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Ghost Stories
Ein Buch der Erinnerung
Aus dem Englischen von Grete Osterwald und Uli Aumüller
Die Originalausgabe erschien 2026 unter dem Titel «Ghost Stories. A Memoir»
bei Simon & Schuster, New York.
Siri Hustvedt
Rowohlt
EAN: 9783498007881 (ISBN: 3-498-00788-2)
400 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, 2026
EUR 25,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt geworden: eine allzeit spürbare Präsenz, schmerzlich und tröstlich zugleich. Sie trägt seine Jacke, sie meint, seine Zigarillos im Haus zu riechen, sie liest seine Bücher von Neuem. Und zum ersten Mal seit langer Zeit liest sie ihre eigenen Liebesbriefe, vom Beginn einer gemeinsamen Geschichte, die 43 Jahre währen sollte.
Mit ihrem beispiellosen Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch nähert sie sich dem unmöglichen Wunsch, Paul zu neuem Leben zu erwecken. Und Paul selbst kommt zu Wort, mit Briefen, die er für den Monate vor seinem Tod geborenen Enkel Miles hinterlassen hat.
In diesem großen Werk der Erinnerung werden Fragen aufgeworfen, die alle Menschen angehen; es lässt eine einzigartige Liebes- und Lebensgemeinschaft wiedererstehen, die des legendär gewordenen Autorenpaars aus Brooklyn.
Siri Hustvedt wurde 1955 in Northfield, Minnesota, geboren. Sie studierte Literatur an der Columbia University und promovierte mit einer Arbeit über Charles Dickens. Bislang hat sie sieben Romane publiziert. Mit Was ich liebte hatte sie ihren internationalen Durchbruch. Zuletzt erschienen Die gleißende Welt, Damals und Ghost Stories, ein Buch der Erinnerung an ihren verstorbenen Mann Paul Auster. Zugleich ist sie eine profilierte Essayistin. Bei Rowohlt liegen u. a. die Essaybände Nicht hier, nicht dort, Leben, Eine Frau schaut auf Männer, die auf Frauen schauen und Mütter, Väter und Täter vor.
Übersetzer:
Uli Aumüller übersetzt u. a. Siri Hustvedt, Jeffrey Eugenides, Jean Paul Sartre, Albert Camus und Milan Kundera. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane Scatcherd-Preis.
Grete Osterwald, geboren 1947, lebt als freie Übersetzerin aus dem Englischen und Französischen in Frankfurt am Main. Sie wurde für ihre Arbeit mehrmals ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Jane Scatcherd-Preis. Zu den von ihr übersetzten Autorinnen und Autoren zählen Siri Hustvedt, Alfred Jarry, Anka Muhlstein, Jacques Chessex sowie Nicole Krauss, Jeffrey Eugenides und Elliot Perlman.
Rezension
Die US-amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt mit norwegischen Wurzeln (*1955 in Northfield, Minnesota), seit 1982 mit dem US-amerikanischen Schriftsteller Paul Auster verheiratet, hat als ihre wohl bekanntesten Romane "Die Verzauberung der Lily Dahl" (1997) und "Was ich liebte" (2003) veröffentlicht, zuletzt erschien "Damals" (englisch: Memories of the Future. 2019). Jetzt liegt "Ghost Stories" vor, ein Buch der Erinnerung an ihren verstorbenen Mann Paul Auster: ein Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch. Der US-amerikanische Schriftsteller Paul Auster (1947-2024) ist einer der meistgelesenen Autoren der amerikanischen Gegenwartsliteratur, gilt als postmoderner Autor, der wenig Interesse an klassischen Erzählformen hat, sondern mit neuen experimentiert. Die New-York-Trilogie verhalf Paul Auster 1987 zum internationalen Durchbruch; sie besteht aus den Romanen "Stadt aus Glas" (City of Glass, 1985), "Schlagschatten" (Ghosts, 1986) und §Hinter verschlossenen Türen" (The Locked Room, 1987).
Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
Memoiren, Berichte, Erinnerungen
New York City / Roman, Erzählung, Essay, Feuilleton, Reportage
Moderne und zeitgenössische Belletristik: allgemein und literarisch
Biografischer Roman / Autobiografischer Roman
Belletristik: Themen, Stoffe, Motive: Liebe und Beziehungen
Belletristik: Themen, Stoffe, Motive: Tod, Trauer, Verlust
FICTION / Biographical & Autofiction
Pressestimmen:
Das Schreckliche und Hoffnungsvolle bleiben im Privaten wie Politischen, im Kleinen wie Großen untrennbar verbunden. Das macht „Ghost Stories“ zu einer berührenden Lektüre, die weit über die Geschichte von Siri und Paul hinausweist.
Ursula Scheer, FAZ.NET, 14. März 2026
Ein ungestümes Buch, ein echtes Hustvedt-Buch .... Am schönsten ist das Buch freilich als Liebesroman, als Geschichte von Siri und Paul/Paul und Siri.
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 13. März 2026
Ein erschütterndes Buch, ein Meisterwerk - und das Monument einer unsterblichen Liebe.
Thomas David, TA - Das Magazin (Magazin vom Tages-Anzeiger) , 14. März 2026
Ein Stück europäische Geschichte, atmosphärisch dicht und packend erzählt.
Maren ; Alexander , Anna , Jürgen ; Joachim Ahring ; Solloch ; Hartwich ; Deppe ; Dicks, ndr.de, 01. Januar 2026
Es ist das große literarische Verdienst von Siri Hustvedt, dass sich das Buch nicht wie die Reminiszenzen einer Witwe liest, sondern wie das lebendige Erinnerungsbuch einer Frau, die im Schreiben wieder zu leben beginnt.
Mara Delius, Welt am Sonntag, 08. März 2026
Trotz düsterer Momente ist ihr Buch jedoch eine Feier des Lebens. Und Auster ihr Co-Autor.
Sebastian Fasthuber, Falter, 11. März 2026
'Ghost Stories' ist eine wahre Geschichte, die niemanden unberührt lässt.
Gabriela Herpell, sueddeutsche.de, 13. März 2026
Es ist ein tröstliches Buch. Es gibt aber etwas, das wie ein dunkler Schatten über allem liegt, was in diesem Buch steht.
Xaver von Cranach, SPIEGEL plus, 13. März 2026
Das ist neben so vielem anderen, was dieses Buch so klug und ergreifend macht, vielleicht das Beste: Es schildert die sehr persönlichen Erlebnisse, Gefühle und Gedanken zweier Menschen und sagt dabei etwas über alle. Mit den Mitteln der Literatur und mit analytischer Energie.
Sabine Rohlf, Berliner Zeitung, 13. März 2026
Ein herzzerreißend schöner Tribut an eine Liebesbeziehung unter gleichberechtigten Verbündeten, eine Liebe voll gegenseitiger Unterstützung und Respekt.
Johanna Grillmayer, Die Presse, 14. März 2026
Für „Ghost Stories“ lässt Hustvedt erstmals jeden schützenden Filter fallen.
Thomas Lindemann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15. März 2026
Hier schreibt eine Denkerin, die Gefühle ernst nimmt, aber auch analytisch durchdringt.
Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 15. März 2026
Ein hinreißendes Trauerbuch
Gerrit Bartels, tagesspiegel.de, 14. März 2026
"Ghost Stories“, bestechend übersetzt von Grete Osterwald und Uli Aumüller, ist ein Auf und Ab der Gefühle einer trauernden und sich erinnernden Frau. Und so wird man auch als Leser zu Tränen gerührt, muss aber auch immer mal wieder lächeln.
Tobias Wenzel, ORF Ö1 "Ex Libris", 15. März 2026 |
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