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Faschismus ist keine Meinung
Stabil bleiben in autoritären Zeiten
Ilko-Sascha Kowalczuk
Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406849237 (ISBN: 3-406-84923-7)
236 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 15 x 22cm, 2026, mit 7 Abbildungen
EUR 23,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Wie bleibt man stabil in den neuen autoritären Zeiten? Indem man sich nicht einreden lässt, dass Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Faschismus einfach nur andere Meinungen seien. Ilko-Sascha Kowalczuk blickt in diesem Buch auf die inneren Mechanismen des Rechtsrucks. Er zeigt, wie und warum die DDR-Vergangenheit verharmlost wird, wie die Ostdeutschtümelei die Demokratie unterminiert und warum die Freiheitsfeinde in der Regel Putin-Freunde sind. Seine Lektionen über den Populismus führen vor, wie man dagegenhält und den Extremisten die Suppe versalzt. Denn noch sind die Demokratie- und Freiheitsfreunde in der Mehrheit.
Deutschland ist trotz aller Probleme nach wie vor eines der politisch stabilsten, sozial sichersten, wirtschaftlich stärksten und gesellschaftlich freiheitlichsten Länder der Welt. Doch die Populisten vermitteln ein ganz anderes Bild, beschwören den Niedergang herauf und verherrlichen autoritäre Systeme. Ilko-Sascha Kowalczuk blickt in diesem Buch auf die Entwicklungen in Ostdeutschland und zeigt, wie das Gift der Freiheitsfeinde in die Gesellschaft einsickert: durch das Schlechtreden der Gegenwart und die Verklärung der Vergangenheit. Insbesondere die DDR-Geschichte ist ein Schlachtfeld, auf dem um die Akzeptanz autoritärer Staatsvorstellungen gerungen wird. Kowalczuks Text ist ein Weckruf. Er will dazu ermuntern, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen. Er will anstecken und motivieren. Und er will Argumente liefern für den ewigen Kampf um Freiheit und Demokratie.
Ilko-Sascha Kowalczuk ist Historiker und Publizist sowie wissenschaftlicher Berater der Geschäftsführung des "DDR Museum" in Berlin. Er ist einer der renommiertesten deutschen Experten für die Geschichte der DDR und des Kommunismus.
Rezension
Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern wird die Gegenwart schlecht geredet und die (DDR-) Vergangenheit verklärt; viele verstehen und stilisieren sich als Opfer (der Gesellschaft und der Wende), die Akzeptanz autoritärer Staatsvorstellungen wird u.a. durch die Verklärung von DDR-Geschichte vollzogen. Die Realität sieht (auch im Osten) deutlich anders aus: Deutschland ist nach wie vor eines der politisch stabilsten, sozial sichersten, wirtschaftlich stärksten und gesellschaftlich freiheitlichsten Länder der Welt. Unsere Freiheit, unsere Demokratie, unsere Rechtsstaatlichkeit dürfen wir nicht den Faschisten und / oder Kremltreuen ausliefern; davon ist der Autor dieses Buchs zutiefst überzeugt. Vor unser aller Augen wird gerade die größte Demokratie der Welt, die USA, regelrecht geschliffen und einigen Ego-Tech-Milliardären zum Fraß hingeworfen. Wir stehen an einem Epochenwechsel hin zu einem autoritären Zeitalter. Die Entwicklung wird sich weiter radikalisieren und zuspitzen, wir stehen erst am Anfang. Und wir müssen begreifen, dass diese Entwicklung den gesamten Westen betrifft. Wer hätte sich das 1989 vorstellen können! Faschistische und kommunistische Ideen sind in Ostdeutschland weit verbreitet, mehr als die Hälfte der dortigen Gesellschaft ist davon infiziert.
Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagwörter:
Aktivismus, Autoritarismus, Demokratie, Demokratieverteidigung, demokratische werte, Deutschland, Extremismus, Faschismus, Freiheit, Gegenwart, Gesellschaftskritik, Meinungsfreiheit, Politische Bildung, politische Kultur, Politisches Engagement, Populismus, Protest, Rechtstaatlichkeit, Sachbuch, Verantwortung, Zeitdiagnose, Zivilgesellschaft
Pressestimmen:
„Spricht sich für null Toleranz gegenüber rechtsextremem Gedankengut aus ... einer der sich einmischt.“
3sat, Laura Mehlin
„Ein entschiedenes Plädoyer für den Verfassungsstaat als Garanten der Freiheit.“
Magdeburger Volksstimme
„Geht mit seinen näheren Landsleuten, mit ihren Weltbildern und ihrem Wahlverhalten ins Gericht … Kowalczuk zeichnet ein Kontinuum der beiden deutschen Diktaturen.“
Literarische Welt, Michael Pilz
„Widmet sich dem Rechtsruck im Land und der Verharmlosung der Diktatur“
Bayern2 Salon, Niels Beintker
„Es will auch Ermutigung sein … Verve … mit der Ilko-Sascha Kowalczuk erzählt … Er fightet.“
MDRKultur, Stefan Nölke
"Ilko-Sascha Kowalczuk ist der Punk unter den deutschen Historikern."
Jacqueline Boysen, Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Blickt auf die Mechanismen des Rechtsrucks. Am Beispiel Ostdeutschlands zeigt er, wie das Gift des Populismus in die Gesellschaft einsickert“
Der Spiegel
„Eine Mut machende, intellektuell anregende Lektüre.“
Tagesspiegel, Denis Scheck
„Ein Weckruf."
Deutschlandfunk Kultur, Manfred Götzke
„Stoff für Debatten“
Süddeutsche Zeitung, Christian Mayer
„Warnt vor den Gefahren von AfD und BSW für die Demokratie in Deutschland ... Will dazu ermuntern, sich zu engagieren und aktiv für Freiheit und Demokratie einzutreten.“
WDR 5, Neugier genügt, Jessica Eisermann
„Gehört zu den bekanntesten Experten zur Geschichte und den Nachwirkungen der DDR."
FAZ Bücher Podcast, Sandra Kegel
„Einer der renommiertesten Experten der Geschichte der DDR und des Kommunismus.“
taz, Andreas Fanizadeh
„Erklärt … warum Faschismus für ihn keine legitime Meinung, sondern eine menschenfeindliche Ideologie ist.“
RBB Radio 1, Max Spallek
Inhaltsverzeichnis
Widmung 7
Vorwort 9
Zehn Grundsätze 13
KAPITEL 1
Die Sehnsucht nach dem autoritären Staat 15
Meckern als Hobby 16 – Zeit der Oligarchen 19 – Die Vergangenheit als Sehnsuchtsort 22 – Ostdeutschtümeleien 30 – Wer spricht für den Osten? 34 – Die harmloseste DDR aller Zeiten 38 – Faschisten machen Faschistendinge 43 – Was tun? 49 – Die DDR, wie sie war 58 – Keine Toleranz gegenüber Intoleranten 62
KAPITEL 2
Entscheidung in der Ukraine 70
Warum die Ukraine siegen muss 71 – Imperiale Perspektiven 76 – Deutsche Russland-Nichtversteher 80 – Die Lehre von 1989 90
KAPITEL 3
Schlachtfeld DDR-Geschichte 93
Die Wiederaneignung der Vergangenheit in der 89er Revolution 94 – Die historische Überhöhung der Stasi-Akten 100 – Die DDR in Skandinavien oder: das Opfernarrativ 106 – Vergangenheitsaufarbeitung als Diktatur bewältigung 112 – Was Karl Marx von der DDR gehalten hätte 117 – Scheitert 1989? 125 – Sahra Wagenknecht oder: Schuld ist immer der Westen 128 – Das Recht auf Zukunft oder: Wie kann ich dir helfen? 135
KAPITEL 4
Die heile Welt der Diktatur 137
«Diktatur der Mehrheit» 139 – Ostdeutschland und seine berühmten, unbekannten Helden 142 – «Ost-, Ost-, Ostdeutschland!» Das Fußballstadion als identitätspolitische Arena 153 – «Alt wie ein Baum» oder «Born in the G. D. R.»? Erinnerungsort Ostrock 160 – Freiheitsmusik 170
STATT EINES NACHWORTS
Der «Jahrhundertschritt» 175
Anhang
Für eine Memorial-Gesellschaft. Warum ich im Herbst 1989 diesen Aufruf schrieb 181
Faksimile Memorial 192
Anmerkungen 199
Personenregister 231
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