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Handbuch der Moraltheologie - 3 Bände  Band 1: Vom Sinn moralischer Verantwortung
Zu den Grundlagen christlicher Ethik in komplexer Gesellschaft. 1996
192 S.

Band 2: 
Freiheit, die mehr ist als Willkür
Christliche Ethik in zwischenmenschlicher Beziehung, Lebengestaltung, Krankheit und Tod. 1997
320 S.

Band 3
Jenseits von Pragmatismus und Resignation
Perspektiven christlicher Verantwortung für Umwelt, Frieden und soziale Gerechtigkeit. 1999
Bearbeitet von Schramm, Michael 
365 S.
Handbuch der Moraltheologie - 3 Bände


Band 1: Vom Sinn moralischer Verantwortung

Zu den Grundlagen christlicher Ethik in komplexer Gesellschaft. 1996

192 S.



Band 2:

Freiheit, die mehr ist als Willkür

Christliche Ethik in zwischenmenschlicher Beziehung, Lebengestaltung, Krankheit und Tod. 1997

320 S.



Band 3

Jenseits von Pragmatismus und Resignation

Perspektiven christlicher Verantwortung für Umwelt, Frieden und soziale Gerechtigkeit. 1999

Bearbeitet von Schramm, Michael

365 S.









Josef Römelt

Pustet
EAN: 9783791715117 (ISBN: 3-7917-1511-9)
192 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 16 x 24cm, 1996

EUR 49,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Band 1:

Die nachkonziliare Zeit mit ihrem faszinierenden Optimismus und Freiheitspathos ist vorbei. Gesellschaftlich dominieren die neuen ökologischen Grenzerfahrungen, bio- und medizinethische Fragestellungen sowie internationale soziale Probleme. In dieser neuen Situation muß die Moraltheologie ihre eigenen Grundlagen neu bedenken. Ihr kommt die Aufgabe zu, dem Menschen Mut zur moralischen Verantwortung inmitten aller komplizierten Prozesse seiner modernen Welt zu machen - zu einer menschlichen Verantwortung, die die illusionslose Resignation und den ökologischen und sozialen Pragmatismus vieler Zeitgenossen übersteigt.



Josef Römelt, geboren 1957, Dr. theol. 1987 in Innsbruck: Seit 1988 Professor für Moraltheologie an der Ordenshochschule in Hennef/Sieg. Seit 1993 Professor für Moraltheologie in Rom. Ab 1.9.95 Ordinarius für Moraltheologie und Ethik in Erfurt. Seit 1989 Schriftleiter der theologischen Fachzeitschrift „Theologie der Gegenwart". Seit 1993 Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Ethica"





Band 2:

Hat es für den einzelnen Menschen einen Sinn, in den unübersichtlichen Zusammenhängen des heutigen Lebens seinem Tun und Lassen eine stabile Ausrichtung zu geben? Theologische Ethik ermutigt zu einer positiven Antwort: Sie ersetzt die eindimensionale Strategie der modernen „Kultur der Vermeidung" durch die Fähigkeit zu Kreativität und Leiden. Das betrifft die vernünftige Balance zwischen Arbeitslast und Freizeit, die Akzeptanz bleibender Belastungen auch gelingender Partnerschaft, das Aushalten der Spannung zwischen familiärer Abhängigkeit und dem Bedürfnis nach persönlicher Autonomie. Das betrifft den Umgang mit der Gesundheit, die Auseinandersetzung mit den Grenzen gesundheitlicher Stabilität, mit chronischer Behinderung und mit dem Tod. Die Erfahrung des Glaubens wird dabei zum Fundament einer Lebensgestaltung, die zu einer realistischen Auseinandersetzung mit dem komplizierten Leben befähigt.



Der Autor:

Josef Römelt, Redemptorist, geboren 1957, Dr. theol. 1987 in Innsbruck. Seit 1992 Professor für Moraltheologie an der Ordenshochschule in Hennef/Sieg. Seit 1995 Professor für Moraltheologie und Ethik in Erfurt. Redaktionsmitglied der theologischen Fachzeitschrift „Theologie der Gegenwart" und der Zeitschrift „Ethica".





Band 3:

Die Grenzen individualethischer Altworten auf die bedrängenden gesellschaftlichen Probleme —Arbeitslosigkeit,Armut und Hunger, Umweltzerstörung, wachsende Gewaltbereitschaft und vielfach erlebte politische Ohnmacht, Destabilisierung, zunehmende Gleichgültigkeit und Angst - sind heute radikal deutlich geworden. Sozialethik richtet zur Zeit ihre Anstrengungen vor allem auf die „Verantwortung für die Strukturen", d. h. auf dieVerantwortung für die sachgerechte und moralisch wirksame Gestaltung ordnungspolitischer Konzepte und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Diesen Ansatz aufgreifend und weiterführend, wird hier im Konzept einer „personalenVerantwortung" die „strukturelle Verantwortung" noch einmal zurückgebunden an das Subjekt und seine Transzendenzverwiesenheit. Nur so lassen sich unmenschlicher Pragmatismus und hilflose Resignation als Reaktion auf die komplizierten sozialethischen Konflikte heute vermeiden.



Josef Römelt, Dr. theol., geboren 1957, Redemptorist. Seit 1992 Professor für Moraltheologie an der Ordenshochschule Hennef/Sieg. Seit 1995 Professor für Moraltheologie und Ethik in Erfurt. Redaktionsmitglied der theologischen Fachzeitschrift „Theologie der Gegenwart" und der Zeitschrift „Ethica"



Michael Schramm, Dr. theol.,geboren 1960. Seit 1995 Professor für Christliche Sozialwissenschaft in Erfurt. Mitglied des Ausschusses „Wirtschaft und Ethik" im Verein für Socialpolitik und Mitglied der „wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben" der Deutschen Bischofskonferenz.


