lehrerbibliothek.deDatenschutzerklärung
Diagnose ADHS – Was nun? Strategien, Tipps und Übungen für ein selbstbestimmtes Leben
Diagnose ADHS – Was nun?
Strategien, Tipps und Übungen für ein selbstbestimmtes Leben




Jan Kiesewetter

Klett-Cotta
EAN: 9783608860931 (ISBN: 3-608-86093-2)
240 Seiten, paperback, 15 x 23cm, Mai, 2026

EUR 24,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Der neue Wegweiser bei ADHS im Erwachsenenalter

Modularer Aufbau, klare Sprache, intuitive Struktur

120 in der Praxis bewährte Übungen speziell für den Alltag mit ADHS

Zusatzkapitel zu »Masking« und Strategien zum »Unmasking«

»Es hat also einen Namen.« Die Diagnose ADHS bringt für viele Erwachsene eine Mischung aus Erleichterung und Verunsicherung – und den dringenden Wunsch nach Orientierung. Dieses Buch bietet genau das: verständliche Informationen ohne Fachgedöns, alltagstaugliche Übungen zur Verbesserung von Struktur, emotionaler Regulation, Selbstwert und sozialer Integration sowie therapeutisch fundierte Strategien für einen offenen, selbstbestimmten Umgang mit ADHS. Es begleitet Betroffene durch die erste Phase nach der Diagnose – als Kompass und Landkarte zugleich. Ein Mutmach-Buch für alle, bei denen das Gehirn etwas anders tanzt: Das ist okay!

PD Dr. Jan Kiesewetter ist psychologischer Psychotherapeut mit eigener Praxis (Verhaltenstherapie für Erwachsene) im Einzel- und Gruppensetting, er ist Dozent an verschiedenen Ausbildungsinstituten für Psychotherapie in München und arbeitet am Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin an der LMU München. Zudem ist er als Supervisor und Trainer in medizinischen Kontexten tätig. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Artikel, Kongressbeiträge sowie Trainingsmanuale zu Resilienz für medizinisches und pädagogisches Fachpersonal.
Rezension
Das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) ist primär eine klassische Erkrankung des Kindes- und Jugendalters und damit eine Herausforderung für Kinder- und Jugendpsychiater, Kinderärzte, Lehrer und natürlich die Eltern und Angehörigen. In den letzten Jahren hat sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass insbesondere die schweren Fälle von ADHS sich nicht einfach »auswachsen«, sondern mit etwas veränderten Symptomen und Problemen in das junge und dann auch spätere Erwachsenenalter übergehen. ADHS ist die häufigste Störung im Lern- und Verhaltensbereich bei Kindern im Schulalter. Kinder vermögen häufig ihre Aufmerksamkeit nicht auf eine Aufgabenstellung hin zu steuern und sich darauf zu konzentrieren. Noch schwieriger wird es für sie, wenn sie parallel zwei oder drei Reize verarbeiten sollen. ADHS kann sowohl medikamentös als auch nicht-medikamentös behandelt werden. ADHS ist aber nicht nur im Kindes- und Jugendalter eine häufig diagnostizierte psychische Störung. Auch im Erwachsenenalter ist die Symptomatik mittlerweile bekannt und schränkt die Betroffenen in Alltag und Beruf stark ein. Ein Grund hierfür ist, dass sich das Störungsbild im Alter nicht einfach "verwächst", sondern im Gegenteil, relativ häufig über Jahre hinweg konstant bleibt. Dieses Buch ist auf die Praxis ausgerichtet und beschreibt 120 bewährte Übungen speziell für den Alltag mit ADHS: alltagstaugliche Übungen zur Verbesserung von Struktur, emotionaler Regulation, Selbstwert und sozialer Integration.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
ADHS
ADS
Alltagsbewältigung
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
Diagnostik
Emotionen und emotionale Intelligenz
Fachratgeber Klett-Cotta
Hyperaktivität
Persönlichkeitsmerkmale / Persönlichkeitstypen
psychische Gesundheit
Psycholog. Fachratgeber
Psychologie
Ratgeber für Eltern: Jugendliche
Pubertät
Ratgeber
Sachbuch: Psychologie
Selbstwert
Umgang mit / Ratgeber zu Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
Verhaltensauffälligkeiten
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 9

ADHS und Diagnostik 10

Ihre Diagnose als Wendepunkt 10
Was ist ADHS wirklich? 10
Warum die Diagnose ADHS so häufig übersehen wird 11
Was macht ADHS eigentlich im Gehirn? Eine Frage der Stimulation 11
Was hilft? Therapie bedeutet Aktivierung - aber mit Grenzen 12
ADHS: Ein alternatives Erfolgsmodell der Evolution? 12
Wie viele Menschen weltweit haben ADHS? 13
Wie eine ADHS-Diagnose abläuft 13
Die Vorteile einer Diagnose 14
Mutmacher: Sie sind nicht allein 14
ADHS in der Kindheit und Jugend: Ein unsichtbarer Begleiter 14
Mythen und Missverständnisse über ADHS 15
Wie ADHS das Erwachsenenleben beeinflusst 16
Fazit: Warum die Diagnose so wichtig ist 16

Therapeutische Maßnahmen und Selbsthilfe 17

Psychoedukation 17
Verhaltenstherapie - Verhalten erkennen und verändern 18
Medikamentöse Behandlung - die Funktionsfähigkeit des Gehirns verbessern 18
Neurofeedback - das Gehirn trainieren 19
ADHS-Coaching/ Beratung 19
Selbsthilfe: Der erste Schritt zur Veränderung 20

ADHS bei Frauen 21

Untypische Symptome von ADHS bei Frauen 21
Hormonelle Einflüsse auf ADHS bei Frauen: Ein unterschätzter Zusammenhang 21

ADHS und das Smartphone 24

Die ambivalente Rolle des digitalen Begleiters 24
Suchttendenzen: Der Dopamin-Kreislauf und seine Folgen 24
Chancen: Das Smartphone als therapeutisches Werkzeug und organisatorische Stütze 26

Masking und Unmasking von ADHS-Symptomen 29


DIE ÜBUNGEN

Kategorien der Übungen 34
»Wo stehe ich heute?« - Mini-Checkliste 34

Einleitung zu den Übungen 35

Die nächsten Schritte: Vom Wissen zur Veränderung 35
Wie fange ich an? 36

1. Kategorie: Struktur und Organisation 39

Übersicht der Übungen 40
Zeitmanagement und Struktur bei ADHS 40

2. Kategorie: Emotionale Regulation 79

Übersicht der Übungen 80
Emotionale Selbstregulation bei ADHS 80

3. Kategorie: Fokussierung und Aufmerksamkeit 117

Übersicht der Übungen 118
Fokussierung und Aufmerksamkeit bei ADHS 118

4. Kategorie: Selbstwert 132

Übersicht der Übungen 133
Stärkung des Selbstwerts bei ADHS 133

5. Kategorie: Achtsamkeit und Selbstregulation 173

Übersicht der Übungen 174
Achtsamkeit im Alltag bei ADHS 174

6. Kategorie: Kommunikation und soziale Beziehungen 196

Übersicht der Übungen 197
Kommunikation und soziale Beziehungen bei ADHS 197

Kontinuierliches Üben macht den Alltag leichter 221

Unterstützung für Angehörige von ADHS-Betroffenen 222

Wenn ADHS die Beziehung mitbestimmt:
Die oft unsichtbare Last der Angehörigen 222
ADHS und Kinder: Strategien für den Alltag in der Familie 229

Mut zur Veränderung 233


Danksagung 236
Downloadmaterial 237
Literatur 238