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Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsmanagement
Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsmanagement




Gerhard Puhlmann

Narr , UVK
EAN: 9783381161119 (ISBN: 3-381-16111-3)
296 Seiten, paperback, 17 x 24cm, Juni, 2026

EUR 34,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Nachhaltige Unternehmensführung ist vom freiwilligen Zusatz zur Erwartung nahezu aller Stakeholder geworden. Nachhaltigkeitsmanagement wird damit zu einem zentralen Instrument – nicht nur zur Erfüllung regulatorischer Vorgaben, sondern auch, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im ersten Teil zeigt das Buch, wie sich Nachhaltigkeit historisch entwickelt hat, welche ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen sie umfasst, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und wie globale Herausforderungen die Anforderungen im internationalen Vergleich verändern.

Im zweiten Teil steht das Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen selbst im Mittelpunkt – mit seiner strategischen Verankerung, der operativen Umsetzung, der Messung und Berichterstattung sowie einem Ausblick auf nationale und internationale Entwicklungen.

Gerhard Puhlmann (MBA) ist seit 2008 freiberuflicher Lehrbeauftragter unter anderem an der Europäischen Fernhochschule Hamburg GmbH für Wirtschaftsethik & Corporate Governance, verschiedene international ausgerichtete Wirtschaftsfächer, allgemeine Betriebs- und auch Volkswirtschaftslehre, Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement sowie Compliance. Seit 2022 ist er Vertreter der Lehrenden im Nachhaltigkeitsrat der Euro-FH.

Bis zum Ruhestand in seinem Hauptberuf war er rund 42 Jahre in der Sparkassen-Finanzgruppe tätig, zuletzt zehn Jahre als Geschäftsführer der S-Servicepartner Berlin GmbH, im Jahr 2025 mit rund 600 Mitarbeitenden das größte Unternehmen für Marktfolgedienstleistungen in der Sparkassen-Finanzgruppe.

Zuvor war Herr Puhlmann in der Berliner Sparkasse unter anderem Direktor für das Privatkundengeschäft, Vertriebsbereichsleiter für rund 25 Filialen, Leiter des Produktmanagements im Firmenkunden-Marketing sowie Händler im deutschen und europäischen Interbankenhandel.

Er hat umfangreiche Projekterfahrung und war parallel in diversen Gremien der S-Finanzgruppe sowie Aufsichtsratsvorsitzender der CidS GmbH (Computer in die Schulen) und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der S-Servicepartner GmbH.“
Rezension
Klimapolitik und Klimagipfel stehen weit oben auf der politischen Agenda; es geht um Nachhaltigkeit, damit wir auf zukünftig noch auf diesem Planeten leben können. Nachhaltigkeit ist heute leider fast ein wenig zu einem Modebegriff verkommen; denn alles soll heute nachhaltig sein und wird mit dem Label Nachhaltigkeit versehen. Grundsätzlich ist Nachhaltigkeit ein Handlungsprinzip bei der Nutzung von Ressourcen. Das entsprechende englische Wort sustainable zeigt das Prinzip: to sustain im Sinne von „aufrechterhalten“ bzw. „erhalten“. Hierbei soll eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung gewährleistet werden, indem die natürliche Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme bewahrt wird, vor allem von Lebewesen und Ökosystemen. Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Maß an Ressourcennutzung dauerhaft aufrechterhalten, ohne Schaden zu nehmen. Das Prinzip wurde zuerst in der Forstwirtschaft angewendet: Im Wald ist nur so viel Holz zu schlagen wie permanent nachwächst. Später ging der Gebrauch des Begriffs auf den Umgang mit allen Ressourcen über. Das Buch „Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsmanagement“ zeigt im ersten Teil, wie sich Nachhaltigkeit historisch entwickelt hat, welche ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen sie umfasst, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und wie globale Herausforderungen die Anforderungen im internationalen Vergleich verändern. Im zweiten Teil steht das Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen selbst im Mittelpunkt, dessen strategische Verankerung, die operative Umsetzung, die Messung und Berichterstattung, nationale und internationale Entwicklungen sowie Erwartungen für die Zukunft.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 5

