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Maria im Verständnis der Kirchen und die Gottesmutterikonen
Maria im Verständnis der Kirchen und die Gottesmutterikonen




Helmut Fischer

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
EAN: 9783865680976 (ISBN: 3-86568-097-6)
128 Seiten, hardcover, 17 x 25cm, 2006, 32 farbige Abbildungen

EUR 14,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Bei keinem anderen Thema liegen die Positionen der christlichen Konfessionen so weit auseinander wie beim Verständnis der Mutter Jesu. In klar gegliederten Kapiteln zeichnet der Verfasser die entscheidenden Entwicklungsschritte und Weichenstellungen im Marienverständnis der Kirchen des Ostens und des Westen nach, und zwar von den Anfängen bis zu deren gegenwärtigen theologischen Konzepten. Diese Marienverständnisse konfrontiert er mit den biblischen Texten. Er zeigt schließlich, wie die unterschiedlichen Facetten des ostkirchlichen Marienverständnisses in den Marienikonen ihre bleibende Gestalt gefunden haben. Vor diesem theologischen Hintergrund werden im Schlusskapitel die Grundtypen der Gottesmutterikonen und deren Botschaft in je ihrer Eigenart vorgestellt.
Rezension
Die Mariologie ist ein besonderes Kapitel des römisch-katholischen wie orthodoxen Christentums und deren Theologie - und zwischen beiden keineswegs einheitlich. Der Protestantismus lehnt eine Marienverehrung grundsätzlich ab. - Diese verständliche Darstellung zeichnet die entscheidenden Entwicklungsschritte und Weichenstellungen im Marienverständnis der Kirchen des Ostens und des Westen nach und kommt nach eher dogmatisch ausgerichteten und konfessionsdifferrenzierenden Kapiteln insbesondere auf die Mariendarstellungen als Ikonen zu sprechen, besonders in den Kapiteln 7 und 8, wo die einschlägigen Gottesmutterikonen charakterisiert und typisiert werden. Zahlreiches, exemplarisches Bildmaterial unterstützt die Textdarstellung.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7

Klärendes zu den Konfessionsbezeichnungen 8

1. Hinführung 12

Ikonen - Bilder einer fremden Kultur 12
Die Irreführung durch vermeintlich Bekanntes 12
Die konfessionell unterschiedlichen Marienverständnisse 13
Verstehen bedeutet Brücken schlagen 14
Wie gehen wir vor? 14
Die römisch-katholische Kirche artikuliert ihr Marienverständnis in Dogmen 15

2. Maria die Gottesmutter 17

Zur Gottesmutter wird Maria erst durch die Kirche 17
Die Ostkirche betont die Frömmigkeitspraxis 17
Die römisch-katholische Kirche erschafft ein Dogma 18
Die Verehrung der Gottesmutter 19
Die Gottesmutter wird zur Beschützerin 20
Maria im Neuen Testament 21
Protestanten verweisen auf die Zeugnisse der Bibel 25

3. Maria die Immerjungfrau 26

Die Entwicklung geht weiter 26
Die orthodoxe Praxis 27
Das römisch-katholische Dogma 29
Was sagt die Bibel zur Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria? 30
Das Dilemma der römisch-katholischen
Bibelwissenschaftler 35
Die protestantische Position 38

4. Maria die unbefleckt Empfangene 40

Das römisch-katholische Dogma. Der Inhalt 40
Die orthodoxe Position 44
Der protestantische Einspruch 45

5. Die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel 48

Das römisch-katholische Dogma 48
Die orthodoxe Position 49
Der protestantische Einspruch 50

6. Zusammenfassendes 53
Die orthodoxen Kirchen 53
Die römisch-katholische Kirche 56
Wie Protestanten Maria, Marienfrömmigkeit undMariendogmen sehen 65

7. Die autonomen Gottesmutterikonen 73

Zur Vorgeschichte 73
Die Orans / die bittende Gottesmutter 77
Die thronende Gottesmutter 84
Die Hodegetria / die den Sohn präsentierende Gottesmutter 88
Die Glykophilousa / die Umilenie / die mütterliche Gottesmutter 98

8. Einige nichtautonome Gottesmutterikonen 108

Entschlafen der Gottesmutter 108
Gottesmutter Verschlossener Garten / hortus clausus 110
Gottesmutter Unverbrennbarer Dornbusch 110
Gottesmutter Lebenspendende Quelle / ZoodochosPege 114
Gottesmutter Aller Leidenden Freude 115
Gottesmutter Schutzmantel / Pokrov 117
Versammlung / Synaxis der Gottesmutter 118
Die Gottesmutter von Achtyrka 120
Weine nicht um mich, Mutter 124

Zitierte Literatur 125