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Die Liebhaberinnen  35. Aufl.    Neuausgabe
Die Liebhaberinnen


35. Aufl.



Neuausgabe

Elfriede Jelinek

Rowohlt
EAN: 9783499124679 (ISBN: 3-499-12467-X)
208 Seiten, paperback, 12 x 19cm, Januar, 2015

EUR 8,99
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Auch in diesem Roman der österreichischen Autorin fasziniert das buchstäblich unheimliche Talent, Alltagsgeschichten auf den Grund zu gehen. Welche Entfaltungsmöglichkeiten hat eine Arbeiterin? Sie kann einen Mann heiraten, der ihr den gesellschaftlichen Aufstieg garantiert. Doch wie andere Möglichkeiten, so sind auch sozial attraktive Männer rar, und die attraktivsten sind schon vergeben. So setzt zwischen zwei «Liebhaberinnen» ein Konkurrenzkampf auf Leben und Besserleben ein, der mit Wucht ausgetragen wird.



«Beide ‹Liebhaberinnen› sind die Betrogenen. ‹wenn einer ein Schicksal hat, dann ist es ein mann. wenn einer ein schicksal bekommt, dann ist es eine frau.› ... Bestechend an dieser Schriftstellerin ist die Genauigkeit und Schärfe, mit der sie in eine Welt falscher Glücksvorstellungen eindringt.» (Frankfurter Rundschau)
Rezension
Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek (* 20. Oktober 1946 in Mürzzuschlag / Steiermark) erhielt 2004 den Literaturnobelpreis für ihre Schilderungen der Absurditäten sozialer Klischees. Mit provokantem Stil schreibt Elfriede Jelinek gegen Missstände im öffentlichen, politischen und privaten Leben der österreichischen Gesellschaft. Der mittlerweile in 35. Auflage als Neuausgabe vorliegende Roman "Die Liebhaberinnen" wurde 1975 veröffentlicht; im Mittelpunkt der Anti-Love-Story stehen zwei Akkordarbeiterinnen, die ihre gesellschaftliche Stellung durch Unterwerfung und "Muß-Ehen" zu verbessern suchen, Liebe und Ehe als Mittel im Kampf um soziale Besserstellung zeigen aber nur die Chancenlosigkeit der Frauen auf.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Elfriede Jelinek, 1946 geboren, hat für ihr literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2004 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. Ihr Theaterstück „Winterreise“ (2011) zählt mit bisher über 20 Inszenierungen zu den meistgespielten deutschsprachigen Stücken der letzten Jahre.