Rezension
Dieses 3-bändige Handbuch der Moraltheologie kann insbesondere auch für die Lehrerhand empfohlen werden. Warum? 1) Mit insgesamt ca. 900 S. in drei Bänden für 49,90 € steht es in einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis, 2) es ist anspruchsvoll, aber verständlich verfasst und bearbeitet alle wesentlichen Fragen christlicher Ethik heute, 3) es berücksichtigt in der moraltheologischen Reflexion umfassend auch außertheologische Aspekte und Erkenntnisse aus Psychologie, Pädagogik, Medizin, Soziologie, Politologie und Ökonomie und erweist sich durchgängig auf der Höhe der Zeit, 4) es ist detailliert gegliedert und mit Personen- und Sachregistern versehen, so dass Themen und Fragestellungen schnell aufgefunden werden können; Grundlegung (Bd. 1), Individualethik (Bd. 2) und Sozialethik (Bd. 3) sind klar strukturiert, 5) die gesamte Anlage, Verarbeitung und die Hinweise auf weiterführende Literatur sind durchgängig solide. – So werden (katholische) Religionslehrer/innen in diesem Handbuch der Moraltheologie einen dauerhaften Begleiter für die Vorbereitung ethischer Themen vorfinden, z.B. wenn es um Themen geht wie: Liebe, Familie, Krankheit, Medizinethik, Tod, Umwelt, Frieden, soziale Gerechtigkeit.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Band 1
Vom Sinn moralischer Verantwortung
Zu den Grundlagen christlicher Ethik in komplexer Gesellschaft
ISBN: 3-7917-1506-2 / 16,90 €

Die nachkonziliare Zeit mit ihrem faszinierenden Optimismus und Freiheitspathos ist vorbei. Gesellschaftlich dominieren die neuen ökologischen Grenzerfahrungen, bio- und medizinethische Fragestellunegn sowie internationale soziale Probleme.
In dieser neuen Situation muss die Moraltheologie ihre eigene Grundlagen neu bedenken. Ihr kommt die Aufgabe zu, dem Menschen Mut zur moralischen Verantwortung inmitten aller komplizierten Prozesse seiner modernen Welt zu machen - zu einer menschlichen Verantwortung, die die illusionslose Resignation und den ökologischen und sozialen Pragmatismus vieler Zeitgenossen übersteigt.

Band 2
Freiheit, die mehr ist als Willkür
Christliche Ethik in zwischenmenschlicher Beziehung, Lebengestaltung, Krankheit und Tod
ISBN: 3-7917-1538-0 / 24,90 €

Hat es für den einzelnen Menschen einen Sinn, in den unübersichtlichen Zusammenhängen des heutigen Lebens seinem Tun und Lassen eine stabile Ausrichtung zu geben? Theologische Ethik ermutigt zu einer positiven Antwort: Sie ersetzt die eindimensionale Strategie der modernen "Kultur der Vermeidung" durch die Fähigkeit zu Kreativität und Leiden. Das betrifft die vernünftige Balance zwischen Arbeitslast und Freizeit, die Akzeptanz bleibenden Belastungen auch gelingender Partnerschaft, das Aushalten der Spannung zwischen familiärer Abhängigkeit und dem Bedürfnis nach persönlicher Autonomie. Das betrifft den Umgang mit der Gesundheit, die Auseinandersetzung mit den Grenzen gesundheitlicher Stabilität, mit chronischer Behinderung und mit dem Tod. Die Erfahrung des Glaubens wird dabei zum Fundament einer Lebensgestaltung, die zu einer realistischen Auseinandersetzung mit dem komplizierten Leben befähigt.

Band 3
Jenseits von Pragmatismus und Resignation
Perspektiven christlicher Verantwortung für Umwelt, Frieden und soziale Gerechtigkeit
Bearbeitet von Schramm, Michael
ISBN: 3-7917-1636-0 / 24,90 €

Die Grenzen individualethischer Antworten auf die bedrängenden gesellschaftlichen Probleme - Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger, Umweltzerstörung, wachsende Gewaltbereitschaft und vielfach erlebte politische Ohnmacht, Destabilisierung, zunehmende Gleichgültigkeit und Angst - sind heute radikal deutlich geworden. Sozialethik richtet zur Zeit ihre Anstrengungen vor allem auf die "Veranwortung für die Strukturen", d.h. auf die Verantwortung für die sachgerechte und moralisch wirksame Gestaltung ordnungspolitischer Konzepte und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
Diesen Ansatz aufgreifend und weiterführend, wird hier im Konzept einer "personalen Verantwortung" die "strukturelle Verantwortung" noch einmal zurückgebunden an das Subjekt und seine Transzendenzverwiesenheit. Nur so lassen sich unmenschlicher Pragmatismus und hilfose Resignation als Reaktion auf die komplizierten sozialethischen Konflikte heute vermeiden.


Inhaltsverzeichnis
Band 1:
Vom Sinn moralischer Verantwortung
Zu den Grundlagen christlicher Ethik in komplexer Gesellschaft


Einleitung 11

A. Zur geistesgeschichtlichen Situation

I. KAPITEL:
ZWISCHEN PERSÖNLICHER WAHRHAFTIGKEIT UND ETHISCHER PRAGMATIK -
DIE GEGENWÄRTIGE SITUATION DER ETHIK

1. Von der Faszination an der Subjektwürde zur Infragestellung des
Subjekts - von der Kultur der Freiheit zur komplexen Gesellschaft 18
2. Relativierung durch Pluralismus und biologisch-kosmische
Marginalisierung des Menschen: Konkrete ethische Entwürfe 20
2.1. Hoffnung auf die Stärke der menschlichen Freiheit 21
2.1.1. Das Bekenntnis zur Kommunikation: Diskursethik 21
2.1.2. Heuristik der Furcht: Ethik der (ökologischen) Verantwortung 23
2.2. Der Zweifel an der menschlichen Freiheit 24
2.2.1. Die Erfahrung der geistigen Relativität: Systemtheorie 24
2.2.2. Die Erfahrung der biologisch-kosmischen Marginalität: Bioethischer Utilitarismus 26
3. Zwischen moralischem Aufbruch und ethischer Resignation:
der geistesgeschichtliche Hintergrund heutiger Moraltheologie 28
3.1. Flucht in die existentielle Authentizität 29
3.2. Soziale und ökologische Funktionsgerechtigkeit (ethische Pragmatik) 31
3.3. Umfassende personale (christliche) Verantwortung? 32

