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Meine spirituelle Autobiographie
Meine spirituelle Autobiographie




Dalai Lama

Diogenes Verlag
EAN: 9783257067361 (ISBN: 3-257-06736-4)
320 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 12 x 19cm, 2009

EUR 22,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Was bringt der Mensch mit

bei seinem Eintritt ins Leben?

Was hmterlässt er, wenn er geht?



»Ich komme aus einfachen Verhältnissen, bin Sohn einer Bauernfamihe. Meine Eltern hätten nie gedacht, dass ich der vierzehnte Dalai Lama sein könnte.« Der Dalai Lama erzählt aus seiner Kindheit: wie er als Junge am liebsten den Reisenden spielte - seine Koffer packte und allen auf Wiedersehen sagte; welche Spuren zu ihm als Nachfolger des dreizehnten Dalai Lama führten; und wie er die Prüfungen der Delegation zur Auffindung des Dalai Lama bestand. Noch heute staunt er darüber, dass man ihn damals in seinem kleinen Dorf, weitab von der großen Welt, überhaupt finden konnte.

Doch dieses Buch ist nicht einfach die Autobiographie des Dalai Lama, es ist seine spirituelle Autobiographie. Darin geht es nicht nur um das eine, private Leben; es geht um viel mehr. Es ist ein Rückblick, der den Blick in die Zukunft mit enthält. Drei Anliegen hat er sich als vierzehnter Dalai Lama verschrieben: der Förderung der menschlichen Werte, dem Dialog der Religionen und der tibetischen Sache. Was konnte hierbei verbessert werden - und was bleibt noch zu tun?

Erscheint auch als Diogenes Hörbuch, gelesen von Hanns Zischler.
Rezension
Der Dalai Lama, das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter, füllt mit seinen Vorträgen große Hallen. Andächtig lauschen die Menschen seiner Botschaft und saugen seine Worte regelrecht auf. Nicht nur seine Worte, auch sein Auftreten spricht die Menschen an. Doch wie ist der Dalai Lama zu dem geworden, was er ist? Die vorliegende spirituelle Autobiografie aus dem Diogenes Verlag gibt interessante persönliche Einblicke in seinen Lebensweg, wie er als Kind durch ein Orakel gefunden wurde und als 14. Dalai Lama die höchste weltliche Autorität des tibetischen Buddhismus darstellt. Aber auch seine Lehre, die spirituelle Grundhaltung der Liebe, des Mitgefühls, der Geduld, Toleranz und Vergebung wird ausführlich in kursiv gedruckten Texten und Reden wiedergegeben. Sehr aufschlussreich sind auch die Visionen, die der Dalai Lama für die Zukunft entwickelt. Eine anregende Lektüre für alle, die sich von der buddhistischen Spiritualität inspirieren lassen wollen.

Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Der Dalai Lama, geistliches und weltliches Oberhaupt der Tibeter und Vorbild für Millionen von Menschen aller Konfessionen, schaut zurück auf sein Leben: auf seine Kindheit, seine Auffindung, seine Lehrzeit, seine Begegnungen. Dabei gewährt er neben dem Einblick ins Persönliche auch einen Ausblick auf die Fragen der Zukunft.
Inhaltsverzeichnis
Der Appell des Dalai Lama an die Welt 11
Vorwort von Sofia Stril-Rever

Einleitung
Meine drei Aufgaben im Leben 19

I Meine Aufgabe als Mensch / Unser aller Menschlichkeit 23
Ich bin ein ganz gewöhnlicher Mensch 23
Wir sind uns alle ähnlich 23 Ich bin nur ein Mensch 25 Es ist Zeit, in Begriffen des Menschlichen zu denken 26 Jede Person, der wir begegnen, ist unser Bruder oder unsere Schwester 27 Ich bete für eine liebevollere Menschenfamilie 28 Die Herzensbildung, die Bedingung für unser Überleben 29 Ein vitales Bedürfnis nach Zuwendung 29 Meine Mutter, eine Frau voller Mitgefühl 33 Ich liebe das Bild des Schwertes, das sich in eine Pflugschar verwandelt 35

Bis zu meinem letzten Atemzug werde ich mich in Mitgefühl üben 37
Was verstehen wir unter Mitgefühl? 37 Wahres Mitgefühl ist universell 39 Die Macht des Mitgefühls 40 Ich lache von Berufs wegen 42 Ich bin ein ergebener Diener des Mitgefühls 43 Das Mitgefühl - mein Weg zum Glück 44 Ich liebe das Lachen - ein Charakteristikum des Menschen 46

2 Meine Leben ohne Anfang noch Ende 49
Ich schätze mich glücklich, Sohn einfacher Bauern zu sein 54 Mein Alltag 54 Ich bin am fünften Tag des fünften Monats geboren 5 5 Einfache Seelen sind für mich wie ein offenes Buch 57 Meine Eltern hätten nie gedacht, dass ich der vierzehnte Dalai Lama sein könnte 59 Ich erkenne meine Gebetskette 60 Ich bestehe die Prüfung der Erinnerung an frühere Leben 61
Meine Kindheit in Lhasa 6a
Ich besteige den Löwenthron 64 Ich finde meine Zähne wieder 65 Kindheitserinnerungen 66 Verbotene Naschereien 6j Um ein Haar hätte ich Moshe Dayan ähnlich gesehen! 70
Meine Reinkarnationshme 72
Als der Dalai Lama bin ich dazu berufen, den anderen zu dienen 72 Das tibetische Volk wird entscheiden, ob es einen fünfzehnten Dalai Lama will oder nicht 74 Meine Dalailama-schaft j6 Warum sollte ich in meiner nächsten Inkarnation nicht eine schöne Frau sein? 77 Wir sind ohne Anfang und Ende 80 Ich könnte mich in Gestalt eines Insekts reinkarnie-ren 81

