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Die sieben Mythen des Alterns
Was wir von der psychologischen Forschung lernen können
Mit Abbildungen von Anna Marie Nikitin
Christina Ristl, Jana Nikitin
Hogrefe-Verlag
EAN: 9783456862934 (ISBN: 3-456-86293-8)
186 Seiten, paperback, 16 x 23cm, 2026
EUR 25,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Dieses Sachbuch widerlegt sieben verbreitete Mythen über das Älterwerden - wissenschaftlich fundiert und verständlich. Sie erfahren, wie Altersbilder Ihre Gesundheit prägen und warum Altern gestaltbarer ist, als viele denken.
Wie prägen Vorstellungen vom Älterwerden die Art, wie wir altern? Christina Ristl und Jana Nikitin, Alternsforscherinnen an der Universität Wien, gehen dieser Frage nach. In 7 Kapiteln nehmen sie die hartnäckigsten Mythen rund um das Alter unter die Lupe - von der Gleichsetzung mit Krankheit über den vermeintlichen geistigen Abbau bis zur Annahme, ältere Menschen seien einsam und überflüssig.
Jeder Mythos wird mit Forschungsergebnissen konfrontiert und differenziert eingeordnet. Die Forschung zeigt, dass verinnerlichte Altersbilder wie selbsterfüllende Prophezeiungen wirken und messbare Auswirkungen auf Gesundheit, Kognition und Lebenserwartung haben. Längsschnittstudien belegen, dass Persönlichkeit im Alter reift, emotionale Stabilität zunimmt und soziale Beziehungen an Tiefe gewinnen.
Das Buch vermittelt evidenzbasiertes Wissen über Neuroplastizität, Demenzprävention und die Gestaltbarkeit des Alternsprozesses. Übungen und Reflexionsanregungen laden ein, die eigenen Altersbilder zu hinterfragen. Dieses Sachbuch richtet sich an alle, die sich mit dem Älterwerden auseinandersetzen möchten - ob für sich selbst, als Angehöriger oder als Fachkraft in Pflege, Medizin oder Psychologie. Eine Lektüre, die zeigt: Altern ist formbarer, als viele denken.
Dr. Mag. Rer. nat. Christina Ristl promovierte an der Universität Wien im Bereich Psychologie des Alterns bei Jana Nikitin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Altersbildern und wie sie dazu beitragen, dass Menschen im Alter erfüllende Beziehungen und ein sinnvolles Leben führen können. In öffentlichen Veranstaltungen, Medienauftritten und Beratung macht sie wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Sie lebt mit ihrer Familie in Wien, spielt Klavier und ist überzeugt, dass jede Lebensphase mehr Möglichkeiten bereithält, als man oft denkt
Univ.-Prof Dr. Lic. phil Jana Nikitin ist Professorin für Psychologie des Alterns an der Universität Wien. Sie studierte Psychologie an der Universität Zürich, wo sie auch promovierte und habilitierte. Ihre Forschung gilt der Frage, wie Menschen ihre Entwicklung bis ins hohe Alter aktivgestalten können. Gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe veröffentlicht sie auf der Webseite der Psychologie des Alterns die Reihe „Neues aus der Forschung'; in der aktuelle Studien für die Öffentlichkeit verständlich zusammengefasst werden. Ihr Motto fürs Altern ist: Man wächst mit den Herausforderungen.