B. Die moralische Sinnerfahrung des Glaubens

II. KAPITEL:
STRUKTUREN BIBLISCHER ETHIK

1. Freiheit und Natur als Schöpfung Gottes - das Erste Testament 38
1.1. Heilsgeschichtliche Responsorik 38
EXKURS: Zur Geschichte der Dekalogforschung 39
1.1.1. Der Anruf Gottes und die Antwort des Menschen 43
1.1.2. Realistische ethische Kompetenz 45
1.2. Personale Gestaltung mitgeschöpflicher und sozialer Bindung 47
1.2.1. Gottebenbildliche Freiheit in Freundschaft mit der mitgeschöpflichen Natur 47
1.2.2. Soziale Gerechtigkeit 50
1.3. Ethos des Vertrauens in das Leben 52
2. Tod und Schuld, die Heilserfahrung des Kreuzes - das Neue Testament 54
2.1. Die endgültige Nähe des Reiches Gottes 56
2.2. Gottesherrschaft als Handlungsprinzip 57
2.3. Logik der Überfülle der Liebe - Desorientierung und Reorientierung der Freiheit 59
2.4. Ethos eschatologischer Hoffnung für das Leben 61

C. Theologische Ethik
als Entwurf der Möglichkeit personaler christlicher Verantwortung im Kontext moderner komplexer Wirklichkeitserfahrung

III. KAPITEL:
EIN BEKENNTNIS ZUR MORALISCHEN GESTALTUNGSFÄHIGKEIT DES MENSCHEN -
DIE WÜRDE DES GEWISSENS

1. Die Erfahrung der vielfachen (psychischen und sozialen) Bedingtheit des menschlichen Gewissens 67
2. Die Würde des Gewissens: Integration des menschlichen Paradoxes zwischen Freiheit und Determination 72
EXKURS: Das christlich-theologische Verständnis des Gewissens
aIs moralische Grundkraft des Menschen - eine Synthese der antiken und biblischen Anthropologie 73
a) Rationale moralische Kompetenz
(svneidesis: griechisch-antike Kultur) 74
b) Begegnung mit Gott (leb: ersttestamentliches Lebensgefühl) 76
c) Freiheit in Christus (syneidesis im Neuen Testament) 79
d) Glauhende Intimität und moralische Identität 82
aa) Philon von Alexandrien 82
bb) Glaubende Intimität: conscientia als vox Dei (Augustinus) 83
3. Christlich-theologische Deutung der moralischen Kompetenz des Menschen heute 86
3.1 Die widersprüchlichen Antagonismen heutiger Gewissenserfahrung 86
3.2 Die kritisch-integrative Kompetenz des Gewissens: synteresis und conscientia
(Thomas von Aquin) 88
3.3 Zwischen Herausforderung und Bescheidung 91

lV. KAPITEL:
RATIONALE IDENTIFIZIEREARKEIT DES MORALISCHEN ANSPRUCHS
VERSUS HILFLOSEN RELATIVISMUS - ZUR NORMTHEORIE

1. Befreiung vom Gewicht der Gebote? -
Die gegenwärtige Skepsis gegenüber der normativen Ethik 94
1.1. Die Ästhetisierung der moralischen Ohnmacht des Menschen 95
1.2. Tragik psychischer Determination? 96
1.3. De-zentrierte Subjektivität 98
1.4. Das Ende ethischer Rationalität und moralischer Normen? 98
EXKURS: Moralische Ordnung, die Gott selbst dem Leben gibt - vom Glauben geführte Einsicht in das Wesentliche (Naturrechtsethik in ihren Anliegen und Grenzen) 101
a) Orientierung durch Vernunft - Halt durch rationale Abstraktion 102
b) Glaube und ethische Interpretation 103
c) Lehramtliche Konzeption theologischer Ethik heute
auf dem Hintergrund der naturrechtlichen Tradition 109
d) Entfremdete Vernunft: Kasuistik und Rigorismus 110
aa) Spätscholastischer Rationalismus 111
bb) Juridisierung, Kasuistik und Rigorismus 112
e) Theologische Ethik und Ideologie? 115
2. Theologische Ethik und komplexe Rationalität118
2.1. Gegenwärtige theologische Ethik jenseits metaphysischer Wesensfinalitäten: Autonomie und sachliche Kompetenz 120
2.2. Ethische Wahrheitsfindung im Dialog der Perspektiven
(Theologische Ansätze diskursethischer Rezeption) 123
2.3. Komplexe ethische Rationalität heute und die Notwendigkeit theologischer Integration 126
3. Ein gegenwärtiges Paradigma personaler Verantwortung: Identifikation des moralischen Anspruchs unter dem Anruf Gottes 129
3.1. Persönliche Berufung (Existentialethik) 130
3.2. Die ethische Bewußtseinsgeschichte im Sinnhorizont des Glaubens (Existentiallogik, Hermeneutik) 132
3.3. Die Kirche als Ort lebendiger Vermittlung zwischen der
moralischen Kompetenz des Menschen und der ermöglichenden Beziehung zu Gott 136
3.3.1. Glaube als Ermöglichung konkreter moralischer Verantwortung
über die Aporien menschlicher Freiheitsgeschichte hinaus 136
3.3.2. Kirchliche Vermittlung christlicher Sinnerfahrung - gesellschaftlicher Pluralismus - Ökumene 138

