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Blau Weiß Rot Frankreich erzählt
Blau WeiĂź Rot
Frankreich erzählt




Olga Mannheimer (Hrsg.)

Deutscher Taschenbuch Verlag
EAN: 9783423261524 (ISBN: 3-423-26152-8)
352 Seiten, paperback, 14 x 21cm, Juni, 2017

EUR 16,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Vive la France – aber: wie lebt es sich denn eigentlich heute in Frankreich? Was hoffen die Franzosen, was fürchten sie, was sehnen sie herbei, was lieben sie?

Eine literarische Anthologie, die einen Einblick gibt in die Seele Frankreichs, in das Leben heute – unterhaltsam, fundiert und vielseitig. Mit Erzählungen, Gedichten, Karikaturen, Chansons, Comics, mit mehrheitlich ganz aktuellen Texten, denen aber auch klassische gegenüberstehen – um Tradition und Veränderung des esprit français erlebbar zu machen. Ein Blick auf unseren großen Nachbarn in Blau, Weiß, Rot – und vielen anderen, überraschenden Farben.

Mit Originalbeiträgen von Michel Houellbecq, Catherine Millet, Cécile Wajsbrot und Michel Wieviorka sowie mit Beiträgen von Roland Barthes, J.M.G. Le Clézio, Édouard Louis, Muriel Barbery, Shumona Sinha, Wolinski, Renaud und vielen anderen

Olga Mannheimer, 1959 in Warschau geboren, Tochter eines Lemberger Juden und einer Kosakin, beide Gulag-Überlebende. 1969 Emigration nach Frankreich und jüdisches Internat. Seit 1972 in München, studierte Romanistik und Slawistik. Arbeitete als Dolmetscherin, Übersetzterin und Lektorin. Heute tätig als Journalistin und interkulturelle Trainerin. Veröffentlichte u.a. die Anthologie ›Träume sind frei‹ (1992) und ›Frauen in Polen‹ (1994).
Rezension
Diese literarische Anthologie aus Erzählungen, Gedichten, Karikaturen, Chansons, Comics etc. die einen Einblick gibt in die Mentalität der Franzosen mit mehrheitlich ganz aktuellen Texten. Auszüge aus Romanen, Erzählungen, Chansons, Essays, Briefliteratur, Drama, Glosse, Debatte, Tagebuch, Reflexionen und Erfahrungsberichte wechseln einander ab. So vielfältig wie die Ausdrucksformen sind die hier aufgespannten Themen und Meinungen: la France plurielle - Umgangsformen der Franzosen, gesellschaftliche Zustände, bürgerliche Gepflogenheiten oder der Lebensstil. Ein Schwerpunkt dieser Sammlung liegt auf der gegenwärtigen Stimmungslage und veranschaulicht die Konflikte der jüngsten Vergangenheit. Die an mancher Stelle spürbare Sorge um den Niedergang der Sprache, des kulturellen Erbes oder der ästhetischen Maßstäbe ist ein Leitmotiv (nicht nur) der französischen Kulturkritik, die in den letzten Jahren durch wachsende Multikulturalität neue Nahrung erhielt – und durch die Kreativität der (auch hier vertretenen) Einwandererkinder stets widerlegt wird.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Pressestimmen
Volker Breidecker, SĂĽddeutsche Zeitung, Juli 2017
»Aus der Vielzahl der Neuerscheinungen, die sich Frankreich als dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse widmen, sticht ein einladend aufgemachtes Lesebuch hervor: (…).«
Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland, 11.-15.10.2017
»Nein, das Buch will Ruhe und Aufmerksamkeit für Einzelheiten, will häppchenweise genossen werden, sodass Appetit auf mehr entsteht.«
Steffen Radlmaier, NĂĽrnberger Nachrichten , Oktober 2017
»Dieses Anthologie macht Appetit auf Frankreich.«
Gisela Fichtl, MĂĽnchner Feuilleton, 07.10.-03.11.2017
»Dieses Buch ist die perfekte Lektüre, um sich dem heutigen Frankreich zu nähern - nicht nur auf dem Weg zur und von der Buchmesse.«
Inhaltsverzeichnis
Inhalts- und Quellenverzeichnis

Wolinski: Was bedeutet es, Franzose zu sein? 7
© Maryse Wolinski

Vorwort 9

Roland Barthes: Der Eiffelturm 15
Aus: Roland Barthes, Der Eiffelturm. Mit zeitgenössischen Abbildungen. © Editions du Seuil 1965.
© Suhrkamp Verlag Berlin 2015.

Drapeau frafflis sur la tour Eiffel. Paris, 1951. 16
© Roger-Viollet.