II Meine Aufgabe als buddhistischer Mönch / Sich verwandeln 89
Der Bodhisattva, mein Ideal 89
Meine Identität als Mönch 89 Mein Mönchsgelübde 90 Die täglichen Meditationen eines buddhistischen Mönchs 91 Ein Leben als Bodhisattva 93 Spirituelle Praktiken, um bessere Menschen zu werden 93
Tempel der Güte in unserem Herzen yy
Für Brüderlichkeit unter den Religionen 97 Politiker brauchen Religion dringender als die Eremiten 98 Meine Pilgerfahrten nach Lourdes und Jerusalem <)<) Ein der Kontemplation der Liebe gewidmetes Leben 101 Innere Tempel 102
Die Transformation des Geistes 103
Die Analyse des Geistes als Vorbereitung auf die spirituelle Praxis 103 Vergänglichkeit und gegenseitige Abhängigkeit oder: Die Welt sehen, wie sie ist 104 Der Weg des Buddha und die Verwandlung des Geistes 107 Unser Potential ausschöpfen in Die Erziehung des Gefühlslebens 115
Die Welt z
verwa
ndeln
121
Aufruf zu einer spirituellen Revolution 121
Man kann ohne Religion, nicht aber ohne Spiritualität leben 121 Spirituelle Revolution und ethische Revolution 122 Die Krankheit der Fragmentierung der Wirklichkeit 123 Verkennung der gegenseitigen Abhängigkeit im Westen 124
Ich glaube nicht an Ideologien 126
Es gibt nur eine Menschheit 126 Gegenseitige Abhängigkeit: ein Naturgesetz 127 Aus dem Verantwortungsgefühl entsteht Mitgefühl 128 Der Krieg, ein Anachronismus 130 Jeder muss seinen Teil der Verantwortung für das Ganze übernehmen 133
Mein Dialog mit den Wissenschaften i}6
Warum interessiert sich ein buddhistischer Mönch für Wissenschaft? 136 Die Menschheit am Scheideweg 140 Der Schutz des Lebens: Ethik in der Wissenschaft 143 Die Tragödie des 11. September 2001 hat mir gezeigt, dass Ethik und Fortschritt nicht zu trennen sind 148
3 Für die Erde sorgen 15 3
Unsere ökologische Verantwortung 15 3
Als Kind habe ich von meinen Meistern gelernt, für die Umwelt zu sorgen 153 Das Tibet meiner Kindheit - ein Paradies für wilde Tiere 157 Die tibetischen Berge ähneln kahlgeschorenen Mönchsschädeln 158 Reflexionen eines buddhistischen Mönchs über unsere ökologische Verantwortung 163
Es gibt nur einen Planeten 172
Der Buddha wäre ein Grüner! 172 Menschenrechte und Umwelt 172 Geist, Herz und Umwelt 175 Für die Erde sorgen 178 Gegenseitige Abhängigkeit - vom Weltraum aus gesehen 179


III Meine Aufgabe als Dalai Lama
1 1959 begegnet der Dalai Lama der Welt 187
Ich war der Einzige, der Einigkeit schaffen konnte 187
Mit sechzehn Jahren wurde ich das weltliche Oberhaupt Tibets 187 Wir glaubten zu Unrecht, unsere isolierte Lage sei Garant für den Frieden 189 Ich bin für den Appell des kashag an die Vereinten Nationen 193 Das »Mutterland«, eine schamlose Erfindung 195 Die Persönlichkeit von Mao Zedong beeindruckte mich 197 10. März 1959: der Tag des Aufstandes in Lhasa 200
Meine Kinder, ihr seid die Zukunft von Tibet 203
Das Zwangsexil 203 Meine Priorität: das Blutbad stoppen 206 Kinder der Hoffnung 207 Ich bin ein Verfechter der laizistischen Demokratie 211 Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind auch buddhistische Prinzipien 213 Die Menschen gehen lieber den Weg des Friedens 215 Was hätte Gandhi an meiner Stelle getan? 218
2 Ich appelliere an alle Völker der Welt 221
Ich prangere die Sinisierung Tibets an 221
Ich bitte die Welt, nicht zu vergessen, dass Tausende von Tibetern ermordet wurden 221 Im Namen der Menschlichkeit wende ich mich an alle Völker der Erde 228 Hanisierungs-kampagne in Tibet 232 Fünfhundert Tibeter sind auf der Flucht aus ihrem besetzten Land umgekommen 236
Tibet, ein Heiligtum des Weltfriedens 244
Der Beitrag meines Volkes zum Weltfrieden 244 Tibet soll ein Ahimsa-Heiligtum für die Welt werden 251 In Namen des spirituellen Erbes meines Volkes 254 Meine Waffen sind Wahrheit, Mut und Entschlossenheit 263 Tibet leidet unter offenkundigen und unvorstellbaren Menschenrechtsverletzungen 272 Ich kann die Veränderung in China beobachten 280 An alle meine spirituellen Brüder und Schwestern in China 288

Schluss
Ich setze alle meine Hoffnung in die Menschlichkeit 295 Wir können nicht nur von Hoffnung leben 295
Auf dem Weg zum Frieden mit dem Dalai Lama 299 Nachwort von Sofia Stril-Rever
Anhang
Anmerkungen 305 Bibliographie 311 Danksagung 315