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Eine kurze Geschichte der Digitalisierung
Eine kurze Geschichte der Digitalisierung




Martin Burckhardt

Penguin Books Frankfurt
EAN: 9783328600015 (ISBN: 3-328-60001-9)
256 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, 2018

EUR 20,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die Geistesgeschichte der Maschine Das digitale Zeitalter begann 1746. Wir würden nicht im Internet surfen, hätte Abbé Nollet damals nicht die Sofortwirkung von Elektrizität entdeckt. Hätte Joseph-Marie Jacquard nicht den automatisierten Webstuhl erfunden und Charles Babbage mit seiner Analytischen Maschine nicht den Grundstein für unseren heutigen Computer gelegt. Martin Burckhardt zeigt: Es sind menschliche Wünsche und Sehnsüchte, die die Digitalisierung vorantreiben. Dieses Buch ist eine Einladung, den Computer nicht als Gerät zu denken, sondern als Gesellschaftsspiel, das unsere Zukunft prägen wird.
Rezension
Das Schlagwort der „Digitalisierung“ begegnet uns mittlerweile überall und wird sehr inflationär gebraucht. Die einen halten sie für revolutionär und andere schüren Ängste vor einer Macht, die das ganze Leben durchdringen wird. Der Kulturtheoretiker Martin Burckhardt macht in seinem Buch „Eine kurze Geschichte der Digitalisierung“ deutlich, dass es sich dabei nicht um unheimliche Kräfte handelt, sondern alles auf den Menschen zurückzuführen ist. Der Autor nimmt den Leser mit in eine Technikgeschichte, die Informationen vermittelt, die grundlegend sind für die Entwicklung der digitalen Technik (Experimente des Abbé Jean-Antoine Nollet (1746) zur elektrischen Leitungsfähigkeit und zur Frage der Geschwindigkeit elektrischer Ladung, Franz Anton Mesmers Versuchsreihen zur Reaktion von Muskeln auf Strom, Charles Babbages Träume von einer Rechenmaschine, u.a.). Der Autor stellt in jedem Kapitel kurz eine Erfindung und den Erfinder mit seiner Motivation vor (Transistor, integrierter Schaltkreis, Programmiersprache u.a.). So macht er die Technik für den Leser ein wenig begreifbar. Ein großer Teil des Buches befasst sich mit den Akteuren des Silicon Valley bis hin zu den Ideen der Marsbesiedlung und der Tesla-Entwicklung. Letztlich ist es ein ganz zuversichtlich stimmendes Buch, da es um Visionen für die Zukunft geht und darum, die Angst vor der Veränderung zu relativieren. Das Buch ist informativ und bietet interessante Einblicke in die Geschichte der Technik als Grundlage für heutige Diskussionen über digitale Themen.

Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Von elektrisierten Mönchen zur künstlichen Intelligenz: Die Geistesgeschichte der Maschine

Wir erleben täglich das Wechselbad der Gefühle: Digitalisierungsbegeisterung und Furcht vor der fremden kalten Macht. Doch woher kommt sie, diese Macht? Der Kulturtheoretiker Martin Burckhardt zeigt: alles ist von Menschen erdacht. Schließlich begann das digitale Zeitalter 1746. Wir würden nicht im Internet surfen, hätte Abbé Nollet damals nicht die Sofortwirkung von Elektrizität entdeckt. Hätte Joseph-Marie Jacquard nicht den automatisierten Webstuhl erfunden und Charles Babbage mit seiner Analytischen Maschine nicht den Grundstein für unseren heutigen Computer gelegt. Nicht die Mathematik treibt die Digitalisierung voran, sondern menschliche Wünsche und Sehnsüchte. Dieses Buch ist eine Einladung, den Computer nicht als Gerät zu denken, sondern als Gesellschaftsspiel, das unsere Zukunft prägen wird. Ein Crashkurs in der Geistesgeschichte der Maschine.
Inhaltsverzeichnis
GEDANKEN VORWEG 9
1 VOM KURZSCHLUSS DER GESCHICHTE 13 2 DIE GÖTTLICHE KRAFT 23
3 LOB DER FAULHEIT 35
4 DAS MATHEMATISCHE KIND 43
5 ALLES UND NICHTS 57
6 EINLADUNG ZUM GEFLÜGELSALAT 79
7 DAS GEHEIME LEBEN 91
8 DER HEISSE KRIEGER 107
9 WAR GAMES 115
10 VON DEN ZWERGEN DES SILICON VALLEY 129
11 AMAZING GRACE ODER WIE MAN EINEN COMPUTER ERZIEHT 147
12 DIE ERFINDUNG DER MAUS 159
13 ÜBER DEN ÄTHER 169
14 DAS GENIE DER MASSE 15 DER MANN VOM MARS
187 199
16 NOCH FRAGEN? 211
17 VON DER GEISTESGEGENWART 225

EPILOG
IN THE YEAR 2046 (ODER HABE ICH DAS GETRÄUMT?) 241