|
|
|
|
Dennoch sprechen wir miteinander
Wie ein Familientreffen zu einer Reise durch die Welt der Demagogen wurde
Stephan Lamby
Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406830099 (ISBN: 3-406-83009-9)
248 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 15 x 22cm, März, 2025
EUR 25,00 alle Angaben ohne Gewähr
|
|
Umschlagtext
Stephan Lamby traf bei einer Familienfeier seit längerer Zeit wieder auf seinen amerikanischen Cousin. Die beiden mögen sich sehr. Doch dann eröffnete ihm sein Cousin, dass er beim Sturm aufs Kapitol dabei gewesen war. Daraufhin fasste Lamby den Entschluss zu einer ungewöhnlichen Reise. Er wollte herausfinden, warum sich so viele Menschen aus der bürgerlichen Mitte, sogar Verwandte und Freunde, radikalisieren. Die Reise führte ihn in die USA, nach Argentinien, nach Italien und natürlich durch Deutschland. Sie führte ihn tief in die Geschichte der vier Länder und auch der eigenen Familie. Viele seiner Gespräche waren schmerzhaft, manche waren versöhnlich. Stephan Lambys sehr persönliches Buch durchleuchtet die dunklen Seiten westlicher Demokratien.
Stephan Lamby ist Dokumentarfilmer und Buchautor. Seit vielen Jahren bildet er mit seinen ARD-Dokumentationen die deutsche und internationale Politik ab, darunter «Nervöse Republik», «Labyrinth der Macht» und «Im Wahn». Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, dem STERN-Preis und als Journalist des Jahres.
Rezension
Irritiert durch die Mitteilung eines US-amerikanischen Cousins auf einer Familienfeier, dass er beim Sturm auf das Capitol dabei war, hat der Dokumentarfilmer und Buchautor Stephan Lamby innerhalb eines Jahres vier Länder (USA, Argentinien, Italien und Deutschland) bereist, um ein Gefühl für die Ängste radikalisierter Bürger zu entwickeln. Er wollte verstehen, warum die Demokratie vielerorts auf der Kippe steht und sich Menschen, auch aus der eigenen Familie und dem Freundeskreis, von der Demokratie ab- und Autokraten zuwenden. Gut hundert Jahre nach dem Aufkommen des historischen Faschismus und achtzig Jahre nach dessen Ende geht er der Frage nach, ob der Begriff Faschismus für die aktuelle politische Auseinandersetzung noch taugt. Lamby hat Feinde der Demokratie kennengelernt, aber auch Menschen, die sich den Feinden der Demokratie in den Weg stellen. - Fazit: Eine sehr persönliche, aber auch exemplarische Auseinandersetzung über Demokratie und Autoritarismus!
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagwörter:
Argentinien, Auseinandersetzung, Demagogen, Demokratie, Demokratiefeinde, Deutschland, Extremismus, Familiengeschichte, Freundeskreis, Gesellschaftskritik, Italien, Politik, Populismus, Radikalisierung, Sachbuch, USA
Pressestimmen:
„Zeigt ... eindrücklich, wie man im Gespräch bleibt, selbst wenn einen politisch Ozeane trennen.“
Die ZEIT - Die 100 besten Bücher des Jahres: Was ist der Mensch?, Stephen Lebert
„Bietet pointierte Thesen über die Ursachen des Rechtsrucks westlicher Demokratien ... Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Dialog.“
Deutschlandfunk Andruck, Ann-Kathrin Weber
„Schaut geduldig hin, bis die Wirklichkeit zu sprechen beginnt [...], ohne dass je der moralische Kompass des Demokraten Lamby verloren ginge."
ZEIT, Elisabeth von Thadden
„Eine Reise durch die USA, Argentinien, Deutschland und Italien [...] über Wert und Grenzen des persönlichen Gesprächs."
Platz 9 der Bestenliste von ZEIT, ZDF und Deutschlandfunk im Februar
„Eine Studie über politische Polarisierung"
ZEIT Podcast Das Politikteil, Heinrich Wefing
„Wahlvolk-Reportage“
WELT am Sonntag, Marc Reichwein
"Begibt sich auf Spurensuche: Warum driften Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, so weit nach außen ab? "
rbb Radio Eins
"Brandaktuell und wichtig, denn über die Demokratie ziehen derzeit dunkle Wolken"
NDR Hamburg Journal
„Lamby ist um die halbe Welt gereist und hat knapp 250 Seiten darüber geschrieben, wie man mit verständlicher Wut und unverständlichen Zerstörungsfantasien einen Umgang finden kann.“
WELT online, Florian Sädler
„Hat die Wurzeln des Rechtsrucks erforscht und ein aufschlussreiches Buch geschrieben."
Berliner Morgenpost Mutmach-podcast, Hajo Schumacher
„Eine besondere Reise“
Table.Today Podcast, Michael Bröcker
„Präzise und fair analysiert Lamby, wie anfällig manche Menschen für eine antidemokratische Politik sind.“
IN München, Wolfgang Scheidt
„Reiste um die Welt, um den Aufstieg der Demagogen zu begreifen … nimmt … Erkenntnisse mit nachhause, aus denen er einen eindringlichen Befund der globalen Demokratiekrise ableitet."
Falter Bücher-Frühling, Georg Renöckl
„Das Hin und Her zwischen Sorge und Hoffnung gehört zum Kern des Buches"
F.A.Z-Bücherpodcast, Kai Spanke
„Er kommt den Mächtigen etwas näher als viele andere ... ein globalerer Blick auf die Entfremdung der verschiedenen politischen Lager heutzutage in unterschiedlichen Ländern.“
Podcast Freiheit Deluxe, Jagoda Marinić
„Über Wert und Grenzen des persönlichen Gesprächs.“
Sachbuch-Bestenliste von ZEIT, ZDF und Deutschlandfunk im März 2025
„Den Journalisten Stephan Lamby beschäftigt die Frage, warum Teile der bürgerlichen Mitte zu Demokratiefeinden werden … spannender Debattenbeitrag.“
HÖRZU, Thomas Schürmann
„Ein spannendes Buch über Menschen ... , die Trump, Milei oder die AfD wählen. … Ein unterhaltsames Buch, das sich leicht und flüssig lesen lässt.“
Frankfurter Rundschau, Michael Hesse
„Sondiert die Anziehungskraft demagogischer Politik. … Ihn interessieren die unverstellten Ansichten der Menschen, die er auf seinen Reisen trifft. … Erhellend.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Melanie Mühl
Inhaltsverzeichnis
PROLOG 9
IM WESTEN 15
Martin
Bauernopfer und Planspiele
Nürnberg
Nie wieder ist jetzt
Das Wissen der Alten
Im Bermuda-Dreieck
Memphis
Huey Long
Oh, Jesus!
Birmingham
IM SÜDEN 81
Das Kettensägen-Massaker
Wenn Pesos rasen
In den Bergen von Córdoba
Mit dem Taschenrechner
Die Spuren der Junta
IM OSTEN 113
Der Mann mit der Blaupause
Hüben und Drüben
Höckes Sprache
Jena
Unter Juristen
Trump im Sturm
Höckes Anwalt
Der Feind des Staates
«713»
GANZ UNTEN 181
Kopfüber von der Tankstelle
In der Gruft
Zu Tisch mit Faschisten
«Höcke oder Solingen»
Nordhausen
Signale
Tanja und ihr Bruder
Im Dschungel
Transatlantik
Entscheidungstage
EPILOG 239
DANK 245
REGISTER 246
|
|
|