V. KAPITEL:
ACHTUNG DER FREIHEIT VERSUS VERZWEIFLUNG AM
MENSCHLICHEN PARADOX - VOM UMGANG MIT MENSCHLICHER SCHULD

1. Der unerbittliche Zwang der Schuld - die verzweifelte Erfahrung der modernen Kultur 143
1.1. Einsamkeit determinierter Freiheit 144
1.2. Radikaler Realismus: ein theologisch-psychologischer Versuch 145
1.2.1. Der Sündenfall als Zwangshandlung 146
1.2.2. Im Zirkel der Angst 147
1.2.3. Ehrlichkeit 148
1.3. Die transpersonale soziale Macht des Bösen 149
1.3.1. Menschliche Geschichte der Schuld 150
1.3.2. Die »strukturelle« Macht der Sünde 150
EXKURS I: Schuld als Erbsünde - die geschichtliche Solidarität sündiger Freiheit 152
EXKURS II: Ohnmacht als Sünde. Das feministische Paradigma des Verständnisses menschlicher Schuld 155
1.4. Theologische Radikalisierung:
Die geschichtliche Macht des Bösen in ihrer de-personalen Potenz - die Grenze des Verstehens 157
2. Die christliche Gegenerfahrung der Erlösung 161
2.1. Versuchte Freiheit - Treue Gottes: der biblische Bericht vom Sündenfall 161
2.1.1. Die freie Schuld des Menschen 162
2.1.2. Die Unfreiheit in der Freiheit menschlicher Schuld 164
2.1.3. Die Verweigerung gegenüber Gott 165
2.1.4. Das bedrückende Netz der Schuld und die Treue Gottes 166
EXKURS III: Zwischen ontologischem Schicksal und freier Verantwortung - christliches Bekenntnis zur Freiheit des Menschen in seiner Schuld 167
a) Schuld als ontologisches Schicksal (Plotin) 167
b) Die Freiheit des Menschen und das Böse als »Nichts« (Augustinus) 168
c) Sünde als »aversio a deo« und »conversio inordinata ad creaturas« (Thomas) 169
2.2. Gottes unbedingte Solidarität mit dem Menschen in der verwirrenden Ambivalenz seiner Schuld 171
2.2.1. Vom Gottesbild der innerweltlichen Gerechtigkeit zum leidenden Gottesknecht 172
2.2.1.1. Die Individualisierung des Schuldverständnisses 173
2.2.1.2. Die Aporie des Leidens 173
2.2.2. Erlösung in Jesus Christus 175
2.2.2.1. Der Widerspruch der Menschen 175
2.2.2.2. Der verwundbare Gott 176

Literaturverzeichnis 179
Personregister 188
Sachregister 191


Band 2
Freiheit, die mehr ist als Willkür
Christliche Ethik in zwischenmenschlicher Beziehung, Lebengestaltung, Krankheit und Tod


Einleitung 13
A. Lebensentwurf und Verantwortung
l
KAPITEL: AUF DER SUCHE NACH DEM AUTHENTISCHEN LEBENSENTWURF

1. Die zufälligen Ziele des Handelns 21
1.1. Berufswahl 23
1.2. Partnerwahl 23
1.3. Das Risiko der Familie 24
1.4. Freizeit 25
1.5. Gesundheit 25
2 Die Verantwortung für eine realistische und reife Lebenskultur 26

B. Liebe als gelingende Intimität

II. KAPITEL: WENN DIE LIEBE (K)EINE HEIMAT HAT

1. Das »ganz normale Chaos der Liebe« heute? 31
2. Zwischen Freiheit und Ohnmacht 37
2.1. Intimität ohne Bindung und Erschöpfung des Eros 37
2.2. Heterosexualität und Homosexualität 41
2.3. Warum der Mißbrauch von Kindern so zerstörerisch ist 49
3. Die neue Sehnsucht nach einem »Obdach der Seele« 51
EXKURS I: Personale Identität - Fähigkeit zu Nähe und Distanz 54
a) Die Genese personalen Lebens 55
b) Personale Kompetenz durch Herstellen von Intimität und Wahrung von notwendiger Distanz 55
3.1. Zwischen Angst, Hingabe und Autonomie 56
3.2. Freude am eigenen Körper - personaler Selbstand 59
EXKURS II: Wenn Sex zur Sucht wird 61
3.3. Voreheliche Beziehungen und das Problem der Übertragung 62
3.4. Eheliche Partnerschaft: Intimität als Prozeß 65
3.5. Nähe, die letztlich loslassen muß 67
3.6. Die Aufgabe von Beratung und Begleitung: Ermutigung zu gelingender Intimität 69
3.6.1. Die gegenseitig geschenkte Identität 70
3.6.2. Chancen liebender Kreativität 70
EXKURS III: Von der seelsorglichen Sprache und dem beratenden Gespräch bei sexuellen Konflikten 71

