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Staub im Schnee
Staub im Schnee




Ernest Soler

grafit
EAN: 9783894253462 (ISBN: 3-89425-346-0)
224 Seiten, 12 x 19cm, Februar, 2008

EUR 8,50
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Strich macht eine Kunstpause und lässt sich in seinem Sessel zurückfallen.

„Und weiter?“ versuche ich, den Kollegen von der Spurensuche in Trab zu halten.

„Das ist es. Weitere Spuren menschlicher Aktivität gibt es im Umkreis von dreihundert Metern nicht. Insbesondere auch keinerlei Fußspuren von Schneider, die zum Tatort führen.“

„Er beamte sich dorthin?“

Strich strahlt mich an: „Schneider muss auf dem Pferd gekommen sein, dessen Spuren wir gefunden haben! Es gibt keine andere Möglichkeit! Das Tier erschien laut meinen Analysen aus nördlicher Richtung auf dem Ameisenweg und verschwand auch wieder dahin.“

„Das Pferd hat Schneider erschossen“, spekulierte ich. „Endlich sehe ich klar.“



Kokain, Glücksspiel, Schulden und Kontakte zur Zürcher Schwulenszene- nach dem brutalen Mord an Yves Schneider, der landesweit bekannten „Glücksfee“ des Schweizer Zahlenlottos, brodelt die Gerüchteküche. Doch dann kann der Fall binnen kürzester Zeit als klassische Beziehungstat gelöst werden- eine Spur zu schnell für Hauptmann Fred Staub von der Zürcher Kantonspolizei. Er ermittelt weiter und deckt einen Skandal auf, der die ganze Nation erschüttert…






Rezension
„Staub im Schnee“ ist das, was man einen gelungenen Krimi nennt. Man liest dieses Werk mit sehr viel Anspannung und Erwartung, was als nächstes passieren wird.
Dies ist der dritte Kriminalroman rund um den Kriminalbeamten Yves Schneider, der zu einem Toten gerufen wird, der in der ganzen Schweiz bekannt ist. Gott sei Dank, scheint dieser Fall schon bald gelöst zu sein, doch der erfahrene Beamte glaubt nicht an eine solch schnelle Auflösung des Falles. Er stößt bei seinen Nachforschungen auf Details, welche vielen bekannten Persönlichkeiten gar nicht gefallen.
Dieses Buch lässt sich sehr zügig lesen und hat vor allem, keine langatmigen Passagen im Mittelteil, welche die Lektüre des Öfteren bei Krimis in die Länge ziehen.
Außergewöhnlich bei diesem Werk ist, dass der Kriminalbeamte die Geschichte in der Ich- Perspektive erzählt, was bei Krimis äußerst selten der Fall ist. Dies macht die Erzählung durchaus lebendig und spannend, da man auch Einblicke in die Gedankengänge des Kommissars bekommt.
Sehr empfehlenswert!
Thomas Meindl, lehrerbibliothek
Verlagsinfo
Yves Schneider, Moderator und landesweit bekannte ›Glücksfee‹ der schweizerischen Zahlenlotterie, wird brutal ermordet. Die Gerüchteküche brodelt, der Kreis der Verdächtigen ist groß. Denn Schneider verkehrte nicht nur in der Zürcher Schwulenszene, sondern war auch bekannt für seine Kokain- und Spielsucht und befand sich in ernsten finanziellen Schwierigkeiten.
Fred Staub, Hauptmann der Zürcher Kantonspolizei, ermittelt in Schneiders Kollegenkreis und deckt binnen kürzester Zeit einen Betrugsskandal in Millionenhöhe auf. Die Öffentlichkeit ist voll des Lobes angesichts der raschen Aufklärung – doch Staub geht das Ganze eine Spur zu schnell. Bei seinen Nachforschungen stellt er fest, dass sein Misstrauen durchaus berechtigt ist und es bei Schneiders Mord um weit mehr geht als um ein paar Millionen Schweizer Franken …