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Inklusiver Literaturunterricht Perspektiven für literarisches Lernen im Deutschunterricht
Inklusiver Literaturunterricht
Perspektiven für literarisches Lernen im Deutschunterricht




Daniela A. Frickel

Reihe: Aktuelle Perspektiven der Deutschdidaktik


wbv Media
EAN: 9783825266226 (ISBN: 3-8252-6622-2)
242 Seiten, kartoniert, 17 x 24cm, März, 2026

EUR 25,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Gelingender Literaturunterricht berücksichtigt Vielfalt. Das vorliegende Lehrbuch liefert eine fundierte Einführung in diesen didaktischen Diskurs.

Nach einer kontextualisierenden Einleitung werden im zweiten Kapitel zentrale theoretische Grundlagen gelegt. Dabei wird der Inklusionsbegriff umfassend beleuchtet. Das dritte Kapitel fokussiert Normen, Ziele, Lernende und Methoden und diskutiert diese aus einem inklusiven Blickwinkel. Das vierte Kapitel zeigt Möglichkeiten einer didaktischen Analyse in Orientierung am Konzept der Elementarisierung und illustriert anhand eines konkreten Beispiels, wie ein inklusionsorientierter Literaturunterricht konzipiert werden kann. Abschließend wird in Kapitel fünf ein Überblick über empirische Studien gegeben, die sich mit inklusivem Literaturunterricht befassen.

Das Lehrbuch richtet sich an Lehramtsstudierende mit dem Fach Deutsch, insbesondere auch mit dem Schwerpunkt Sonderpädagogik, an Lehrende in der universitären Lehrer:innenbildung sowie an Seminarleitungen und aktive Lehrkräfte.
Rezension
Inklusiver Literaturunterricht - ein hohes Ziel! Aber kann man wirklich beispielsweise auch Schüler:innen des Förderschwerpunkts "Geistige Entwicklung" Literatur nahebringen und erlebbar machen? Da muss man wohl erst genauer hinschauen: Was versteht man denn überhaupt unter "Inklusion" - dieser Begriff ist ja durchaus vielseitig interpretierbar. Was versteht man unter "Literatur" - ist das der klassische Kanon an Büchern, die "man" gelesen haben muss oder ist der Begriff entschieden weiter zu fassen?
Daniela Frickel bietet (gemeinsam mit Hannah Tenhaef) in ihrem Lehrbuch eine fundierte Analyse des Themas. So gibt sie zum Thema Inklusion nicht nur eine einzige Definition, sondern referiert unterschiedliche Ansätze, verschiedene Differenzierungen von Inklusion und Integration und unterschiedlich weite Begriffsdefinitionen. Intersektionalität, Bogers Theorie der trilemmatischen Inklusion, Feusers Entwicklungslogische Didaktik und Ziemens Mehrdimensionale reflexive Didaktik - alles wird kurz und übersichtlich dargestellt. Und so geht es auch in den Folgekapiteln weiter: Frickel referiert die theoretischen Grundlagen und gibt dabei neben einigen Rückblicken in die Vergangenheit eine umfassende Darstellung des aktuellen Forschungsdiskurses. Die Dimensionen, die in den Blick genommen werden, sind die (offen oder verdeckt) zugrunde liegenden Normen; die Lernenden, sprich: die Schülerinnen und Schülern in ihrer Heterogenität; die Gegenstände - Literatur in einem weiten Begriff mit ihrer verschiedenen Medialität und Komplexität sowie mit ihren Inhalten (inwieweit wird Inklusion thematisiert?); die verschiedenen Ziele, die der Literaturunterricht verfolgen kann und schließlich unterschiedliche Methoden, die der Vielfalt der Lernenden gerecht werden können. Das Konzept der Elementarisierung wird als Fragenkatalog vorgestellt und an einem Beispiel wird eine didaktische Analyse durchgeführt. Den Abschluss bilden Darstellungen aktueller empirischer Studien mit ihren Ergebnissen und dazu noch offene Fragen, die der Forschung bedürfen.

Ein umfassendes, detailliertes und kenntnisreiches Buch, das einen aktuellen Überblick in das Gebiet gibt und Lust auf weitere Vertiefung macht. Es richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Referendar*innen und Lehrkräfte in der Praxis. Autorin: Daniela Frickel, Mitautorin Hannah Tenhaef; auch verfügbar als PDF für 24,99 €.