III. KAPITEL: MENSCHLICHE LIEBE IM RAUM DER ZUWENDUNG GOTTES

1. Der Optimismus der Bibel 74
2. Weil Gott die Liebe schützt: Die theologische Aussage von der Sakramentalität ehelicher Liebe 77
2.1. Theologiegeschichtliche Entwicklung 78
2.1.1. Treue zu Jesu Verkündigung 79
2.1.2. »Dies ist ein großes Geheimnis« 80
2.1.3. Theologische Entfaltung 81
EXKURS I: Recht, das die Liebe zu stützen versucht 82
2.2. Die ganzheitliche Vision der theologischen Deutung ehelicher Liebe 84
EXKURS II: Die theologische Begründung der Unauflöslichkeit der Ehe 87
a) Die Weisung Jesu 87
b) Frühchristliche Kasuistik 89
c) Die Ehepastoral in der sich entfaltenden Kirche 90
aa) Die beiden ersten Jahrhunderte 91
bb) Die nachapostolische Zeit 91
cc) Westkirchliche Entwicklung 92
d) Das Wiederverheiratungsverbot der Westkirche - Option für die radikale Ernstnahme der »inneren Unauflöslichkeit« der Ehe 93
2.3. Die Schwierigkeiten theologischer Lehre von der Ganzheitlichkeit ehelicher Liebe in der heutigen differenzierten Gesellschaft 95
2.3.1. Differenzierungsprozesse zwischen partnerschaftlicher Intimität und rechtlich-sozialer Institutionalisierung der Liebe 97
2.3.2. Die zunehmende Diskrepanz zwischen rechtlicher Kirchenzugehörigkeit und glaubender Überzeugung 98
2.3.3. Scheidung, Wiederheirat und Zulassung zu den Sakramenten 100
2.3.3.1. Zwischen Herausforderung und Entlastung 104
2.3.3.2. Ziele einer ausgewogenen Theologie und Pastoral 106
2.3.4. Eheliche Liebe und körperliche Behinderung 108
3. Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen - vom Sinn ausschließlicher Bindung an Gott im Kontext moderner Wertschätzung zwischenmenschlicher Intimität 109

C. Lebensgestaltung und Gemeinschaft

IV. KAPITEL: DAS WAGNIS DER FAMILIE

1. Familie im Kontext gesellschaftlicher Differenzierung 118
1.1. Von der Produktions- und Erziehungsgemeinschaft über die personale Lebens- und Konsumgemeinschaft zum »nachmodernen Lebensmanagement« 119
1.2. Die Pluralität der Lebensformen heute 122
1.3 Christliche Familie in komplexer Gesellschaft? 123
2. Beruf und Familie 124
3. Angst vor dem Kind oder verantwortete Elternschaft? 127
3.1. Wenn die Zeit drängt 128
3.2. Das grundlegende Ja zum Leben 128
3.3. Die Konkretion der elterlichen Verantwortung 130
4. Menschliche Macht als Konkurrenz der Schöpfermacht Gottes? - Sinn und Grenzen menschlicher Manipulationen des Lebensbeginns 131
4.1. Hin reflektiertes Ja zum Leben (Empfängnisverhütung) 132
4.1.1. Die Sorge der Kirche 135
4.1.2. Das verantwortete Gewissensurteil 137
4.2. Die Einsamkeit ungewollter Kinderlosigkeit (Künstliche Befruchtung) 140
4.2.1. Die medizinischen Techniken der künstlichen Befruchtung 141
4.2.2. Ethische Probleme 142
EXKURS: Die Frage nach dem Beginn des menschlichen Lebens 146
a) Die These von den Entwicklungsstufen menschlichen Lebensbeginns 146
b) Theologische Deutung 150
4.3. Schwangerschaftskonflikte - zwischen engagierter Konfliktberatung und hilfloser Subjektivierung der Rechtskultur 152
4.3.1. Schwangerschaftskonflikte: Die möglichen Probleme der gewollten und ungewollten Elternschaft 153
4.3.2. Moderne Rechtskultur und zunehmendes Bewußtsein um die subjektive Tragik der Schwangerschaftskonflikte 154
4.3.3. Schwangerschaftskonflikte und Menschenwürde im Verständnis der Theologie - Konfliktberatung und Rechtskultur als Dimensionen ethischer Bewältigung 161
4.3.3.1. Menschliche Würde und Selbstbestimmung der Frau (und des Mannes) 162
4.3.3.2. Die realistische Gestaltung des Strafrechts 164
4.3.3.3. Für eine umfassende Kultur solidarischen Lebens und menschlicher Würde 169
5. Familie leben 170
5.1. Personale Reife in zwischenmenschlicher Beziehung 171
5.1.1. Reife der Liebe und Treue der Bindung 172
5.1.2. Wirtschaftliche Solidarität und soziale Communio 172
5.1.3. Familie als Schutzraum der Kinder 173
5.2. Die Balance der Bedürfnisse: Eltern und Kinder im Familiensystem . 174
6. Gewalt in der Familie 175
6.1. Formen innerfamiliärer Gewalt 176
6.2. Von der Schwierigkeit sozialer, therapeutischer und seelsorgerlicher Intervention bei innerfamiliärer Gewalt 177
6.3. Ist Hilfe möglich? 180
7. Wenn Familien zerbrechen 181
7.1. Die Toleranz des Staates 181
7.2. Patchwork 183

V. KAPITEL: FREIZEIT ALS ZEIT DER BEGEGNUNG

1. Die zunehmende freie Zeit? 186
2. Der biblische Gedanke der Neuschöpfung 189
3. Freizeit als »Sozialzeit« 190

VI. KAPITEL: GEISTLICHE GEMEINSCHAFT GEGEN ISOLATION UND VERLORENHEIT IN DER FUNKTIONALEN WELT

1. Gelebtes Ineinander von Glauben und komplexer Wirklichkeitserfahrung 193
2. Geistliche Verbindlichkeit in moderner Mobilität 194

D. Zwischen Gesundheit und Krankheit

VII. KAPITEL: PERSONALE LEBENSKULTUR ALS GRUNDLAGE
MENSCHLICHER GESUNDHEIT UND DER BEWÄLTIGUNG VON KRANKHEIT

1. Gesundheit als Geschenk 200
2. Die Sinnerfahrung des Glaubens als Halt gegenüber den modernen Zivilisationskrankheiten 201
2.1. Alkoholsucht und Drogensucht 202
2.1.1. Der Suchtkreislauf202
2.1.2. Ohnmächtige Freiheit 203
2.1.3. Schuldverarbeitung203
2.1.4. Hilfe zur Selbsthilfe204
2.2. Die Annahme des eigenen Körpers (Eßstörungen) 205
2.3. Suizidale Gefährdung 208
EXKURS: AIDS 211
a) Medizinische Daten 211
b) Statistische Angaben und sozialtechnische Probleme 213
c) Ethische Bewertung 214

