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Geister der Gegenwart
Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948 – 1984
Wolfram Eilenberger
Klett-Cotta
EAN: 9783608989182 (ISBN: 3-608-98918-8)
496 Seiten, paperback, 13 x 21cm, März, 2026, mit Tafelteil
EUR 16,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Vom Wagnis, selbst zu denken
Welche Philosophie kann uns heute noch leiten? Auf den Spuren von Theodor W. Adorno, Susan Sontag, Michel Foucault und Paul K. Feyerabend entwirft »Geister der Gegenwart» ein großes Ideenpanorama der westlichen Nachkriegszeit. Wolfram Eilenberger erzählt mitreißend vom Aufbruch in eine neue Aufklärung, der direkt zu den Bruchlinien unserer Zeit führt.
Winter 1949: Theodor W. Adorno kehrt aus den USA ins zerstörte Frankfurt zurück, Paul K. Feyerabend kriegsversehrt nach Wien. Wunderkind Susan Sontag besucht Thomas Mann in Los Angeles. Der junge Michel Foucault begeht in Paris einen weiteren Selbstmordversuch. Als Folge der Weltkriegskatastrophe suchen diese vier Selbstdenker ihren Weg in ein neues Philosophieren. Über die kommenden Jahrzehnte revolutionieren sie die Art und Weise, wie wir über unsere Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft nachdenken.
Wolfram Eilenberger legt erneut ein erzählerisches Meisterwerk vor, das am Beispiel dieser vier mutigen Geister von der Kraft der Philosophie kündet, einen Ausgang aus den Engen der Gegenwart zu finden. Voller überraschender Einsichten und befreiender Impulse für unsere Zeit der Krise.
Wolfram Eilenberger, geboren 1972, war langjähriger Chefredakteur des Philosophie Magazins, moderiert die »Sternstunde Philosophie« im Schweizer Fernsehen und ist Mitglied der Programmleitung der ›phil. COLOGNE‹. In zahlreichen Talkshowauftritten im Deutschen Fernsehen gibt er der Philosophie eine Stimme und ein Gesicht. Sein Buch »Zeit der Zauberer« stand monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste, wurde 2018 mit dem Bayerischen Buchpreis und 2019 mit dem in Frankreich renommierten Prix du Meilleur Livre Étranger ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Bestseller »Feuer der Freiheit«.
Rezension
Mit diesem jüngsten Teil seiner Philosophiegeschichte des 20. Jhdts. in der westlichen Nachkriegszeit zeigt der Autor (nach seinen Bücher »Zeit der Zauberer« und »Feuer der Freiheit«) im Gefolge von Theodor W. Adorno, Susan Sontag, Michel Foucault und Paul K. Feyerabend auf, welche Philosophie uns heute noch leiten kann. Es etabliert sich ein neues Philosophieren und eine neue Art und Weise, über Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft nachzudenken. Auch in den genannten vorherigen philosophiegeschichtlichen Büchern hat der Autor je vier Denker/innen exemplarisch dargestellt: Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger sowie Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Simone Weil und Ayn Rand.
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Presse-Stimmen:
»Faszinierend und klug. Ein Bildungserlebnis.«
Denis Scheck, Das Erste druckfrisch, 29. September 2024
»ein rasantes, gewitztes und erhellendes Buch«
Jörg Später, FAZ, 10. September 2024
»Eilenbergers erhellenden Bohrungen in der Ideengeschichte legen im Dienst der Aufklärung und Ausnüchterung Tiefenschichten heutiger Konfliktlagen, Identitätskonstruktionen Missverständnisse und Verwirrungen frei – eine faszinierende Archäologie der Gegenwart.«
Peter Laudenbach, Süddeutsche Zeitung, 9. September 2024
»Niemand erklärt die Philosophie des 20. Jahrhunderts spannender als Wolfram Eilenberger. […] Ein flammendes Plädoyer für die Philosophie, für das Denken – anstelle der Gedankenschubladen.«
Wilm Hüffer, SWR Kultur, 7. September 2024
»Mit diesem Band über die ›Geister der Gegenwart‹ bringt Wolfram Eilenberger seine Trilogie einer Philosophiegeschichte der besonderen Art zu einem großartigen Abschluss. […] Es gelingen ihm eindringliche Porträts, die zu überraschenden Konstellationen zusammengeführt werden. Sie sind glänzend erzählt.«