Teil I: Nachhaltigkeit 19

1 Grundlagen der Nachhaltigkeit 21

1.1 Was ist „Nachhaltigkeit"? 21
1.2 Ursprung des Begriffs „Nachhaltigkeit" 22
1.3 Wissenschaftliche Grundlagen von Nachhaltigkeit 23
1.3.1 Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit 23
1.3.2 Kapitaltheorien der Nachhaltigkeit 27
1.3.3 EKS-Modell (Effizienz, Konsistenz und Suffizienz) 32
1.3.4 Gerechtigkeitstheorien (inter- und intragenerationell) 33
1.3.5 Resilienz- und Transformationsmodelle 33
1.4 Gestaltungsmodelle nachhaltiger Entwicklung 34
1.4.1 Ökodesign und Life Cycle Thinking 35
1.4.2 Ökoeffizienz-Ansatz 37
1.4.3 Circular Economy 38
1.4.4 Cradle to Cradle-Ansatz 39
1.4.5 Industrielle Ökologie 41
Zusammenfassung 42

2 Zunehmende Relevanz von Nachhaltigkeit 43

2.1 Klimawandel und Umweltkatastrophen als wesentliche Treiber von Nachhaltigkeit 43
2.1.1 Entwicklung des Weltklimas und Umweltgefährdung 43
2.1.2 Umweltkatastrophen in den 1970er- und 1980er-Jahren 48
2.2 Weitere Treiber einer nachhaltigen Entwicklung 51
2.3 Der Club of Rome 52
Zusammenfassung 53

3 Nachhaltigkeit in der Gegenwart - Brundlandt-Kommission bis Sustainable Development Goals(SDGs) 55

3.1 World Commission on Environment and Development, „Brundtland- Kommission" 55
3.2 Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 („Erdgipfel")56
3.3 Milleniumsgipfel 2000 und Millennium Development Goals 57
3.4 Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 2012 („Rio+20") 58
3.5 Sustainable Development Goals und Agenda 2030 58
Zusammenfassung 61

4 Corporate Social Responsibility und Triple Bottom Line 62

4.1 Nachhaltigkeit in der Wirtschaft 62
4.2 Was ist "Corporate Social Responsibility"? 63
4.3 Historische Entwicklung der Corporate Social Responsibility 64
4.4 Triple Bottom Line nach John Elkington 65
4.5 ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) 65
4.6 Abgrenzung Corporate Social Responsibility von Corporate Citizenship 68
4.7 Abgrenzung Corporate Social Responsibility von Corporate Governance 70
4.8 Chancen und Herausforderungen für Unternehmen aus einer Corporate Social Responsibility 70
Zusammenfassung 71

5 Regulatorischer Rahmen der Nachhaltigkeit 73

5.1 Regulatorischer Rahmen für Nachhaltigkeit international 74
5.1.1 UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte 74
S.1.2 Leitsätze der Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) für multinationale Unternehmen 75
5.1.3 Sozialstandards der International Labour Organization (ILO) 76
5.1.4 ISO 26000 und ISO 14000 der International Organization for Standardization 77
5.1.5 UN Global Compact Initiative 77
5.1.6 Global Reporting Initiative (GRI) 79
5.2 Regulatorischer Rahmen für Nachhaltigkeit in der Europäischen Union 80
5.2.1 European Green Deal 81
5.2.2 Sustainable Finance Strategy der Europäischen Union 82
5.2.3 Nachhaltige Produktstrategie der EU 92
5.2.4 Weitere ausgewählte Programme der Europäischen Union, Kurzvorstellung 96
5.3 Regulatorischer Rahmen für Nachhaltigkeit in Deutschland 97
5.3.1 Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) 98
5.3.2 Deutsches Klimaschutzgesetz (KSG) 100
5.3.3 Deutsche Suitable Finance Strategie 101
5.3.4 Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) 102
5.3.5 Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) 103
5.3.6 Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) 104
5.3.7 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) 105
5.4 Branchenspezifische Vorgaben am Beispiel der Biotechnologie 108
5.4.1 Biotechnologie - eine Einordnung 108
5.4.2 Branchenspezifische Vorgaben für Biotechnologieunternehmen 109
Zusammenfassung 110