VIII. KAPITEL: CHANCEN UND GRENZEN DER MODERNEN MEDIZIN

1 Die Hilfe der technischen Medizin 216
1.1. Beispiel: Gentechnologische Therapien 220
1.1.1. Grundlagenforschung 220
1.1.2. Produktion lebensnotwendiger Substanzen 221
1.1.3. Diagnose von Krankheitsbildern und Diagnose von Krankheitsdispositionen
(Prädiktive Medizin) 221
1.1.4. Genomanalyse in der Gesundheitsvorsorge, Arbeitsorganisation,
und Verbrechensbekämpfung 223
1.1.5. Genetische Beratung 224
1.1.6. Gentherapie 225
1.1.7. Der Mensch, der das Leben manipuliert? 226
1.2. Beispiel: Organtransplantation 228
1.2.1. Geschichte und Statistik 229
1.2.2. Das Problem der Lebendspende 230
1.2.3. Ethisch verantwortbare Kriterien der Verteilung von Transplantaten 231
1.2.4. Psychologische Belastungen einer Transplantation 232
1.2.5. Transplantationsmedizin und Integrität embryonalen Lebens 233
1.2.6. Transplantationsmedizin und Hirntod 233
1.2.6.1. Die Vermischung personschützender und explantations-ermöglichender Interessen in der Hirntod-Definition 234
1.2.6.2. Todesfestellung als »Attribution des Todes« 236
1.2.6.3. Die humanisierende Funktion der Definition des Hirntods als Ganzhirntod und die Notwendigkeit nicht-empirischer Kriterien zur Lösung moderner Deutungsprobleme des Todes 237
1.2.6.4. Der Tod als personales Ereignis 241
1.2.6.5. Die ethisch verantwortbare Rechtsgestaltung der Transplantatspende durch den Hirntoten 244
1.2.6.6. Moralische Verpflichtung zur Transplantatspende? 246
2. Die Grenzen der Medizin 247
2.1. Die prinzipielle Kritik einer reinen »Faszination des Machbaren 248
2.2. Knappheit ökonomischer Mittel und menschlich verantwortbare Verteilung der medizinischen Ressourcen 249
2.2.1. Unzureichende Lösungen des Konflikts um den Umgang mit den Grenzen technischer Kultur 251
2.2.1.1. Die bloße ökonomische Rationalisierung 251
2.2.1.2. Die Bemessung des medizinischen Engagements nach
2.2.2. Ein neues Verständnis von Gesundheit und Krankheit als Mitte der menschlichen Verantwortung in der medizinischen Versorgung 254
2.2.2.1. Vom Verständnis der Krankheit als metaphysische Strafe zur aktiven Auseinandersetzung mit der Bedrohung des Lebens 255
2.2.2.2. Grenzen des medizinischen Fortschritts und menschlicher Macht 256
2.2.2.3. Annahme der Endlichkeit 257

IX. KAPITEL: DEN TOD BESTEHEN

1. Ambivalenz moderner Sterbekultur 260
1.1. Die mögliche medizinische Manipulation des Sterbeprozesses 262
1.2. Pluralisierung und Anonymisierung der Beerdigungskultur 265
2. Christliche Kultur des Sterbens 266
2.1. Das Zeugnis der Heiligen Schrift 266
2.2. Theologisch-ethische Bewertung medizinischer und persönlicher
Entscheidungen am Lebensende 268
2.2.1. Behandlungsverzicht und Behandlungsabbruch 268
2.2.2. Aktive/passive Euthanasie? 270
2.2.3. Angemessenheit der Mittel und Zumutbarkeit der Folgen 273
2.2.4. Krankheit und Wahrhaftigkeit 274
2.3. Sterbebegleitung 275
2.3.1. Sterbebegleitung als Pflege 276
2.3.2. Bekämpfung und Sinndeutung des Schmerzes 277
2.3.2. Sterbebegleitung als Gespräch und Seelsorge 278
2.2.3. Die Hospizbewegung 279

E. Leben im Wort

X. KAPITEL: DIE KRAFT DES GEBETES
1. Gebet - mehr als eine anthropologische Funktion283
2. Erfahrung der unverfügbaren Nähe Gottes 285
3. Geschenkte Identität in komplizierter Wirklichkeit 286

Literaturverzeichnis 288
Personregister 311
Sachregister 318


Band 3
Jenseits von Pragmatismus und Resignation
Perspektiven christlicher Verantwortung für Umwelt, Frieden und soziale Gerechtigkeit

Bearbeitet von Schramm, Michael

Einleitung 15

A. Von der persönlichen zur sozialen Verantwortung

I. KAPITEL: ÜBER GESINNUNGSETHIK UND VERANTWORTUNGSETHIK HINAUS

1. Der gute Wille und die harte Wirklichkeit25
2. Gesinnungsethik und Verantwortungsethik 28
2.1. »Verantwortungsethik« als ethischer Realismus in der komplexen Wirklichkeit 28
2.2. Strukturelle Verantwortung unter den Bedingungen systemischer Komplexität moderner Gesellschaft 29
3. Soziale Bedingungen des Friedens, wirtschaftlicher Gerechtigkeit
und ökologischer Verantwortung 31
3.1. Friedenssicherung als Friedenspragmatik 31
3.2. Wirtschaft und strukturelle Entscheidung 32
3.3. Ökologische Krise und existentielle Betroffenheit 33
4. Christliche Sozialethik zwischen Erbe und Neuansatz 35
4.1. Verantwortung und sozialethischer Realismus 37
4.2. Über einen funktionalen Verantwortungsbegriff hinaus 39
4.3. Integration und Hoffnung 41

