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Legasthenie ‚Äď LRS Modelle, Diagnose, Therapie und F√∂rderung. Mit 100 √úbungsfragen 5., √ľberarbeitete und erweiterte Auflage 2017
Legasthenie ‚Äď LRS
Modelle, Diagnose, Therapie und Förderung. Mit 100 Übungsfragen


5., √ľberarbeitete und erweiterte Auflage 2017

Christian Klicpera, Alfred Schabmann, Barbara Gasteiger- Klicpera, Barbara Schmidt

Ernst Reinhardt Verlag , UTB
EAN: 9783825248161 (ISBN: 3-8252-4816-X)
345 Seiten, paperback, 15 x 22cm, 2017, 20 Abb.

EUR 27,99
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Das Thema Legasthenie ist ein Dauerbrenner in der Lehrerausbildung. Mit Fragen zur Lese¬≠ und Rechtschreibschw√§che (LRS) muss sich mittlerweile jeder angehende Lehrer auseinandersetzen: Wie h√§ufig treten Lese-Rechtschreibschwierigkeiten auf und wie erkennt man sie? Wie entwickelt sich LRS? Was wei√ü man heute √ľber ihre Ursachen? Wie kann man die Kinder f√∂rdern? Das Lehrbuch antwortet anschaulich auf diese Fragen. Dabei werden Erkl√§rungsans√§tze der Informationsverarbeitung, der akustischen Wahrnehmung, Neurologie, Biologie sowie soziale Ursachen diskutiert.
Rezension
Nicht wenige Menschen in hochentwickelten L√§ndern Europas und aber auch auf andern Kontinenten haben Probleme mit Lesen und Rechtschreiben. Viele von ihnen bew√§ltigen ihre Dyslexie sehr gut, w√§hrend andere lebenslang dadurch stranden; denn wer in der Schule scheitert, scheitert auch oft im Berufsleben. Deshalb m√ľssen sich Lehrer/innen mit Fragen zur Lese¬≠ und Rechtschreibschw√§che (LRS) auseinandersetzen. Grundlagen zum Schriftspracherwerb und Kenntnisse √ľber Ursachen einer Lese-Rechtschreibst√∂rung (LRS) bilden die Basis, um LRS zu verstehen. Dieses Buch bietet verst√§ndliche und ausf√ľhrliche Information zu Fr√ľherkennung, Diagnose, F√∂rderung und Therapie bei einer Lese-Rechtschreibst√∂rung. Mit ca. 6-8% geh√∂rt LRS zu den h√§ufigsten Entwicklungsst√∂rungen im Kindes- und Jugendalter. Lese- und Rechtschreibst√∂rungen sind weit verbreitet nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen. Dieses Buch bietet Erkl√§rungsans√§tze zu LRS aus der Informationsverarbeitung, der akustischen Wahrnehmung, Neurologie, Biologie sowie soziale Ursachen.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Legasthenie: Das Standardlehrbuch
Zielgruppe:
Lehramtsstudierende sowie Studierende der Pädagogik, Sonderpädagogik und Psychologie
Autoreninformation:
Dr. med Christian Klicpera, 2012 verstorben, war Facharzt f√ľr Psychiatrie und Neurologie, Professor f√ľr Angewandte und Klinische Psychologie am Institut f√ľr Psychologie der Universit√§t Wien.
Alfred Schabmann, Dipl.-Psych. Dr. phil., Professor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.
Barbara Gasteiger-Klicpera, Dipl.-Psych. Dr. phil., Professorin am Institut f√ľr Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Karl-Franzens-Universit√§t Graz.
Dr. Barbara Schmidt lehrt und forscht an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zur f√ľnften Auflage 13
Vorwort zur dritten Auflage 14
Einleitung 17

