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Der Schattendieb
Der Schattendieb




Ralf Isau

Thienemann Verlag
EAN: 9783522200295 (ISBN: 3-522-20029-2)
480 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 15 x 22cm, März, 2009

EUR 19,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Sie betreten unsere Welt, wenn Sonne oder Mond sich verfinstern.

Sie stehlen uns Menschen die Schatten.

Sie wollen uns unterwerfen.

Doch einer von ihnen ist unser Freund.

Und damit macht er sich zum Feind des Schattenkönigs.



Ein fantastischer Roman übder die unbezwingbare Macht der Liebe.
Rezension
John Lamont ist ein besonderer Junge. Schon als kleines Kind wird er von seinem großen Bruder Sternengucker genannt. Er hat es von seinem Vater, der jede Sonnenwende sowohl mit Faszination, aber auch mit Schrecken beobachtet.

Die ganze Familie der Lamonts gehört zu den letzten Nachfahren von Niall Noígíallach, einem Fürsten. Der Vater muss viel arbeiten um die Familie zu ernähren und sorgt sich rührend um deren Wohl. Er hat viel Liebe in sich, anders als John, denn John wurde, als er klein war, der Schatten geklaut. Der erste Schattendieb Maloron kam, um Johns Schatten mitzunehmen und durch eine Atrappe zu ersetzen, doch das wurde von dessem Vater verhindert, zumindest zeitweise.

Johns Vater und Maloron schlossen eine Abmachung, dass erst bei der zweiten Sonnenfinsternis der Schatten genommen werden sollte, dafür aber der Vater 10 Jahre genau nach der bestimmten Sonnenfinsternis sterben sollte. Daher achtete dieser sehr genau auf die Geschehnisse des Firnamentes, und als es dann soweit ist, verrät er seinem Sohn im Sterbebett noch von den Geheimnissen Osttarras, denn ihr Urahn Niall war ein Verräter der Schattendiebe ...

Jede Person hat in sich und ihrem Schatten drei Eigenschaften vereint: Die Liebe, die Weisheit und die Gerechtigkeit. Wenn der Schatten von einem Schattendieb genommen wird, nimmt er diese Eigenschaften mit sich nach Osttarra und der Schatten wird durch eine Attrappe ersetzt - der Mensch ist also nun ein "Seelenkrüppel", da ihm eines seiner lebenswichtigen Standbeine fehlt.

Jetzt sollen auf der gesamten Welt Schatten geklaut werden, doch Corvin, Johns Schatten mit der Fähigkeit zur Liebe, will dies verhindern, da er ein Mädchen von der Erde liebt. Es entsteht ein Kampf zwischen Gut und Böse, bei dem bis zum Schluss ungewiss ist wer gewinnt...

Ralf Isau zeigt in diesem Buch wieder einmal seine Kreativität im Geschichtenfindung und verknüpft reale Tatsachen mit Fiktion. Das Buch ist spannend geschrieben und kann natürlich gerne weiterempfohlen werden für die Klassenstufen 7-10.

k. Neuburger und Ch. Schäfer, lbib.de




Verlagsinfo
Die Erde besitzt eine dunkle Schwester: Osttarra, das Reich der lebenden Schatten. Es wird beherrscht von Saros. Er will die Natur auf den Kopf stellen, will die Schatten zu Menschen und die Menschen zu Schatten machen. Deshalb schwärmen bei Sonnen- und Mondfinsternissen die Schattendiebe aus und gehen auf Beutefang. Und mit jedem geraubten Schatten werden die drei Säulen, auf denen die Menschenwelt ruht, brüchiger: Liebe, Gerechtigkeit, Weisheit. Die Erde wird kälter. Doch es gibt einen Auserwählten: den jungen Jäger Corvin. Er kennt keinen Hass, sondern liebt die Menschen. Ganz besonders Nelia, für die sein Herz auf einem seiner Jagdzüge entflammt. Ausgerechnet ihr hat Saros ein grausames Schicksal zugedacht. Um sie zu retten, stürzt sich Corvin in einen Kampf, in dem er eigentlich nur verlieren kann.

Wer diesen Roman gelesen hat, wird seinen Schatten mit anderen Augen sehen.

"Ich lade in meinen Büchern gerne zum Hinterfragen von Vorbehalten ein und durchkreuze Klischees ganz bewusst. Gerade der Schatten ist das Paradebeispiel für etwas, dem wir kaum Aufmerksamkeit schenken, es aber trotzdem unterbewusst als den eher finsteren Teil von uns selbst ansehen mögen."
Ralf Isau

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