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Lexikon der christlichen Antike  Kröners Taschenausgabe Band 332
Lexikon der christlichen Antike


Kröners Taschenausgabe Band 332

Johannes B. Bauer, Manfred Hutter, Anneliese Felber (Hrsg.)

Alfred Kröner Verlag
EAN: 9783520332011 (ISBN: 3-520-33201-9)
387 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 12 x 18cm, 1999

EUR 25,50
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
In rund 1000 Artikeln informieren ausgewiesene Altertumswissenschaftler und Theologen über die wichtigsten Aspekte der Religions-, Kultur- und Sozialgeschichte des antiken Christentums und seine Auseinandersetzung mit den Denk- und Lebensformen der klassischen Antike und des Vorderen Orients. Ein umfangreiches Quellen- und Literaturverzeichnis sowie eine Zeittafel komplettieren dieses allgemeinverständlich geschriebene Lexikon.



Die christliche Antike ist - neben der griechischen und römischen Antike -das dritte große Feld der europäischen Altertumswissenschaften. Mit dem vorliegenden Band wird die Epoche vom 1. bis zum 8. Jahrhundert, vom Entstehen der ersten christlichen Gemeinden über die Ausbreitung und Anerkennung des Christentums in der Kaiserzeit bis zu den »dunklen Jahrhunderten« zwischen Spätantike und Frühmittelalter, erstmals in einem Lexikon vollständig erschlossen.

In rund 1000 Artikeln informieren ausgewiesene Altertumswissenschaftler und Theologen über die wichtigsten Aspekte der Religions-, Kultur- und Sozialgeschichte des antiken Christentums und seine Auseinandersetzung mit den Denk-und Lebensformen der klassischen Antike und des Vorderen Orients. Neben Artikeln zur Geschichte des Christentums, zu Institutionen und Synoden, theologischen Begriffen und Glaubenssätzen, christlichen Autoren und ihren Schriften, zur geographischen Verbreitung und politischen Durchsetzung des Christentums bietet das Lexikon Artikel zu nicht-christlichen Religionen, zu Kunst und Archäologie, Philosophie, Symbolik und Alltagsleben des 1. bis 8. Jahrhunderts. Ein umfangreiches Quellen- und Literaturverzeichnis sowie eine Zeittafel komplettieren dieses Lexikon.



Johannes B. Bauer, geb. 1927, lehrte von 1966 bis zu seiner Emeritierung 1995 als Ordinarius und Vorstand des Instituts für Ökumenische Theologie und Patrologie an der Universität Graz. Seit 1987 ist er Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er ist u.a. Herausgeber von Kommentaren und kritischen Textausgaben zu patristi-schen Werken sowie des »Bibeltheologischen Wörterbuchs« (1959, 41994).



Manfred Mutter, geb. 1957, Promotion zum Dr. theol. 1984, Promotion zum Dr. phil. 1991, Habilitation im Fach Religionswissenschaft an der Universität Graz 1990, seit 1997 Außerordentlicher Universitätsprofessor für Religionswissenschaft in Graz. Er ist u.a. Herausgeber (zus. mit Peter W. Haider und Siegfried Kreuzer) der »Religionsgeschichte Syriens. Von der Frühzeit bis zur Gegenwart« (1996) und Verfasser von Monographien zum Manichäismus und zu den Baha'i.



