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M. - Das Ende und der Anfang
Roman
Aus dem Italienischen von Verena von Koskull
Antonio Scurati
Klett-Cotta
EAN: 9783608967197 (ISBN: 3-608-96719-2)
368 Seiten, hardcover, 14 x 22cm, Mai, 2026
EUR 28,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
»An Scuratis Romanbiographie des Duce kommt man nicht mehr vorbei« Frankfurter Rundschau
Der phänomenale Abschluss der weltweit gefeierten Bestsellerreihe aus Italien: »Das Ende und der Anfang« erzählt vom Ende des Mannes, dessen blutige Spuren sich von Italien nach Europa und in die ganze Welt ziehen – und vom Anfang des Mythos Mussolini. Ein unvergleichliches Epos.
Am 28. Juli 1943 wird Benito Mussolini nach Ponza deportiert. Er hat alles verloren, hegt keine Hoffnung mehr – bis er durch einen Handstreich deutscher Fallschirmjäger befreit und von Hitler an die Spitze eines Marionettenstaates gesetzt wird, so unbeweglich und bleiern wie die Wasser des Gardasees, von dem aus er ihn regieren soll: die Italienische Sozialrepublik. In den sechshundert Tagen ihres Bestehens – von September 1943 bis April 1945 –, erlebt Italien seine dunkelste Stunde: die Stunde der niederträchtigsten und feigsten Gewalt, der Judenverfolgung, der Flächenbombardements. Es ist der letzte Akt der Tragödie des Faschismus und des Krieges. Mit der ganzen Kraft und Sorgfalt der Literatur erzählt Antonio Scurati das tragische Ende: der Höflinge, der Mitwisser, derjenigen, die fliehen, und derjenigen, die bis zum Schluss beim Duce bleiben. Es ist das Ende Mussolinis – und es ist der Beginn der Freiheit für Italien und Europa.
Antonio Scurati, 1969 in Neapel geboren, ist Professor für vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Mailand und schreibt für die Zeitungen Corriere della Sera and El País. Seine Romane sind in viele Sprachen übersetzt und wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Premio Mondello und dem Premio Campiello. Sein großes Romanprojekt zum Aufstieg des Faschismus in Europa machte ihn international berühmt. Alle drei erschienenen Bücher standen auf Platz eins der italienischen Bestsellerliste. Für »M. Der Sohn des Jahrhunderts« erhielt den wichtigsten Literaturpreis Italiens, den Premio Strega; »M. Der Mann der Vorsehung« wurde mit dem Prix du Livre Européen ausgezeichnet.
Rezension
Der nunmehr vollendete fünf-teilige historische Roman über Aufstieg und Ende Benito Mussolinis zum Il Duce Italiens und den italienischen Faschismus ist auch ein aktuelles Mahnmal gegen die Rückkehr von Faschismus und Rechtspopulismus im heutigen Europa. Hier ist der letzte und fünfte Band von Antonio Scuratis antifaschistischem Romanprojekt über M(ussolini) anzuzeigen. Der erste Band in ähnlicher Aufmachung heißt "M. Der Sohn des Jahrhunderts", (Klett-Cotta, 9783608985672, 830 S., hardcover, 14 x 22cm, Februar 2020) und umfasst die Jahre 1918-1924 umfasst. Der zweite Band der monumentalen Mussolini-Trilogie des Mailänder Sprachforschers Antonio Scurati beschrieb die Jahre 1925-1932 ("„M. Der Mann der Vorsehung", Klett-Cotta 2021). Der dritte Roman-Band der akribisch recherchierten Mussolini-Trilogie beschreibt die Geschichte des italienischen Faschismus von der Annäherung zwischen Italien und Deutschland 1938 bis in die ersten Weltkriegsmonate. Europa steht im Jahr 1938 am Abgrund: Das nationalsozialistische Deutschland hat sich Österreich bereits einverleibt, der hilflose Kontinent taumelt in den Krieg und Rassismus und Antisemitismus haben freie Bahn. Der vierte Band: "M. Das Buch des Krieges" erzählt vom Zusammenbruch des faschistischen Regimes in Italien und Mussolinis Untergang. »Das Buch des Krieges« ist ein großer literarischer Wurf und ein Mahnmal gegen den Faschismus; denn es gelingt dem Roman, den Populismus am Faschismus aufzuzeigen und damit auf die Gefahren der Gegenwart hinzuweisen. - Der hier anzuzeigende fünfte und letzte Roman-Band "Das Ende und der Anfang" erzählt vom Ende des Mannes, dessen blutige Spuren sich von Italien nach Europa und in die ganze Welt ziehen – und vom Anfang des Mythos Mussolini.
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Presse-Stimmen:
»Womit er zweifellos recht hat: Faschismus ist eine Radikalisierung der Idee vom "nationalen Interesse" und als solche der Demokratie näher, als es deren Verteidiger wahrhaben wollen. Für diesen Gedanken – und für dessen italienische Geschichte – eine Anschauung gefunden zu haben, bis tief in die Schicksale einzelner Menschen hinein: Darin liegt das erhebliche Verdienst dieses Romans.«
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 7. Juni 2026
»Seine knappen kunstvollen und eindringlichen Sätze gleichen eher einer Gesprächstherapiesitzung: Alles wird herausgeholt und liegt dann schonungslos vor einem. Nur es kann dauern, bis daraus etwas, auch im eigenen Kopf, folgt. Denn vor allem wird kein schnelles "Gut" und "Böse" verteilt.«
Christoph Villinger, taz, 2. Juni 2026
»Selten hat eine solche romanhafte Biografie so großes positives Echo erzeugt wie Scuratis Roman. Er verbindet in vorbildlicher Weise Historie und erläuternde Geschichte und lässt den großen Duce in allen seinen Facetten lebendig werden. Exzellent.«
Ernst Koelnsperger, Studiosus Bücherschau, 1. Juni 2026
»Das ›M‹ steht für Mussolini, dessen Leben Scurati detailreich und elegant nacherzählt. […] Das Oszillieren zwischen der Nüchternheit sorgfältig recherchierter Originaldokumente und erzählerischer Verdichtung verleiht seinen Büchern ihre Wucht. Sprachlich hebt sich Scurati vom herkömmlichen historischen Romanen ab: Sein Stil ist eindringlich, rhythmisiert durch kurze, prägnante Sätze, die die Dramatik der Geschehnisse verstärken. Die Konzentration auf das Erleben der Protagonisten und die Dynamik der Ereignisse verleiht Scuratis Erzählung eine besondere Unmittelbarkeit, die neben der Ideologie eben auch die Psychologie der Faschisten – und allen voran Mussolinis – in den Mittelpunkt stellt.«
Moritz Pitscheider, Jungle World, 24. April 2025 |
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