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Ich bin so knallvergnügt erwacht Die besten Gedichte - Joachim Ringelnatz 9. Auflage
Ich bin so knallvergnügt erwacht
Die besten Gedichte - Joachim Ringelnatz


9. Auflage

Joachim Ringelnatz

Marixverlag
EAN: 9783865392749 (ISBN: 3-86539-274-1)
254 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, Oktober, 2014

EUR 5,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
So skurril wie sein Kunstname ,Ringelnatz’ sind auch die Verse des Dichters, der mit eigentlichem, weniger poetischem Namen Hans Bötticher hieß: Mal unverschämt-frivol, mal polternd, närrisch und ,knallvergnügt’, dann wieder tiefsinnig-betrübt nehmen sie die kleinen Dinge des Lebens – eine Zwirnsrolle, eine Seifenblase, ein Stäubchen oder einen Floh –, aber auch das ,Menschlich-Allzumenschliche’ ins Visier: Liebe, Laster, erfüllte und enttäuschte Sehnsüchte. Trotz aller Brandbreite macht die Gedichte Eines unverwechselbar: Sie sind ein zärtlich-lustvolles Bekenntnis zur Diesseitigkeit, geschrieben in einer Sprache, die ebenso wunderschön geringelt ist wie die Seepferdchen, denen dieser unvergleichliche Dichter seinen Namen entlehnte. In der vorliegenden Anthologie sind versammelt: Kinder-Verwirr-Buch, Turngedichte, Kuttel Daddeldu oder das schlüpfrige Leid und andere mehr.



Joachim Ringelnatz

Hans Böttichers (1883–1934) alias JOACHIM RINGELNATZ’ Leben war überwiegend alles andere als »knallvergnügt«: Spross einer Künstlerfamilie, war ihm selbst erst spät und auch nicht dauerhaft literarischer Erfolg beschieden. Er litt zu Lebzeiten geradezu chronisch an Geldmangel, wozu der Umstand, dass er beruflich kaum Fuß fassen konnte, sein Übriges tat. Künstlerische Anerkennung als Schriftsteller, Kabarettist und Maler wurde ihm erst in seinen letzten Lebensjahren zuteil und seine Karriere kam durch das 1933 erteilte Auftrittsverbot durch die Nationalsozialisten gänzlich zu Fall. Er verstarb mit gerade einmal 51 Jahren in Berlin. Seine Gedichte zählen heute zu den populärsten der deutschen Lyrik.
Rezension
Dieser Hardcover-Band bietet "die besten Gedichte" des Klassikers Joachim Ringelnatz. Joachim Ringelnatz (1883 - 1934), geboren als Hans Bötticher, zählt noch immer zu den meistgelesenen Lyrikern in Deutschland und ist u.a. in seiner Rolle als anarchischer Seemann "Kuttel Daddeldu" einer der populärsten, meistgelesenen und meistgekauften, humoristischen Lyriker deutscher Sprache, ein Bänkelsänger mit antibürgerlicher Attitüde. Unübertroffene Komik, Fantasie und Groteske, Heiterkeit, Tiefsinn und Melancholie kennzeichnen die Gedichte, - wie dieser hübsche Band verdeutlicht. Triviales tritt neben Melancholisch-Hintergründiges, schwarzer Humor findet sich neben gefühlvollen Versen, Skurriles neben Groteskem, Humoriges neben Traurigem, poetisch und derb, kindlich naiv und doch gewitzt, direkt heraus und doch sehr hintergründig.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Ernster Rat an Kinder. Eine Auswahl 9

Kinder, spielt mit einer
Zwirnsrolle! 11
Kindergebetchen 11
Das Abc ist äußerst wichtig 12
Sechs Beine hat der Elefant 12
Maikäfermalen 13
Afrikanisches Duell 14
Eine Erfindung machen 15
Sich interessant machen 17
Ernster Rat an Kinder 18
Abzähl-Reime 19
Die Feder 20
Der Funke 20
Die Seifenblase 21
Der Floh 22
Der Wassertropfen 23
Der Stein 24

Wer hört ein Stäubchen lachen? 25

Wer hört ein Stäubchen lachen? 27
Das scheue Wort 27
Am Sachsenplatz: Die
Nachtigall 29
Im Park 30
Der Globus 30
»Oh«, rief ein Glas Burgunder 31
Lustig quasselt 31
Weiß nicht mehr, was ich sagen wollte 32
Ein Kehlkopf litt an Migräne 32
Ein Pinsel mit sehr talentvollen Borsten 33
Abschiedsworte an Pellka 34
Meine Schuhsohlen 35
Es war einmal ein Kragenknopf 36
Die Schnupftabaksdose 37
Ein männlicher Briefmark erlebte was Schönes 37
Emanuel Pips 38
Ringelnatter 39
Es war ein Brikett 40
Sie faule, verbummelte Schlampe 40
Das Schlüsselloch 41
Es trafen sich von ungefähr 42
Es lebte an diskretem Orte 42
Die Badewanne 43
Ein Gemisch 44
Ein Taschenkrebs 44
Frau Teemaschine 45
Man stirbt hier vor Langeweile 45
An einem Teiche 46
Im dunklen Erdteil Afrika 46
Ein Schutzmann 47
Unterm Tisch 47
Ein Nagel 48
Der Spiegel 49
Es war eine gelbe Zitrone 50
Ein kühnes Rosshaar 50
Miliz 51
Es war ein Stahlknopf irgendwo 51

Als ich noch ein Seepferdchen war 53

Seepferdchen 55
Pinguine 56
Ein ganzes Leben 57
Meine Musca Domestica 58
Heimatlose 59
Blindschl 60
Meditation 62
Im See 63