6 Exkurs: Greenwashing 113

6.1 Was ist „Greenwashing"? 113
6.2 Beispiele für Greenwashing 115
Zusammenfassung 116

7 Aktuelle Entwicklungen Nachhaltigkeit im Vergleich Europäische Union, USA und VR China 117

7.1 Aktueller Stand Nachhaltigkeit in der Europäischen Union (EU), den USA und der VR China 117
7.1.1 Aktueller Stand in den USA 118
7.1.2 Aktueller Stand in der VR China 119
7.1.3 Aktueller Stand in der Europäischen Union (EU) 119
7.2 Fallbeispiele: aktuelle Entwicklungen Nachhaltigkeit im Vergleich Europäische Union (EU), USA und VR China 120
7.2.1 Fallbeispiel für das Vorgehen in Bezug auf Nachhaltigkeit in den USA 120
7.2.2 Fallbeispiel für das Vorgehen in Bezug auf Nachhaltigkeit in der VR China 122
7.2.3 Fallbeispiel für das Vorgehen in Bezug auf Nachhaltigkeit in der Europäischen Union (EU) 123
Zusammenfassung 124

Teil II - Nachhaltigkeitsmanagement 127

8 Grundlagen des Nachhaltigkeitsmanagements 129

8.1 Begriffliche und konzeptionelle Einordnung des Nachhaltigkeitsmanagements 129
8.2 Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie und im Geschäftsmodell 131
8.3 Nachhaltigkeitsorientierte Unternehmensführung (Sustainable Leadership) 132
8.4 PDCA-Zyklus als Prozessstruktur, ISO 26000 und ISO 14000 für inhaltliche Themen eines Nachhaltigkeitsmanagements 132
8.4.1 Vorstellung PDCA-Zyklus als Prozessarchitektur für ein Nachhaltigkeitsmanagement 133
8.4.2 Vorstellung ISO 26000 und ISO 14000 für die inhaltlichen Themenfelder eines Nachhaltigkeitsmanagements 135
8.5 Wesentliche Herausforderungen eines Nachhaltigkeitsmanagements aus Sicht von Unternehmen 138
Zusammenfassung 139

9 Nachhaltigkeitsmanagement PLAN - Analyse, Strategie, Zielsetzung 141

9.1 Strategische Entscheidungen der Unternehmensführung als Ausgangsposition eines Nachhaltigkeitsmanagements 141
9.1.1 Nachhaltigkeitsverständnis der Unternehmensführung 142
9.1.2 Ambitionsniveau von Unternehmen für Nachhaltigkeit 142
9.1.3 Führungsleitlinien und Verantwortlichkeiten 145
9.2 Für ein Unternehmen relevante Werte 148
9.2.1 Wertemanagement und Unternehmenskultur 148
9.2.2 Instrumente zur Ermittlung der für ein Unternehmen relevanten Werte 150
9.2.3 Priorisierung und Gewichtung von Werten 159
9.3 Wesentlichkeitsanalyse (doppelte Materialität / doppelte Wesentlichkeit) 163
9.3.1 Impact-Materialität 164
9.3.2 Financial Materialität 164
9.3.3 Methoden und Priorisierung der Wesentlichkeitsanalyse 165
9.3.4 Dokumentation und Reporting-Relevanz 166
9.4 Wertemanagementsystem 167
9.5 Entscheidung über Zertifizierungen im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements 168
9.5.1 WerteManagementSystemZfW (Zentrum für Wirtschaftsethik) 168
9.5.2 ISO 9001 - Qualitätsmanagement 170
9.5.3 ISO 14001 - Umweltmanagement 171
9.5.4 ISO 45001 - Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement 171
9.5.5 ISO 37301 - Compliance Management 171
9.5.6 ISO 37001 - Anti-Korruptionsmanagement 172
9.5.7 Sonstige zertifizierbare Standards im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsmanagement 172
9.6 Risiko- und Chancenanalyse im Nachhaltigkeitsmanagement 173
9.7 Analyse der sieben Kernthemen nach ISO 26000 175
9.8 Zielsystem eines Nachhaltigkeitsmanagements 176
9.9 Strategische Programme eines Nachhaltigkeitsmanagements im Allgemeinen 178
9.10 Governance-Strategien eines Nachhaltigkeitsmanagements im Speziellen 180
9.10.1 Governance -Rahmenstrategie 181
9.10.2 Compliance-Strategie 181
9.10.3 Anti-Korruptionsstrategie 181
9.10.4 Risikostrategie 181
9.10.5 Whistleblowing-Strategie 183
9.10.6 Transparenz-Strategie 183
9.11 Mitarbeiterbezogene Strategien (Social) im Speziellen 183
9.11.1 Gesundheitsstrategie 184
9.11.2 Diversitäts- und Inklusionsstrategie 185
9.11.3 Arbeitsschutzstrategie 185
9.11.4 Gleichstellungsstrategie 185
9.11.5 Weiterbildungs- und Entwicklungsstrategie 185
9.12 Code of Conduct 186
Zusammenfassung 187

