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Reich, Reformen und sozialer Wandel 1763 - 1806 10. Aufl. 2005
Reich, Reformen und sozialer Wandel
1763 - 1806


10. Aufl. 2005

Walter Demel

Klett-Cotta
EAN: 9783608600124 (ISBN: 3-608-60012-4)
448 Seiten, hardcover, 14 x 22cm, 2005, Leinen mit eingelassenem Titelschild, Fadenheftung, Lesebändchen, ausführlichem Anhang, Orts- und Sachregister, Personenregister

EUR 45,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die Jahre 1763 – 1806 waren von einem beschleunigten Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft gekennzeichnet.

Kommunikation und Kultur, Bevölkerung und Wirtschaft wuchsen dynamisch, neue Elitenkonstellationen zeichneten sich ab, Zeitungen schossen aus dem Boden, neuartige politische Konzeptionen bildeten sich heraus.

Der preußisch-österreichische Konflikt verhinderte freilich weitergehende Reformen auf der Ebene des Reichs, das sich schließlich unter dem Druck Napoleons auflöste.



Walter Demel, geb. 1953, studierte Geschichte, Germanistik und Jura in München. 1989 Berufung zum Professor an der Universität der Bundeswehr München für »Geschichte der Frühen Neuzeit«.
Rezension
Band 12 der Neuauflage des Gebhardt - Handbuch der Deutschen Geschichte (10. Aufl.) behandelt den beschleunigten Wandel von Reichsstruktur und Gesellschaft seit 1763. Die Jahre 1763 – 1806 waren von einem beschleunigten Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft gekennzeichnet. Kommunikation und Kultur, Bevölkerung und Wirtschaft wuchsen dynamisch, neue Elitenkonstellationen zeichneten sich ab, Zeitungen schossen aus dem Boden, neuartige politische Konzeptionen bildeten sich heraus. - Im Laufe eines Jahrhunderts ist der Gebhardt zum bedeutendsten Handbuch der deutschen Geschichte geworden. In ihm resümiert und reflektiert jede Historikergeneration seit dem ersten Erscheinen den Stand der deutschen Geschichtsforschung und Geschichtsschreibung. Bruno Gebhardt, Gymnasiallehrer in Breslau, veröffentlichte 1891/92 ein zweibändiges Handbuch der deutschen Geschichte, das eigentlich für den Gebrauch in Schulen bestimmt war. Die Leser des Gebhardt werden gründlich über den aktuellsten Stand der Forschung informiert. Die deutsche Geschichte wird nicht mehr nur national, sondern in ihren europäischen und weltumspannenden Zusammenhängen verstanden. Wirtschaft, Gesellschaft, Verfassung, Mentalität und Kultur werden gleichgewichtig vor dem Hintergrund der politischen Ereignisgeschichte erläutert. Die Neuausgabe bietet alles, was die moderne Geschichtsschreibung einfordert (und die 9. Auflage nicht bieten konnte): Von differenzierender Regionalgeschichte bis zur Erweiterung politischer "Nationalgeschichte" um das Sozial-, Kultur-, Wirtschafts- und Strukturgeschichtliche. Die knappen, konzentrierten Darstellungen der Epochen oder Teilepochen werden ergänzt durch detaillierte Angaben zu Hilfsmitteln, Quellen und zur weiterführenden Literatur. Neu ist die Konzeption: Sie folgt einem integrierenden Verständnis von Geschichte und überwindet die Trennung der Teildisziplinen durch eine umfassende Darstellung jedes Zeitabschnittes in seinen wichtigsten Aspekten.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
EUR [D] 45.00
Subskriptionspreis:
EUR [D] 35.00

Der neue Gebhardt
Das bedeutendste Standardwerk zur deutschen Geschichte in 24 Bänden - neu aufgelegt.

Beschreibung des Editionsprojekts
mit den Gesamt-Herausgebern, dem Editionsplan und den Subskriptionsbedingungen

Gebhardt - Projektbeschreibung und Herausgeber

Das bedeutendste Standardwerk zur deutschen Geschichte in 24 Bänden - völlig neu bearbeitet

»Seit über hundert Jahren ist der Gebhardt das bedeutendste Handbuch der deutschen Geschichte.«
Lange erwartet, erscheint die zehnte Auflage inhaltlich völlig neu bearbeitet und in außergewöhnlicher Ausstattung.

Vier international renommierte Herausgeber (siehe unten) verwirklichen zusammen mit einem neuen Team ausgewiesener Historiker ein Konzept, das den tiefgreifenden Veränderungen der Geschichtswissenschaft gerecht wird. Die vier Großepochen - Spätantike bis zum Mittelalter; Frühe Neuzeit bis zum Ende des Alten Reiches; das 19. und das 20. Jahrhundert - werden in 24 Bänden umfassend dargestellt.