Erster Abschnitt ‚Äď
Der ge√ľbte Leser und der ge√ľbte Schreiber

1 Die Entwicklung des Lesens und Rechtschreibens 20

1.1 Vorl√§uferfertigkeiten des Schriftspracherwerbs ‚Äď die metalinguistische Bewusstheit 20
1.2 Die Entwicklung des Lesens 27
1.2.1 Phasenmodelle der Leseentwicklung 27
1.2.2 Das Kompetenzentwicklungsmodell des Lesens 28
1.3 Die Entwicklung des Rechtschreibens 33
1.3.1 Phasenmodelle der Rechtschreibentwicklung 35
1.3.2 Spezielle Voraussetzungen f√ľr korrektes Rechtschreiben 36
1.4 Der Zusammenhang zwischen Lesen und Rechtschreiben 39
1.5 Zusammenfassung und abschlie√üende Bemerkungen zur Entwicklung ‚Äď Stadien oder Strategien? 41
1.6 √úbungsfragen 42

2 Modellannahmen zum Lesen und Rechtschreiben 43

2.1 Modelle √ľber den Wortleseprozess 44
2.1.1 Zwei-Wege-Modelle 46
2.1.2 Netzwerkmodelle ‚Äď Theorien des einfachen Zugangsweges 50
2.1.3 Kombinierte Modelle ‚Äď die CDP-Modelle 51
2.2 Modelle zum Rechtschreibprozess 53
2.2.1 Das Modell von Simon und Simon 54
2.2.2 Zwei-Wege-Modelle 55
2.2.3 Netzwerkmodelle 57
2.2.4 Modellerweiterungen, Modellspezifizierungen 58
2.3 Eine Bewertung der Modelle zum Lesen und Rechtschreiben 59
2.4 Zusammenfassung 60
2.5 √úbungsfragen 61

3 Leseverständnis und schriftliches Ausdrucksvermögen 63

3.1 Leseverständnis und Komponenten des Leseverständnisses 64
3.2 Die schriftliche Ausdrucksfähigkeit 75
3.2.1 Komponenten der schriftlichen Ausdrucksf√§higkeit ‚Äď Modelle √ľber kognitive Prozesse beim Schreiben 75
3.2.2 Teilfertigkeiten als Voraussetzungen f√ľr ge√ľbtes Schreiben 78
3.3 Entwicklungsaspekte 80
3.4 Zusammenfassung 85
3.5 √úbungsfragen 85

4 Lese- und Schreibunterricht 87

4.1 Grundsätzliche methodische Ansätze im Erstleseunterricht 87
4.2 Zusätzliche Hilfen im Erstleseunterricht 95
4.2.1 Handzeichen als Hilfe f√ľr das Behalten der Buchstaben-Laut-Zuordnung 95
4.2.2 Förderung der phonologischen Bewusstheit als Aufgabe des Erstleseunterrichts 95
4.2.3 Unterricht in Analogien und die Gliederung zwischen An- und Auslaut als Hilfe 96
4.2.4 Geschwindigkeit des Vorgehens im Erstleseunterricht 97
4.2.5 Erhöhung der Lesegeläufigkeit als Aufgabe der zweiten bis vierten Klassenstufe 98
4.2.6 Unterricht f√ľr Sch√ľler mit anderen Erstsprachen als Deutsch in den ersten Klassen Grundschule 101
4.3 Unterricht im Rechtschreiben 102
4.4 Unterricht im Leseverständnis 105
4.4.1 Erweiterung des Wortschatzes 106
4.4.2 Textbezogene Verständnisstrategien 107
4.4.3 Unterrichten von Verständnisstrategien 108
4.5 Unterricht im schriftlichen Ausdruck 110
4.6 Unterrichtsorganisation 112
4.7 Unterst√ľtzung leseschwacher Sch√ľler im Klassenkontext durch explizite Instruktion 114
4.8 Effekte der Instruktion 117
4.9 Zusammenfassung 120
4.10 √úbungsfragen 121

5 Förderung durch die Eltern beim Erlernen des Lesens und Schreibens 123

5.1 Fr√ľhe F√∂rderung der Vorl√§uferfertigkeiten im Elternhaus: Entwicklung der Literalit√§t 123
5.2 Erwerb der Grundfertigkeiten des Lesens und Schreibens in der ersten und zweiten Klasse 127
5.3 F√∂rderung in den h√∂heren Grundschulklassen: Lesefl√ľssigkeit und Leseverst√§ndnis 129
5.4 Förderung des Leseverständnisses und der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit in der Sekundarstufe 130
5.5 Elternbeteiligung bei Sch√ľlern aus bildungsfernen Familien 130
5.6 Zusammenfassung 133
5.7 √úbungsfragen 134