10 Nachhaltigkeitsmanagement DO - Integration in die Organisation und Umsetzung 189

10.1 Ableitung operativer Maßnahmenprogramme 190
10.2 Umsetzung in zentralen Themenfeldern 191
10.2.1 Nachhaltige Lieferketten 191
10.2.2 Operationalisierung der strategischen Klimaschutzprogramme (Environmental) 195
10.2.3 Operationalisierung der mitarbeiterbezogenen / sozialen Strategieprogramme (Social) 198
10.2.4 Operationalisierung von Governance-Programmen (Governance) 201
10.3 Integration strategischer Nachhaltigkeitsprogramme in die Kern- und Unterstützungsprozesse eines Unternehmens 203
10.4 Organisation eines Nachhaltigkeitsmanagements im Unternehmen 205
10.4.1 Organisatorische Verankerung 205
10.4.2 Zentrale Rollen im Nachhaltigkeitsmanagement 206
10.4.3 Zentrale Governance-relevante Rollen 206
10.4.4 Anreizsysteme und Zielvereinbarungen im Nachhaltigkeitsmanagement 207
10.4.5 Fallbeispiel Organisation eines Nachhaltigkeitsmanagements im Unternehmen: Siemens AG 207
10.5 Change Management im Nachhaltigkeitsmanagement 208
10.6 Nachhaltigkeitscontrolling 210
10.7 Digitalisierung im Nachhaltigkeitsmanagement 212
10.8 Exkurs: Finanzierung einer nachhaltigen Ausrichtung über öffentliche Finanzierungsmittel 214
Zusammenfassung 215

11 Nachhaltigkeitsmanagement CHECK - Monitoring, Reporting, Bewertung, Berichterstattung 217

11.1 ESG-Kennzahlen, Indikatoren und Datenqualität 217
11.2 CO2-Bilanzierung (Scope 1-3) 218
11.3 Wesentlichkeit und Interpretation der Ergebnisse 219
11.4 Interne Audits und Reviews 220
11.5 Externe Audits und Prüfungsbestätigungen 220
11.6 Bewertung der Zielerreichung 221
11.7 Benchmarking und Peer-Vergleiche 221
11.8 Berichterstattung nach CSRD / ESRS und GRI 222
11.8.1 Abgrenzung der Berichterstattung nach CSRD / ESRS und GRI 222
11.8.2 Veröffentlichungsverfahren 223
11.8.3 Weitere Bestandteile der CSRD-Berichterstattung 223
11.8.4 Fallbeispiel Deutsche Telekom AG 223
Zusammenfassung 224

12 Nachhaltigkeitsmanagement ACT - Bestätigung, Verbesserung, Anpassung, Weiterentwicklung 226

13 Nachhaltigkeitsmanagement Querschnittsthemen über alle PDCA-Phasen 228

14 Beispiele für empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte Nachhaltigkeitsberichtserstattung 229

14.1 Nachhaltigkeitsberichte und deren Realität 229
14.2 Beispiele für eine Deckungsgleichheit zwischen Nachhaltigkeitsberichten und gelebter Praxis 231
14.2.1 VALIDE Sport GmbH & Co. KG 231
14.2.2 Patagonia Inc. 234
14.2.3 REWE Group 236
14.2.4 Henkel AG & Co. KGaA 238
14.3 Beispiele für eine nicht ausreichende Deckungsgleichheit zwischen Nachhaltigkeitsberichten und gelebter Praxis 240
14.3.1 Nestle SE 240
14.3.2 Shell p.l.c. 243
Zusammenfassung 246

Schlussbetrachtung und Ausblick 247

Anhang 251
A. Lösungsvorschläge für die Aufgaben 253
B. Abkürzungsverzeichnis 265
C. Literaturverzeichnis 271
D. Abbildungsverzeichnis 289
E. Tabellenverzeichnis 291
F. Sachwortverzeichnis 293