Rüdiger Safranski, Die Zeit, 4. September 2024
»›Geister der Gegenwart‹ ist das wohl persönlichste Buch von Wolfram Eilenberger geworden. Es ist ein Plädoyer für die Philosophie, für das autonome Denken.«
Dieter Kaltwasser, General-Anzeiger Bonn, 1. Februar 2025
»Eilenberger geht es um die existenzielle Dimension des Denkens, um jenen Moment, in dem Philosophen ihre Ideen und damit auch sich selbst aufs Spiel setzen. Dass dieses denkende Dasein in den Universitäten inzwischen oft nur noch als Frage nach Dauerstellen existiert, macht Geister der Gegenwart nicht nur zu einem großen Lesevergnügen, sondern auch zu einer Erinnerung daran, was Philosophie einmal war und was sie heute vielleicht nur noch außerhalb der Akademie sein kann: der Versuch, auch in unmündigen Zeiten nicht den Mut zu verlieren.«
Peter Neumann, Die Zeit, 29. November 2024
»Er verwebt Zitate seiner Protagonisten mit ihren Biografien und zentralen Punkten der westlichen Geschichte zu einer spannenden Collage. Geistreich erzählt.«
Charlotte Pardey, Forschung & Lehre, 1. November 2024
»Eilenberger gelingt es immer wieder, mit der Kraft seiner eingängigen und verständlichen Sprache und mit einem raschen Erzählgestus den Leser mitzureißen und seine schwere Kost der Philosophie so zu vermitteln, dass man bei der Lektüre gebannt bleibt.«
Ernst Koelnsperger, Studiosus Bücherschau, 1. November 2024
»Eilenberger ist ein Meister der Verschränkung. Er spinnt vier biografische Fäden, sie alle verknüpfen sich zum Gespinst der Rebellion.«
Ronald Pohl, Der Standard, 19. Oktober 2024
»Nun, wer sind die Heroen der neuen Aufklärung nach dem Ende der Philosophie? Theodor W. Adorno, Michel Foucault, Paul Feyerabend und Susan Sontag. Die Art und Weise, wie Eilenberger deren Lebensweg institutionell, gedanklich und privat in Etappen darstellt, verdient das Prädikat “brillant” […].«
Peter Strasser, Die Presse, 14. Oktober 2024
»Selten wird Philosophie so spannend erzählt.«
Augsburger Allgemeine, 12. Oktober 2024
»Es ist das eine, mit leichter Hand eine Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts zu skizzieren. Wenn es dann aber auch noch gelingt, damit ein neues Erzählgenre zu begründen, ist das doch ziemlich bemerkenswert.«
Tobias Rapp, Spiegel Kultur, 3. Oktober 2024
»Wolfram Eilenberger legt erneut ein erzählerisches Meisterwerk vor, das am Beispiel dieser vier mutigen Geister von der Kraft der Philosophie kündet, einen Ausgang aus den Engen der Gegenwart zu finden. Voller überraschender Einsichten und befreiender Impulse für unsere Zeit der Krise.«
Vorarlberg Online, 24. September 2024
»[Eine brillante Trilogie.] Die Art und Weise, wie Wolfram Eilenberger […] die Denkwege erzählt und nicht nur erklärt, ist genauso fesselnd wie überzeugend: Philosophiegeschichte als Geschichten der Philosophie.«
Guido Kalberer, Neue Zürcher Zeitung, 23. September 2024
»Wolfram Eilenberger übersetzt das Denken von Adorno, Foucault, Sontag und Feyerabend in prägnante Bilder. Das lesenswerte Porträt eines philosophischen Quartetts und seiner Zeit.«
Steve Ayan, Spektrum der Wissenschaft, 13. September 2024
Inhaltsverzeichnis
I.
Aufklärungen – 1948–1950
Seite 15
Frankfurt am Main – »Deutschland« · Agenda · Engel · Dialektik der Aufklärung · Trümmermänner · Lichtblicke · Nicht da sein · Beschädigtes Leben · Mission · Transzendental · Unter dem Pflaster · Geisterstunde · Berkeley – Sexuelle Revolution · Verurteilt · Orakel · Fiktionen · Ergriffen · Körper von Gewicht · Deutsches Requiem · Common Core · Sprung · Paris – Sorge um das Selbst · Sexualität und Wahrheit · Überwachen und Schaffen · Model S · Reifeprüfung · Engagiert · Quadriga · Bissig · Wien – Follow the Science? · Zauberberg · Allein sprechen · Jenseits von Gut und Böse · Alte Kreise · Wiederbeatmet · Ungeklärt · Ähnlich sehen · Schmutzeffekte · Philosophische Untersuchungen · Morgen, Kinder · Basics · Morgen danach · Ohne Fundament · Für Interpretation · Mythos des Gegebenen
II.
