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Sarah Kirsch - Sämtliche Gedichte
Die Originalausgabe erschien 2005 bei DVA
Sarah Kirsch
Random House
, Penguin Books Frankfurt
EAN: 9783328112648 (ISBN: 3-328-11264-2)
560 Seiten, paperback, 13 x 19cm, November, 2025, Klappenbroschur
EUR 15,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Sarah Kirschs reichhaltiges Werk zum Wiederlesen und zur Neuentdeckung
Sarah Kirsch zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen. Seit sie in den 1960er-Jahren mit Gedichten hervorgetreten ist, gilt ihr die Aufmerksamkeit von Lesern und Kritik. Marcel Reich-Ranicki etwa pries sie als der «Droste jüngere Schwester». Und die Aufmerksamkeit der Leser hält seit ihrem Tod im Jahr 2013 unvermindert an - ein untrügliches Indiz dafür, dass Sarah Kirsch längst als moderne Klassikerin gelten kann.
Dieser Sammelband lädt zum Wiederlesen und zur Neuentdeckung ein: vom gefeierten «Sarah-Sound» (Peter Hacks) der frühen Lyrik bis hin zu den reifen Welt- und Selbst-Betrachtungen, den «Zeitansagen aus dem Norden, wunderbaren Meditationen über Dauer und Vergehen» (NZZ).
2005 unter Aufsicht und Mitarbeit der Dichterin zusammengestellt, wurden auf ihren ausdrücklichen Wunsch nicht alle ihre Gedichte berücksichtigt. Da es sich bei der vorliegenden Ausgabe lediglich um eine Nachauflage handelt, ist das nach 2005 entstandene Spätwerk Sarah Kirschs nicht darin enthalten.
Sarah Kirsch (1935-2013), geboren in Limlingerode am Harz, studierte Biologie und Literatur und lebte bis zu ihrer Ausbürgerung 1977 im Osten Berlins, siedelte dann in den Westen der Stadt über. 1981 zog sie in den Norden Deutschlands, wo sie bis zu ihrem Tod als freie Schriftstellerin und Malerin in Tielenhemme, Schleswig-Holstein, lebte. Für ihr dichterisches Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis, dem Jean-Paul-Preis sowie dem Johann-Heinrich-Voß-Preis.
Rezension
Die 2005 als Originalausgabe bei der Deutschen Verlagsanstalt (DVA) erschienene Sammlung sämtlicher Gedichte von Sarah Kirsch liegt hiermit 20 Jahre später als Taschenbuch-Ausgabe vor, ebenfalls in der Penguin Random House Verlagsgruppe. Da es sich bei der vorliegenden Ausgabe lediglich um eine Nachauflage handelt, ist das nach 2005 entstandene Spätwerk Sarah Kirschs nicht darin enthalten. Die deutsche Lyrikerin Sarah Kirsch (*1935 in Limlingerode, Kreis Nordhausen; †2013 in Heide, Holstein) wird häufig primär als Naturdichterin wahrgenommen, als Dichterin der Pappeln und Gräser, des Sommerwindes und der Rauchschwalben. Sarah Kirsch war aber keineswegs eine apolitische Dichterin. Sie war in den 1960er- und 1970er-Jahren eine vielbeachtete Lyrikerin in der DDR. Als Erstunterzeichnerin der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wurde sie 1976 aus der SED und dem Vorstand des Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. 1977 erhielt Sarah Kirsch die Erlaubnis, mit ihrem Sohn nach West-Berlin überzusiedeln. Kirschs Nachlass liegt im Deutschen Literaturarchiv Marbach, in Teilen im Literaturmuseum der Moderne in Marbach in der Dauerausstellung zu sehen. Charakteristisch für ihre Metaphorik sind Bilder, die in Alltags-, Natur- oder Landschaftsbetrachtung ihren Ausgangspunkt nehmen, aber verfremdet werden oder eine überraschende Wendung erfahren. Sarah Kirsch kontrastiert dabei oft präzise Naturbeobachtung mit dem Gefühlsleben des lyrischen Ichs oder politischer Reflexion.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Stimmen zu Sarah Kirsch:
»Der Droste jüngere Schwester.«
Marcel Reich-Ranicki
»Gelassen zumeist, aber nach Kräften unversöhnlich, witzig manchmal, doch auch prosaisch karg, wundergläubig und tapfer verzweifelt abwiegelnd: so vermag Sarah Kirsch zu dichten
über letzte wie nächste Dinge.«
Joachim Kaiser
»Sie steht, fast wie eine Fata Morgana, vor uns, die Vision einer Erlösung, die wir längst verspielt haben. So spricht selbst ein solches, scheinbar ›reines‹ Naturgedicht, wie übrigens die überwältigende Mehrheit aller hier versammelten, von Abschied. Sie ähneln in ihrer Intensität dem letzten Blick, den man, fortgehend oder wegfahrend, jemandem zuwirft, den man nie wiederzusehen befürchtet. Ein Blick voller Melancholie und Sehnsucht und dem unwiderleglichen Wissen, dass die Trennung wohl endgültig sei.«
Günter Kunert
»Zeitansagen aus dem Norden, wunderbare Meditationen über Dauer und Vergehen.«
NZZ
Inhaltsverzeichnis
7 Landaufenthalt (1969)
75 Zaubersprüche (1974)
127 Rückenwind (1977)
163 Drachensteigen (1979)
187 Erdreich (1982)
249 Katzenleben (1984)
311 Schneewärme (1989)
363 Erlkönigs Tochter (1992)
405 Bodenlos (1996)
435 Schwanenliebe (2001)
517 Ausführliches Inhaltsverzeichnis
539 Alphabetisches Verzeichnis aller Gedichte
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