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Lehrbuch Gesundheit
Lehrbuch Gesundheit




Peter Franzkowiak, Hans Günther Homfeldt, Albert Mühlum

Juventa Verlag
EAN: 9783779922117 (ISBN: 3-7799-2211-8)
300 Seiten, paperback, 15 x 23cm, 2011

EUR 23,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Das Lehrbuch Gesundheit gibt in vier Teilen und zwölf Lehreinheiten eine Einführung in den Zusammenhang von Sozialer Arbeit und Gesundheit. Geht es eingangs um historische Zusammenhänge bis hin zur gesellschaftlichen Aktualität, so im zweiten Teil um die sozialen Determinanten von Gesundheit und das Wechselverhältnis von sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit. Hier werden Überblicke zu wissenschaftlichen Modellen und zu Gesundheitsvorstellungen im Alltag sowie zu Gesundheit und Krankheit im Lebensveriauf und in ausgewählten Lebenslagen vorgestellt. Der dritte Teil liefert eine Einführung in Handlungsfeider der gesund-heitsbezogenen Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen und im Sozialwesen, stellt Klinische Sozialarbeit als eine Fachsozialarbeit im Werden vor und setzt sich mit Fragen zur Evaluation und Qualitätssicherung auseinander. Im vierten Teil werden Prävention und Gesundheitsförderung als Aufgabenfelder verdeutlicht, konkrete Settingansätze (Schule, Krankenhaus und Gemeinwesen/ Stadtteil) vorgestellt und im abschließenden Kapitel die Notwendigkeit der Kooperation der verschiedenen Einrichtungen und Professionen unter Einbindung der Sozialen Arbeit sichtbar gemacht.

Die einzelnen Kapitel bilden jeweils eine Lehreinheit. Konkrete Beispiele, Textauszüge, Hinweise auf zentrale Literatur und Übungsaufgaben zu jeder Einheit fördern das Selbststudium und geben Anregungen für die didaktische Gestaltung der Lehrveranstaltungen.

Die Reihe »Studienmodule Soziale Arbeit« präsentiert Grundlagentexte für Bachelor-Studiengänge und bietet rgit dem Lehrbuch Gesundheit eine Einführung in das Themenfeld Soziale Arbeit und Gesundheit.
Rezension
Gesundheit und Krankheit werden in unterschiedlichen Zeiten, Kulturen und Gesellschaften ganz unterschiedlich definiert; sie unterliegen der gesellschaftlichen Konstruktion. Was sind Gesundheitserziehung, Gesundheitsförderung, gesundheitsbezogene Prävention? Hier wird der Bezug von Gesundheit und Krankheit zur Pädagogik deutlich - und hier kommt dann u.a. auch die Schule ins Spiel. Aus der Perspektive Sozialer Arbeit wendet sich dieser informative Band dem Thema Gesundheit umfassend und Lehrbuch-artig zu. Wesentlich zielt die Soziale Arbeit ab auf eine Verbesserung der Gesundheit der am stärksten Benachteiligten; denn längst ist erkannt, dass soziale Ungleichheit wesentlich mit gesundheitlicher Ungleichheit zusammenhängt: Arme leben kürzer und werden gesundheitlich schlechter versorgt.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Studienmodule Soziale Arbeit,
hrsg. von H.-J. Dahme, R. Lutz, R. Puhl, R. Rätz, W. Schröer, T. Simon, W. Steffan, M. Wolff.

Gesundheit ist ein Kernthema der Sozialen Arbeit. Das Lehrbuch Gesundheit belegt die Notwendigkeit und den Nutzen der Sozialarbeit im Gesundheitswesen ebenso wie ihre gesundheitsfördernden Möglichkeiten und Wirkungen im Sozialwesen. Ausgehend vom Zusammenhang sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit werden Basisinformationen, Handlungsfelder, ausgewählte Settings und Beispiele guter Praxis von Gesundheitsförderung und Prävention in 12 didaktisch aufbereiteten Lehreinheiten dargestellt.