Rezension
Die demographische Entwicklung ist einddeutig: Unsere Gesellschaft wird immer älter. Und auch wir einzelnen werden älter, aber wir altern sehr unterschiedlich und individuell. Die Autorinnen Dr. Christina Ristl und Prof. Dr. Jana Nikitin zeigen: Es gibt nicht „den alten Menschen". Dennoch prägen stereotype Vorstellungen vom Alter unsere Gesellschaft — und wirken sich unmittelbar darauf aus, wie Menschen tatsächlich altern. Das Buch veranschaulicht, wie Altersbilder entstehen, warum sie so wirksam sind und wie sie verändert werden können. Im Mittelpunkt stehen sieben verbreitete Irrtümer über das Älterwerden. Anschliessend wird erläutert, was im Alter tatsächlich mit unserem Körper und der Gesundheit passiert. Die Autorinnen wollen das Alter nicht rosa färben. Älterwerden bringt Herausforderungen, - wie übrigens jede andere Lebensphase auch: gesundheitliche, soziale, manchmal auch finanzielle. Aber es bringt auch Entwicklungsmöglichkeiten, neue Freiheiten und eine erstaunliche psychische Stärke.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 11
Teil I: Es beginnt mit einem Gedanken 15
1 Einleitung: Warum es sich lohnt, sich mit dem Älterwerden zu beschäftigen 17
Literatur 22
2 Die Macht der inneren Bilder – Altersbilder 23
2.1 Was sind Altersbilder? 23
2.2 Wie Altersbilder unser Leben beeinflussen 28
2.3 Wie Altersbilder entstehen und wirken 34
2.4 Wie Altersbilder verändert werden können 39
Literatur 39
Teil II: Faktencheck Altersmythen – Was Sie schon immer über das Altern wissen wollten 45
3 Mythos 1: Mein Alter steht im Reisepass 47
3.1 Eine Person, vier Alter 49
3.2 Zusammenfassung 55
Literatur 55
4 Mythos 2: Altsein heißt Kranksein 57
4.1 Unser Körper verändert sich – ist das bereits Krankheit? 58
4.2 Biologische Prozesse des Alterns 59
4.3 Subjektive Gesundheit: „Und doch fühle ich mich gesund“ 61
4.4 Was unsere Gesundheit im Alter bestimmt 64
4.5 Zusammenfassung 73
Literatur 74
5 Mythos 3: Altsein heißt, vergesslich sein – und Lernen lohnt sich nicht 79
5.1 Faktencheck „Denkfähigkeit im Alter“ 80
5.2 Demenz 86
5.3 Fünf Punkte für ein fittes Gehirn 91
5.4 Zusammenfassung 96
Literatur 97
6 Mythos 4: Der alte Griesgram ist ein Sturkopf, der fürs Lachen in den Keller geht 101
6.1 Was ist Persönlichkeit? 102
6.2 Verändert sich die Persönlichkeit im Alter? 105
6.3 Umwelt versus Biologie 110
6.4 Und wie ist es mit unserem Wohlbefinden? 111
6.5 Zusammenfassung 114
Literatur 116
7 Mythos 5: Alt und einsam 117
7.1 Werden wir mit dem Alter einsamer? 118
7.2 Warum wir uns in verschiedenen Lebensphasen einsam fühlen 118
7.3 Einsamkeit entwickelt sich früh 120
7.4 Wie das Leben soziale Netzwerke sortiert 122
7.5 Alleinsein sein, ohne einsam zu sein 126
7.6 Alleinsein und soziale Isolation sind ein Unterschied 131
7.7 Nähe findet viele Wege – soziale Medien und Natur 133
7.8 Mythos vom langweiligen Alter kann zu Einsamkeit beitragen 134
7.9 Zusammenfassung 135
Literatur 136
8 Mythos 6: Im Alter wird man nicht mehr gebraucht 139
8.1 Wie viel ist ein Mensch wert? 139
8.2 Engagement der Älteren 140
8.3 Berufliches Engagement im Ruhestand 144
8.4 Exkurs: Altersdiskriminierung 145
8.5 Engagement hat Grenzen – und das ist in Ordnung 147
8.6 Weisheit – mehr als Lebenserfahrung 147
8.7 Jenseits der Weisheit ist die Würde 150
8.8 Zusammenfassung 152
Literatur 153
9 Mythos 7: Mit dem Tod endet das Leben 157
9.1 Wer fürchtet sich vor dem Tod? 159
9.2 Der Tod als Chance? Zum Sinn im Leben 160
9.3 Beschleunigte Abnahme des Wohlbefindens (terminal decline) 163
9.4 Das Sterben 167
9.5 Symbolische Unsterblichkeit: Generativität und Gerotranszendenz 172
9.6 Zusammenfassung 175
Literatur 175
Schlusswort: Den einen alten Menschen gibt es nicht – erobern wir uns das Alter zurück 177
Literatur 180
Anhang 181
Die Autorinnen und die Illustratorin 183
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