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Mahlers Zeit
Roman
Neuausgabe
Daniel Kehlmann
Rowohlt
EAN: 9783499018978 (ISBN: 3-499-01897-7)
160 Seiten, paperback, 13 x 19cm, Juni, 2026
EUR 14,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Viele Jahre schon hat sich der Physiker David Mahler mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich unveränderlich ist oder sich nicht doch etwas finden ließe, das ihren Lauf umkehrt, als er eines Nachts im Traum eine Entdeckung macht. Am nächsten Morgen hält er einen Stoß beschriebener Blätter in den Händen, die das älteste Gesetz der Natur infrage stellen und damit die Grundfesten der Welt. Wird endlich ein Menschheitstraum wahr? Sollte es möglich sein, in die Zukunft zu schauen? Und können die Menschen diesen Blick aushalten? Mahler will seiner ungeheuren Entdeckung Gehör verschaffen, aber das gestaltet sich ausgesprochen schwierig. Er sucht den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov, doch seltsame Zufälle verhindern immer wieder ein Zusammentreffen. Hier sind höhere Mächte am Werk, sie sind nicht freundlich, und sie haben kein Mitleid, und mit jedem Schritt und jeder Zeile stürzt Mahler tiefer in sein Verderben.
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, wurde für sein Werk unter anderem mit dem Candide-Preis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Sein Roman Die Vermessung der Welt ist eines der erfolgreichsten deutschen Bücher des 21. Jahrhunderts, auch Tyll stand monatelang auf den Bestsellerlisten und gelangte auf die Shortlist des International Booker Prize, ebenso wie der Roman Lichtspiel. Außerdem schrieb er das Drehbuch zur Fernsehserie Kafka. Daniel Kehlmann lebt in Berlin und New York.
Rezension
Dieser frühe Roman des 25-jährigen Daniel Kehlmann erschien zuerst 1999 im Frankfurter Suhrkamp-Verlag und liegt hiermit als Neuausgabe vor. Er handelt vom jungen, hochbegabten und übergewichtigen Wissenschaftler David Mahler, der glaubt, hinter das Geheimnis der Zeit gekommen zu sein, und daran verzweifelt. David Mahler hat einen Konstruktionsfehler in der Schöpfung gefunden; ihm ist klargeworden, dass es nicht mehr als vier Formeln braucht, um den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik – die einzige Verbindung zwischen den Dingen und der Zeit – außer Kraft zu setzen und somit die Umkehrbarkeit der Zeit zu ermöglichen. Damit macht er sich Gott und die höheren Kräfte zum Feind; sie sind „nicht freundlich und sie haben kein Mitleid“. David Mahler stürtzt immer tiefer in sein Verderben.
Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Das Werk eines fertigen Schriftstellers, der souverän den sanften Schrecken kalkuliert, in fremde Psychen schlüpft, aus Farben, Lichtern, Zeichen und Wundern magische Bilder destilliert.
Neue Zürcher Zeitung |
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