Immanenz – Engen – 1957/1958
Seite 93
Schweden – Wahnsinn und Gesellschaft · Stockholmer Frühling · Denken und Lenken · Ans Werk · Was ist der Mensch? · Träume eines Geistersehers · Fallstricke · Radikale Imagination · Archiv des Ursprungs · Adelante · Das ist Wahnsinn · Hölle, Hölle, Hölle · Ausschluss als Einschluss · Die Grosse Verwahrung · Realer Albtraum · Ein Kessel Buntes · Positiv Abgelehnt · Die Letzten Menschen · Re-Entry · England – Next Level · Existenzprobleme · Bleierne Zeit · Leuchttürme · Heiße Spur · Unheimlichkeit des Gewöhnlichen · In Anführungszeichen · Kleiderordnung · Affenkäfig · Traumwandler · Die Pfade, die sich verzweigen · Don’t mention the paradox · Dramatisch · Land der Träume · Harvard – unterbewusst · Röntgenblick · Kaninchenfalle · Metaphysische Anfangsgründe · Nürnberg in Harvard · Truman in Oxford · Unglückliches Bewusstsein · Abschiede · Ghost · Eine neue Privatreligion · Nicht normal? · Demokratie als Krankenhaus · Regressiv · Gegenwartsaufarbeitung · Eros und Zivilisation · Heimsuchung · Ratées · Ohne Wiederkehr · Frankfurt – Metakritisch · Umfunktioniert · Fundamentalopposition · Enthüllung · Mission Impossible · Arbeit am Bannkreis · Eingeschlossen · Auslöschung des Anderen · Angstbereit · Logische Verwaltung · Geist der Utopie? · Kein Fernglas · Was nicht tun? · Fall H. · Nie wieder Faschismus! · Endspiel
III.
Theorie und Praxis – Entfremdungen – Mai 1968
Seite 203
Hanoi – »Camp« · This is not America · Other Minds · Road less travelled · Genie und Wahnsinn · Reise in die Dunkelheit · Balanceakt · Kritik der reinen Avantgarde · Kampf der Kulturen? · Empfindung und Experiment · Touché · Ich bin Camp · Wann ist ein Mensch? · In Anführungszeichen · Very Next Level · Camp ist ein Anderes · Area 51 · Anti-Hero · Ohne mich · Frankfurt – Nie wieder! · Teddybärendienst · Sponti-Lager · Tragik der Begriffe · Wache Utopie · Kritik der positiven Vernunft · Team Camp? · Retraumatisiert · Pranger · Grand Hotel Abgrund · Kommunikatives Handeln · Prinzip Hoffnung · Paris und Tunis – Revolutionen · Si tacuisses · Pfeil und Bogen · Der Fremde · Karte und Gebiet · Wer spricht? · Fiktive Fußnote · Der Trïeder des Fragens · Unter uns · Täterwissenschaften · Fehler im System · Arabischer Frühling · Lektor in Fabula · Revolution der Denkart · A priori im Rücken · Herrliche Zeiten · Das Gespenst des Strukturalismus · Precioussss · Faites votre jeu? · Rien ne va plus · Beantwortung der Frage · Foucault fragt, Foucault antwortet · Ende Gelände? · Primat der Praxis · Morgen, in der Schlacht … · Fünf Monate im Mai · Berkeley – Anything goes · California Dreaming · Wiener Abwege · Auf Sand gebaut · Letzte Hypothese · Think pink · Progressiv bleiben · Revolutionary Road · Nicht ablehnbar · Did it my Way · Anarchy in the UK · Der Brief vom 17. Dezember 1967 · Skandale der Vernunft · Ein halbes Blatt Papier · Post Scriptum · Die Lehren des Don Paul · Auch keine Geschichte …
IV.
Radikalisiert – Entscheidungen – 1969
Seite 335
Aufgaben · Kinder der Revolution · Stop making sense · Rot, Hunger · Hic Vincennes · Neue Lehren · Best never rest · Meister des Übergangs? · Wider die Identitätspolitik · Kontrainduktion · Staying alive · Regeln des Spiels · Souveränitätsverlust · La Isla Bonita · Permanente Revolution · Ausgetanzt · Phänomenologie der Gewalt · Take the crown · Vi ses! · Abgang · Titel und Werke · Ohne ihn · Letzter Ausgang
V.
Ausgänge – Sterben lernen – 1984
Seite 381
Mündig? · Resigniert? · Aufgabe? · Räume der Theorie · Et tu? · Nein! · Zeit des Weltbilds · Triumph des Willens · Körperwelten · Maßstab? · Nachrufe · Rage und Maschine · Verlorene Illusionen · Changer la vie? · Diskurse der Moderne · Ethos der Moderne · Grenzgänger · Probe aufs Exempel · Endlicher · Stars and Swipes · Lehren? · Anfang von allem? · Probleme? · Aufklärung, gegenwärtig · Farewell
Zum Ausgang
Seite 443
Dank
Seite 449
Werkregister
Seite 451
Auswahlbibliografie
Seite 460
Anmerkungen
Seite 465
Bild- und Zitatnachweis
Seite 486
Personenregister
Seite 487
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