Antoine de Rivarol: BĂĽcher lesen 20
Aus: Ernst Jünger, Sämtliche Werke, Band 17: Ad hoc. © Klett-Cotta, Stuttgart 2015

Sempe: Ich suche einen kuscheligen Roman 21
Aus: Jean-Jacques Sempe, Sturmböen und Windstille, aus dem Französischen von Patrick Süskind. Copyright der deutschen Ausgabe © 2014 Diogenes Verlag AG Zürich

Michel Houellebecq: Mourir 23
Aus: L´Herne, Michel Houellebecq. © Michel Houellebecq

Patrick Modiano: Ein wackeliger Stammbaum 43
Aus: Patrick Modiano, Ein Stammbaum. © Carl Hanser Verlag München 2007

Michel Houellebecq: Mourir II 49
Aus: L:Herne, Michel Houellebecq. Michel Houellebecq

Édouard Louis: Die Geschichten des Dorfes 52
Aus: Adouard Louis, Das Ende von Eddy. Editions du Senil, 2.014 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2015

Philippe Claudel: Hinterzimmer 70
Aus: Philippe Claudel, Le Cafe de I2Excelsior. © La Dragonne, 1999

Kamini: Marly-Gomont 73
Kamini, Mr Production/Boombie Music

Didier Eribon: Klassen 77
Aus: Didier Eribon, Rückkehr nach Reims. © Suhrkamp Verlag Berlin 2016

Robert Bober: »Danke, Herr Kommissar!« 85
Aus: Robert Bober: Was gibt's Neues vom Krieg? © Verlag Antje Kunstmann GmbH, München 2006

Henri Bergson: Zukunft 94
Aus: Henri Bergson: Zeit und Freiheit. © Verlag Eugen Diedrichs 1911

Alain Finkielkraut: Zu einem neuen Begriff von Nation 95
Aus: Alain Finkielkraut, Qu'est-ce que la France?, Stock/Panama. © Editions Stock, 2007

Michel Wieviorka: Eine neue Spaltung Frankreichs? 104
Michel Wieviorka, 2017. Le Genie de la Liberte auf der Place de la Bastille 118 © plainview

Paul Valery: E,quilibre / Gleichgewicht 122/123
Aus: Paul Valery, CEuveres II, Bibliotheque de la Pleiade — NRF / Paul Valery, Werke. Frankfurter Ausgabe in sieben Bänden. Band 5: Zur Theorie der Dichtkunst und Vermischte Gedanken. © der deutschsprachigen Ausgabe Insel Verlag Frankfurt am Main 1991

Gilles Kepel: Lunel als Paradigma 124
Aus: Gilles Kepel, Terror in Frankreich — Der neue Dschihad in Europa. © Verlag Antje Kunstmann GmbH, München 2016

Coco: Ils ont les armes. On les emmerde, on a le champagne! 134 Coco

Antoine Leiris: Nach Bataclan — kein Hass 141
Aus: Antoine Leiris, Meinen Hass bekommt ihr nicht. »Freitag Abend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht.«
© 2016 Blanvalet Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Samuel Beckett: Aufbruch 147
Aus: Samuel Beckett, Warten auf Godot. En attendant Godot. Waiting für Godot. © der deutschen Übersetzung: Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1971

Andrei Makine: Frankreich oblige 148
Aus: Andrei Makine, Cette France, qu'on oublie d'aimer. © Editions Flammarion, 2006

Le courrier international, 22.09.16: Les Francais, ces incompris [Der Hahn] 154
© Le courrier international

Choderlos de Laclos: Die Marquise de Merteuil an den Vicomte de Valmont 155
Aus: Choderlos de Laclos: Gefährliche Liebschaften oder Briefe gesammelt in einer Gesellschaft und veröffentlicht zur Unterweisung einiger anderer.
© 2003 Carl Hanser Verlag München

Jacques Prevert: Paris at Night 169
Aus: Jacques Prevert, Paroles © Editions Gallimard, Paris, 1949 / Hans H. Hiebel, Das Spektrum der modernen Poesie. Interpretationen deutschsprachiger Lyrik 1900-2000 im Kontext der Moderne, Teil II (1943-2000), Verlag Königshausen & Neumann GmbH, Würzburg 2006

Jean Amadou: Der Geist des Widerspruchs 170
Aus: Jean Amadou, Les Francais. Mode d'emploi, Robert Laffont
© Edition Robert Laffont, S. A., Paris, 2008

Florence Aubenas: Wenn ich Gerard Depardieu wäre 175
Aus: Florence Aubenas, En France. © Editions de 1'Olivier, 2014

