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Diese eine Lüge
Dante Medema
Thienemann-Esslinger
EAN: 9783522202718 (ISBN: 3-522-20271-6)
384 Seiten, hardcover, 15 x 22cm, Oktober, 2020
EUR 18,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Die Suche nach dem leiblichen Vater – emotionales Buch fürs Herz für Mädchen ab 13.
Eine Lüge! Delias ganzes Leben basiert auf einer Lüge, denn ihr Vater ist nicht ihr leiblicher Vater. Diese Erkenntnis wirft Millionen von Fragen auf, weckt Wünsche, sät Zweifel. Nichts ist mehr, wie es vorher war. Trost findet das Mädchen nur bei Kodiak, dem Jungen mit der Gitarre, der Gedichte schreibt. Doch er ist auch der Junge mit der dunklen Vergangenheit, vor dem alle warnen …
Ein berührender Roman über die eigenen Wurzeln, Identität und die Liebe in all ihren Facetten
Rezension
Cordelia, genannt Delia, wählt sich für ihre Abschlussarbeit ein ganz besonderes Thema: Sie möchte ihrer eigenen Herkunft nachgehen. Dazu gibt sie den Auftrag, im Datenpool ihre eigenen Gene mit denen aller anderen Teilnehmer zu vergleichen. Das Ergenis hat sie bereits geahnt: Cordelia ist nicht das leibliche Kind ihres Vaters. Ihr richtiger Vater heißt Jack Bisset. Erstaunlich schnell gelingt eine Kontaktaufnahme zwischen Tochter und Vater. Anfangs scheint Jack der Vater für Cordelia zu sein, den sie gerne von klein auf kennen gelernt hätte. Doch dann trifft sie ihn während eines Literaturwettbewerbs und erkennt, dass er alles andere ist, als der Vater, den ein junges Mädchen haben möchte. Jack arbeitet in einer heruntergekommenen zwielichtigen Kneipe, scheint mit Drogen zu handeln, hat eine weitere Frau in einer schäbigen Unterkunft sitzen lassen, ist tätowiert und scheint sein Leben nicht im Griff zu haben. Vor allem hat er seine Tochter angelogen, ihr erzählt, er sei Regisseur und habe sein eigenes Studio.
Der Roman, der in kurzen chatartigen Sätzen geschrieben ist, überzeugt durch seinen besonderen Schreibstil und ist dadurch auch kurzweilig zu lesen. Cordelias Freundin ist lesbisch, begeisterte Sportlerin und viel am Rauchen oder Trinken. Cordelias Jugendfreund, der vom Namen her aus einer indischen oder pakistanischen Familie stammt, hat vor ein paar Jahren ein Mädchen geschwängert, woraufhin es zu einer Abtreibung kam und sein Ruf als Vorzeigeschwiegersohn dahin ist. Doch ausgerechnet er ist für Delia da, hört ihr zu, beginnt eine Beziehung mit ihr, ist aber doch nicht das BadBoy, für den ihn alle halten.
Insgesamt ist das Buch ein sehr empfehlenswertes Jugendbuch, bei dem junge Leser erkennen: Es ist nicht ales heile Welt, aber auch nicht alles Schwarz-Weiß. Jack Bisset wird ambivalent dargestellt, Cordelias Mutter und Schwester ebenso , am Ende aber zeigt sich, dass alle zusammen eine wirklich gute Familie sind!
Ina Lussnig, Lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Dante Medema schreibt Bücher für junge Leser. Sie lebt in Anchorage, Alaska, mit ihrem Ehemann, vier Töchtern und einem Raum voller außerirdischer Fanartikeln - und natürlich Büchern. Wenn sie nicht schreibt, versucht sie sich im Backen, Dekorieren, Nähen und Malen. Außerdem interessiert sie sich für Enneagramm-Persönlichkeitstypen. |
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