|
|
|
|
Die römische Republik
Von der Gründung bis Caesar
4., überarbeitete Auflage 2026 (1. Aufl. 2006)
Martin Jehne
Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406838248 (ISBN: 3-406-83824-3)
128 Seiten, paperback, 12 x 18cm, Januar, 2026, Mit zwei Karten
EUR 14,00 alle Angaben ohne Gewähr
|
|
Umschlagtext
Dieser Band spannt einen großen Bogen von der legendenumrankten Frühzeit Roms und dem Aufstieg der Republik zur Vormacht im Mittelmeerraum über die Punischen Kriege gegen Hannibal und die Reformversuche der Gracchen bis hin zu den Iden des März 44 v. Chr. Darin wird auch deutlich, dass in den letzten Jahrzehnten der Republik der römische Senat den Herausforderungen einer Weltreichsregierung nicht mehr gewachsen war und sich bereits die neue Staatsform der Monarchie abzeichnete.
Martin Jehne lehrte als Professor Alte Geschichte an der TU Dresden. Sein Buch «Der Staat des Dictators Caesar» ist in Forschung und Lehre zu einem Standardwerk geworden.
Rezension
Nach dem Erscheinen 2006 liegt diese kompakte Darstellung der Römischen Republik hiermit in bereits 4. überarbeiteter Auflage 2026 vor. Der Aufstieg Roms, die Ausformung und die Krisen des republikanischen Systems sowie die römische Ereignisgeschichte vom 5. Jh. v. Chr. bis zur Machtübernahme des Augustus sind Gegenstand dieses Bandes. Die "Geschichte der Römischen Republik" wird in aller Regel in den Epochendarstellungen abgelöst von einer "Geschichte der römischen Kaiserzeit" (vgl. in derselben Reihe: 978-3-406-84159-0 ); denn die Republik ist den Anforderungen nicht mehr gewachsen und geht schon an ihrem Ende in Elemente der Kaiserzeit über. U.a. diesen Sachverhalt erläutert plausibel und kompakt diese Darstellung, die einen Überblick über die gesamte Epoche der Entstehung und Gründung Roms bis zum Zusammenbruch der Republik und der Alleinherrschaft Caesars bietet. Dabei steht im Mittelpunkt die politische Geschichte, aber auch Sozial-, Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte werden thematisiert und die inneren Spannungen in der Gesellschaft werden aufgezeigt. Der Autor macht deutlich, daß die Herrschaft des Senats gegen Ende der Republik den Herausforderungen einer Weltreichsregierung nicht mehr gewachsen war. So zeichnet sich bereits in den letzten Jahrzehnten der Republik die neue Staatsform der Monarchie ab.
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagwörter:
alte geschichte,Altertum, Altes Rom, Antike, Aufstieg, Caesar, Elite, Expansion, Forum, Frühzeit, Herrschaft, Konflikt, Konkurrenz, Krieg, Militär, Politik, Römer, Römische Republik, Römisches Reich, Senat, Staat, Staatsform, Untergang, Weltmacht, Weltreich
Die Überlieferung der Anfänge der römischen Republik ist dicht umrankt von Legenden. Fest steht, dass sich im Laufe des 5. Jahrhunderts und nach dem Galliersturm von 387/6 v. Chr. eine Herrschaftsform unter Beteiligung breiterer Volksschichten etabliert hat. In dieser Zeit behaupteten die großen Patriciergeschlechter den Vorrang im Staat und besetzten die wichtigsten Ämter; doch auch mächtige Plebeierfamilien hatten sich und ihrem Stand Mitsprache erstritten. Im Umgang mit äußeren Feinden zeigte sich Rom zunehmend überlegen, bis ihm mit Karthago im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. wieder ein gleichwertiger Gegner gegenübertrat, der nur in wechselvollen Kriegen geschwächt und schließlich vernichtet werden konnte. Hatte Rom damit die unbestrittene Vormachtstellung im Mittelmeerraum erobert, so fühlte es sich zunehmend animiert, in den Anrainerstaaten militärisch zu intervenieren. Es waren der unablässige Strom von Menschen, Gütern und Reichtum nach Rom und das Problem der Veteranenversorgung, die dort zur dramatischen Verschärfung sozialer Gegensätze führten; hinzu kam, dass sich der römische Senat und die traditionellen Verfassungsorgane nicht länger in der Lage zeigten, das entstandene Großreich in bewährter Weise zu führen. Der Versuch, die Probleme mit außerordentlichen Kommanden zu bewältigen, rief militärisch und wirtschaftlich mächtige Einzelpersönlichkeiten auf den Plan, die ihre eigenen Interessen an die Stelle der Staatsraison setzten. Mit ihrem Auftreten war die Endzeit der Republik angebrochen.
Martin Jehne, der diese konzise, allgemeinverständliche und anregende Darstellung der römischen Republik geschrieben hat, ist Professor em. für Alte Geschichte an der TU Dresden. Von ihm ist im Verlag C.H.Beck lieferbar: Caesar (6. Aufl. 2024).
Inhaltsverzeichnis
I. Von der Gesellschaft ohne Staat zur Gesellschaft ohne König: Die Vorgeschichte der römischen Republik 6
II. Von der bedrängten Latinerstadt zur italischen Vormacht: Roms Aufstieg im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. 16
III. Von der inneren Spaltung zum Ausgleich voller Widersprüche: Die Ausformung der Republik in den Ständekämpfen 24
IV. Von der Dominanz in Italien zur Beherrschung des westlichen Mittelmeerraumes: Roms Kriege gegen Pyrrhos und Karthago 37
V. Von der Großmacht zur Weltmacht: Roms Eroberung des griechischen Ostens 57
VI. Von den Mühen der Berge zu den Mühen der Ebenen: Die Rückwirkungen der Expansion 71
VII. Von den Reformansätzen der Gracchen bis zum Restaurationsversuch Sullas: Das Schwächeln
des Konsenssystems und die Krise der Republik 81
VIII. Von der Aufweichung des sullanischen Staates bis zur Katastrophe der Bürgerkriege: Der Niedergang der Republik 101
Zeittafel 124
Literaturverzeichnis 126
Personenregister 127
Weitere Titel aus der Reihe C. H. Beck Wissen |
|
|