Die Leser des Gebhardt werden gründlich über den aktuellsten Stand der Forschung informiert. Die deutsche Geschichte wird nicht mehr nur national, sondern in ihren europäischen und weltumspannenden Zusammenhängen verstanden. Wirtschaft, Gesellschaft, Verfassung, Mentalität und Kultur werden gleichgewichtig vor dem Hintergrund der politischen Ereignisgeschichte erläutert.

Der Gebhardt wird mit der 10. Auflage zum letzten Mal in der klassischen Buchform erscheinen. Wissenschaftliche Kompetenz, Vielfalt der historischen Darstellung und gelungene ästhetische Erscheinung verbinden sich zu einer einzigartigen Geschlossenheit.

Pressestimmen

Die Bände 9 und 10 »... setzten insgesamt hohe Maßstäbe und lassen gespannt auf die folgenden warten. Leider wird allein schon der Gesamtumfang von vierundzwanzig Bänden manchen potentiellen Leser vor dem Kauf zurückschrecken lassen. Doch als Bild von dem, was deutsche Geschichte am Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts ist, verspricht der neue Gebhardt, ganz im Sinne von Bruno Gebhardt selbst, für "Lehrende und Lernende" weiterhin unverzichtbar zu sein.«
Joachim Whaley (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2001)

»... Dieses Werk als Handbuch zu bezeichnen, ist eine Untertreibung. Immerhin ist die neueste, zehnte Auflage dieses seit mehr als hundert Jahren immer wieder aktualisierten Überblickswerks zur deutschen Geschichte auf 24 Bände angelegt. Sie geben das historische Geschehen auf neuestem Stand der Forschung und in gut lesbarem, für den Laien verständlichem Deutsch wieder. ...«
(P.M. History, März 2004)

Die Herausgeber

Alfred Haverkamp, geboren 1937, Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Münster, Würzburg und München; 1964 Promotion in München; 1965/65 Archivreferendar, 1969 Habilitation. Seit 1970 ordentlicher Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Trier. 1988 Gastprofessor an der Hebrew University, Jerusalem, 1995 Stipendiat am Historischen Kolleg in München.
Herausgeber der Bände 1, 2, 5, 6 und 8 (bis 2007).

Wolfgang Reinhard, geboren 1937, studierte Geschichte, Anglistik und Geographie in Freiburg und Heidelberg. Reinhard promovierte 1963 in Neuerer Geschichte in Freiburg, wo er sich 1973 auch habilitierte. 1977 ordentlicher Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit in Augsburg und seit 1990 ordentlicher Professor für Neuere Geschichte in Freiburg.

Jürgen Kocka, geboren 1941, studierte Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Marburg, Wien, Berlin und Chapel Hill (North Carolina). Er promovierte 1968 bei Gerhard A. Ritter; Wissenschaftlicher Assistent in Münster und ADLS-Fellow in Harvard bis 1972; nach der Habilitation Professur an der Universität Bielefeld 1973 - 1988; als Gastprofessor bzw. Fellow u.a. in Princeton, Jerusalem, Stanford und Paris. Seit 1988 Professor für die Geschichte der industriellen Welt an der FU Berlin sowie seit 1991 ständiges Mitglied des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Seit 2001 Präsident des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Leibniz-Preis 1991. Präsident der Internationalen Historikerorganisation seit 2000.

Wolfgang Benz, geboren 1941, ist Professor für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Er hat zahlreiche Werke zur Geschichte des Dritten Reiches und der nationalsozialistischen Judenverfolgung vorgelegt, darunter »Die Juden in Deutschland«, »Der Holocaust«, »Enzyklopädie des Nationalsozialismus« (Hrsg. zusammen mit Hermann Graml und Hermann Weiß, 1997) und »Geschichte des Dritten Reiches« (München 2000).

Zur 10. Auflage des Gebhardt - Handbuch der deutschen Geschichte

Im Laufe eines Jahrhunderts ist der Gebhardt zum bedeutendsten Handbuch der deutschen Geschichte geworden. In ihm resümiert und reflektiert jede Historikergeneration seit dem ersten Erscheinen den Stand der deutschen Geschichtsforschung und Geschichtsschreibung. Bruno Gebhardt, Gymnasiallehrer in Breslau, veröffentlichte 1891/92 ein zweibändiges Handbuch der deutschen Geschichte, das eigentlich für den Gebrauch in Schulen bestimmt war. Das Werk sollte, wie es im Vorwort der ersten Auflage hieß, mehr die Teilnahme der Gebildeten als die der Fachgelehrten gewinnen. Zwar änderte sich das, als Aloys Meister zum Herausgeber wurde und 1922 die sechste Auflage mit dem Versprechen einleitete, »nur ausgezeichnete Forscher als Mitarbeiter heranzuziehen« und dabei im Interesse des hohen wissenschaftlichen Standards mehr Hochschullehrer als bisher zu beschäftigen. Der übersichtliche, sachliche und damit auch pädagogische Charakter des Werkes wurde indessen erhalten.

