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Der Fremde  71. Aufl. 2016

Titel der französischen Originalausgabe
Der Fremde


71. Aufl. 2016



Titel der französischen Originalausgabe "L®Étranger",

1942, Éditions Gallimard, Paris

Albert Camus

Rowohlt
EAN: 9783499221897 (ISBN: 3-499-22189-6)
160 Seiten, paperback, 12 x 19cm, Januar, 2016

EUR 8,99
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
«Mir wurde klar, dass ich das Gleichgewicht des Tages zerstört hatte, die außergewöhnliche Stille eines Strandes, an dem ich glĂŒcklich gewesen war. Da habe ich noch viermal auf einen leblosen Körper geschossen, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es ihm ansah. Und es war wie vier kurze SchlĂ€ge, mit denen ich an das Tor des UnglĂŒcks hĂ€mmerte.»

Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lĂ€cherlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation. Der Roman bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch fĂŒr Albert Camus und gilt heute als einer der Haupttexte des Existenzialismus.
Rezension
"Der Fremde" ist neben "Die Pest" ein Hauptroman des französischen LiteraturnobelpreistrĂ€gers, Dramatikers und Existenzphilosophen Albert Camus (1913 - 1960), der als Dichter des Absurden und als ReprĂ€sentant des Existentialismus gilt. Sein Erstlings-Roman "Der glĂŒckliche Tod" (franz. "La mort heureuse"), zwischen 1936 und 1938 verfasst, aber nicht veröffentlicht, sondern erst 1971, also 10 Jahre nach Camus tragischem Unfalltod, diente zunĂ€chst als Steinbruch fĂŒr den erfolgreichen Roman "Der Fremde" (L‘Étranger) von 1942. Die hier anzuzeigende 71. Auflage (!) 2016 in neuer Übersetzung zeigt, wie sehr "Der Fremde", im gleichen Jahr wie das philosophische Hauptwerk "Der Mythos von Sisyphos" veröffentlicht, dem LebensgefĂŒhl einer Generation Ausdruck verlieh, die in zwei Weltkriegen den Zusammenbruch einer bis dahin gĂŒltigen Ordnung erfahren hatte, und einer absurden Welt eher gleichgĂŒltig und "fremd" gegenĂŒber steht.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Albert Camus wurde am 7. November 1913 in Ă€rmlichen VerhĂ€ltnissen als Sohn einer Spanierin und eines ElsĂ€ssers in Mondovi, Algerien, geboren. Von 1933 bis 1936 studierte er an der UniversitĂ€t Algier Philosophie. 1934 trat er der Kommunistischen Partei Algeriens bei und grĂŒndete im Jahr darauf das «Theater der Arbeit». 1937 brach er mit der KP. 1938 entstand sein erstes Drama «Caligula», das 1945 uraufgefĂŒhrt wurde. Camus zog 1940 nach Paris. Neben seinen Dramen begrĂŒndeten der Roman «Der Fremde» und der Essay «Der Mythos von Sisyphos» sein literarisches Ansehen.
1957 erhielt Albert Camus den Nobelpreis fĂŒr Literatur. Am 4. Januar 1960 starb er bei einem Autounfall. Das Gesamtwerk von Albert Camus liegt im Rowohlt Verlag vor.
Inhaltsverzeichnis
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