Zweiter Abschnitt ‚Äď
Lesen und Schreiben bei schwachen Sch√ľlern

6 Definition, Häufigkeit und Prognose von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 135
6.1 Klassifikation 135
6.2 Epidemiologie 137
6.3 Prognose im Vorschulalter 144
6.4 Verlauf 145
6.5 Zusammenfassung 147
6.6 √úbungsfragen 149

7 Entwicklung des Lesens und Schreibens bei schwachen Sch√ľlern 150

7.1 Beziehung der Teilfertigkeiten des Lesens und Schreibens zueinander 150
7.2 Entwicklung des Worterkennens 152
7.3 Entwicklung des Leseverständnisses 157
7.4 Entwicklung des Rechtschreibens 159
7.5 Schriftlicher Ausdruck 161
7.6 Zusammenfassung 162
7.7 √úbungsfragen 164

8 Unterscheidung von Kindern mit verschiedenen Formen von Lese- und Schreibschwierigkeiten 165

8.1 Unterscheidung zwischen Schwierigkeiten in verschiedenen Teilbereichen des Lesens und Schreibens 166
8.1.1 Dimensionen der Lese- und Schreibfertigkeiten 166
8.1.2 Kinder mit speziellen Problemen in der Lesegeläufigkeit 166
8.1.3 Kinder mit speziellen Problemen beim Rechtschreiben 167
8.1.4 Kinder mit speziellen Problemen beim Leseverständnis 168
8.1.5 Kinder mit speziellen Problemen im schriftlichen Ausdruck170
8.1.6 Hyperlexie als besondere Untergruppe 171
8.1.7 Unterscheidung zwischen einem phonologischen und einem orthographischen Subtyp 172
8.2 Gruppenbildungen nach anderen Merkmalen als den Leistungen beim Lesen und Schreiben 174
8.2.1 Differenzierung zwischen spezifischen und unspezifischen Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 174
8.2.2 Gruppen mit geringem phonologischen Bewusstsein bzw. geringer Benennungsgeschwindigkeit und einem ‚Äědoppelten Defizit‚Äú 175
8.3 Zusammenfassung 176
8.4 √úbungsfragen 176

Dritter Abschnitt:
Ursachen, Diagnostik, Intervention

9 Ursachen der Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 178

9.1 Biologische Faktoren 179
9.1.1 Genetische Faktoren 179
9.1.2 Neuropsychologische Erklärungsmodelle 183
9.2 Wahrnehmungsschwächen und mangelnde kognitive Lernvoraussetzungen 189
9.2.1 Visuelle Wahrnehmungsschwächen als Ursachen von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 189
9.2.2 Zusammenhang mit sprachlichen Entwicklungsbeeinträchtigungen 192
9.2.3 Auditive Wahrnehmungsschw√§chen oder R√ľckstand in der Entwicklung der Sprachwahrnehmung 193
9.2.4 Abweichende Verarbeitung oder Repräsentation von Wörtern 195
9.2.5 Geringe Benennungsgeschwindigkeit 195
9.2.6 Beeinträchtigungen des Gedächtnisses 196
9.3 Soziale Ursachen von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 197
9.3.1 Der Einfluss der sozioökonomischen und familiären Verhältnisse 197
9.3.2 Häufigkeit außerschulischen Lesens 200
9.3.3 Fernsehkonsum 202
9.4 Zusammenfassung 202
9.5 √úbungsfragen 203

10 Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten 205

10.1 Der Zusammenhang zwischen Verhaltensschwierigkeiten und Lese-Rechtschreibschwierigkeiten im Vorschulalter 206
10.2 Zur Entwicklung im Schulalter: Interaktionen zwischen Verhaltensauffälligkeiten und Lese-Rechtschreibschwierigkeiten 208
10.3 Langfristige Entwicklung: Lese-Rechtschreibschwierigkeiten und Verhaltensschwierigkeiten sowie delinquentes Verhalten in der Adoleszenz 211
10.4 Langfristige Folgen: Lese-Rechtschreibschwierigkeiten und psychische Gesundheit im fr√ľhen Erwachsenenalter 215
10.5 Zusammenfassung 216
10.6 √úbungsfragen 217