Turngedichte. Eine Auswahl 65

Zum Aufstellen der Geräte 67
Freiübungen 68
Klimmzug 69
Wettlauf 70
Zum Wegräumen der Geräte 72
Kniehang 74
Kniebeuge 74
Zum Bockspringen 75
Sorge dividiert durch 2 hoch x 76
Der Zahnfleischkranke 77
Von einem, dem alles danebenging 78

Kuttel Daddeldu oder das schlüpfrige Leid. Eine Auswahl 79

Vom Seemann Kuttel Daddeldu 81
Kuttel Daddeldu und Fürst Wittgenstein 83
Kuttel Daddeldu und die Kinder 86
Hafenkneipe 88
Noctambulatio 89
Chansonette 91
5 Wenn ich allein bin 92
Avant-Propos 94

Flugzeuggedanken 95

Wie machen wir uns gegenseitig das Leben leichter? 97
An Alfred Schloßhauer 98
Museumsschweigen 99
Zwischen Lipp und Kelchesrand 100
Trostworte an einen Luftkranken 101
Gespräch mit einem Blasierten 102
Abgesehen von der Profitlüge 103

Kurz vor der Weiterreise 105

Kurz vor der Weiterreise 107
Bremen 108
Cassel 105
Mannheim 110
Frankfurt am Main 111
Wien 112
Zürich 113
Abschied von Paris 115
Augsburg 116
München „An die
Schwiegereltern" 117
An Berliner Kinder 118
Betrachtungen in einer Bahnhofswartehalle 119
Wirrsal 121
Aus meiner Kinderzeit 121
München 122

Das Sonderbare und das Wunderbare 123

Doch ihre Sterne kannst du nicht verschieben 125
lind ich darf noch 126
Nachtgalle 127
Morgenwonne 128
Schlängelchen 129
Weißt du? 130
Sommerfrische 130
Mutig vorm Spiegelt 131
Fa lebe die Mode! 132
Enttäuschter Badegast 133
Pfingstbestellung 134
Lebhafte Winterstraße 135
Steine am Meeresstrand 136
Kindersand 137
Rachegelüst 138
Erkenne deinen Lohn 139
Was dann? 140
Ind auf einmal steht es neben Dir 141
Schwebende Zukunft 142
Ein Traum 143
Herzenstreue 144
Es ist besser so 145
Meine Gedanken trafen dich
still allein 145
Liebesbrief 146
Gartenbäume und Wegblumen 147
Verlockung 148
Der letzte Weg 149
Eine von denen 149
Zwei Frauen 150
Ehe du Schuhe kaufst 151
Was du erwirbst an Geist und Gut 152
Seemann kommt aus Pariser Kino 153
Tropensehnsucht 154
Abglanz 154
Die Überholten 155

Bürger, den ich meine 157

Bürger, den ich meine 159
Wie mag er aussehn' 160
Sonntags 161
Der Seriöse 161
Immer wieder Fasching 163
Das Original 164
Nach geballten
Enttäuschungen 166
Alte Winkelmauer 167
Ritter Sockenburg 169
Schlummerlied 170
Hilflose Tiere 171
Der Glückwunsch 173
Und keins von diesen schönen
Mädchen weiß 174
Herbst in der Bodega 175

Dritter Klasse 177

Jenem Stück Bindfaden 179
Frucht-Zucht-Frucht 180
Spielen Kinder doch 181
Entomologische Liebe 182
Hundstagsgespräch 183
Offener Antrag auf der Straße 184
Aus der Kundenkunde 185
Die Fliege im Flugzeug 186
Mein Wannenbad 187
Humorvolle Spinner 189
Trennung von einer Sächsin 190
Entschuldigungsbrief 191
Preisaufgaben 192

Nie bist du ohne Nebendir 193

Nie bist du ohne Nebendir 195
Zu einem Geschenk 196
So kann ein Wiedersehn sein 197
Freundschaft Erster Teil 198
Freundschaft Zweiter Teil 199
Einer meiner Bürsten 200
Kleines Gedichtchen 201
Brief in die Sommerfrische 202
Essen ohne dich 203
Privat-Telegramm 204
In Betrachtung eines Teppichs 205
Freundestreue 206

Allein zu zwein 207

Begegnung 209
Fluidum 210
Wupper-Wippchen 211
Schöne Frau mit schönen Katzen 212
Schöne Frau ging vorbei 214
Vor einem Kleid 215
Passantin 216
Gnädige Frau, bitte trösten Sie mich 217
Nahm mich mit in ihrem Auto 218
An Gabriele B 219
Ich habe dich so lieb 220
Abschied von Renée 221
Ich tanzte mit ihr 222
Mein Riechtwieich 223
Ferngruß von Bett zu Bett 224
Schroffer Abbruch 225
Letztes Wort an eine Spröde 226
Umarm ihn nicht 227
Klein-Dummdeifi 228
Das Mädchen mit dem Muttermal 229
Ansprache eines Fremden an
eine Geschminkte vor dem Wilberforcemonument 230
Alter Mann spricht junges Mädchen an 232
Was willst du von mir? 233
Mein erste Liebe? 234
Gedicht in Bi-Sprache 235
Straßenerlebnisse 236

Du, meine Frau, wirst mich verstehen 237

Reiseabschied von der Frau 239
Ehebrief 240
Über meinen gestrigen Traum 241
Die Freundin bringt mich ihrem Mann 243
An M. 244
... als eine Reihe von guten Tagen 245
Ein Liebesnacht-Wörtchen 246
Frohe, sich besinnende Stunde 246

Aufgebung 247

Der Abenteurer 249
Ehrgeiz 250
Aufgebung 251
Die sonnige Kinderstraße 252
Wo ist der Mensch, den ich gerade brauche? 253
Kammer-Kummer 254