Die Autoren:
Prof. Dr. Peter Franzkowiak, FH Koblenz
Prof. Dr. Hans Günther Homfeldt, Universität Trier
Prof. Dr. Albert Mühlum, FH Heidelberg
Inhaltsverzeichnis
I. Gesundheit als öffentliches Thema – gestern und heute 13

1. Historische Zusammenhänge und gesellschaftliche Aktualität 15

1.1 Soziale Arbeit und Gesundheit – vergessene Zusammenhänge? 15
1.2 Von der Gesundheitsfürsorge bis zur Gesundheitsförderung 17
1.3 Gesundheitsförderung – Gesundheitsbildung – Gesundheitserziehung 21
1.4 Gesundheit und Krankheit als gesellschaftliche Konstrukte 25
1.5 Auf dem Weg in eine Gesundheitsgesellschaft? 27
1.6 Und die Soziale Arbeit? 30
Übungsaufgaben 32

2. Gesundheitliche und soziale Ungleichheit – Soziale Determinanten von Gesundheit und Krankheit 33

2.1 Ausgangslage 33
2.2 Grundbegriffe, beteiligte Disziplinen und Grundverständnis 37
2.2.1 Bezugsdisziplinen Epidemiologie und Sozialepidemiologie 38
2.2.2 Grundverständnis sozial bedingter gesundheitlicher Ungleichheit und Ungerechtigkeit 39
2.3 Soziale Determinanten der Gesundheit 41
2.3.1 Das „Regenbogen-Modell“ von Whitehead und Dahlgren 42
2.3.2 Definition von Gesundheitsdeterminanten und aktueller Forschungsstand 43
2.3.3 Pfade und Mechanismen sozialer Gesundheitsdeterminanten (WHO CSDH-Modell) 45
2.3.4 Das sozialepidemiologische Erklärungsmodell von Elkeles und Mielck 46
2.4 Folgerungen für Politik, Intervention und die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit 49
2.4.1 Das Konzept der Teilhabe- und Verwirklichungschancen 49
2.4.2 Die Wilkinson-These: Gerechtere Gesellschaften sind gesündere Gesellschaften 52
2.4.3 Zur Notwendigkeit und Priorität einer gerechtigkeitsbezogenen, strukturell ansetzenden Prävention 53
Übungsaufgaben 56

II. Modelle von Gesundheit und Krankheit – Lebensalter und Lebenslagen 57

3. Wissenschaftliche Modelle und Alltagskonzepte von Gesundheit und Krankheit – Gesundheitssystem und Agency 59

3.1 Zum Gesundheitsbegriff 59
3.2 Pathogenese und Salutogenese 61
3.2.1 Die pathogenetische Perspektive 61
3.2.2 Die salutogenetische Perspektive 62
3.3 Gesundheitsbezogene Theorien, Modelle, Forschungs- und Praxisansätze: Systematiken und Ordnungsversuche 65
3.3.1 Interdisziplinäre Ebenen und Leitvorstellungen von Gesundheit nach Hurrelmann 65
3.3.2 Erklärungs- und Veränderungsmodelle im gesundheitswissenschaftlichen Diskurs: Weitere Systematiken und Ordnungsversuche 66
3.4 Subjektive Gesundheitskonzepte und -theorien 70
3.4.1 Subjektive Gesundheitskonzepte 70
3.4.2 Subjektive Gesundheitstheorien 73
3.4.3 Bedeutung von Alltagstheorien und Laienkonzepten 73
3.5 Funktionsbereiche und Leitbilder im Gesundheitssystem 74
3.6 Agency: Konzept und Perspektiven für die Gesundheitsarbeit 77
Übungsaufgaben 80

4. Gesundheit und Krankheit im Lebensverlauf 81

4.1 Lebensalter und Gesundheit 81
4.1.1 Gesundheitsbezogene Entwicklungsthemen 83
4.1.2 Kindheit 85
4.1.3 Jugend 88
4.1.4 Vom Jugend- zum Erwachsenenalter 92
4.1.5 Alter 95
4.2 Lebensverlaufsbezogene Epidemiologie 98
4.2.1 Gesundheit beginnt im Mutterleib 98
4.2.2 Adipositas 100
4.2.3 Ressourcen und Risiken in der Lebensverlaufsperspektive 102
Übungsaufgaben 105

5. Gesundheit und Krankheit in ausgewählten Lebenslagen 107

5.1 Lebenslage, Lebenswelt und die „Person-in-der-Situation“ 107
5.2 Gesundheit und Krankheit bei Armut 109
5.3 Gesundheit und Krankheit im Kontext von Migration 116
5.4 Gesundheit und Krankheit in der Genderperspektive 121
5.5 Folgerungen für die Soziale Arbeit 125
Übungsaufgaben 127

III. Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit – Kompetenzen und Handlungsfelder 129

6. Soziale Arbeit im Gesundheitswesen 131

6.1 Gesundheit und Krankheit im Fokus Sozialer Arbeit 131
6.1.1 Soziale Arbeit als gesundheitsdienliche Profession 131
6.1.2 Soziale Arbeit im Überschneidungsbereich von Sozial- und Gesundheitswesen 133
6.1.3 Soziale Arbeit als Befähigungshilfe – biopsychosozial 137
6.2 Ausgewählte Aufgaben und Einsatzfelder im Gesundheitswesen 141
6.2.1 Krankheitsbewältigung – am Beispiel Krankenhaus 141
6.2.2 Teilhabe und soziale Integration – am Beispiel Rehabilitation 145
6.2.3 Gesundheitsförderung – am Beispiel Öffentlicher Gesundheitsdienst 150
Übungsaufgaben 154

