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«Aber alle haben ein Smartphone!»
So begleiten wir unsere Kinder entspannt und sicher im Umgang mit Handy, Social Media und Co
Elisabeth Koblitz
Rowohlt
EAN: 9783499017773 (ISBN: 3-499-01777-6)
256 Seiten, kartoniert, 12 x 19cm, 2025
EUR 14,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Ab wann soll mein Kind ein Smartphone bekommen? Wie viel Medienzeit ist angemessen? Welche Apps soll ich erlauben? Welchen Gefahren ist mein Kind im Netz ausgesetzt? Diese Fragen bewegen Familien tagtäglich; gleichzeitig ist eine Welt ohne Smartphone, Social Media und KI nicht mehr denkbar. Elisabeth Koblitz wirft einen Blick auf die Herausforderungen, vor denen Familien in einer digitalen Welt stehen, und vermittelt lebensnahe Ansätze und fundierte Strategien für den bewussten Umgang mit digitalen Medien. Als erfahrene Journalistin und Mutter von drei Kindern geht sie der Frage nach, wie man Digital Natives im Umgang mit Smartphones begleitet, ohne in Extreme zu verfallen. Sie interviewt dafür Psycholog:innen, Cyberkriminolog:innen, Medienpädagog:innen und die, um die es geht: die Kinder selbst.
Rezension
Elisabeth Koblitz greift ein Thema auf, das in fast jedem Familien- und Lehrerzimmer diskutiert wird: Ab wann, wie lange und wie sinnvoll dürfen Kinder mit dem Smartphone umgehen? Ihr Buch lebt von Praxisnähe. Statt theoretischer Abhandlungen bietet sie Szenen, die vielen vertraut vorkommen - vom Streit ums erste Handy bis zu den endlosen Diskussionen über Bildschirmzeiten. Koblitz argumentiert weder kulturpessimistisch noch technikgläubig, sondern versucht, Eltern wie Lehrkräfte zu einem klaren, aber entspannten Umgang zu ermutigen. Besonders wertvoll sind die konkreten Vorschläge für Regeln und Gespräche, die auch die Perspektive der Kinder ernst nehmen. Kritisch anmerken lässt sich, dass manche Kapitel recht allgemein bleiben und bei technischen Details (z. B. Sicherheitseinstellungen oder App-Kontrolle) eher an der Oberfläche kratzen. Wer hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erwartet, wird nicht bedient. Das Buch ist ein hilfreicher Kompass im Mediendschungel, der Gelassenheit vermittelt und zugleich die Notwendigkeit klarer Grenzen betont.
Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Wer dieses Buch gelesen hat, weiß, was es im Umgang mit Social Media, Smartphones und KI zu beachten gilt.
Elisabeth Koblitz ist Journalistin, Gründerin und Newsfluencerin. Seit 2016 berichtet sie auf ihrem Instagram-Kanal @elisabeth.koblitz über gesellschaftliche und politische Themen und verbindet Familienthemen und Politik. 2023 hat Elisabeth Koblitz das NEWSiversum gegründet – Deutschlands erste News-Plattform speziell für Frauen. Inzwischen umfasst ihre Community 137.000 Follower:innen. Von 2014 bis 2020 hat die multimedial ausgebildete Journalistin in Washington gelebt und als Freelance-Producerin für das ZDF gearbeitet. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in Hamburg.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG: Warum dieses Buch? 11TEIL 1 Digitale Geräte oder: Die ganze Welt in der Hosentasche 17The Good, the Bad, the Ugly 19«Dann verbiete ich es einfach» – warum Verbote nicht funktionieren 20Der Alltag in der Smartphone-Welt 21Digitale Geräte: Weder gut noch schlecht 24The Good 25Inspiration und Kreativität 26Zusammen sind wir weniger allein 27The Bad 28Ablenkung und Konzentrationsprobleme: Das Handy als Fokus-Killer 29Die bloße Anwesenheit des Handys: Der Brain-Drain-Effekt 31Machen Smartphones und Social Media süchtig? 33Always on – auch ohne Schlaf 45Die Auswirkungen auf das kognitive Denken und die emotionale Intelligenz 46Vergleich und Leistungsdruck: Die dunkle Seite von Social Media 48The Ugly 50Cybermobbing – wenn der Chat zur Qual wird 52Cybergrooming – wenn Vertrauen zur Falle wird 56