Seit seinen Anfängen gilt der Gebhardt als Standardwerk, als wichtige Referenz der deutschen Geschichtsschreibung. In seinen Wandlungen von der ersten bis zur zehnten Auflage ist er dem Anspruch treu geblieben, den sein ursprünglicher Herausgeber formuliert hatte: »eine vollständige, dem gegenwärtigen Stande der Wissenschaft entsprechende deutsche Geschichte « zu sein. Blickt man auf die Geschichte des Handbuches zurück, so entstanden dabei Ausgaben, die jeweils ein Höchstmaß dessen repräsentierten, was fachlich möglich war. Mehr noch: in ihrer Folge betrachtet, bilden die Handbücher eine zuverlässige Dokumentation deutscher Historiographie, eine eigene Geschichte dessen, was jeweils Geschichtsschreibung hat sein können.

Die zehnte Auflage trägt den traditionell hohen Maßstäben Rechnung. Wie stets werden die knappen, konzentrierten Darstellungen der Epochen oder Teilepochen ergänzt durch detaillierte Angaben zu Hilfsmitteln, Quellen und zur weiterführenden Literatur. Neu ist die Konzeption: Sie folgt einem integrierenden Verständnis von Geschichte und überwindet die Trennung der Teildisziplinen durch eine umfassende Darstellung jedes Zeitabschnittes in seinen wichtigsten Aspekten.

Das Bild der Historiker von der deutschen Geschichte hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal gewandelt. Für die Zeiträume von ihrem Beginn im frühen Mittelalter bis zur Geschichte unserer unmittelbaren Gegenwart gilt: Die Forschung hat neue Einsichten ergeben und alte »Wahrheiten« obsolet gemacht. Ganze Lebensbereiche wurden neu erschlossen und dem historischen Gesamtbild einverleibt, nach der Sozialgeschichte die Geschlechter- und die Geschichte des privaten Lebens, zuletzt die Geschichte kultureller Praktiken und kollektiver Erinnerungen. Vor allem aber haben sich als Folge der tiefen Umbrüche der Gegenwart, zuletzt in der Zäsur von 1989/90, die Gesichtspunkte verändert, mit denen wir unsere Geschichte befragen, kategorisieren und deuten.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist das Verständnis deutscher Geschichte weder von nationalistischem Hochgefühl und nationaler Hybris geprägt – wie so oft im 19. und 20. Jahrhundert – noch von Desorientierung und Katastrophenangst zerklüftet, die nach dem Bruch von 1933–45 nahelagen. Das Bild von der deutschen Geschichte ist europäischer geworden, zugleich differenzierter, vielseitiger und pluralistischer. Es ist auf dem Weg, im globalen Zusammenhang neu konturiert zu werden.

In bisher neun Auflagen – seit 1891 – hat der Gebhardt das Grundwissen über deutsche Geschichte versammelt, nach dem jeweiligen Stand der Forschung geordnet und im Lichte der sich wandelnden Gegenwartsfragen interpretiert. Dies tut auch der neue Gebhardt, der in 10. Auflage ab 2001 erscheint: völlig neu konzipiert und gegliedert, von ausgewiesenen Fachkennern verfaßt und für ein breites Publikum geschrieben. Er fußt auf dem modernen Forschungsstand; er führt in die Forschungsliteratur ein, die er ausführlich zitiert; er wählt das Wesentliche aus und bietet Gesichtspunkte zu vielfältiger Interpretation: deutsche Geschichte über anderthalb Jahrtausende aus einer Perspektive des 21. Jahrhunderts. Anders als frühere Auflagen integriert der neue Gebhardt Politik-, Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte gleichgewichtig, statt die Geschichte der Politik erdrückend in den Mittelpunkt zu rücken. Der neue Gebhardt unterscheidet sich klarer als frühere Auflagen von einer bloßen Chronik deutscher Geschichte. Er ist analytischen Ansätzen verpflichtet, stellt explizit Fragen, macht Angebote für weiterführende Interpretation. Er versammelt das gesicherte Wissen und berichtet über gültige Interpretationen. Er bezeichnet aber auch Lücken im Forschungsstand, identifiziert das Fragwürdige, stellt sich Kontroversen und weist auf offene Probleme hin.

Anders als andere Synthesen zur deutschen Geschichte ist der Gebhardt ein Handbuch, an dem zahlreiche Autoren zusammen gearbeitet haben. Das Werk ist deshalb nicht durch das individuelle Urteil einer Person geprägt, es ist vielmehr nuancenreicher und vielfältiger, distanzierter und »objektiver«. Anders als andere Serien zur deutschen Geschichte löst der Gebhardt seinen Gegenstand nicht in einzelne Probleme und Themen auf. Vielmehr besteht er auf der Notwendigkeit, den historischen Zusammenhang zu rekonstruieren und diesen chronologisch, mit dem vorwiegenden Interesse am Wandel in der Zeit, darzustellen.

