|
|
|
|
Kierkegaard
Biografie
2. Aufl. 2006 / 1. Aufl. 2005
Aus dem Dänischen von Herbert Zeichner und Hermann Schmid
Joakim Garff
Deutscher Taschenbuch Verlag
EAN: 9783423342384 (ISBN: 3-423-34238-2)
992 Seiten, paperback, 14 x 21cm, 2006, Mit Abbildungen
EUR 24,50 alle Angaben ohne Gewähr
|
|
Umschlagtext
»Das beste und umfassendste Buch über Kierkegaards Leben.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Er war einer der großen Denker des 19. Jahrhunderts, er war aber auch ein großer Exzentriker. Leicht erregbar, überempfindlich und kritisch, insbesondere gegenüber der Kirche, paßte er so gar nicht in das fleißige und fromme Kopenhagen seiner Zeit. Joakim Garff, einer der besten Kenner von Kierkegaards Leben und Werk, hat die maßgebliche Biographie über ihn geschrieben. Ein großer europäischer Lebensroman, ganz bestimmt nicht nur für Philosophen.
»Mag das damalige Kopenhagen auch
eine kleine, ferne Welt sein, man läßt sich gern
von Garff dort herumführen, zumal er dies
mit großer sprachlicher Eleganz und Lust an
kleinen, vielsagenden Geschichten tut.«
Literaturen
Rezension
Diese umfangreichste und wohl beste Kierkegaard-Biographie schildert nicht nur ein überaus interessantes und tragisches Leben, sie führt letztlich auch umfassend ein in das Verstehen des Werks des großen dänischen Theologen und Philosophen. Leben und Werk, Existenz und Philosophie sind bei Kierkegaard elementar miteinander verknüpft. Seine Wirkungsgeschichte ist kaum zu überschätzen: von Nietzsche bis zur Existenzphilosophie und zur Dialektischen Theologie. Zentral in Werk Kierkegaards und wirkungsgeschichtlich bedeutsam bis in die Existenzphilosophie des 20. Jhdts. hinein sind die Begriffe der Existenz und der Angst, denen die Begriffe der Freiheit und der Entscheidung entsprechen. Existenz versteht Kierkegaard als Sein in der Zeit und als Werden des je Einzelnen. Dabei durchläuft der Mensch drei Stufen: die ästhetische, die ethische und die religiöse Stufe. Erst auf der Stufe des Religiösen erfährt der Mensch, dass endgültiger Aufstieg aus der Angst und der damit verbundenen Verzweiflung der Gnade Gottes bedarf. Diese komplexen Begriffe werden in dieser Biographie im wahrsten Sinne des Wortes mit Leben gefüllt ...
Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
»Dereinst werden nicht nur meine Schriften, sondern wird gerade mein Leben, die listenreiche Heimlichkeit der ganzen Maschinerie studiert und wieder studiert werden.« Søren Kierkegaard
Sein Leben taugte als Stoff für einen Roman, seine Bücher machten gleich nach ihrem Erscheinen Furore. Was Kierkegaard über Ästhetik, Ethik, Existenz und Religion schrieb, war immer auch Reaktion auf seine eigenen Erfahrungen und Krisen.
Seine Kindheit verbrachte er in einer frommen, strengen Familie in Kopenhagen, als Student gefiel er sich in der Rolle des Dandys, durchlitt leidenschaftlich-aussichtslose Liebesaffären, insbesondere zu Regine Olsen, las und schrieb exzessiv, stritt furios mit Kollegen und vor allem mit der Kirche und frönte einer ausgeprägten Eitelkeit, die sich vor allem in seinem exzentrischen Erscheinungsbild zeigte.
Joakim Garff schildert dieses bewegte Leben und führt den Leser in die weite Gedankenwelt des literarischen Philosophen Kierkegaard ein.
Joakim Garff, geboren 1960, lehrt seit 1994 am Søren Kierkegaard Research Center in Kopenhagen und ist Mitherausgeber von Kierkegaards Schriften.
