. Annika Rademacher, geb. 1987. 2007 – 2014 Studium der Psychologie in Bremen 2014 – 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 2019 Promotion. Seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Prof. Dr. Franz Petermann (1953 – 2019). 1991 – 2019 Inhaber des Lehrstuhls für Klinische Psychologie an der Universität Bremen und ab 1996 Direktor des Zentrums für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen. Darüber hinaus war er Leiter des Ausbildungsinstituts für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (NOKI).
Rezension
Psychosoziale Probleme stehen offenbar im Zusammenhang mit Emotionsregulationsdefiziten. Eine Störung des Sozialverhaltens kann z.B. mit einer mangelnden Regulation von Emotionen wie Wut oder Ärger in Verbindung stehen. Der Umgang mit eigenen Gefühlen sowie den Gefühlen anderer Menschen und die Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen, sind wesentliche Voraussetzungen, um zufriedenstellende Beziehungen aufbauen zu können. Diese sozial-emotionalen Kompetenzen beeinflussen auch die Entwicklung in anderen Bereichen. Die frühe Förderung von Kindern wird auch insofern in Zukunft eine immer größere Rolle einnehmen. Die frühe Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen im Kindergarten ist wichtig, weil in dieser Entwicklungsphase bedeutsame „Weichen“ fürs Leben gestellt werden. Eine Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen unterstützt die Kinder in der normalen Entwicklung und trägt dazu bei, dass Verhaltensauffälligkeiten nicht entstehen. Wesentliche Risikofaktoren für die Entwicklung von oppositionell-aggressivem oder sozial unsicherem Verhalten resultieren aus einer mangelnden emotionalen Kompetenz und aus Defiziten in der Fähigkeit, angemessen soziale Konflikte zu lösen. Es geht dabei vor allem um die Fähigkeit, mit den eigenen und den Emotionen anderer erfolgreich umzugehen und sich Konfliktlösungen zu überlegen, die langfristig zu zufriedenstellenden sozialen Beziehungen beitragen. Das vorliegende Verhaltenstraining stellt ein universelles Präventionsprogramm dar, das auf den Aufbau sozial-emotionaler Kompetenzen zielt und dazu beitragen kann, früh auftretenden Verhaltensauffälligkeiten entgegenzuwirken.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Das universelle Verhaltenstraining stärkt sozial-emotionale Fähigkeiten und Selbstregulation bei Kindern im Alter von 3-6 Jahren. Mit Einheiten, eingebettet in Geschichten über die Meerkinder Sina und Benny und begleitet von der Handpuppe Finn, lernen Kinder den Umgang mit Gefühlen und Konfliktlösung. Die aktualisierte Version enthält neue Illustrationen und berücksichtigt aktuelle Forschungsergebnisse. Umfangreiche Materialien sind per Download verfügbar.
Dieses Buch richtet sich an:
Pädagogische Fachkräfte und Kita-Leitungen, Erzieher*innen, Pädagog*innen, Psycholog*innen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 11
2 Verhaltensauffälligkeiten im Kindergartenalter 13
2.1 Oppositionell-aggressives Verhalten 15
2.1.1 Erscheinungsformen und Verlauf 16
2.1.2 Ursachen 17
2.2 Sozial unsicheres Verhalten 19
2.2.1 Erscheinungsformen und Verlauf 19
2.2.2 Ursachen 20
3 Emotionale und soziale Kompetenz 22
3.1 Emotionale Kompetenz 22
3.2 Emotionale und soziale Kompetenz 26
3.3 Emotionale Kompetenz und Verhaltensauffälligkeiten 30
3.3.1 Emotionale Defizite oppositionell-aggressiver Kinder 30
3.3.2 Emotionale Defizite sozial unsicherer Kinder 32
3.4 Faktoren der emotionalen Entwicklung 33
4 Soziale Informationsverarbeitung 40
4.1 Oppositionell-aggressive Kinder 42
4.2 Sozial unsichere Kinder 44
5 Selbstregulation 46
5.1 Selbstregulatorische Kompetenzen 48
5.2 Selbstregulation und sozial-emotionale Kompetenzen 49
5.3 Defizite in der Selbstregulation 50
5.4 Faktoren der Entwicklung von Selbstregulation 51
5.5 Erwerb einer positiven Selbstregulation 53
6 Konzeption und Aufbau des Verhaltenstrainings 54
6.1 Ziele des Verhaltenstrainings 55
6.2 Module des Trainings 57
6.3 Rahmenbedingungen 59
6.4 Aufbau trainingsförderlichen Verhaltens 63
6.5 Gesprächsrunden über Gefühle und soziale Konflikte 66
6.6 Rollenspiele 66
6.7 Übertragung der Inhalte in den Alltag 68
7 Inhalte des Verhaltenstrainings 71
7.1 Einführung der Leitfiguren 71
7.2 Einführung des Meeresbildes und der Karten „Sitzen und Hinsehen“ 77
7.3 Das Gefühl „Freude“ 82
7.4 Das Gefühl „Trauer“ 85
7.5 Wir basteln Winny Achtarm 87
7.6 Wir werden wieder froh 89
7.7 Das Gefühl „Angst“ 94
7.8 Das Gefühl „Zorn/Wut“ 98
7.9 Gefühle unterscheiden 101
7.10 Wir hören Gefühle 105
7.11 Woher kommen Gefühle? 107
7.12 Einfühlungsvermögen 113
7.13 Absicht oder aus Versehen 116
7.14 Tina und Sina streiten sich 119
7.15 Ariane drängelt sich vor 123
7.16 Sylvio will mitspielen 125
7.17 Benny schubst Till 128
7.18 Streit um einen Stuhl 131
7.19 Was nun? 134
7.20 Brettspiel „Gefühlsspirale“ 137
7.21 Was ist Selbstkontrolle? 139
7.22 Sina schimpft zu schnell 145
7.23 Winny ist traurig 149
7.24 Karlo traut sich nicht 152
7.25 Benny kann nicht verlieren 156
7.26 Wir steuern unseren Körper 159
7.27 Hier stimmt was nicht 164
7.28 Sina kann nicht warten 167
7.29 Aufmerksamkeitskontrolle 171
7.30 Abschluss: Die Gefühlsexperten 175
8 Wirksamkeit des Verhaltenstrainings 179
8.1 Wirksamkeitsstudie im Luxemburger „Projekt Prima!r“ 180
8.2 Wirksamkeitsstudie in Bremen und Niedersachsen 182
8.3 Fazit 186
Literatur 187
Anhang 201
Hinweise zu den Online-Materialien 203
Hinweise zu lieferbaren Zusatzmaterialien 205
|
|
|