In den letzten Jahrzehnten haben die Landes-, Regional- und die Mikrogeschichte an Bedeutung gewonnen. In den letzten Jahren ist klar geworden, daß die Internationalisierung der historischen Arbeit neu auf der Tagesordnung steht und transnationale Zugriffe gesucht werden. Doch bleibt der nationalgeschichtliche Zugang zur eigenen Geschichte überall wichtig. Es kommt darauf an, ihn nicht zu verabsolutieren, sondern mit der Geschichte kleinerer Einheiten wie mit der Geschichte transnationaler Zusammenhänge zu vereinbaren. Diesem Ziel dient der neue Gebhardt, der ein Handbuch deutscher Geschichte ist, aber die deutsche Geschichte in ihrer regionalen Vielfalt und in ihren europäischen Zusammenhängen vorstellt.

Der neue Gebhardt erscheint in 24 Bänden unterschiedlichen Umfangs: Die Bände 1–8 setzen bei der Spätantike ein und führen bis zum Ende des Mittelalters; diese Bände werden von Alfred Haverkamp herausgegeben. Die Bände 9–12 sind der Frühen Neuzeit bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts gewidmet, die Wolfgang Reinhard als Herausgeber betreut. Die Bände 13–17 beschäftigen sich mit dem »langen 19. Jahrhundert« bis zum Ersten Weltkrieg, unter der Herausgeberschaft von Jürgen Kocka. Dem 20. Jahrhundert sind die Bände 18–23 gewidmet und werden von Wolfgang Benz herausgegeben. Das Gesamtwerk mit 24 Bänden soll im Jahr 2007 vorliegen.

Üblicherweise wird dem »Mittelalter« die Zeitspanne von etwa einem Jahrtausend zwischen dem 4. und 16. Jahrhundert zugerechnet, wobei sich die mehr oder weniger weit gefaßten Ränder mit der »Antike« und der »Neuzeit« überlappen. In diesen Jahrhunderten erhielt der lateinische Westen, der Okzident, neue und bis heute stark nachwirkende Konturen. Zugleich wurden in diesem weiten Kontext wie im engen Verbund mit dem ostfränkischen und dem römisch-deutschen Reich die Grundlagen und Grundzüge der deutschen Geschichte geschaffen. Dazu gehören das föderale Gefüge und die Gemeinde. Die großen historischen Zusammenhänge offenbaren sich ebenfalls in den unterschiedlichen, wiederum bis in die Gegenwart nachwirkenden Gestaltungen der erst spät als »Deutschland « verstandenen deutschen Lande. Diese landschaftliche Vielfalt bietet tragfähige Brücken zur europäischen Geschichte. Es bestanden vielfältige Verflechtungen zwischen römisch-antiken, germanischen und slawischen Traditionssträngen bei unterschiedlichen Prägungen von Heidentum, Christentum und Judentum. Um anachronistische Betrachtungsweisen zu vermeiden, ist die »deutsche Geschichte« des Mittelalters in ihren engen Verknüpfungen mit der Geschichte des Römischen Reichs, der lateinischen Christenheit, des Mittelmeerraumes und des Okzidents zu konzipieren. Die damit zusammenhängenden Fragen über die Grundlagen, die Grundzüge, die Einflüsse und Auswirkungen, die Reichweiten und die räumliche Gliederung, die Phasen der deutschen Geschichte und die leitenden Aspekte stehen im Zentrum der Einleitung des Herausgebers im ersten Band. Band 1 behandelt die vielschichtigen, mediterran und kontinental geprägten Grundlagen von der Spätantike bis zum Beginn des 8. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung jener mitteleuropäischen Räume, in denen das römisch-ostfränkische-deutsche Reich seine diversen Ausformungen erhielt. Im Zentrum des zweiten Bandes steht das Karolingerreich, jedoch mit einem Schwerpunkt auf dem in den Reichsteilungen fixierten Ostfrankenreich (714/715–887/888). Band 3 schildert die Vorgänge und Zusammenhänge, die bis zum ersten Viertel des 11. Jahrhunderts (1024) zu einer stärkeren Verankerung der Reichsherrschaft in den erst spät christianisierten Gebieten östlich des Rheins führen. Wie sich auf dieser veränderten Basis anschließend in der Zeit der Salier (1024–1125) die Konturen einer »deutschen« Geschichte innerhalb der Reichsherrschaft und der nunmehr von kräftigeren amtskirchlichen Impulsen geprägten römisch-lateinischen Christenheit im Kontext weiterer tiefgreifender Veränderungen deutlicher abzeichnen, steht im Mittelpunkt des vierten Bandes. Dem folgen im fünften Band Darlegungen über die von neuen Anstößen und Verquickungen mit der europäischen und mediterranen Geschichte bestimmten Jahrzehnte bis zum endenden 12. Jahrhundert. Band 6 umfaßt die Zeitspanne von der keineswegs nur negativ zu beurteilenden Krise der Reichsherrschaft im staufisch-welfischen Thronstreit über die Regierungszeit Friedrichs II., in der der Schwerpunkt der Reichsherrschaft wie nie zuvor seit der Spätantike im mediterranen Süden lag und zugleich im kontinentalen römisch-deut- schen Reich lokale – gemeindliche und regionale – Kräfte größeres Gewicht gewannen, bis zum Auseinanderbrechen der imperialen Klammer im sogenannten Interregnum (1198–1273). Daran fügt sich die Darstellung der Zeitspanne zwischen der Reichsherrschaft Rudolfs von Habsburg und der Katastrophe des Schwarzen Todes um die Mitte des 14. Jahrhunderts. Band 7 analysiert die Schwerpunktverlagerung der Reichspolitik und die damit zusammenhängenden Faktoren, die die deutsche Geschichte in der Zeit zwischen 1346/47 und 1410 neu gestalten. Dafür bietet der achte Band für die Zeitspanne bis zum ersten selbständigen Reichstag von Worms (1495) weitere Einsichten wiederum aus größerem Blickwinkel.