Pressestimmen
»Das beste und umfassendste Buch über Kierkegaards Leben.« Frankfurter Allgemeine Zeitun
»Mag das Kopenhagen des 19. Jahrhunderts auch eine kleine, ferne Welt sein, man lässt sich von Garff gern dort herumführen, zumal er dies mit großer sprachlicher Eleganz und Lust an kleinen vielsagenden Geschichten tut. Garff ist ein brillanter Erzähler.« Literaturen
»… lebendige, pointierte Darstellung: eine existenzielle Biographie, die sich in diesen ›siebenfach Reflektierten‹, diesen Virtuosen der Selbstauslegung und Selbstverhüllung einfühlt, ohne sich mit ihm zu identifizieren.« Neue Züricher Zeitung
»Mit leichter Feder zeichnet der Biograf und Mitherausgeber der Gesamtausgabe von Kierkegaards Schriften dessen Entwicklung nach. Vom schüchternen Jungen zum eitlen, exzentrisch gekleideten Dandy, vom Theologiestudenten zu dem verbissenen, von der Presse verspotteten Sonderling …« taz, Berlin
»Die fulminante Kierkegaard-Biografie von Joakim Garff.« AZ, München
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 13
ERSTER TEIL
1813-1834 23
Der kleine »Gabel« 28
Verpfuschen 34
Socken-Sören 39
Eheschließung und Großfeuer 45
Studiosus Severinus 49
Alma mater 52
Das unterirdische Kopenhagen 56
Ausgestoßen 61
1835
Die lautlosen Stimmen der Toten 73
Der Sommer 1835 in Gilleleje 77
» die Idee zu finden, für die ich leben und sterben will« 84
1836
»Ein Salto mortale ins Sibirien
der Meinungsfreiheit« 89
Den Neigungswinkel berechnen - im Heibergschen
Zauberkreis 97
Studiosus Faustus 105
Der Streit zwischen dem alten und dem
neuen Seifenkeller 113
Foul Martin Möller 119
»Moralische Naturbeschreibungen« - Affektation und Selbstbetrug 122
»Übung hinter den Kulissen« 130
1837
Sturm und Drang? 137
Maria 147
Lebensüberdruß in der Lövstraede 151
»Lieber Emil!! Du mein Freund, der einzige « 155
Der Lektüre Ausschweifungen 160
1838
»Es gibt eine unbeschreibliche Freude« 164
Tod eines Kaufmanns 167
»Das große Erdbeben« 169
Aus eines noch Lebenden Papieren 178
1839
Ein reicher junger Mann ' 188
Der Translateur 191
»Meine Examensvorbereitung ist die längste Einschaltung« 194
Ein Dandy auf Pilgerreise 197
ZWEITER TEIL
1840
Regine - in memoriam 207
Fräulein O. 209
Aus den Papieren eines schon Verstorbenen 213
Zeit des Grauens 221
»Sie wählte den Schrei, ich den Schmerz« 227
1841
Über den Begriff der Ironie 230
1842
Splitternackt in Berlin 238
»Das Ästhetische ist überhaupt mein Element« 244
Der ziellose Tourist 247
1843
Entweder-Oder 255
»Ein Monstrum von einem Buch« 259
Im literarischen Exil 267
Geistige Erotik 270
Regines Nicken 271
Wieder in Berlin 273
Die Wiederholung 276
»Es lebe das Posthorn« 281
Man selbst zu werden bedeutet, ein anderer zu werden 284
Das Eingreifen der Wirklichkeit 289
1 : 50 293
Der bereute Text 295
Furcht und Zittern 299
Abraham und Das Messer: Agnete und Farinelli 306
» ein Riß, durch den das Unendliche herausscheint« 310
1844
Der Begriff Angst 316
Die betörende Angst - Blätter aus dem Fachbuch eines Verführers 320
Das Tagebuch der Verführung 330
O, ein Vorwort schreiben 334
Besprechungen 337
Israel Levin 342
»Komm doch mal zu mir« 348
Glauben ist Erwartung des Fröhlichen, Glücklichen, Guten 351
1845
»Groß genug, um eine größere Stadt zu sein« 357
»- beinahe hätte ich mit zu tanzen angefangen« 361
»Das Menschenbad« 365
»Ja, gewiß bin ich Aristokrat -« 375
»Mir scheint Grundtvig ein Ouatschkopf zu sein« 376
Kierkegaard in der Kirche 384
»Man meint, daß ich pfusche« 392
Stadien auf des Lebens Weg 399
Einlagestücke 402
»Schrift-Proben« 417
Exit: Heiberg 422
Nachschrift: Kierkegaard 426
DRITTER TEIL
1846
»Märtyrer des Gespötts« 433
Corsaren — »ein Teufelsblatt« 435
Komische Komposition und Goldschmidts eleganter Mantel 438
»Ich bin ein Jude, was will ich eigentlich bei Euch?« 441
Teufelchen im Regenmantel: Feder Ludvig Möller 445
»Ein Besuch in Sorö« 451
»Käme ich doch nun bloß bald in den >Corsaren<« 454
Des Corsaren Kanonade 456
Möllers Nachschrift zu Kierkegaards Nachschrift 464
Bewunderung und Mißgunst: Wenn ein Wort das andere gibt 468
»Der Bucklige mit dem Silberblick« 472
Der große Umschlag 474
»Schule der Qualen« 477