7. Gesundheitsarbeit im Sozialwesen 155

7.1 Frühe Hilfen – für (ungeborene) Kinder und ihre Mütter und Väter 157
7.1.1 Psychosoziale Beratung im Kontext pränataler Diagnostik (PND) 159
7.1.2 Sucht- und Drogenhilfe für Suchtmittel konsumierende schwangere Frauen 162
7.1.3 Elternbildung: „Auf den Anfang kommt es an“ 162
7.2 Gesundheitsarbeit in der Jugendhilfe 164
7.2.1 Gesundheitsarbeit im Heim 164
7.2.2 Gesundheitsbezogene Jugendarbeit 166
7.2.3 Jugendschutz 168
7.3 Gesundheitsarbeit mit Erwachsenen im Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf 169
7.4 Gesundheitsbezogene Altenhilfe 171
Übungsaufgaben 172

8. Klinische Sozialarbeit 174

8.1 Spezialisierungsbedarf und die Etablierung Klinischer Sozialarbeit 174
8.1.1 Problemkonstellationen mit besonderem Beratungsbedarf 174
8.1.2 Spezialisierung – Höherqualifizierung – Fachsozialarbeit 176
8.1.3 Entwicklungsdynamik Klinischer Sozialarbeit in Deutschland 179
8.2 Selbstverständnis und Kompetenzen Klinischer Sozialarbeit 181
8.2.1 Selbstbild und Kompetenzprofil 181
8.2.2 Soziale Diagnostik 185
8.2.3 Berufsethik 188
8.2.4 Forschung 189
Übungsaufgaben 191

9. Evaluation und Qualitätssicherung 192

9.1 Evaluation 192
9.1.1 Systematik und Formen 194
9.1.2 Evaluationsprozess und Evaluationsstandards 194
9.1.3 Probleme der Evaluation bei komplexen Programmen und Evidenzbasierung 196
9.2 Qualität, Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung 201
9.2.1 Qualität im medizinischen Kontext 201
9.2.2 Sozialgesetzliche Verpflichtung 202
9.2.3 Qualität in der Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung 203
9.3 Der Qualitäts- und Evidenzdiskurs in der (gesundheitsbezogenen) Sozialen Arbeit 205
9.4 Gute Praxis und Partizipative Qualitätsentwicklung 208
9.4.1 Good Practice 208
9.4.2 Partizipative Qualitätsentwicklung 210
Übungsaufgaben 214

IV. Organisation und Kooperation sozialer Hilfesysteme 215

10. Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung 217

10.1 Definition und Grundverständnis von Prävention 217
10.2 Systematiken: Primäre – sekundäre – tertiäre, universelle – spezifische – indizierte Krankheitsprävention 219
10.3 Krankheitspräventive Methodik und Zugänge 221
10.4 Epidemiologisch vorrangige Krankheiten und sozialepidemiologisch prioritäre Zielgruppen 223
10.5 Präventive Problemstellungen, Weiterentwicklungen und Kritik 224
10.6 Gesundheitsförderung 227
10.7 Gesundheitsförderung und Soziale Arbeit 230
Übungsaufgaben 236

11. Gesundheitsförderung in ‚Settings‘ 237

11.1 Lebenswelt und Setting: professionelle Hilfe für ‚autonome‘ Bürger? 237
11.2 Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten im Gemeinwesen 239
11.3 Setting Schule 241
11.4 Setting Krankenhaus 245
11.5 Setting Gemeinde – Stadtteil – Wohnumfeld 248
Übungsaufgaben 254

12. Kooperation der sozialen Dienste und ihre Organisation 255

12.1 Gesundheit(sförderung) in der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Gesundheitshilfe und der Schule 255
12.1.1 Zur Kinder- und Jugendhilfe 257
12.1.2 Zur Schule 258
12.1.3 Zum Gesundheitswesen 258
12.1.4 Zur Behindertenhilfe 259
12.2 Gesundheitsbezogene Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Gesundheitshilfe und Schule 260
12.3 Gemeinsame Plattform: Lebenslage – Agency – Partizipation 263
12.4 Gemeinwesen als Lernort 265
12.5 Eine Gesundheit fördernde Gesamtpolitik 268
Übungsaufgaben 270

Abkürzungsverzeichnis 273
Literatur 275
Internetlinks 299