Deutschland in der Frühen Neuzeit, die hier zum ersten Mal im Gebhardt als eigene Epoche begriffen wird, war die Zeit des Alten Reiches, das 1495 Gestalt annahm und 1806 unterging. Die Krisen der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges haben die Struktur dieser einzigartigen politischen Lebensform, die erst heute angemessen gewürdigt werden kann, entscheidend geprägt. Deutschland hat seine große wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung, die es zu Beginn besaß, zwar nicht halten können. Die Führung ging auf andere Länder über. Aber die Deutschen bildeten innerhalb der allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Europas konfessionelle Varianten einer nationalen Kultur aus, die ebenso wie die deutsche Wirtschaft trotz Krisen und Kriegen ein bleibendes Erbe hinterlassen hat.

In diesem Zusammenhang behandelt Band 9 die Problematik der deutschen Geschichte des 16.–18. Jahrhunderts als eigener Epoche und stellt die Grundlagen im Zeitalter von Reichsreform und Reformation dar. Band 10 handelt vom konfessionellen Zeitalter und vom Dreißigjährigen Krieg. Band 11 schildert die Vollendung und Neuorientierung des Alten Reiches, Band 12 den beschleunigten Wandel von Reichsstruktur und Gesellschaft seit 1763.

Es ist üblich geworden, vom »langen 19. Jahrhundert« in Deutschland und Europa zu sprechen, das von dem Epocheneinschnitt der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg reichte. Die neue Auflage des Gebhardt nähert sich dieser Sichtweise an, jedoch nicht zur Gänze. Band 13 stellt das 19. Jahrhundert als Epoche der entstehenden klassischen Moderne vor. Es folgt ein Band über Deutschland im Zeitalter der Napo- leonischen Kriege, im Vormärz und in der Revolution von 1848/49. Der häufig zu wenig in seinem Eigengewicht gewürdigte Zeitabschnitt zwischen Revolution und Reichsgründung ist das Thema von Band 15. Das Bild des Kaiserreichs hat sich seit den 1970er Jahren erheblich geändert; Band 16 bietet eine Synthese auf dem neuesten Forschungsstand. Das 19. Jahrhundert wird als Epoche der Industrialisierung, des rasanten Bevölkerungswachstums und der großen Wanderungen begriffen, als Jahrhundert der Nationalstaaten und der Nationenbildung, der bürgerlichen Gesellschaft, ihrer Kultur und ihrer Konflikte, und schließlich auch als bürgerliches Jahrhundert im Sinne zunehmend verwirklichter Zivilgesellschaft. Es endete in der Katastrophe des Ersten Weltkriegs, der in Band 17 behandelt wird.

Der Erste Weltkrieg bezeichnet eine Zäsur, die das 20. Jahrhundert mit dramatischen Entwicklungen in Technik und Wissenschaft und mit Brüchen in den politischen und sozialen Konstellationen, im Welt- und Menschenbild der früheren Geschichte unterscheidet. Das Ende der Hegemonie Europas stand am Anfang, die Globalisierung am Ende des Jahrhunderts. Die ökonomischen und politischen Folgen der gegenwärtigen Revolution aller Informations- und Kommunikationssysteme sind noch ebensowenig abzusehen wie die ethischen Probleme einer Entwicklung, die mit der Gentechnologie in die Baupläne des Lebens eingreift. Dies sind transnationale Probleme. Nationalgeschichtliche Zusammenhänge waren gleichwohl prägend, und sie zu beschreiben bleibt für das Verständnis der Triebkräfte und Wirkungen politischen und sozialen Handelns unerläßlich; sie müssen auch im Zeitalter internationaler Krisen und Konflikte und der supranationalen Konkurrenz politischer Systeme und Ideologien im Blick behalten werden.