Anneliese Felber, geb. 1957, Promotion zum Dr. theol. 1991, seit 1995 Assistenzprofessorin am Institut für Ökumenische Theologie und Patrologie in Graz. Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen gehört eine Studie zur Deutung der Rahabepisode in der Patristik (1992) sowie der Band »Harmonie durch Hierarchie? Das Denken der Geschlechterordnung im frühen Christentum« (1994).
Rezension
Die christliche Antike wird hier recht weit gefasst: bis ins 8. Jahrhundert. Die Artikel informieren knapp, aber gründlich über Themen wie "Chalkedon", "Christenverfolgungen", "Koinobiten", "Lamm", "Qumran", "Thekla" oder "Osterfeststreit". Quellenausgaben sowie die wesentliche Sekundärliteratur sind angegeben; von hier aus kann eine Weiterarbeit erfolgen. - Gerade mit der Alten Kirche / Patristik haben Religionslehrer/innen nicht selten ihre Probleme; das Wissen um die Epoche ist zumeist gering, die theologischen und politischen Entwicklungen (z.B. Konstantinische Wende)sind verwickelt. Hier aber entstehen die entscheidenden theologischen Konzeptionen wie Trinität, Glaubensbekenntnis und christologische Systeme wie die Zwei-Naturen-Lehre sowie wesentliche Ausprägungsformen des christlichen Glaubvens, die bis heute grundlegend sind, z.B. das Mönchtum. Selbst wenn diese Inhalte unmittelbar unterrichtlich womöglich kaum begegnen werden, so ist ein grundlegendes Wissen um die Alte Kirche als theologische Bildung wohl ebenso bedeutsam wie die Kenntnis der Epoche der Reformation für den Protestantismus. - Dieses Lexikon verhilft zu schneller und wissenschaftlich verantworteter Information.

Thomas Bernhard für lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Die Epoche vom 1. bis zum 8. Jahrhundert, vom Entstehen der ersten christlichen Gemeinden über die Ausbreitung und Anerkennung des Christentums in der Kaiserzeit bis zum Ende der Spätantike wird erstmals in einem Lexikon vollständig erschlossen.

Mit dem vorliegenden Lexikon wird die Epoche, in der das Christentum zur römischen Staatsreligion aufsteigt, anschaulich vorgestellt. In rund 1000 Artikeln informieren ausgewiesene Altertumswissenschaftler und Theologen über die wichtigsten Aspekte der Religions-, Kultur- und Sozialgeschichte des antiken Christentums und seine Auseinandersetzungen mit den Denk- und Lebensformen der klassischen Antike und des Vorderen Orients. Neben Artikeln zur Geschichte des Christentums, zu Institutionen und Synoden, theologischen Begriffen und Glaubenssätzen, christlichen Autoren und ihren Schriften bietet das Lexikon Artikel zu nichtchristlichen Religionen, zu Kunst und Archäologie, Philosophie, Symbolik und Alltagsleben des 1. bis 8. Jahrhunderts. Ein umfangreiches Quellen- und Literaturverzeichnis sowie eine Zeittafel komplettieren dieses Lexikon.
Inhaltsverzeichnis
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter VII

Vorwort IX

Abkürzungen XII

Literatur XVIII
1. Grundlegende Literatur XVIII
2. Antike christliche Autoren XXI

Zeittafel XXIX

Lexikonartikel A-Z 1


Leseprobe:

Polykarp soll noch von den Apos
teln zum Bischof von Smyrna be
stellt worden sein (Tert., praescr.
32; Iren., adv. haer. 3,3,4) und hat
wahrscheinlich 155/166 mit Bi
schof Anicet in Rom über die
Osterpraxis verhandelt, soll dort
Häretiker bekehrt haben (Iren.,
ebd.) und dürfte am 23.2.167 das
Martyrium erlitten haben. Von
ihm stammt ein Brief an die Phi
lipper. Anlass ist die Geldgier des
Presbyters Valens, Inhalt sind die
Themen Gerechtigkeit, Brüder
lichkeit, Nachfolge Christi, Mar
tyrium, Doketismus. Der Brief
steht den -^Pastoralbriefen nahe.
P. kämpft in gefahrvoller Zeit für
die Identität seiner Kirche gegen
synkretist. Auflösung. Kap. 13
dürfte ein eigener früherer Brief
P.s sein, Begleitschreiben zu einer
Sammlung der Briefe des -»Igna-
tius, die die Philipper erbeten hat
ten. JBB

L: J. A. Fischer, Die Apostol. Väter, 9. Aufl. 1986,
227-265. - W. R. Schoedel, P., in: ANRW
II 27/1, 1993, 272-358. - J. B. Bauer, Die
P.briefe, 1995.