B. Politische Ordnung in komplexer Gesellschaft

II. KAPITEL: DEMOKRATIE ALS KULTUR DER FREIHEIT

1. Vom politischen Ordnungsprinzip zur kulturellen Programmatik 48
1.1. Die Entwicklung von Demokratie als politischer Idee 48
1.2. Elemente moderner demokratischer Kultur 50
1.3. Lehramtliche Verkündigung zur demokratischen Idee: zunehmende Bejahung der politischen Ordnung der Demokratie als Anwalt der Freiheit und Würde des Menschen 53
1.4. Eine totale Kolonisierung der Kultur durch den demokratischen Gedanken? 55
2. Die theologische Ergänzungsbedürftigkeit der demokratischen Kultur 56
2.1. Die strukturelle Dialektik der Verfassungsdemokratie 57
EXKURS: Biblische Relativierung weltlicher Macht 59
2.2. Von den Grenzen demokratischer Form 61
3. Die Sicherung demokratischer Kultur 65
3.1. Abwehr von Radikalismus und Bekämpfung der Korruption 66
3.2. Überwindung von Politikverdrossenheit und Ermöglichung mündiger politischer Partizipation 70
3.3. Pluralität der Medien und Transparenz der Information 71

C. Die ökologische Herausforderung

III. KAPITEL: NATUR ALS GEGENSTAND MENSCHLICHER VERANTWORTUNG

1. Anthropozentrik, Pathozentrik, Biozentrik, Physiozentrik 80
2. Gesellschaftlicher Diskurs und christliche Umweltethik 84
3. Christliche Schöpfungstheologie und ökologischer Humanismus 85
3.1. Gottebenbildlichkeit des Menschen und mitgeschöpfliche Verantwortung 86
3.1.1. Gottebenbildlichkeit des Menschen 86
3.1.2. Christliche Umweltzerstörung? 87
3.1.3. Die Ordnung der Schöpfung 89
3.1.4. Die Verantwortung des Menschen 90
3.2. Kommunikative Praxis und der Beitrag der Theologie 93
3.3. Interdisziplinärer Dialog 94

IV. KAPITEL: KONTUREN KONKRETER ÖKOLOGISCHER ETHIK

1. »Jenseits von Eden« 98
1.1. Das vegetative Leben der Biosphäre als Nahrungsgrundlage 99
1.2. Kulturelle Dimensionen der Beziehung zwischen Pflanze und Mensch 99
1.3. Technische Kultur und Manipulation der Pflanzenwelt 100
1.3.1. Züchtung 101
1.3.2. Gentechnische Eingriffe 101
1.3.3. Sinn und Grenzen technischer Veränderung der Pflanzenwelt 103
2. Befreiung der Tiere? 112
2.1. Technische Vorteile moderner Tierhaltung 113
2.2. Das Tier als Objekt menschlicher Bedürfnisse? 115
2.2.1. Die moralische »Würde« des Tieres 116
2.2.2. Artgerechte Tierhaltung118
2.2.3. Tierversuche 120
2.2.4. Genetische Veränderungen von Tieren 122
3. Der »Garten des Menschlichen« - Ökologie auf planetarischer Ebene 124
3.1. Bodenqualität und Erosion 125
3.2. Stabilität des Klimas 126
3.2.1. Der Treibhauseffekt 127
3.2.2. Das Ozonloch128
3.3. Das Problem ökologisch verträglicher Energiegewinnung 129
3.4. Ordnungspolitische und wirtschaftsorganisatorische Konsequenzen 130
3.4.1. Ökologisch begründete Verbote und Kontrolle von Grenzwerten 132
3.4.2. »Internalisierung« sozialer Kosten von Umweltschäden 134
3.4.3. Lenkungsinstrumente (Steuern, Zertifikate) 135
EXKURS: Bevölkerungswachstum - zwischen wissenschaftlichen
Projektionen und irrationaler Zukunftsangst 136
a) Die exponentielle Kurve des Bevölkerungswachstums 138
aa) Das quantitative Wachstum138
bb) Die Schnelligkeit des Wachstums 139
cc) Die Idee des Wachstumsstillstandes 141
b) Ökologische Konflikte 142
aa) Von der Angst vor der Knappheit der Ressourcen zur Sorge um die ökologische Balance 142
bb) Die Problematik der Industrienationen 143
cc) Die globalen Probleme 145
c) Die politisch-soziale Dimension des Bevölkerungsproblems 146 aa) Verstädterung 147
bb) Fehlende Arbeitsplätze 148
cc) Probleme der Gesundheitsversorgung 148
d) Weniger Menschen durch weniger Armut 149
aa) Soziale Entwicklung als Schlüsselbegriff 149
bb) Zugang zu empfängnisverhütenden Mitteln 150
cc) Ausschluß von staatlichen Zwangsmaßnahmen 151
dd) Abtreibung ist keine bevölkerungspolitische Alternative! 152
ee) Soziale Gerechtigkeit - die humane Alternative 153

D. Hoffnung auf Frieden

V. KAPITEL: FRIEDENSSUCHE UND IHRE APORIEN

1. Friede durch Ordnung und freiheitliche Entwicklung 159
1.1. Gerechter Krieg? 159
1.2. Die Evolution der Freiheit 163
2. Das Dilemma der Abschreckung 166
EXKURS: Die radikale Option des Pazifismus 169
3. Friede als sozialer Prozeß 171
4. Die Unübersichtlichkeit der Friedensproblemaik im Kontext heutiger Entwicklung 172
EXKURS: Friede als schalom. Zum biblischen Friedensbeeriff 177
5. Vom »gerechten Krieg« zum »gerechten Frieden« 182
5.1. Gewaltfreie Friedenspolitik zwischen Transformation der
Rüstungsindustrie, Diplomatie und umfassender Krisenprävention 183
5.1.1. Ausbau der Diplomatie 184
5.1.2. Abrüstung und Rüstungskontrolle 185
5.1.3. Reduktion und Transparenz des internationalen Waffenhandels 186
5.1.4. Entwicklung zu Rechtsstaatlichkeit und Demokratie 187
5.2. Die Pflicht, Unschuldigen Hilfe zu leisten 188
5.2.1. Maßnahmen des Boykotts 189
5.2.2. Intervention zur Trennung der Konfliktparteien (»Blauhelmeinsätze«) 189
5.2.3. Peace-Enforcement - Krieg als ultima ratio 190
5.2.4. Friedenskonsolidierung 190
5.3. Auf dem Weg zu einer neuen politischen Ordnung der Welt 191
5.3.1. Solidargemeinschaft der Staaten oder Weltstaat? 191
5.3.2. Reform der UNO 192

