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Die wichtigsten Philosophen
Die wichtigsten Philosophen




Anton Grabner-Haider (Hrsg.)

Marixverlag
EAN: 9783865399045 (ISBN: 3-86539-904-5)
256 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 20cm, Oktober, 2006

EUR 5,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
In 70 biographisch-werkgeschichtlichen Porträts werden maßgebende Vertreter abendländischen Denkens in ihrer Lebensgeschichte, ihren wesentlichen Gedankengängen und Wirkungen vorgestellt, die unser heutiges Philosophieverständnis prägen.



Damit erweist sich dieses Werk als √ľberaus n√ľtzliches Handbuch, in dein kurz und pr√§gnant die wichtigsten Fakten zu den gro√üen Denkern von der Antike, mit Aristoteles und Platon, √ľber Descartes, Kant und Nietzsche bis hin zu den Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts, von Sartre √ľber Rorty zu Habermas zusammengetragen sind. Der Leser gewinnt eine konzise Auskunft auf Fragen, die in den heute stattfindenden Diskussionen seines Lebensumfelds immer wieder auftauchen und ohne einen sollchen Leitfaden nicht zu denken oder weiterzudenken w√§ren.
Rezension
Die Reihe "marixwissen" will Grundlagenwissen zu den verschiedensten Themen bieten, die zur Allgemeinbildung beitragen. Im vorliegenden Band "Die wichtigsten Philosophen" informieren Kurzartikel zum Leben und Werk ber√ľhmter Denker des Abendlandes von Platon bis Derrida. Dabei legen die Autoren vor allem Wert darauf, die wesentlichen Ideen der Philosophen konzis darzustellen. Schwerpunkte bilden dabei die griechische Antike, das 18. Jahrhundert als Zeitalter der Aufkl√§rung und die j√ľdische Philosophie in neuerer Zeit. Eine sinnvolle Auswahl, haben diese drei Str√∂mungen doch die abendl√§ndische Philosophie wesentlich gepr√§gt. Etwas seltsam erscheint allerdings die Gliederung des Inhaltverzeichnisses in "europ√§ische" Kultur im Gegensatz zur "j√ľdischen" Kultur - gemeint ist wohl die Schwerpunktsetzung bei den j√ľdischen Philosophen.

Melanie Förg, Lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Anton Grabner-Haider

Die wichtigsten Philosophen


In 70 biographisch-werkgeschichtlichen Porträts werden maßgebende Vertreter abendländischen Denkens in ihrer Lebensgeschichte, ihren wesentlichen Gedankengängen und Wirkungen vorgestellt, die unser heutiges Philosophieverständnis prägen.

Damit erweist sich dieses Werk als √ľberaus n√ľtzliches Handbuch, in dem kurz und pr√§gnant die wichtigsten Fakten zu den gro√üen Denkern von der Antike, mit Aristoteles und Platon, √ľber Descartes, Kant und Nietzsche bis hin zu den Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts, von Sartre √ľber Porter zu Habermas zusammengetragen sind. Der Leser gewinnt eine konzise Auskunft auf Fragen, die in den heute stattfindenden Diskussionen seines Lebensumfelds immer wieder auftauchen und ohne einen solchen Leitfaden nicht zu denken oder weiterzudenken w√§ren.

(www.marixverlag.de)
Inhaltsverzeichnis
Autorenverzeichnis/Beiträge. 9
Einleitung. 11

I. EUROP√ĄISCHE KULTUR
1. Pythagoras. 15
2. Heraklit von Ephesos. 18
3. Parmenides. 22
4. Empedokles. 25
5. Sokrates. 29
6. Demokrit. 32
7. Plato. 35
8. Aristoteles. 39
9. Epikur. 42
10. Zenon von Kition. 47
11. Plotin. 50
12. Aurelius Augustinus. 53
13. Albertus Magnus. 56
14. Thomas von Aquin. 60
15. Wilhelm von Ockham. 63
16. Nikolaus von Kues. 66
17. Niccolò Machiavelli. 70
18. Erasmus von Rotterdam. 76
19. Michel de Montaigne. 79
20 Giordano Bruno. 81
21. Thomas Hobbes. 85
22. René Descartes. 89
23. Blaise Pascal. 93
24. Benedikt de Spinoza. 96
25. John Locke. 101
26. Isaac Newton. 106
27. Gottfried W. Leibniz. 109
28. Charles Louis Montesquieu. 112
29. François Voltaire. 115
30. David Hume. 120
31. Jean-Jacques Rousseau. 123
32. Adam Smith. 126
33. Immanuel Kant. 130
34. Johann Gottlieb Fichte. 133
35. Georg Wilhelm Friedrich Hegel. 136
36. Friedrich Wilhelm Schelling. 139
37. Arthur Schopenhauer. 142
38. Auguste Comte. 145
39. Ludwig Feuerbach. 149
40. John Stuart Mill. 152
41. Sören Kierkegaard. 155
42. Karl Marx. 158
43. Wilhelm Dilthey. 161
44. Friedrich Nietzsche. 164
45. Edmund Husserl. 169
46. Bertrand Russell. 172
47. Karl Jaspers. 175
48. Ludwig Wittgenstein. 177
49. Martin Heidegger. 181
50. Karl R. Popper. 184
51. Jean-Paul Sartre. 186
52. Albert Camus. 189
53. John Rawls. 193
54. J√ľrgen Habermas. 196
55. Richard Rorty. 199