Denise Bombardier: Brief einer Quebecerin an
die Franzosen, die sich fĂĽr den Nabel der Welt halten 179
Aus: Denise Bombardier, Lettre ouverte aux Francais qui se croient le nombril du monde. Editions Albin Michel — Paris, 2000

Philippe Delerm: Erst einmal guten Tag! 190
Aus: Philippe Delerm, Vorsicht, der Teller ist heiß! © Persona Verlag, Mannheim

Marc Levy: Danke, auf Wiedersehen! 192
Aus: Marc Levy, Wenn wir zusammen sind. © Eliane Hagedorn

E. M. Cioran: Esprit 194
Aus: E. M. Cioran, Über Frankreich. Essay. © Suhrkamp Verlag Berlin 2010

Renaud: Les Bobos 205
Aus: Renaud, Rouge Sang, Virgin Music, 2006

Emmanuel Carrère: Brief an Renaud Camus 209
Aus: Emmanuel Carrere, Il est avantageux d'avoir oü aller. Copyright der deutschen Ausgabe © 2016 MSB Matthes & Seitz Berlin Verlagsgesellschaft mbH. Copyright der französischen Originalausgabe
© 2016 P.O. L´Editeur.

Sophie Divry: Auslese 218
Aus: Sophie Divry, Quand le diable sort de la salle de bain. Les Editions Noir sur Blanc, 2015

Gregoire Delacourt: Blick in den Spiegel 222
Aus: Gregoire Delacourt, La liste de mes erwies. © Editions Jean-Claude Lattes, 2012

Matthieu Delaporte /Alexandre de la Patelliere: Das Abschiedsdinner 227
Aus: Matthieu Delaporte /Alexandre de la Patelliere: Das Abschiedsdinner. © Theater-Verlag Desch GmbH o. J.

Benabar: Le Diner 24o
Aus: Benabar, Reprise de negociations, Jive, 2005

Pierre Assouline: Zu Gast 243
Aus: Pierre Assouline, Les invites. © Editions Gallimard, Paris, 2009

Faiza Guène: Das Babar-Syndrom 251
Aus: Faiza Guène, Un homme, ca ne pleure pas. Librairie Artheme Fayard 2014

Plantu: Was ist das fĂĽr ein Ding? 259
© Plantu, 2009

Jean de La Bruyere: Arrias 262/263
Aus: Jean de La Bruyere, Les Caracteres, De la Societe et de la Conversation,
1688 /Theophrasts Kennzeichen der Sitten: Nebst des Herrn Johann de la Bruyere Mitgliedes der französischen Akademie Moralischen Abschilderungen der Sitten dieser Zeit. Regensburg und Wien, 1754

Sylvain Tesson: Aus der WĂĽste 264
Aus: Sylvain Tesson, S'abandonner à vivre. © Editions Gallimard, Paris, 2014

Magyd Cherfi: Die Kraft der Feder 270
Aus: Magyd Cherfi, Ma pari de Gaulois. Actes Sud, 2016

Shumona Sinha: Kalis Zunge 279
Aus: Shumona Sinha, Erschlagt die Armen. © Edition Nautilus 2015

Plantu: [FlĂĽchtlinge] 286
Plantu, 2015

Charles Baudelaire: Das falsche GeldstĂĽck 290
Aus: Charles Baudelaire, Trente poemes en prose — Dreißig Gedichte in Prosa. Auswahl, Übersetzung und Nachwort von Ulrich Friedrich Müller und Marlies Müller-Bek. © dtv Verlagsgesellschaft mbH 2006

Aurel: Hier, mein Guter 292
Aus: Aurel, La droite complexee. © Edition Glenat, 2015

J. M. G. Le Clezio: Unbehaust 293
Aus: J. M. G. Le Clezio, Wüste. Aus dem Französischen von Uli Wittmann. © 1989, Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Köln / Germany

Muriel Barbery: Bei der Concierge 301
Aus: Muriel Barbery, Die Eleganz des Igels. Copyright der deutschen Ausgabe
© 2008 dtv Verlagsgesellschaft mbH. Copyright der französischen Originalausgabe © Editions Gallimard, Paris 2006

Jean-Louis Fournier: Zu Hause in Nordfrankreich 3o8
Aus: Jean-Louis Fournier, Ma mere du Nord, Stock. © Editions Stock, 2015

Catherine Millet: RĂĽckkehr nach Bois-Colombes 310
© Catherine Millet, 2017

Cecile Wajsbrot: Das Presbyterium 317
Cecile Wajsbrot, 2017

Olga Mannheimer: Am Ziel? 324
© Olga Mannheimer, 2017

Danksagung 335
Ăśbersetzungen der Zitate 337
Inhalts- und Quellenverzeichnis 343