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Durchkreuzt
Mein Leben mit der Diagnose Krebs
Andreas Batlogg
Tyrolia
EAN: 9783702237455 (ISBN: 3-7022-3745-3)
192 Seiten, hardcover, 13 x 21cm, Juli, 2019
EUR 19,95 alle Angaben ohne Gewähr
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Rezension
Andreas Batloggs Durchkreuzt ist ein Buch, das sich mit der existenziellen Tiefe des christlichen Glaubens auseinandersetzt. Es geht um Zweifel, Brüche und Umwege – zentrale Erfahrungen des Lebens, die Batlogg mit theologischer Reflexion und persönlichem Engagement verknüpft.
Der Autor, ein ausgewiesener Kenner von Karl Rahner, bringt eine theologisch fundierte, aber dennoch zugängliche Sprache mit. Seine Gedanken kreisen um die Frage, wie der Glaube in Krisen trägt und was es bedeutet, sich von der Wirklichkeit "durchkreuzen" zu lassen. Dabei bleibt Batlogg weder in abstrakten Theorien noch in bloßer Frömmigkeit stecken. Vielmehr fordert er dazu auf, die Spannung zwischen Zweifel und Vertrauen auszuhalten – eine Perspektive, die gerade in unserer Zeit an Relevanz gewinnt.
Das Buch überzeugt durch seine Klarheit und Tiefgründigkeit zugleich. Batlogg schreibt aus einer inneren Überzeugung heraus, aber ohne Vereinnahmung. Die Lektüre ist keine leichte Kost, doch sie eröffnet wertvolle Denkwege für alle, die sich mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzen wollen.
Fazit: Durchkreuzt ist ein lesenswertes Buch für jene, die sich mit dem Glauben nicht nur auf glattgebügelten Pfaden bewegen, sondern auch die Brüche und Zweifel ernst nehmen. Ein kluges, nachdenkliches Werk, das über den Moment hinaus Bestand hat. Besonders geeignet ist es für den Einsatz in Schule und Hochschule, etwa in Religions- und Theologiekursen, um die Auseinandersetzung mit Glaubensfragen auf einem reflektierten Niveau zu fördern.
JG, www.lbib.de
Verlagsinfo
Wie ein Ordensmann und Priester mit der Diagnose Krebs umgeht
Eine berührende Krankheitsgeschichte, die erzählt, was letztlich Halt gibt
Mit Jahresende 2017 sollte der Jesuit Andreas R. Batlogg nach siebzehn Jahren aus der Redaktion der Kulturzeitschrift „Stimmen der Zeit“ ausscheiden, die er seit September 2009 als Herausgeber und Chefredakteur geleitet hatte. Ein Flug nach Tel Aviv war geplant, in Jerusalem wollte er den ersten Teil einer mehrmonatigen Sabbatzeit verbringen. Es kam anders. Alle Pläne wurden durchkreuzt.
Ende September erhielt der Autor die Diagnose Darmkrebs. Chemotherapie und Bestrahlung begannen, gefolgt von einer schweren Operation Mitte Januar 2018. Zwei weitere Operationen waren notwendig.
Wie geht ein Ordensmann und Priester mit der Diagnose Krebs um? Welche Sicherheiten geraten ins Wanken? Hilft Glaube? Was davon? Und wie? Welche Gebete werden wichtig? Welche Menschen begleiten den Weg?
Diese und andere Fragen beantwortet der Jesuit in seinem Buch. Offen und ehrlich beschreibt er seine Krankheitsgeschichte, erzählt, was ihm in schweren Stunden Trost schenkte und warum Freunde zu einer wichtigen Stütze wurden.
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