II. J√úDISCHE KULTUR
1. Philo von Alexandria. 205
2. Salomo ibn Gabirol. 207
3. Moses ben Maimon. 210
4. Lewi ben Gerson. 213
5. Moses Mendelsohn. 215
6. Martin Buber. 218
7. Ernst Bloch. 221
8. Franz Rosenzweig. 224
9. Walter Benjamin. 227
10. Max Horkheimer. 230
11. Theodor W. Adorno. 233
12. Hannah Arendt. 237
13. Emmanuel Levinas. 240
14. Jean-François Lyotard. 243
15. Jacques Derrida. 245
Zu den Autoren. 251
Literatur. 253

Leseprobe: EINLEITUNG

Die Philosophen als die systematischen Sucher nach Lebensweisheit und nach bewährtem Wissen haben in allen Regionen der Erde wesentlich zur Kulturentwicklung und zu den kulturellen Lernprozessen beigetragen. Denn sie fragten nach den Anfängen der Welt, nach den Gesetzen der Natur, nach den Regeln des gelingenden Zusammenlebens, nach den Formen unserer Erkenntnis, nach den moralischen Werten. So gelang es ihnen in kleinen Schritten, die mythische Weltdeutung durch eine rationale Interpretation des Daseins abzulösen.

In diesem Buch werden die wichtigsten Philosophen der europ√§ischen und der j√ľdischen Kultur in kurzen Portr√§ts dargestellt. Dabei wird versucht, ihre grundlegenden Ideen und ihre Weisen der Weltdeutung umfassend in den Blick zu bekommen. Die Texte sind auf die wesentlichen Theorien und Sichtweisen konzentriert, sie sind allgemein verst√§ndlich verfasst. Denn sie wollen einem breiten Bildungspublikum die Grundideen der philosophischen Weltdeutung zug√§nglich machen.

Einen Schwerpunkt bilden die Philosophen der griechischen Antike. Denn es zeigt sich, dass die Sophisten und die Sokratischen Schulen (Stoiker, Kyniker, Epikuräer) zu den Vordenkern der allgemeinen Menschenpflichten und Menschenrechte geworden sind. Denn die aristokratischen Denker Plato und Aristoteles konnten sich nicht vorstellen, dass aufgrund einer allgemeinen Menschennatur alle Menschen und soziale Schichten den gleichen Wert haben.

Weitere Schwerpunkte liegen bei den Denkern der europ√§ischen Aufkl√§rung, die den umfassendsten Lernprozess der europ√§ischen Kultur angesto√üen und getragen haben. Im modernen und postmodernen Denken werden die j√ľdischen Philosophen in besonderer Weise ber√ľcksichtigt, denn sie waren gezwungen, den Schock des Holocaust bzw. der Shoah auf mitf√ľhlende und kreative Weise zu bew√§ltigen. Der j√ľdischen Kultur werden diejenigen j√ľdischen Denker zugeordnet, welche in ihren Ideen Bezug auf die j√ľdische Mythologie - auch in s√§kularisierter Form - genommen haben.

So haben sich die meisten Denker der postmodernen Kultur auf eine Vielfalt der philosophischen und der wissenschaftlichen "Sprachspiele" eingestellt, ohne dabei die Frage nach der einen Wahrheit ganz aus dem Auge zu verlieren. Auch die Fragen nach der Religion und der Metaphysik bleiben weiterhin offen, sie gewinnen in letzter Zeit stark an Aktualität. Denn vermutlich bewegen wir uns in der nächsten Zukunft immer deutlicher zwischen den naturalistischen und den religiösen Weltdeutungen (J. Habermas).

Graz, Sommer 2006