Die Nachbarn 483
»S. Kierkegaard und seine Rezensenten« 487
» dieser durchgeschwitzte lauwarme Breiumschlag,
der der Leib ist« 494
Der Ochse des Phalaris 498
» was weiß der Arzt eigentlich?« 501
» denn ich habe meine Schwermut geliebt« 505
Adolph Peter Adler 508
Das Buch über Adler 512
»Konfusionsmacherei von der besten Sorte« 515
Paulus und Hansen, der Tapezierer 518
Exaltation: 7-14-21; 7-14-21; 7-14-21 520
»Die Lust am Produzieren« 522
Graphomanie 528
»Rad. Valerianae« 531
1847
»Wünschen Sie vielleicht auch, daß ich Ihr Gehirn
klopfen hören soll?« 534
Die Presse - »staatliche Dreckschleuder« 543
Reisen ist schreiben - und umgekehrt 547
»Das Luftbad« 549
»Entweder und Oder« 553
Regine Schlegel 558
»Eine Volksregierung ist das wahre Bild von der Hölle« 561
»Dies ist die Idee der Religiosität« 566
»100 000 murrende Unmenschen« 568
» vielleicht wird im Lager Alarm geschlagen -
und ich werde zum mißhandelten Opfer« 572
»Sie erwarten einen Tyrannen, wo ich einen
Märtyrer erwarte« 574
Gott haßt Pyramiden 577
Freiheit, Gleichheit und Barmherzigkeit 580
Aus eines noch Lebenden Wertpapieren 583
Lukrative Bücher 586
»Jahr für Jahr auf eigene Rechnung« 592
VIERTER TEIL
1848
Verschwenderisch sein im Dienste der Idee 601
»Kopenhagen ist eine sehr schmutzige Stadt« 605
Die Krankheit zum Tode 612
» Gott ein klein bißchen anders zu dichten« 614
»Die Poesie der Ewigkeit« 618
Edieren oder Nicht-Edieren 621
Der Gesichtspunkt für meine Wirksamkeit als Schriftsteller 624 »Was hat diese Feder nicht darzustellen vermocht ?« 628
»- aber dann kann ich doch nicht >ich< sagen« 631
Verwalter des eigenen Nachruhms 638
»Mein Vater starb - da bekam ich einen anderen Vater
an seiner Statt« 641
»Ich werde als eine Art Engländer angesehen,
ein halbverrücktes Original« 647
1849
Die Widmungen und eine abschlägige Antwort 652
Martensens Dogmatik 655
Ein Sonntag im Athenäum 659
Rasmus Nielsen 662
Das Zeugnis der Fredrika Bremer 670
Kierkegaards Traum 674
Der versiegelte Brief an Herrn und Frau Schlegel 679
»Kommen Sie ein anderes Mal wieder« 685
Jakob Peter Mynster 687
»Wenn ich mir Mynster betrachte« 704
Zwo kleine ethisch-religiöse Abhandlungen 712
Wille zur Ohnmacht 714
Der Bauchredner, der »Ich« sagte 717
Dichter des Martyriums: Martyrium des Dichters 720
»Dr. Exstaticus« 724
1850
Acht Möglichkeiten, nicht Abschied zu nehmen 731
Umzug 736
Einübung im Christentum 740
»Ein unheiliges Spiel mit dem Heiligen« 745
Der Idiotengott - und seine Zeit 747
Verärgerte Stimmen 751
»Und warum denn diese Verstecktheit?« 754
1851
»Die Zeile über Goldschmidt war schicksalsschwanger« 761
Kierkegaard in der Kastelskirke 767
Fanpost 769
Die Widmung an Regine 773
Ein theologischer Dorftrottel 775
1852
»Sie kam von der Kalkbrennerei her« 778
Die letzte Wohnung 784
1853
Ein Lebenslauf aus der Unterwelt 786
Nielsen - ein dämonischer Schlingel 793
»Eines Tages sah ich den Leichenbus kommen« 795
»In den Salons sollte der Preis erhöht werden« 797
SA vs. AS 803
»Das Christentum ist eine Erfindung des Teufels« 810
FÜNFTER TEIL
1854
»Das wäre ein Satan von einem Wahrheitszeugen!« 815
»-dergestalt begräbt man einen Wahrheitszeugen!« 820
»Katastrophisch wirken« 822
»Herr Kierkegaard — ein Mann ohne Ernst« 823
1855
»Der Gegner ist ein Rotzkerl« 829
Virginie und Regine - das Liebste verlieren 835
»Ganz einfach: Ich will Redlichkeit« 836
»Nimm deshalb die Pseudonymität weg« 839
Der Augenblick 843
»Da verwandelte sich dieser Dichter plötzlich« 845
Heraus mit der Innerlichkeit! 848
»Der Pfarrer - dieser in lange Kleider gehüllte Inbegriff
des Unsinns!« 850
Der Tod Gottes 857
Grundtvigs Erwiderung 859
»Pastor, Lic. theol. P. Chr. Kierkegaard, mein Bruder« 862
»Es geschah in einem Theater« 865
»O, hör, Du süßer Hurenjunge« 870
»Du frißt mit den Schweinen« 874
Patient Nr. 2067 875
Post mortem 888
Ein kleiner Leichnam: wohin nur damit? 890
Das Testament, die Auktionen und ein
psychopathischer Missionar 895
Papiere, die keiner möchte 903
Das Elend des Peter Christian 905
Die Frau zwischen den Gräbern 908
Namenregister 915
Literaturverzeichnis 924
Siglen und Hinweise 932
Quellennachweise 935
Bildnachweise 958
|
|
|