Die Weimarer Republik hat doppelte Bedeutung als Formierungsphase der Ideologie des Nationalsozialismus und als gescheiterter Versuch, deutsche Sonderwege zu beenden. Die nationalsozialistische Diktatur als Realisierung der aggressivsten Version aller faschistischen Bewegungen in Europa war mehr als der Kulminationspunkt des deutschen Nationalismus, der mit rassenideologischer Dominanz und unbeschränktem Vernichtungswillen in Konkurrenz zum Kommunismus als Idee und Herrschaftssystem trat. Nationalsozialismus verstand sich ebenso als Gegenentwurf zur westlichen Demokratie und entfesselte mörderische Ener- gien gegen Minderheiten wie gegen Nationen, die im Zweiten Weltkrieg, im Völkermord an den Juden, im Weltanschauungskampf gegen die Sowjetunion und nach der Okkupation weiter Teile Europas im Zusammenbruch endeten. Der Verlust von Staatlichkeit und Territorium, Leben unter Besatzungsherrschaft, Vertreibung und Kontrolle kennzeichnen die deutsche Geschichte nach 1945, die in zwei Staaten in gegensätzlichen Weltsystemen eingebunden als Teil des Kalten Krieges und der Konkurrenz der Supermächte verläuft.

Die Wende 1989/90 als Folge des Untergangs des kommunistischen Systems wurde zur Herausforderung unverhoffter Einheit der beiden deutschen Staaten, deren antagonistische Entwicklung zwangsläufig eine soziale und kulturelle Vereinigungskrise zur Folge hatte. Die Brüche und Verwerfungen Deutschlands nach 1990 sind trotzdem nicht als Erscheinungen der Rückkehr zum Nationalstaat zu begreifen, sondern als sozialgeschichtliche und gesellschaftliche Probleme vor dem Hintergrund neuer europäischer und globaler Strukturen.

Alfred Haverkamp* · Wolfgang Reinhard · Jürgen Kocka · Wolfgang Benz
Januar 2001

* Herausgeber der Bände 1, 2, 5, 6 und 8 (bis 2007).
Inhaltsverzeichnis
Zur 10. Auflage
Vorwort zu diesem Band
Verzeichnis der Abkürzungen
Allgemeine Quellen und Literatur (1495–1806)

Abschnitt VI

Reich, Reformen und sozialer Wandel 1763–1806
Walter Demel

Quellen und Literatur

§ 1 Einleitung: Grundzüge der »Epoche« von 1763 bis 1806

A. Auflösungstendenzen in der ständischen Gesellschaft

§ 2 Bevölkerungswachstum, geographische Mobilität

§ 3 Geschlechterrollen und Familienbeziehungen

§ 4 Die wirtschaftliche Entwicklung
a) Land- und Forstwirtschaft
b) Verarbeitendes Gewerbe und Bergbau
c) Der Dienstleistungssektor

§ 5 Ständische Gesellschaft und Entstehung der »gebildeten Stände«

B. Die kulturelle Entwicklung

§ 6 Das Assoziationswesen

§ 7 Medien: Presse, Publizistik und Theater

§ 8 Das Bildungswesen

§ 9 Zwischen Rationalismus und Irrationalismus: Neue Wissenskultur und moderner Nationalismus

§ 10 Pluralisierung und Verfestigung politischer Konzeptionen

C. Reformfähigkeit und Reformunfähigkeit der Reichsterritorien

§ 11 Unruhen in Stadt und Land

§ 12 Reichsstädte, kleine oder ständisch geprägte Territorien

§ 13 Reformen in größeren, absolutistisch regierten Territorialstaaten
a) Reformen in absolutistisch strukturierten »Mittelstaaten«
b) Vom preußischen Rétablissement zum Allgemeinen Landrecht und den sogenannten Vorreformen
c) Fortführung und Ende der Reformpolitik in der Habsburgermonarchie

D. Vom Deutschen Dualismus zum Ende des Alten Reiches

§ 14 Machtpolitik gegen Reichserhaltung 1763–1789/92
a) Die deutschen Großmächte in der europäischen Außenpolitik
b) Die Bemühungen um eine Reform von Reich und Reichskirche

§ 15 Der Einbruch der Revolution 1789/92–1801
a) Vom preußisch-österreichischen Expansionsstreben zum Verlust des linken Rheinufers
b) Das Schicksal der linksrheinischen Gebiete 1794–1806

