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Das M-Wort
Gegen die Verachtung der Moral
Anne Rabe
Klett-Cotta
EAN: 9783608966930 (ISBN: 3-608-96693-5)
224 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 12 x 19cm, August, 2025
EUR 20,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Platz 3 Sachbuchbestenliste Die Zeit, Deutschlandfunk und ZDF
In einer Zeit, in der Moral im gesellschaftspolitischen Diskurs bereits zum Unwort verkommen scheint, stellt Anne Rabe die entscheidende Frage: Können wir uns eine Welt ohne »M-Wort«, ohne Moral leisten? Anhand konkreter Beispiele – wie dem Umgang mit Armut, Migrations- und Klimapolitik, steigender Radikalisierung – beleuchtet sie auf persönliche Weise die gefährlichen Folgen der Verächtlichmachung von Moral in Deutschland.
Im Januar 2025 erlebt Deutschland einen Tabubruch: Zum ersten Mal seit Gründung der Bundesrepublik sind es Rechtsextreme, die in einer Abstimmung im Bundestag für die entscheidende Mehrheit sorgen. Das ist nur der vorläufige Höhepunkt einer schon lange zu beobachtenden Verschiebung im politischen Diskurs. Die neuen Weichenstellungen des 21. Jahrhunderts haben die Demokratien weltweit unter Druck gesetzt. Autokratien und Imperialismus sind wieder auf dem Vormarsch. Moralische Beweggründe stehen nicht mehr an oberster Stelle der Tagesordnung. Welch verführerischer Sog darin liegt, kann man überall dort beobachten, wo auch Demokraten ihm nachgeben. Erhellend erläutert Anne Rabe, wie Moral schrittweise aus dem gesellschaftspolitischen Diskurs verdrängt wird, warum dies so bedrohlich ist und wie moralisches Denken und Handeln Teil der Problemlösungen unserer Zeit sein kann. Eine brillante Analyse, die in einer pessimistisch stimmenden Weltlage Anlass zur Hoffnung gibt.
Anne Rabe, geboren 1986, ist Dramatikerin, Drehbuchautorin und Essayistin. Ihre Theaterstücke wurden mehrfach ausgezeichnet. Als Drehbuchautorin war sie Teil der Kultserie »Warten auf’n Bus«. Seit mehreren Jahren tritt sie zudem als Essayistin und Vortragende zur Vergangenheitsbewältigung in Ostdeutschland in Erscheinung. Anne Rabe lebt in Berlin. »Die Möglichkeit von Glück« ist ihr Prosadebüt.
Rezension
Moral ist, wie der Begriff Moralapostel exemplarisch verdeutlicht, seit geraumer Zeit zu einem Unwort geworden. Moral hat einen schlechten Ruf. Das hat sicherlich verschiedene Gründe, - u.a. den, daß die sog. Hüter der Moral sich selbst ins moralische Abseits stellen, wenn z.B. ausgerechnet Priester oder Reformpädagogen sexuellen Mißbrauch betreiben ... Ein anderer Grund: Die Menschen wollen sich eben nicht mehr alles vorschreiben lassen. Dieses Buch aber stellt die Gegenfrage: Können und wollen wir uns eine Welt ohne »M-Wort«, ohne Moral leisten? Und es zeigt die gefährlichen Folgen der Verächtlichmachung von Moral (in Deutschland) auf. Autokratien und Imperialismus sind wieder auf dem Vormarsch. Moralische Beweggründe stehen nicht mehr an oberster Stelle der Tagesordnung. Sollen wir uns also einschüchtern lassen von den Versuchen, die Moral unter Verdacht zu stellen? Unter den Verdacht der Realitätsferne oder gar der Ideologie?
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Presse-Stimmen:
»Anne Rabe setzt auf eine Mischung aus messerscharfer Analyse und persönlicher Selbstreflexion. Indem sie Raum für persönliche Zweifel und Ohnmachtsgefühle gibt, werden Zwischentöne in all den Lagerkämpfen deutlich.«
Anna Hoffmeister, der Freitag, 16. Oktober 2025
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung 11
Anfangen 17
Eins 23
Zwei 45
Drei 59
Vier 73
Fünf 107
Sechs 141
Sieben 167
Weitermachen 193
Dank 203
Zitatnachweis 205
Auswahlbibliografie 207
Anmerkungen 209
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