M. Houf für www.lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Die Publikation gliedert sich in fünf Kapitel: Nach einer kontextualisierenden Einleitung werden im zweiten Kapitel zentrale theoretische Grundlagen gelegt. Dabei wird der Inklusionsbegriff umfassend beleuchtet, Dilemmata aufgezeigt und mit der entwicklungslogischen Didaktik eine zentrale Orientierungsperspektive vorgestellt. Das dritte Kapitel fokussiert didaktische Dimensionen wie Normen, Ziele, Lernende, Gegenstände und Methoden und diskutiert diese aus einem inklusiven Blickwinkel. Das vierte Kapitel zeigt Möglichkeiten einer didaktischen Analyse in Orientierung am Konzept der Elementarisierung und illustriert anhand eines konkreten Beispiels, wie ein inklusionsorientierter Literaturunterricht konzipiert werden kann. Abschließend wird in Kapitel fünf ein Überblick über empirische Studien gegeben, die sich mit inklusivem Literaturunterricht befassen. Dabei werden sowohl methodische Zugänge als auch zentrale Forschungsergebnisse präsentiert.

Das Lehrbuch richtet sich an Lehramtsstudierende mit dem Fach Deutsch, insbesondere auch mit dem Schwerpunkt Sonderpädagogik, an Lehrende in der universitären Lehrer:innenbildung sowie an Seminarleitungen und aktive Lehrkräfte. Es bietet Grundlagenwissen, theorie- und forschungsbasierte praktische Impulse und Forschungsperspektiven für alle, die einen reflektierten, inklusiven und bildungsorientierten Literaturunterricht entwickeln und erforschen möchten.

Unter Mitarbeit von Hannah Tenhaef.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt S. 5
Vorwort S. 7

1 Einleitung S. 9

2 Inklusion - Begriffe, Reflexionsdimensionen und Konzepte (Mitautorin ist Hannah Tenhaef) S. 17
2.1 Inklusion S. 17
2.2 (Systembedingte) Paradoxien, Di- und Trilemmata S. 22
2.3 Dimensionen einer Mehrdimensionalen reflexiven Didaktik S. 29
2.4 Grundzüge der entwicklungslogischen Didaktik S. 32
2.5 Elementarisierung S. 44

3 Reflexionsdimensionen für eine inklusionsorientierte Literaturdidaktik (Mitautorin ist Hannah Tenhaef) S. 51
3.1 Normen S. 51
3.2 Lernende
3.2.1 Grundproblem(e) der Literaturdidaktik - Homogenität vs. Heterogenität S. 57
3.2.2 Ansatzpunkte für Differenzierung S. 60
3.2.3 Das Konzept der Differenzierungsmatrix S. 66
3.3 Gegenstände S. 71
3.3.1 Was ist Literatur? S. 75
3.3.2 Medialität S. 90
3.3.3 Komplexität S. 99
3.3.4 Literarische Welten: einfältig - vielfältig S. 113
3.4 Ziele und Kompetenzen S. 119
3.4.1 Intellektuelle und emotionale Bildung S. 120
3.4.2 Literarisches Lernen S. 122
3.4.3 Ästhetische Erfahrung S. 129
3.5 Methoden S. 140
3.5.1 Vorlesen S. 146
3.5.2 Literarische Unterrichtsgespräche S. 153
3.5.3 Handlungs- und produktionsorientierte Ansätze S. 158

4 Inklusionsorientierte didaktische Analyse S. 163
4.1 Elementarisierung als Folie - ein Fragenkatalog S. 166
4.2 Ein Beispiel: "Kekse sind gelb" S. 169

5 Empirische Studien - Beispiele, Erkenntnisse und Desiderate S. 175
5.1 Evidenzbasierte Erschließung des Feldes: Inklusiver Deutschunterricht S. 177
5.2 Unterrichtsforschung: Methoden, Gegenstände und Medien S. 182
5.2.1 Literarisches Lernen im Gespräch S. 182
5.2.2 Zugänge zum literarischen Lernen im Medienverbund S. 188
5.2.3 Geeignete Gegenstände S. 194
5.3 Professionsforschung mit dem Fokus auf (zukünftige) Lehrkräfte S. 204
5.3.1 Orientierungen von Deutschlehrkräften bei der Textauswahl S. 205
5.3.2 Deutschdidaktische Wissensbestände von Studierenden im Lehramt Sonderpädagogik S. 207

Literaturverzeichnis S. 211
Primärliteratur S. 211
Sekundärliteratur S. 211
Abbildungsverzeichnis S. 241
Tabellenverzeichnis S. 242