§ 16 Die Endphase des Alten Reiches 1795/1801–1806
a) Der Reichsdeputationshauptschluß und die Mediatisierungen von 1803
b) Die Klostersäkularisationen ab 1802/03
c) Der Untergang der Reichsritterschaft
d) Vom Österreichischen Kaisertum zur Niederlegung der Reichskrone

Anhang

Wichtige Münzen, Maße und Gewichte
Die Reichskirche und die deutschen Bistümer
Regenten des Reiches und größerer Territorien
Orts- und Sachregister
Personenregister



VORWORT ZU BAND 12

Aus welcher Perspektive läßt sich für das spätere 18. Jh. eine »deutsche Geschichte« schreiben? Gewiß nicht aus dem Blickwinkel eines deutschen Nationalstaates, den es noch lange nicht gab, und auch nur bedingt aus der Sicht einer deutschen Nation, die sich im modernen Sinne erst herauszubilden begann. Außerdem spielten sich, jedenfalls nach Ansicht des Verfassers, die entscheidenden Entwicklungen dieser Zeit in der Regel auf der Ebene Europas (zumindest des europäischen »Kernraumes«) oder aber auf der Ebene der Regionen oder Länder ab, nicht jedoch auf derjenigen der Reiche – und schon gar nicht auf derjenigen des Heiligen Römischen Reiches oder eines wie auch immer definierten »Deutschland «. Demnach kann eine »deutsche Geschichte« nur aus zwei Perspektiven geschrieben werden: entweder als eine Kombination aus Reichsund (Reichs-)Territorialgeschichte, gleichsam von »unten« her – wobei natürlich nicht übersehen werden darf, daß vielfach Gegebenheiten und Prozesse geschildert werden, die keinesfalls als »spezifisch deutsch« gelten können –, oder aber als eine Variante der europäischen Entwicklung, mithin von »oben« her. Schließlich haben Handbücher zur europäischen Geschichte bis hin zu dem jüngsten Werk von Heinz Duchhardt oft einen mehr oder minder umfangreichen Teil ihrer Darstellung zunächst der Einheit, den Strukturen und bewegenden Kräften der Epoche gewidmet, um sich anschließend den »nationalen« bzw. einzelstaatlichen Entwicklungen zuzuwenden.(1)

Der Verfasser ist indessen dem ersten, der Leserschaft vermutlich vertrauteren Ansatz gefolgt. Dann erscheint es aber als sinnvoll, »deutsche Geschichte« nicht einseitig auf Preußen und Österreich zu konzentrieren oder gar zu beschränken und die Territorien des »Dritten Deutschland« nicht nur am Rande abzuhandeln. Natürlich spielte der »Deutsche Dualismus«, der zunächst ein dynastischer Dualismus zwischen Habsburg und Hohenzollern war, nach 1763 eine wesentliche Rolle. Gleichwohl war die Eigenständigkeit der Reichsstände groß genug, um spezifische landesgeschichtliche Entwicklungen zu ermöglichen, die zumindest in ihren Grundzügen skizziert werden müssen, um die »deutsche Geschichte « verständlich zu machen. Daß dabei die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu anderen europäischen Staaten und Regionen, etwa die Verbindungen Badens zum Elsaß bzw. zu Frankreich oder speziell diejenigen seines Fürsten Karl Friedrich zu den französischen Physiokraten, nur andeutungsweise, wenn überhaupt, behandelt werden können, ist eine bedauerliche, aber – mit Blick auf den vorgegebenen Umfang eines Gebhardt-Bandes – unvermeidliche Konsequenz der gewählten Konzeption. So muß es bei gelegentlichen Hinweisen auf »europäische « Parallelen bzw. Einflüsse oder auf »deutsche Spezifika« sein Bewenden haben.

