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Justizpalast Roman
Justizpalast
Roman




Petra Morsbach

Albrecht Knaus Verlag
EAN: 9783813503739 (ISBN: 3-8135-0373-9)
480 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 14 x 22cm, 2017

EUR 25,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
EIN GROSSER ROMAN ÜBER GERECHTIGKEIT UND JENE, DIE SIE SCHAFFEN SOLLEN REALISTISCH UND PRAZISE, LAKONISCH UND OPULENT, KOMISCH UND SCHONUNGSLOS.



Petra Morsbach erzählt vom Mikrokosmos eines Gerichts: von erregten, unverschämten, verblendeten, verwirrten und verzweifelten Rechtsuchenden und überlasteten, mehr oder weniger skrupulösen, kauzigen, weisen, verknöcherten und leidenschaftlichen Richtern
Rezension
Man kann durchaus sagen, dass der Roman „Justizpalast“ von Petra Morsbach vielen Menschen aus der Seele spricht, aber zugleich den Leser angesichts der Zustände in deutschen Gerichten unruhig machen kann. Die Justiz hat in unserem Land nicht unbedingt einen guten Ruf. Die Richter sind überarbeitet und die gefällten Urteile erregen nicht selten medienwirksam die Gemüter und das Gerechtigkeitsempfinden der Menschen. Der mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2017 ausgezeichnete Roman wirkt zunächst unterhaltsam durch die vielen Geschichten, die gezeichnet werden. Aber er ist auch gehaltvoll in seinen inhaltlichen Darstellungen, die dem Leser einen Einblick in die recht komplizierte Struktur des deutschen Rechts bietet. Dazu werden einige spannende Fälle geschildert. Zugleich ist der Roman auch die Geschichte einer Frau (Thirza Zorniger) in der Nachkriegszeit, die konsequent und fleißig ihren Weg privat und beruflich geht. Ein beeindruckender Roman über eine starke Frau, die ihren Weg geht. Übrigens hat die Autorin fast zehn Jahre recherchiert, bevor sie diesen Roman über die deutsche Justiz geschrieben hat.

Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Petra Morsbachs großer Roman über Gerechtigkeit und jene, die sie schaffen sollen - ausgezeichnet mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2017

Thirza Zorniger stammt aus einer desaströsen Schauspielerehe und will für Gerechtigkeit sorgen. Sie wird Richterin im Münchner Justizpalast, doch auch hier ist die Wirklichkeit anders als die Theorie: Eine hochdifferenzierte Gerechtigkeitsmaschine muss das ganze Spektrum des Lebens verarbeiten, wobei sie sich gelegentlich verschluckt, und auch unter Richtern geht es gelegentlich zu wie in einer chaotischen Familie. "Justizpalast" ist ein Roman über die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, über erregte, zynische, unverschämte, verblendete, verrückte, verwirrte und verzweifelte Rechtssuchende sowie überlastete, mehr oder weniger skrupulöse, kauzige, weise, verknöcherte und leidenschaftliche Richter.

»Wer aus diesem Roman herauskommt, der ist nicht nur fortan in lingua iustitiae gestählt, ohne selbst vor Gericht gemusst zu haben, der ist auch klüger.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus (29.07.2017)