Ist das schon Cybergrooming oder nur Sexting? 61Fake News und strategische Manipulation auf Social Media 64Angeklickt und nie vergessen: Gewaltvideos und (Hardcore-)Pornos 69Die neue Gefahr: Künstliche Intelligenz (KI) 72KI – eine Bedrohung für die Gesellschaft? 75Fake News, Deepfakes, Cybergrooming und Mobbing – next level 77«Mama, meine beste Freundin heißt KI» – die Gefahr der empathischen KI 79Wie können wir den digitalen Raum sicherer machen? 89Likes, Klicks und Level: Die digitalen Welten unserer Kinder 91Instagram – das digitale Schaufenster der Jugend 92TikTok – das ultimative Unterhaltungsnetzwerk mit Suchtpotenzial 95Challenges – wenn Mutproben lebensgefährlich werden 98YouTube und YouTube-Shorts – eine weitere Kurzvideo-Falle 102Snapchat – spielerische Filter und echte Gefahr? 105WhatsApp und Klassenchats – Raum ohne Regeln? 107Online-Games – Spielfeld oder Suchtspirale? 113Was sagen die Kinder und Jugendlichen? 119Let’s play Bullshit-Bingo – Argumente, die ich immer wieder höre, die aber (mit Verlaub) Unsinn sind 125«Aber ich möchte, dass mein Kind erreichbar ist.» 125«Aber es passiert doch so viel – ich will mein Kind schützen!» 126«Mit einer Smartwatch weiß ich immer, wo mein Kind ist.» 127
«Wir haben früher doch auch viel vor der Glotze gehangen. Heute ist es eben das Handy.» 129«Mein Kind macht so was nicht. Ich kann ihm da komplett vertrauen.» 130«Aber das verletzt die Privatsphäre meines Kindes.» 131TEIL 2 Digitale Medien in der Schule: Zwischen Potenzial und Überforderung133Digitales Lernen in Schulen – eine Bestandsaufnahme135Deutschland und die Digitalisierung der Schulen – ein Sinnbild für die Baustellen des Bildungssystems 138Vorbild für Deutschland? Die Digitalisierung an Dänemarks Schulen139Recherchereise nach Tønder 141Was sagen die dänischen Eltern? 147Was nehme ich aus Dänemark mit nach Deutschland? 148Das irische Greystones – ein Ort ohne Smartphones für die Jüngsten149Der Weg zum Smartphoneverbot 151Was sagen die irischen Eltern? 152Die Auswirkungen auf die Kinder 156Ist das Greystones-Modell übertragbar? 161Was nun, Deutschland? Ein Ratschlag für unsere Schulen163Was können wir aus den Fehlern und Erfolgen anderer Länder lernen? 165Konkrete Umsetzungsstrategien 168
TEIL 3 Das Elternhandbuch für die digitale Welt171Die meistgestellten Fragen im Zusammenhang mit Social Media und Co173Was ist das richtige Alter für ein Smartphone? 173Wie viel Bildschirmzeit ist okay? 174Bieten Altersfreigaben verlässliche Orientierung oder sind sie ein Irrweg? 177Wie regeln wir Medienzeiten, bevor das Kind ein eigenes Smartphone hat? 178Wird mein Kind ohne Smartphone zum Außenseiter? 180Wie gehen wir mit WhatsApp-Gruppenchats um? 183Was muss noch passieren, bevor das Kind ein eigenes Smartphone bekommt? 183Welche Apps erlauben wir zu Beginn und welche nicht? 185Sollen wir das Handy unseres Kindes kontrollieren? 186Wie handhaben wir Aufklärung in Zeiten von Dr. Google, Dr. WhatsApp und Pornoseiten? 188SOS-Tipps: Was tun, wenn Sexting bei meinem Kind schiefgelaufen ist? 190Über welche Gefahren müssen wir sonst noch Bescheid wissen? 191Wie spreche ich mit meinem Kind über (Cyber-)Mobbing? 193SOS-Tipps: Was tun, wenn mein Kind von Cybermobbing betroffen ist? 195Was muss ich über Cybergrooming wissen? 197SOS-Tipps: Was tun, wenn mein Kindvon Cybergrooming betroffen ist? 199Wie erkenne ich Fake News? 200Wie erkenne ich Deepfakes? 203Warum können Smartphones und Social Media süchtig machen? 204
Welche Infos braucht mein Kind noch in Sachen Social Media? 205Ab wann wird die Smartphonenutzung problematisch? 206Wie kann ich das Risiko einer Handysucht mindern? 207Wie gelingt es uns als Familie, medienfreie Zeiten zu schaffen? 208Wie kann ich die Medienzeit kontrollieren? 209Welche technischen Tools gibt es, um die Attraktivität des Handys zu mindern? 210Mein Kind möchte ein eigenes Social-Media-Profil. Was tun? 214Wie schütze ich die Privatsphäre meines Kindes? 214Wie kann ich mit WhatsApp umgehen? 215Welche Tipps gibt es für Klassenchats und andere Gruppenchats? 218Die 10 goldenen Elternregeln – das Wichtigste komprimiert und kompakt2191. Nutze die Geräte nicht als digitalen Babysitter oder Entertainer, wenn deinem Kind langweilig ist 2202. Kein eigenes Smartphone zu haben, heißt nicht, wie in der Steinzeit zu leben 221 3. Know the Game, auch wenn es Zeit kostet! 221 4. Vernetzt euch und tauscht euch aus 222 5. Sei ein Vorbild oder: Practice what you preach! 223 6. Altersfreigaben sind für die Katz 223 7. Haltet Regeln konsequent ein 224 8. Offene Kommunikation ist das A und O 225 9. Einmal da, immer da! 22510. Das echte Leben zählt – sei präsent! 226Fazit: Was bleibt – und was jetzt passieren muss227Literatur231Dank233Quellen235
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