Wenn aber etwa eine Gegenüberstellung von »französischer« und »deutscher Spätaufklärung« vermieden wird, geschieht dies auch wegen der Schwierigkeit, eine »deutsche Spätaufklärung« überhaupt als eine Einheit zu charakterisieren. Denn »Deutschland« war eben ein durch die Nachwirkungen von konfessionellen Spaltungen und vielfältige, unterschiedliche Herrschaftsstrukturen geprägter, auch für die Zeitgenossen unklar abgegrenzter Raum und scheint als Begriff für die Jahre 1763–1806 vielleicht noch problematischer zu sein als für jede andere Epoche der Neuzeit bis 1871. Schließlich war das Heilige Römische Reich deutscher Nation – von Zeitgenossen damals öfter schon »Deutsches Reich« genannt – nie ein Nationalstaat, sondern ein komplexes politisches System, ein amorphes Gebilde, das immer nur einen Großteil aller Deutschsprachigen umfaßte, dafür aber u. a. eine beträchtliche Anzahl von Tschechen, Welschtirolern und Sorben. Die historiographische Situation wird zudem dadurch kompliziert, daß die österreichischen Erblande einerseits wegen des Kaisertums der Habsburger traditionell eine besondere »Reichsnähe« aufwiesen – jedenfalls mehr als etwa Pommern –, sich jedoch andererseits gerade im hier betrachteten Zeitraum durch den Wiener Zentralismus (Diözesanreform etc.) sowie die josephinische bzw. franziszeische Außenpolitik vom Reichsverband abzusetzen begannen. So ließen Gebietserwerbungen außerhalb des Reiches (Galizien, Bukowina) die Habsburgermonarchie mehr und mehr aus dem Reich hinauswachsen. Dafür könnte man immerhin eine Entwicklungslinie seit dem Erwerb der ungarischen Königskrone (1526) ziehen. Hinzu kommt aber nun seit 1772, daß ein anderer, für die Reichspolitik bedeutender – oder richtiger: der neben Österreich bedeutendste – Territorialstaat, nämlich Brandenburg-Preußen, ebenfalls weitere außerhalb des Reiches liegende und nur im Falle Westpreußens teilweise deutschsprachige Gebiete erwarb. Das Preußen von 1795–1806 war ein deutsch-polnischer Staat! Im folgenden soll aber fast ausschließlich das »engere Reich« ins Auge gefaßt werden, jene Gebiete, die während der Frühen Neuzeit unzweifelhaft permanent dem politischen System des Reichs zugeordnet werden können und gleichzeitig mehrheitlich eine deutschsprachige Bevölkerung aufwiesen.(2) Als auf das Reich »hingeordnet«, werden die Herzogtümer Schleswig und (Ost-) Preußen ebenfalls in die Betrachtung einbezogen, da sie zwar nicht als »Reichsländer« gelten können, jedoch mehrheitlich deutschsprachig und mit den Reichsterritorien Holstein bzw. Brandenburg eng verbunden waren. Diese Lösung ist sicherlich nicht zwingend, und sie mag nicht jedermann befriedigen. Aber sie entspricht einem verbreiteten historiographischen Herkommen, und ein Handbuch ist vermutlich auch nicht der rechte Ort, kühne Alternativen zu entwickeln. Das traditionsreiche Gebhardt – Handbuch der deutschen Geschichte will nämlich seinen Lesern weniger Einblick in ältere oder neuere Forschungskontroversen bieten, als vielmehr möglichst objektiv mehr oder minder »harte Fakten« auf dem neuesten Forschungsstand liefern. An diese Vorgabe hat sich der Verfasser zu halten versucht. Wenn deshalb hier auf eine Skizze der Forschungsentwicklung der letzten Jahrzehnte verzichtet wird, so ist doch darauf hinzuweisen, daß die 9. Auflage des Gebhardt von 1970 (3) den sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Sektor weitgehend ausklammerte. Dieser Bereich war nunmehr einzubeziehen.

Darüber hinaus aber sorgte eine Vielzahl neuer Forschungsansätze insbesondere in den Bereichen Geschlechtergeschichte (im weiteren Sinne), Assoziationswesen, Medien, Frühnationalismus, Reformpolitik der Territorien und Säkularisation dafür, daß die Masse der Untersuchungen, die sich der Epoche 1763–1806 gewidmet haben, seit der 9. Auflage des Gebhardt geradezu erdrückend geworden ist.

Zu danken habe ich daher allen, die mir bei dieser Arbeit geholfen haben: meinen Mitarbeitern, namentlich Linda Brüggemann und Esteban Mauerer, meinem lieben Kollegen Eckhart Hellmuth, meinem hochver- ehrten Lehrer und väterlichen Freund Eberhard Weis sowie Ina-Ulrike Paul und Uwe Puschner, mit denen ich seit 25 Jahren in enger Freundschaft verbunden bin. Ebenfalls danke ich herzlich dem Herausgeber Wolfgang Reinhard für sein großes Verständnis und seine kompetente Kritik sowie Johannes Czaja vom Verlag Klett-Cotta und Thomas Reichert für ihr entgegenkommendes, nichtsdestoweniger akribisches Lektorat. Widmen aber möchte ich das Buch dem Andenken meines Vaters.

München, im März 2004
Walter Demel

1. H. DUCHHARDT, Europa am Vorabend der Moderne 1650–1800, 2003. Der Verfasser hat demgegenüber für ein vergleichbares Thema allerdings eine Gliederung nach Sachthemen gewählt. W. DEMEL, Europäische Geschichte des 18. Jahrhunderts, 2000 (vgl. ebd., 10, zum Begriff »Kernraum«). Eine ähnliche Konzeption schon bei J. BLACK, Eighteenth Century Europe 1700–1789, 1990.
2. Vgl. SCHMIDT, Geschichte (wie VI, 5), 41 f.
3. Auch die Literaturliste beschränkt sich fast ausschließlich auf Titel, die in der 9. Auflage noch keine Berücksichtigung finden konnten.