VI. KAPITEL: GERECHTIGKEIT SCHAFFT FRIEDEN

1. Die (erste) soziale Frage im Kontext nationaler Industrialisierungsprozesse 196
1.1. Die industrielle Revolution und die DeStabilisierung der wirtschaftlichen Partizipation 196
1.2. Das Anliegen sozial-marktwirtschaftlicher Kultur: Reaktion auf die sozialen Defizite industrieller Zivilisation 197
EXKURS: Die destruktive Dynamik sozialistischer Ideologie (totalitärer Sozialismus) 199
1.3. Realistische Sozialpolitik 203
Die Globalisierung der sozialen Frage 205
2.1. Zwischen Öffnung der Märkte und Destabilisierung
der Gleichgewichte 205
2.2. Die neue sozialethische Aufgabe 209
EXKURS: »Option für die Armen« 212

E. Wirtschaftsethik als Kritische Moralpragmatik (Michael Schramm)

VII. KAPITEL: THEOLOGISCHE WIRTSCHAFTSETHIK UND KRITISCHE MORALPRAGMATIK

1. Die systemischen Ausdifferenzierungen der Moderne 220
1.1. Gesellschaftsstrukturen220
1.2. Rationalitätsstrukturen 222
2. Die Wirtschaftsethik der traditionellen Katholischen Soziallehre angesichts der modernen Ausdifferenzierungsprozesse 223
2.1. Katholische Soziallehre und Wirtschaftssystem 224
2.2. Katholische Soziallehre und moderne Rationalitätsstrukturen 225
3. Kritische Moralpragmatik als modernes Konzept einer theologischen Wirtschaftsethik 227
3.1. Systemethik der Wirtschaft227
3.1.1. Programmregeln des Wirtschaftssystems als Ort der Moral 227
3.1.2. Ausdifferenzierte Rationalitätsstrukturen in der Wirtschaftsethik 229
3.1.3. Moralischer Polymorphismus 233
3.2. Vom Nutzen der Theologie in der Wirtschaftsethik 236
3.2.1. Theologie236
3.2.2. Theologische Ethik 241
3.3. Jenseits von systemistischem Pragmatismus und moralisierungsbedingter Resignation: Kritische Moralpragmatik 244
3.3.1. Kritische Umsetzung der Moralheuristik 244
3.3.2. Konstruktive Kritik vorfindlicher Moralforderungen 245
3.3.3. Soziale Stabilisierung sinnvoller Moralforderungen 246

VIII. KAPITEL: KONKRETIONEN CHRISTLICHER WIRTSCHAFTSETHIK

1. »Soziale Marktwirtschaft«: Gestalteter Wettbewerb und Sozialpolitik 248
1.1. Privateigentum, Anreize und Wettbewerb 249
1.2. Marktwettbewerb und Sozialpolitik 250
1.3. Wirtschaftsethisches Ergebnis 252
2. Exemplarische Problemfelder 253
2.1. Arbeitslosigkeit253
2.1.1. Die Logik des Arbeitsmarkts254
2.1.2. Geht uns die Arbeit aus? 254
2.1.3. Ein Fünf-Punkte-Programm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit 255
2.2. Sozialstaatsprobleme 263
2.2.1. Reform der Gesetzlichen Krankenversicherungen 264
2.2.2. Reform der Gesetzlichen Rentenversicherung 266
2.3. Familienpolitik 267
2.3.1. Nicht Werteverfall, sondern Bedingungswandel 267
2.3.2. Der Wert des Familienbeitrags zur Humanvermögensbildung 268
2.3.3. Rationale Familienpolitik 269
2.4. Ökologisierung des Marktes 270
2.4.1. Freie Güter, öffentliche Güter und externe Effekte 271
2.4.2. Pigou-Steuer, Umweltzertifikate und Coase-Theorem 272
2.4.3. Instrumente einer globalen Umweltpolitik 274

F. Globale Kooperation und Weltwirtschaftsordnung
(Michael Schramm)

IX. KAPITEL: EIGENINTERESSE ODER SOLIDARITÄT? ZUR BEGRÜNDUNG GLOBALER KOOPERATION

1. Langfristiges Eigeninteresse 283
2. Solidaritätsmoral 284
2.1. Universale Solidarität in der einen Welt Gottes. Die kirchliche Sozialverkündigung 284
2.2. Die Gerechtigkeit universeller Solidarität. Eine sozialethische Position 285
3. Solidaritätsmoral und ökonomische Rekonstruktion 285

X. KAPITEL: REFORM DER WELTWIRTSCHAFTLICHEN RAHMENREGELN.
SOZIALETHISCHE KONKRETIONEN

1 >Götze Markt< oder >mehr Markt pur 1.1. Glaubensrichtung I: Götze Markt 289
1.2. Glaubensrichtung II: Mehr Markt >pur< 290
1.3. Bewertung 292
2. Elend durch Kolonialismus? 294
3. Ausbeutung durch den Weltmarkt? 297
3.1. Rohstoffabhängigkeit und fallende Terms of Trade 297
3.2. »Ungleicher Tausch 3.3. Aktivitäten der >Multis< 299
3.4. Nettotransfer von Süd nach Nord? 301
3.5. Das Verschuldungsproblem 302
4. Wirtschaftspolitik in den Entwicklungsländern 307
5. Reform der Weltwirtschaftsordnung. Sozialethische Forderungen 309

Nachwort 313
Literaturverzeichnis 317
Personregister 353
Sachregister 361