11 Diagnostik 218

11.1 Fr√ľherkennung von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten im Vorschulalter 218
11.2 Diagnostik der schulischen Leistungen im Lesen und Schreiben 221
11.2.1 Instrumente zur fr√ľhzeitigen Diagnose von Problemen beim Schriftspracherwerb 222
11.2.2 Diagnostik des Leistungsstands im Lesen und Rechtschreiben 224
11.3 Diagnose von weiteren f√ľr das Lesen- und Schreibenlernen bedeutsamen F√§higkeiten 235
11.3.1 Bestimmung der phonologischen Bewusstheit während bzw. nach Abschluss des Erstleseunterrichts 235
11.3.2 Bestimmung der Benennungsgeschwindigkeit 238
11.3.3 Diagnostik der Intelligenz und weiterer sprachlicher Fähigkeiten 239
11.3.4 Diagnose des m√ľndlichen Sprachverst√§ndnisses (des H√∂rverst√§ndnisses) 240
11.3.5 Diagnostik von Gedächtnisleistungen 240
11.4 Diagnose des Verhaltens sowie der emotionalen und psychosozialen Anpassung 241
11.4.1 Diagnose des Selbstkonzepts, der Pr√ľfungsangst 241
11.4.2 Einschätzung des Verhaltens der Kinder durch Eltern und Lehrer 241
11.5 Zusammenfassung 242
11.6 √úbungsfragen 242

12 Intervention und Therapie bei Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 244

12.1 Fr√ľhe Intervention zur Vermeidung von Leseund Rechtschreibschwierigkeiten 245
12.2 Fr√ľhzeitige Interventionen begleitend zum Erstleseunterricht 249
12.3 F√∂rderung des Worterkennens und m√ľndlichen Lesens 259
12.4 Deutschsprachige Programme zum Erlernen der Graphem-Phonem-Korrespondenzen 260
12.4.1 Das Förderprogramm von Reuter-Liehr 260
12.4.2 Lesen lernen durch lautgetreue Lese√ľbungen 262
12.4.3 Kieler Leseaufbau 262
12.5 Förderung eines Sichtwortschatzes und der Lesegeschwindigkeit 262
12.6 √úberblick √ľber die Wirksamkeit von F√∂rderma√ünahmen bei Leseschwierigkeiten 269
12.7 Förderung der Fertigkeit im Schreiben von Buchstaben 273
12.8 Förderung des Rechtschreibens 273
12.8.1 Deutschsprachige F√∂rderprogramme f√ľr das Rechtschreiben 274
12.8.2 Beispiele f√ľr F√∂rderprogramme, in denen das regelgeleitete, orthographisch korrekte Rechtschreiben vermittelt werden soll 276
12.9 Förderung des Leseverständnisses 279
12.10 Förderung des schriftlichen Ausdrucks 283
12.11 Erweiterung der Einsicht seitens der Kinder (= Scaffolding) als wesentlicher didaktischer Ansatz im Förderunterricht 284
12.12 Organisatorische Alternativen in der Durchf√ľhrung der F√∂rderung 284
12.12.1 Förderung im schulischen Kontext: Differenzierung im Lese- und Rechtschreibunterricht 284
12.12.2 Probleme bei der Auswahl und der Durchf√ľhrung schulischer F√∂rderma√ünahmen 285
12.12.3 Einbeziehung der Eltern 287
12.12.4 Einzelförderung durch Tutoren 288
12.13 Behandlung von Teilleistungsschwächen 291
12.14 Therapieplanung und Ber√ľcksichtigung der St√§rken und Schw√§chen jedes Sch√ľlers 294
12.15 Zusammenfassung 295
12.16 √úbungsfragen 296

Schlusswort 298
Glossar 303
Literatur 307
Sachverzeichnis 341