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Der alte und der junge und der kleine Stanislaus
Vera Ferra-Mikura, Romulus Candea
jungbrunnen-verlag
EAN: 9783702634001 (ISBN: 3-7026-3400-2)
48 Seiten, hardcover, 20 x 26cm, 1964
EUR 13,40 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Der alte, der junge und der kleine Stanislaus gehen in einem Papierschiff auf eine abenteuerliche Reise und kommen mit einem Kätzchen zurück, das Mäuse mag.
Sechsmal drei Stanisläuse:
Band 1: Der alte und der junge und der kleine Stanislaus
Band 2: Unsere drei Stanisläuse
Band 3: Die Mäuse der drei Stanisläuse
Band 4: Besuch bei den drei Stanisläusen
Band 5: Alles Gute, kleiner Stanislaus!
Band 6: „Veronika!“ „Veronika!“ „Veronika!“ rufen die drei Stanisläuse
Rezension
„Der alte Stanislaus war der Großvater.
Der junge Stanislaus war der Vater.
Und der kleine Stanislaus war der Bub“
So beginnt Vera Ferra- Mikura ihre Geschichte von den drei Stanisläusen, die mit einem Schiffchen aus Zeitungspapier einen kurzen Ausflug vor dem Mittagessen unternehmen. Dabei erleben sie allerhand Abenteuer: So fahren sie beispielsweise an einer Burg mit echten Rittern vorbei, oder werden beinahe von einem Mühlrad getroffen. Sie gelangen mit ihrem kleinen Schiffchen schließlich auf einen großen Fluss, auf dem auch große Schiffe fahren. Diese wühlen das Wasser so sehr auf, dass das kleine Papierschiffchen mächtig herumgewirbelt wird. Da dem kleinen Stanislaus schlecht wird und da sie an Felsen zu zerschellen drohen, fahren sie schließlich mit dem Schiffchen in ruhigere Gewässer in der Nähe einer kleinen Stadt. Als sie gerade an Land gehen wollen, sehen sie eine Katze im Wasser strampeln. Der kleine Stanislaus möchte die Katze gerne behalten. Aber da die drei Stanisläuse daheim Mäuse im Keller haben, die sie mögen, darf der Bub sie nicht mitnehmen. Die drei beschließen deshalb, die Katze ins Städtchen zu bringen, damit es dort ein schönes Zuhause bekommt. Doch im Städtchen möchte keiner die Katze haben, da sie statt Mäuse zu fangen lieber Mäuse beschützt. Grund genug für die drei Stanisläuse die Katze mit nach Hause zu nehmen- in einem selbstgebastelten Papierflieger. Und mit dem schaffen sie es noch rechtzeitig zum Mittagessen, das die Großmutter daheim schon zubereitet hat.
Mit viel Witz und Charme werden die drei Stanisläuse und ihre Abenteuer beschrieben. Kurioses und Phantastisches wird mit einer kindlichen Selbstverständlichkeit erzählt, so dass Leser und Zuhörer gar nicht anders können, als sich davon verzaubern und mitreißen zu lassen.
Die Illustrationen ergänzen die Geschichte wunderbar. Sie sind ebenso pfiffig und witzig wie die drei Stanisläuse. Abwechselnd sind die Illustrationen bunt und schwarz-weiß. Teils erstrecken sie sich über eine Seite, teils über eine gesamte Doppelseite. Manchmal sind sie auch kleiner und finden sich am oberen oder unteren Bildrand.
Eine unheimlich liebenswert erzählte Geschichte. Ein tolles Vorlesebilderbuch für Kinder ab ca. vier Jahren, das auch Erwachsenen beim Vorlesen Spaß macht! Zum Selberlesen für Grundschulkinder ebenfalls sehr empfehlenswert.
Fehr, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Inhalt:
Der alte, der junge und der kleine Stanislaus unternehmen in einem Papierschiff eine abenteuerliche Reise. Sie kommen an einer alten Burg, dann an einem gefährlichen Mühlrad vorbei und fahren bis zu einem großen Strom, auf dem Dampfer und Frachtschiffe schwimmen. Am Ende erreichen sie ein friedliches Städtchen und fischen dort ein Kätzchen aus dem Wasser, das keine Mäuse frisst. Zufrieden kehren die drei mit ihrer Katze wieder nach Hause zurück.
Leseprobe:
Der alte Stanislaus war der Großvater.
Der junge Stanislaus war der Vater.
Und der kleine Stanislaus war der Bub.
Alle drei wohnten in einem netten, kleinen Haus. Sie wohnten dort mit der Großmutter, mit der Mutter und mit Veronika. Veronika war die Schwester des kleinen Stanislaus.
Jeden Abend vor dem Einschlafen sagte Veronika zu dem kleinen Stanislaus:
"Schlaf gut, Läuschen!" Nur im dunklen Zimmer sagte sie das zu ihm. Bei Tag, wenn die Sonne schien, nannte sie ihn Stanislaus. Der kleine Stanislaus wollte es nicht anders.
An einem schönen Sonntagmorgen machte die Großmutter das Küchenfenster auf. Sie beugte sich über die Blumenstöcke und rief: "Stanislaus!"
Die Mutter öffnete die Balkontür und rief auch: "Stanislaus!"
Und Veronika steckte ihren Kopf aus dem Fensterchen des Kinderzimmers und rief ebenfalls: "Stanislaus!"
Der alte und der junge und der kleine Stanislaus saßen auf dem Kirschbaum. Der alte Stanislaus hielt sich an einem dicken Ast fest und schlief. Der junge Stanislaus hielt ein Buch in beiden Händen und las. Der kleine Stanislaus aß Kirschen.
Als Großmutter, Mutter und Schwester "Stanislaus!" riefen, erwachte der alte Stanislaus. Er baumelte mit den nackten Beinen und sagte zu seinem Sohn: "Komm wir gehen!" |
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